<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://antrag.jusos.rocks/lako26/feedamendments" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>Landeskonferenz 2026: Änderungsanträge</title>
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                <title>Landeskonferenz 2026: Änderungsanträge</title>
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                        <title>Ä1 zu Ini3: Keine Mehrheit mit Faschos! – Rücktritt Philippe Wolff</title>
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                        <author>Marie Gonser (KV Erfurt)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/974/amendment/663</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_134_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 2 bis 8:</h4><div><p>das SPD-Mitglied Philippe Wolff zum Dezernenten für erweiterte Infrastruktur (Bau) gewählt. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Seine Wahl war nur möglich, weil er 10 Stimmen der AfD erhalten hat. Entgegen jeder sozialdemokratischen Position, hat er die Wahl anschließend angenommen.</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Bei der doppelten Dezernent:innenwahl in Erfurt sollten sowohl das Baudezernat als auch das Sozialdezernat neu besetzt werden. Die SPD Erfurt hatte im Voraus beschlossen, sich auf die Besetzung des Sozialdezernats zu fokussieren und dafür eine:n Kandidat:in in einem internen Auswahlprozess auszuwählen. Bei diesem Prozess hatte sich Claudia Michelfeit durchgesetzt und war nach Beschlusslage die Person, welche vom Kreisvorsitzenden durchgesetzt werden sollte.<br><br>Später beschloss auch die SPD&amp;Piraten-Fraktion im Stadtrat, bestehend aus acht SPD-Mitgliedern, einem Mitglied der Piratenpartei und einem FDP-Mitglied, mit Claudia als ihrer Kandidatin in diese Wahl zu gehen und bei den anderen demokratischen Fraktionen, vor allem aus dem progressiven Lager, für die Unterstützung der Personalie zu werben.<br><br>Die Linkspartei hatte bereits im Vorfeld dieses Prozesses beschlossen, Katja Maurer als Sozialdezernentin sowie den bisherigen Baudezernenten Matthias Bärwolff als ihren Kandidaten für das Baudezernat zu nominieren. Die CDU-Fraktion (12 Mitglieder + 1 Oberbürgermeister) hatte als Linie stets verkündet, Matthias Bärwolff abwählen zu wollen. Die Grünen-Fraktion (4 Mitglieder) und die Mehrwertstadt-Fraktion (5 Mitglieder) hatten nach Gesprächen mit den aussichtsreichsten Kandidierenden verkündet, dass sie Matthias Bärwolff für Bau und Claudia Michelfeit für Soziales für die fachlich geeignetsten Bewerber:innen hielten und den beiden öffentlich ihre Unterstützung zugesichert.<br><br>Der Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) wiederum nominierte Philippe Wolff (SPD) und Katja Maurer (Linke) als seine Kandidat:innen für die Wahl, ohne dass andere Fraktionen außer seiner eigenen Fraktion, der CDU, diese Kandidaturen mitgetragen hätten. Vor dieser Ausgangslage beschloss die SPD&amp;Piraten-Fraktion, Mehrheiten mit dem progressiven Lager zu suchen, was in der gemeinsamen Nominierung von Matthias Bärwolff und Claudia Michelfeit durch alle vier Fraktionen (SPD&amp;Piraten, Linke, Grüne, Mehrwertstadt) resultierte.<br><br>Selbst wenn die SPD&amp;Piraten-Fraktion einen Fraktionsbeschluss gefasst hätte, Philippe Wolff anstelle von Matthias Bärwolff zu unterstützen, wäre dieser nur auf 23 Stimmen aus dem demokratischen Lager gekommen (OB, 12 CDU, 10 SPD&amp;Piraten), da bereits 18 Stadträt:innen Matthias Bärwolff zu ihrem Kandidaten auserkoren hatten (9 Linke, 5 Mehrwertstadt, 4 Grüne). Mit den zehn Stimmen der „Bunten Fraktion“ SPD&amp;Mehrwertstadt hätte er rein rechnerisch die demokratische Mehrheit hinter sich versammelt (mit 27 Stimmen: 28 Stimmen linkes Lager, 1 Person abwesend), da das Mitglied der FDP bereits angekündigt hatte, ihn nicht zu wählen.<br><br>Nach einer Probeabstimmung im progressiven Lager, bei der nicht alle Stadträt:innen aus dem progressiven Lager vor Ort waren, konnten Bärwolff und Michelfeit (Nominierungen progressives Lager) jeweils 20 Stimmen auf sich vereinigen, Maurer und Wolff erhielten jeweils fünf Stimmen. Nach diesem Ergebnis hätte allen Demokrat:innen klar sein müssen, dass sie, um zu verhindern, dass die zehn Stimmen der AfD die Wahl entscheiden, ihre Wahlentscheidung noch einmal überdenken müssen, ankündigen müssen, dass sie dies nicht tun werden und die Verhandlungen von Neuem beginnen müssen, oder dass sie sich zumindest bei der Wahl enthalten müssen. Eine dieser Aktionen wäre Voraussetzung gewesen, um die Gestaltungsmacht der AfD zu verhindern. Von all dem passierte jedoch nichts. Und so kam es zwei Tage später zum ersten Wahlgang im Stadtrat um das Baudezernat, bei welchem Matthias Bärwolff 21 Stimmen und Phillippe Wolff 19 Stimmen erhielt. Zehn Stadträt:innen enthielten sich. Es ist davon auszugehen, dass diese zehn Enthaltungen von den AfD-Stadträten kamen, die mit keinem:keiner eigenen Kandidat:in in die Wahl gegangen waren.<br><br>Nach diesem Ergebnis hatten alle Demokrat:innen im Stadtrat erneut die Möglichkeit, die drohende Wahl des Dezernenten Wolff durch die Stimmen der AfD zu verhindern, dadurch, sich entweder doch an den zuvor vereinbarten Kompromiss zu halten oder zumindest ihre Stimme ungültig zu machen. Davon, dass die AfD Bärwolff in der geheimen Wahl unterstützt, konnte nicht ausgegangen werden, denn dann hätte man im Nachhinein erzählen können, die progressiven Fraktionen hätten sich doch noch an den verkündeten Kompromiss gehalten und einige CDUler:innen hätten die drohende Zäsur durch eine veränderte Stimmabgabe abgewendet. Kurzum: Für maximales Chaos, das vorrangige Ziel der AfD, war es am sinnvollsten, den Kandidaten des OB, Phillippe Wolff, zu wählen.<br><br>Genau dies ist im zweiten Wahlgang dann auch passiert: Philippe Wolff, SPD-Mitglied, wurde mit 29 zu 21 Stimmen ins Amt gewählt. Nach 15-minütiger Pause und Bedenkzeit nahm er die Wahl an und akzeptierte dabei auch die Glückwünsche der AfD zur Wahl. Auch der Fraktionsvorsitzende von SPD&amp;Piraten gratulierte Philippe Wolff mit einem Blumenstrauß (sozusagen im Namen der Fraktion) zur Wahl. An diesem Punkt wurden wirklich die allerletzten Grenzen überschritten. In später erschienenen Presseverlautbarungen ist nachzulesen, dass der Fraktionsvorsitzende bestätigte, drei bis vier Mitglieder der SPD&amp;Piraten-Fraktion haben anders als in der Fraktion beschlossen abgestimmt.