| Veranstaltung: | Landeskonferenz 2026 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 21.08.2026) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 22.08.2026, 21:20 |
A37: Schluss mit Ausnahmen bei Berufsqualifizierung
Antragstext
Im Berufsbildungsgesetz sind umfangreiche Schutzfunktionen und -rechte für
Auszubildende verankert. Studierende sind nach §3 Abs. 2 Nr. 1 BBiG vom
Geltungsbereich ausgenommen. Dies hat als Auswirkung, dass insbesondere bei
praxisintegrierten dual Studierenden gegenüber Auszubildenden und
Ausbildungsintegrierten dual Studierenden häufig Nachteile entstehen. Darunter
zählen unter anderem Rückzahlungsklauseln, welche immer wieder Gegenstand
juristischer Auseinandersetzung sind.
Berufsqualifizierende Ausbildungswege sollten unabhängig ihres Lehrniveaus
gleich behandelt und gleichgestellt sein. Wer in einem Haushalt geboren wird, in
dem die Eltern keinen oder „nur“ einen Ausbildungsabschluss besitzen, haben
deutlich geringere Chancen, einen akademischen Grad zu erreichen. Das duale
Studium präsentiert diesen Aufsteiger:innen die Möglichkeit des
Bildungsaufstiegs.
Daher soll mit diesem Antrag beschlossen werden, dass wir uns als Jusos
Thüringen dafür einsetzen, die strukturellen Schwächen des dualen Studiums
abzubauen. Ziel muss es sein, duale Studierende an Schutzfunktionen des BBiG
vollumfänglich teilhaben zu lassen. Dafür soll der Landesvorstand zum nächsten
Bundeskongress einen Antrag schreiben, der die Gleichstellung aller
Bildungswege, welche zu einer Berufsqualifizierung führen, als Inhalt hat.
Begründung
erfolgt mündlich

Kommentare