<br><br>Einzig das Vergessen des historischen Erbes und der Grundhaltung der SPD von Seiten dieser Fraktionsmitglieder ermöglichte es der AfD-Fraktion, „We Are the Champions“ singend nach der Wahl durch den Stadtrat zu ziehen.<br><br>Als Reaktion auf dieses Geschehen entschieden die vier SPD-Stadträt:innen Melissa Butt, Denny Möller, Daniel Mroß und Jörg Neigefindt, unverzüglich aus der SPD&amp;Piraten-Fraktion auszutreten und eine neue SPD-Fraktion zu gründen.<br><br>Die Jusos Thüringen unterstützen diese Entscheidung der vier SPD-Stadträt:innen. Wir erkennen diese Fraktion als die rechtmäßige Fraktion der SPD im Erfurter Stadtrat an.<br><br>Wir fordern Philippe Wolff außerdem auf, die Ernennungsurkunde und damit die Position als Dezernent nicht anzunehmen.<br><br>Wir fordern außerdem die Jusos Erfurt auf, diesen Antrag beim Kreisparteitag der SPD Erfurt einzubringen und stehen dafür mit voller Unterstützung hinter ihnen.</ins></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die Jusos Thüringen fordern das SPD-Mitglied Philippe Wolff nachdrücklich dazu auf seine Ernennungsurkunde zum Erfurter Dezernenten abzulehnen. Er muss seinen untragbaren Fehler zurücknehmen.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 08:39:00 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu X02: Für eine geschlechtergerechte Ortsnamenslandschaft in Thüringen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/906/amendment/662</link>
                        <author>Sören (Jusos Saarpfalz)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/906/amendment/662</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">In Zeile 55 einfügen:</h4><div><p>Denn Sprache schafft Wirklichkeit. Und Wirklichkeit kann man ändern.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br><br><br><br><br>Weiterhin benennen wir zur zügigen Machtübernahme durch Alleinregierung nach saarländischen Vorbild in vorbereitung des Saarzialismus:<br><br>Jena in Jensaar<br><br>Gera in Ge sie* saar<br><br>und Sömmerda in Sö sie* saar um.</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 17:34:31 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä1 zu X02: Für eine geschlechtergerechte Ortsnamenslandschaft in Thüringen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/906/amendment/661</link>
                        <author>Marcus Hansen (KV Jena)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/906/amendment/661</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 30 bis 52 einfügen:</h4><div><ul><li value="1"><p>Artern → Artsie*n<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Artthey*n</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Bad Berka → Bad Bsie*ka<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Badthey*ka</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Berga-Wünschendorf → Bihr*ga-<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Wünschendorf bzw. im Pride*-Month zu Bthem*ga-</ins>Wünschendorf</p></li></ul><ul><li value="1"><p>Bleicherode → Bleichsie*rode<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Bleichthey*ode</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Brotterode-Trusetal → Brottsie*rode-<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Trusetal bzw. im Pride*-Month zu Brotthey*ode-</ins>Trusetal</p></li></ul><ul><li value="1"><p>Eisenberg → Eisenbihr*g<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Eisenthem*</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Erfurt → Sie*furt<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu They*furt.</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Gera → Gsie*ra<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Gthey*a</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Heringen → Sie*ringen<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu They*ingen</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Hermsdorf → Sie*msdorf<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu They*msdorf</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Hirschberg → Hirschbihr*g<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Hirschthem*</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Leutenberg → Leutenbihr*g<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Leutenthem*</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Münchenbernsdorf → Münchenbsie*nsdorf<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Münchenthey*nsdorf</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Nottertal-Heilinger Höhen → Nottsie*tal-Heilingsie* <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Höhen bzw. im Pride*-Month zu Notthey*tal-Heiligthey* </ins>Höhen</p></li></ul><ul><li value="1"><p>Oberhof → Obsie*hof<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Obthey*hof</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Rastenberg → Rastenbihr*g<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Rastenthem*</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Saalburg-Ebersdorf → Saalburg-Ebsie*sdorf<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Saalburg-Ebthey*sdorf</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Sömmerda → Sömmsie*da<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Sömmthey*da</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Sondershausen → Sondsie*shausen<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Sondthey*shausen</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Sonneberg → Sonnebihr*g<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Sonnethem*</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Steinbach-Hallenberg → Steinbach-Hallenbihr*g<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Steinbach-Hallenthem*</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Ummerstadt → Ummsie*stadt<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Ummthey*stadt</ins></p></li></ul><ul><li value="1"><p>Waltershausen → Waltsie*shausen<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> bzw. im Pride*-Month zu Waltthey*shausen</ins></p></li></ul></div><h4 class="lineSummary">In Zeile 55 einfügen:</h4><div><p>Denn Sprache schafft Wirklichkeit. Und Wirklichkeit kann man ändern.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"></ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 17:24:30 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä4 zu F02: Dem Morgenrot entgegen. Jungsozialistische Antworten auf das neue KI-Zeitalter!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/914/amendment/660</link>
                        <author>KV WE/WL, KV UHK (dort beschlossen am: 19.09.2026)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/914/amendment/660</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 8 bis 25:</h4><div><p>Die industrielle Revolution hat historisch <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">zwar </ins>mehr Arbeit geschaffen, als sie überflüssig gemacht hat<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, dadurch allerdings bisher ungekannte Ausbeutung und Verelendung ermöglicht</ins>. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Es</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">In den Fabriken</ins> entstand <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">zwar </ins>neue Arbeit<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> in den Fabriken, wenn auch</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, allerdings meist</ins> unter menschenunwürdigen Bedingungen. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Durch</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Die Gewinne erhielten vor allem die Eigentümer:innen der Produktionsmittel. Nur durch</ins> gewerkschaftliche Arbeitskämpfe konnten Zugeständnisse errungen werden, die die Arbeitsbedingungen verbesserten<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> und soziale Absicherung unterstützten</ins>.</p><p>Bei Künstlicher Intelligenz droht jedoch ein Bruch. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">KI wird die neuen Jobs, die sie erzeugt, perspektivisch selbst bearbeiten können. Wo neue Tätigkeiten entstehen, sind es genau diese Tätigkeiten, die von der nächsten Generation der Systeme wieder übernommen werden können. Die Logik der Arbeitsschaffung durch die industrielle Revolution greift nicht mehr.</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">KI kann nicht nur bestehende Tätigkeiten, Tätigkeiten automatisieren. Neue Arbeit, die durch den technologischen Wandel entsteht, muss nicht dauerhaft von Menschen erledigt werden. Diese Tätigkeiten können potentiell von der nächsten Generation der Systeme wieder übernommen werden. Gerade orchestrierte KI-Agents (herarisch aufgebaute KI-Arbeiter) bieten hier eine Möglichkeit die zunehmend Nutzung finden. Es ist vorstellbar, dass die Logik der Arbeitsschaffung durch die industrielle Revolution greift also nicht mehr. Wo sich heute Prognosen und Studien noch uneins sind, müssen wir Schritte einleiten, um proaktiv die Risiken des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz zu senken.</ins></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Mit rasanten Fortschritten im Bereich der Robotik, gekoppelt mit KI, wird diese Entwicklung dabei nicht nur Bürotätigkeiten betreffen. Auch das Handwerk, die Pflege, die Logistik und die Produktion geraten in den Wirkungsbereich von KI. Die Vorstellung, es gebe sichere Berufe, ist eine Illusion, auf die keine verantwortungsvolle Politik bauen darf.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">KI wird perspektivisch alle Bereiche menschlicher Arbeit betreffen, unabhängig davon, ob Tätigkeiten an Menschen, Maschinen oder Computern ausgeübt werden.<strong> Auch in Verbindung mit weitreichenden Entwicklungen im Zusammenhang mit der Robotik spielt dies eine Rolle. Wenn auch diese bereits losgelöst von weiteren Technologien zu Automatisierungen führen, verstärken sich diese Effekte gegenseitig</strong>. Die Vorstellung, es gebe sichere Berufe, ist eine Illusion, auf die keine verantwortungsvolle Politik bauen darf.</p><p>Aus der Not der industriellen Revolution ist die Sozialdemokratie <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">entstanden</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">mit dem Anspruch, die Wirtschaft nicht sich selbst zu überlassen, sondern sie nach den Prinzipien der Solidarität, Mitbestimmung</ins> und <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">hat es geschafft</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">sozialer Gerechtigkeit zu gestalten, entstanden. Sie versucht seitdem </ins>, die Wirtschaftstransformation und die damit einhergehenden Nachteile einzuhegen<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">,</ins> sowie einen Sozialstaat, der die Menschen nicht allein lässt, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">auf</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">aus</ins>zubauen. Dieser historischen Aufgabe muss sich die SPD <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">erneut</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">weiter</ins> stellen.</p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 29 bis 38:</h4><div><p>Gesichtserkennung, Verhaltensanalyse und die automatisierte Auswertung von <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Kommunikationsdaten verschieben das Verhältnis zwischen Staat, Konzernen</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Kommunikations- und Bewegungsdaten ermöglichen es, jede Facette des Lebens zu dokumentieren, auszuwerten</ins> und <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">auf Basis dieser Vorhersagen zu treffen. Dies verschiebt die Macht vom </ins>Individuum <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">hinzu denjenigen, die über die Systeme und Daten verfügen, sei es der Staat, oder ein Konzern.</ins>grundlegend. KI prägt bereits heute die Kriegsführung von autonomen Waffensystemen bis zur Informationskriegsführung. Wer über die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">leistungsfähigsten</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">leistungsfähige</ins> Systeme verfügt, verfügt über militärische <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Übermacht</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Macht</ins>. Die Gewinne, die die KI-bereitstellenden Unternehmen erwirtschaften, kommen derzeit nur sehr wenigen Menschen zugute. Eine handvoll meist nicht-europäische Konzerne kontrollieren Rechenzentren, Modelle und Daten<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, die gemeinsam die Voraussetzungen für die Entwicklung und Nutzung leistungsstarker KI-Modelle bilden</ins>. Kapital und Macht konzentrieren sich <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">in einer Geschwindigkeit</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">auf eine Weise</ins>, die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">alle</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">in den</ins> bisherigen Trends des Kapitalismus, Macht und Kapital zu konzentrieren, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">übertrifft</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">ungekannt waren</ins>.</p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 40 bis 41:</h4><div><p>gesamten Menschheit gestalten oder profitiert am Ende eine kleine Gruppe von Menschen, die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">die</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">mit der Nutzung von</ins> KI <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">kontrolliert</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Gewinne erzielt</ins>?</p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 45 bis 56:</h4><div><p>Technikfeindlichkeit ab. Wer KI verteufelt, verkennt die wirtschaftlichen Transformationen, die heute schon stattfindet und verschenkt das <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">utopische </del>Potenzial, welches dieser Technik innewohnt.</p><p>Richtig eingesetzt, birgt KI ein emanzipatorisches Potenzial von historischem Ausmaß. Wie in sozialistischen Liedern oft besungen, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">kann</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">könnte</ins> sie <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">unsere Gesellschaft in der Befreiung des</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">dazu beitragen,</ins> Menschen von entfremdeter, monotoner und gefährlicher Arbeit <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">unterstützen</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">zu befreien </ins>. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Sie kann</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Die Produktivitätsgewinne, die durch KI möglich werden, könnten</ins> Wohlstand schaffen, der nicht mehr an die Verwertung menschlicher Arbeitskraft gekoppelt ist. Sie kann freie Zeit für Bildung, Sorgearbeit, demokratische Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben schaffen. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Je</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Diese Entwicklungen sind jedoch keineswegs garantiert. Die Technologien könnten auch, je</ins> nachdem, wie wir als Gesellschaft in den nächsten Jahren politisch mit KI umgehen, <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">zur Konzentration von Macht und Verstärkung gesellschaftlicher Ungleichheiten führen. Wir </ins>könnten <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">wir </del>der Utopie so nahe sein, wie es keine Generation bisher war<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, oder eine Dystopie schaffen</ins>.</p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 60 bis 63:</h4><div><p>Die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Gestaltung</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Vertretung der Interessen von Arbeitnehmer:innen und die demokratische Begrenzung</ins> wirtschaftlicher <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Transformation ist</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Macht sind</ins> die historische Kernaufgabe der Sozialdemokratie. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">So wie die</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Die</ins> Arbeiter:innenbewegung<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, die</ins> die industrielle Revolution durch Kampf um Mitbestimmung, Sozialstaat und Demokratie zivilisiert hat, muss <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">die Sozialdemokratie des</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">nun im</ins> 21. Jahrhundert<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">s</del> die KI-Revolution gestalten<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, um sicherzustellen, dass diese Errungenschaften nicht irrelevant werden</ins>.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Dies ist Aufgabe der Sozialdemokratie</ins></p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 67 bis 69 löschen:</h4><div><p>Verteidigung des Status quo hinausweisen und ein Versprechen auf eine bessere Zukunft formulieren.<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> Wenn wir das hatten, waren wir als Sozialdemokratie immer am stärksten aufgestellt.</del></p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 71 bis 77:</h4><div><p>Als Jusos Thüringen erkennen wir die KI-Transformation als eine der zentralen politischen Herausforderungen unserer Zeit an. Mit Sorge blicken wir auf die<ins class="space" aria-label="Einfügen: „Zeilenumbruch”">[Zeilenumbruch]</ins><ins><br></ins>Konzentration von Macht in den Händen weniger Unternehmen, dem zerstörerischen militärischen Potenzial und den Auswirkungen auf Menschen<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> und Klima</del>. Hoffnungsvoll blicken wir jedoch auf die Chancen, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">sei es in den Bereichen der Handlungsfähigkeit des Staates oder</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">insbesondere</ins> dem utopischen Potenzial in Bereichen der Arbeit. Wir sind überzeugt: KI-Gewinne müssen der Gesellschaft als Ganzes </p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 82 bis 85:</h4><div><p>stellen und politische Antworten für die neue Zeit zu entwickeln. Wir fordern das Land Thüringen, den Bund und die EU auf, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">den</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">die Kontrolle der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen</ins> Transformationsprozess als ganzheitliche gesellschaftliche Aufgabe zu sehen, der transparent, demokratisch und im Sinne aller Menschen erfolgen muss.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Unser Ziel muss es sein regulatorische Rahmenbedingungen und Einschränkungen, bis hin zu Verboten, zu schaffen, welche Thüringen, Deutschland und Europa auf der einen Seite nicht von externen Kräften beeinflussbar machen, auf der anderen Seite europäische Lösungen im Bereich KI fördern</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 16:47:26 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä1 zu X01: Spaßantrag: “Sperrt die Männer weg” - Für einen verantwortungsvollen Umgang mit einer strukturell auffälligen Bevölkerungsgruppe</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/929/amendment/659</link>
                        <author>KV WE/WL (dort beschlossen am: 19.09.2026)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/929/amendment/659</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Nach Zeile 0 einfügen:</h4><div><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><em>Vorbemerkung: Dieser Antrag ist eine satirische Überzeichnung. Er fordert keine reale Bestrafung oder Entrechtung von Männern. Indem er die Logik patriarchaler Machtverhältnisse absurd umkehrt, macht er auf eine reale Schieflage aufmerksam: FLINTA* tragen weiterhin überproportional die Verantwortung dafür, sexistische Verhaltensweisen zu benennen, Unterbrechungen abzufedern und Gleichberechtigung gegen Widerstände durchzusetzen.</em></p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 16:43:47 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä3 zu F02: Dem Morgenrot entgegen. Jungsozialistische Antworten auf das neue KI-Zeitalter!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/914/amendment/658</link>
                        <author>KV WE/WL, KV UHK (dort beschlossen am: 19.09.2026)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/914/amendment/658</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 17 bis 21:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Mit rasanten Fortschritten im Bereich der Robotik, gekoppelt mit KI, wird diese Entwicklung dabei nicht nur Bürotätigkeiten betreffen. Auch das Handwerk, die Pflege, die Logistik und die Produktion geraten in den Wirkungsbereich von KI. Die Vorstellung, es gebe sichere Berufe, ist eine Illusion, auf die keine verantwortungsvolle Politik bauen darf.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>KI wird perspektivisch alle Bereiche menschlicher Arbeit betreffen, unabhängig davon, ob Tätigkeiten an Menschen, Maschinen oder Computern ausgeübt werden. Auch in Verbindung mit weitreichenden Entwicklungen im Zusammenhang mit der Robotik spielt dies eine Rolle. Wenn auch diese bereits losgelöst von weiteren Technologien zu Automatisierungen führen, verstärken sich diese Effekte gegenseitig..</strong>Die Vorstellung, es gebe sichere Berufe, ist eine Illusion, auf die keine verantwortungsvolle Politik bauen darf.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 16:33:20 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä4 zu Ini2: Arbeiter:innen für Arbeiter:innen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/arbeiter-innen-fur-arbeiter-innen-48906/657</link>
                        <author>KV Erfurt</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/arbeiter-innen-fur-arbeiter-innen-48906/657</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_134_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 28 bis 32 löschen:</h4><div><ol class="deleted" start="2" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="2">die SPD Thüringen dazu auf, ein Konzept für eine Quotierung der vorderen, aussichtsreichen Landeslistenplätze für Arbeiter:innen zu entwickeln.</li></ol><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Bezüglich der Quotierung ist es wichtig zu erwähnen, dass diese stets im Einklang mit dem Grundsatz der Geschlechterparität stehen muss und Letzterer immer Vorrang einzuräumen ist.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 15:37:16 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu F02: Dem Morgenrot entgegen. Jungsozialistische Antworten auf das neue KI-Zeitalter!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/914/amendment/656</link>
                        <author>KV Weimar/Weimarer Land, KV Erfurt, KV Jena</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/914/amendment/656</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 8 bis 20:</h4><div><p>Die industrielle Revolution hat historisch <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">zwar </ins>mehr Arbeit geschaffen, als sie überflüssig gemacht hat<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, dadurch allerdings bisher ungekannte Ausbeutung und Verelendung ermöglicht</ins>. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Es</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">In den Fabriken</ins> entstand <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">zwar </ins>neue Arbeit<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> in den Fabriken, wenn auch</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, allerdings meist</ins> unter menschenunwürdigen Bedingungen. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Durch</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Die Gewinne erhielten vor allem die Eigentümer:innen der Produktionsmittel. Nur durch</ins> gewerkschaftliche Arbeitskämpfe konnten Zugeständnisse errungen werden, die die Arbeitsbedingungen verbesserten<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> und soziale Absicherung unterstützten</ins>.</p><p>Bei Künstlicher Intelligenz droht jedoch ein Bruch. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">KI wird die neuen Jobs, die sie erzeugt, perspektivisch selbst bearbeiten können. Wo neue Tätigkeiten entstehen, sind es genau diese Tätigkeiten, die von der nächsten Generation der Systeme wieder übernommen werden können. Die Logik der Arbeitsschaffung durch die industrielle Revolution greift nicht mehr.</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">KI kann nicht nur bestehende Tätigkeiten, Tätigkeiten automatisieren. Neue Arbeit, die durch den technologischen Wandel entsteht, muss nicht dauerhaft von Menschen erledigt werden. Diese Tätigkeiten können potentiell von der nächsten Generation der Systeme wieder übernommen werden. Gerade orchestrierte KI-Agents (herarisch aufgebaute KI-Arbeiter) bieten hier eine Möglichkeit die zunehmend Nutzung finden. Es ist vorstellbar, dass die Logik der Arbeitsschaffung durch die industrielle Revolution greift also nicht mehr. Wo sich heute Prognosen und Studien noch uneins sind, müssen wir Schritte einleiten, um proaktiv die Risiken des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz zu senken.</ins></p><p>Mit rasanten Fortschritten im Bereich der Robotik, gekoppelt mit KI, wird diese Entwicklung dabei nicht nur Bürotätigkeiten betreffen. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Auch das Handwerk, die Pflege, die Logistik und die Produktion geraten in den Wirkungsbereich von KI.</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">KI wird perspektivisch alle Bereiche menschlicher Arbeit betreffen, unabhängig davon, ob Tätigkeiten an Menschen, Maschinen oder Computern ausgeübt werden..</ins> Die Vorstellung, es gebe sichere Berufe, ist eine Illusion, auf die keine </p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 22 bis 25:</h4><div><p>Aus der Not der industriellen Revolution ist die Sozialdemokratie <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">entstanden</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">mit dem Anspruch, die Wirtschaft nicht sich selbst zu überlassen, sondern sie nach den Prinzipien der Solidarität, Mitbestimmung</ins> und <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">hat es geschafft</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">sozialer Gerechtigkeit zu gestalten, entstanden. Sie versucht seitdem </ins>, die Wirtschaftstransformation und die damit einhergehenden Nachteile einzuhegen<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">,</ins> sowie einen Sozialstaat, der die Menschen nicht allein lässt, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">auf</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">aus</ins>zubauen. Dieser historischen Aufgabe muss sich die SPD <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">erneut</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">weiter</ins> stellen.</p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 29 bis 38:</h4><div><p>Gesichtserkennung, Verhaltensanalyse und die automatisierte Auswertung von <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Kommunikationsdaten verschieben das Verhältnis zwischen Staat, Konzernen</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Kommunikations- und Bewegungsdaten ermöglichen es, jede Facette des Lebens zu dokumentieren, auszuwerten</ins> und <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">auf Basis dieser Vorhersagen zu treffen. Dies verschiebt die Macht vom </ins>Individuum <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">hinzu denjenigen, die über die Systeme und Daten verfügen, sei es der Staat, oder ein Konzern.</ins>grundlegend. KI prägt bereits heute die Kriegsführung von autonomen Waffensystemen bis zur Informationskriegsführung. Wer über die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">leistungsfähigsten</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">leistungsfähige</ins> Systeme verfügt, verfügt über militärische <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Übermacht</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Macht</ins>. Die Gewinne, die die KI-bereitstellenden Unternehmen erwirtschaften, kommen derzeit nur sehr wenigen Menschen zugute. Eine handvoll meist nicht-europäische Konzerne kontrollieren Rechenzentren, Modelle und Daten<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, die gemeinsam die Voraussetzungen für die Entwicklung und Nutzung leistungsstarker KI-Modelle bilden</ins>. Kapital und Macht konzentrieren sich <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">in einer Geschwindigkeit</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">auf eine Weise</ins>, die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">alle</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">in den</ins> bisherigen Trends des Kapitalismus, Macht und Kapital zu konzentrieren, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">übertrifft</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">ungekannt waren</ins>.</p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 40 bis 41:</h4><div><p>gesamten Menschheit gestalten oder profitiert am Ende eine kleine Gruppe von Menschen, die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">die</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">mit der Nutzung von</ins> KI <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">kontrolliert</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Gewinne erzielt</ins>?</p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 45 bis 56:</h4><div><p>Technikfeindlichkeit ab. Wer KI verteufelt, verkennt die wirtschaftlichen Transformationen, die heute schon stattfindet und verschenkt das <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">utopische </del>Potenzial, welches dieser Technik innewohnt.</p><p>Richtig eingesetzt, birgt KI ein emanzipatorisches Potenzial von historischem Ausmaß. Wie in sozialistischen Liedern oft besungen, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">kann</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">könnte</ins> sie <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">unsere Gesellschaft in der Befreiung des</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">dazu beitragen,</ins> Menschen von entfremdeter, monotoner und gefährlicher Arbeit <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">unterstützen</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">zu befreien </ins>. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Sie kann</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Die Produktivitätsgewinne, die durch KI möglich werden, könnten</ins> Wohlstand schaffen, der nicht mehr an die Verwertung menschlicher Arbeitskraft gekoppelt ist. Sie kann freie Zeit für Bildung, Sorgearbeit, demokratische Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben schaffen. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Je</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Diese Entwicklungen sind jedoch keineswegs garantiert. Die Technologien könnten auch, je</ins> nachdem, wie wir als Gesellschaft in den nächsten Jahren politisch mit KI umgehen, <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">zur Konzentration von Macht und Verstärkung gesellschaftlicher Ungleichheiten führen. Wir </ins>könnten <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">wir </del>der Utopie so nahe sein, wie es keine Generation bisher war<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, oder eine Dystopie schaffen</ins>.</p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 60 bis 63:</h4><div><p>Die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Gestaltung</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Vertretung der Interessen von Arbeitnehmer:innen und die demokratische Begrenzung</ins> wirtschaftlicher <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Transformation ist</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Macht sind</ins> die historische Kernaufgabe der Sozialdemokratie. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">So wie die</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Die</ins> Arbeiter:innenbewegung<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, die</ins> die industrielle Revolution durch Kampf um Mitbestimmung, Sozialstaat und Demokratie zivilisiert hat, muss <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">die Sozialdemokratie des</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">nun im</ins> 21. Jahrhundert<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">s</del> die KI-Revolution gestalten<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, um sicherzustellen, dass diese Errungenschaften nicht irrelevant werden</ins>.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Dies ist Aufgabe der Sozialdemokratie</ins></p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 67 bis 69 löschen:</h4><div><p>Verteidigung des Status quo hinausweisen und ein Versprechen auf eine bessere Zukunft formulieren.<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> Wenn wir das hatten, waren wir als Sozialdemokratie immer am stärksten aufgestellt.</del></p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 71 bis 77:</h4><div><p>Als Jusos Thüringen erkennen wir die KI-Transformation als eine der zentralen politischen Herausforderungen unserer Zeit an. Mit Sorge blicken wir auf die<ins class="space" aria-label="Einfügen: „Zeilenumbruch”">[Zeilenumbruch]</ins><ins><br></ins>Konzentration von Macht in den Händen weniger Unternehmen, dem zerstörerischen militärischen Potenzial und den Auswirkungen auf Menschen<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> und Klima</del>. Hoffnungsvoll blicken wir jedoch auf die Chancen, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">sei es in den Bereichen der Handlungsfähigkeit des Staates oder</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">insbesondere</ins> dem utopischen Potenzial in Bereichen der Arbeit. Wir sind überzeugt: KI-Gewinne müssen der Gesellschaft als Ganzes </p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 82 bis 85:</h4><div><p>stellen und politische Antworten für die neue Zeit zu entwickeln. Wir fordern das Land Thüringen, den Bund und die EU auf, <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">den</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">die Kontrolle der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen</ins> Transformationsprozess als ganzheitliche gesellschaftliche Aufgabe zu sehen, der transparent, demokratisch und im Sinne aller Menschen erfolgen muss.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Unser Ziel muss es sein regulatorische Rahmenbedingungen und Einschränkungen, bis hin zu Verboten, zu schaffen, welche Thüringen, Deutschland und Europa auf der einen Seite nicht von externen Kräften beeinflussbar machen, auf der anderen Seite europäische Lösungen im Bereich KI fördern</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 12:50:14 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä3 zu Ini2: Arbeiter:innen für Arbeiter:innen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/arbeiter-innen-fur-arbeiter-innen-48906/655</link>
                        <author>KV Jena</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/arbeiter-innen-fur-arbeiter-innen-48906/655</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_134_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 28 bis 29:</h4><div><ol start="2"><li value="2">die SPD Thüringen dazu auf, ein Konzept für eine Quotierung der vorderen, aussichtsreichen Landeslistenplätze <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">für</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">sowie des SPD-Landesvorstands, zugunsten von</ins> Arbeiter:innen<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">,</ins> zu entwickeln.</li></ol></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 11:40:27 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä3 zu A02: Alles für Alle - Wirtschaft übernehmen!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/894/amendment/654</link>
                        <author>KV Sömmerda (dort beschlossen am: 19.09.2026)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/894/amendment/654</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 105 bis 106 einfügen:</h4><div><p>Stimmrechte müssen gebündelt und an ein Gremium übertragen werden, das sich aus Vertreter:innen der Gewerkschaften zusammensetzt.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"><br><br>Um der Generationengerechtigkeit Rechnung zu tragen, sollten die Stimmrechte vorrangig dazu dienen, schnellstmöglich die Klimaneutralität zu erreichen. Auch Anpassungen an die sich verändernden Klimabedingungen wären vorzunehmen, um den nachfolgenden Generationen einen bewohnbaren Planeten zu hinterlassen. Ein langfristiges, erfolgreiches Wirtschaften ist nur unter dieser Grundbedingung möglich.</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 08:53:09 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu Ini2: Arbeiter:innen für Arbeiter:innen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/arbeiter-innen-fur-arbeiter-innen-48906/653</link>
                        <author>KV WE/WL (dort beschlossen am: 19.09.2026)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/arbeiter-innen-fur-arbeiter-innen-48906/653</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_134_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 24 bis 32:</h4><div><p>Deshalb fordern wir<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">:</del></p><ol class="deleted" start="1" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">den Juso-Landesvorstand dazu auf, Konzepte für die Anwerbung, vor allem aber auch die Integration von jungen Arbeiter:innen und Azubis zu entwickeln.</li></ol><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">den Juso<strong>-Landesvorstand und SPD</strong>-Landesvorstand dazu auf, Konzepte für die Anwerbung, vor allem aber auch die Integration von jungen Arbeiter:innen und Azubis zu entwickeln.</p><ol class="deleted" start="2" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="2">die SPD Thüringen dazu auf, ein Konzept für eine Quotierung der vorderen, aussichtsreichen Landeslistenplätze für Arbeiter:innen zu entwickeln.</li></ol><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Bezüglich der Quotierung ist es wichtig zu erwähnen, dass diese stets im Einklang mit dem Grundsatz der Geschlechterparität stehen muss und Letzterer immer Vorrang einzuräumen ist.</p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 08:26:00 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä1 zu D01: Born to be Wild - Schluss mit Wildtierhaltung in Zirkus und Zoo</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/905/amendment/652</link>
                        <author>Max Kössendrup (Weimar)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/905/amendment/652</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 29 bis 57 löschen:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Auch bei Zoos und Tierparks fehlt bislang eine klare Beschlusslage. Rechtliche Grundlage ist bundesweit § 42 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG), der die EU-Zoo-Richtlinie (1999/22/EG) umsetzt, ergänzt durch das allgemeine Tierschutzgesetz (TierSchG), insbesondere die Erlaubnispflicht für die gewerbsmäßige Zurschaustellung von Tieren nach § 11 TierSchG.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">§ 42 BNatSchG sieht für Errichtung, Erweiterung, wesentliche Änderung und Betrieb eines Zoos eine Genehmigungspflicht vor. Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn bestimmte Mindestanforderungen erfüllt sind (u. a. Erhaltung der biologischen Vielfalt, tiergerechte Unterbringung, Vorbeugung vor Ausbruch der Tiere, tierärztliche Betreuung, Dokumentation). Das Gesetz regelt damit lediglich, unter welchen Bedingungen Wildtierhaltung in Zoos zulässig ist. Ein grundsätzliches Verbot der Wildtierhaltung sieht es allerdings nicht vor. Erst bei Verstößen gegen diese Auflagen kann die zuständige Behörde nachträgliche Anordnungen erlassen und im äußersten Fall den Zoo ganz oder teilweise schließen. Zusätzlich sind kleinere Einrichtungen mit maximal fünf Arten Schalenwild oder maximal 20 Tieren anderer wild lebender Arten vom Zoo-Begriff und damit von der strengeren Genehmigungspflicht ausgenommen. Das eröffnet eine Lücke, durch die kleinere Tierparks und Gehege einer schwächeren Kontrolle unterliegen.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Kritiker:innen, darunter Tierschutzorganisationen wie PETA sowie zahlreiche Tierschutzvereine, führen an, dass viele Tiere in Zoos aufgrund von Platzmangel und artwidriger Haltung erkranken, Verhaltensstörungen entwickeln und eine geringere Lebenserwartung haben als in freier Wildbahn. Besonders betroffen sind Arten mit großem Bewegungs- oder Sozialbedürfnis wie Eisbären, Elefanten oder Großkatzen.</p><p>Wir sind der Auffassung, dass die dauerhafte Gefangenhaltung von Wildtieren zu Unterhaltungs- und kommerziellen Zwecken<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">, ob</del> im Zirkus <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">oder im Zoo, </del>mit einem zeitgemäßen Verständnis von Tierwohl nicht vereinbar ist und <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">beide Bereiche </del>konsequent adressiert werden müssen.</p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 64 bis 82 löschen:</h4><div><ol class="deleted" start="3" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="3"><p>Ein vollständiges Verbot der Neugründung und des Weiterbetriebs von Zoos, Tierparks und vergleichbaren Einrichtungen, die Wildtiere zur Zurschaustellung halten, umgesetzt über eine entsprechende Änderung des § 42 BNatSchG (Genehmigungsversagung für die Wildtierhaltung zu Zurschaustellungszwecken) in Verbindung mit einer Anpassung des § 11 TierSchG. Die derzeitige Ausnahme für kleinere Einrichtungen mit bis zu 20 Wildtieren bzw. fünf Schalenwildarten (§ 42 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 BNatSchG) lehnen wir als zusätzliches Schlupfloch ab.</p></li></ol><ol class="deleted" start="4" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="4"><p>Die SPD-Landtagsfraktion Thüringen wird aufgefordert, sich über den Bundesrat für ein umfassendes bundesweites Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen und Zoos einzusetzen.</p></li></ol><ol class="deleted" start="5" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="5"><p>Keine Vermietung landeseigener und kommunaler Flächen in Thüringen an Zirkusbetriebe, die Wildtiere mitführen, sowie keine weitere Genehmigung oder Bezuschussung von Zoos mit Wildtierhaltung, bis ein bundesweites Verbot in Kraft tritt.</p></li></ol><ol class="deleted" start="6" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="6"><p>Für die Übergangszeit setzen wir uns für die Förderung von Auffangstationen und Sanctuaries für aus Zirkus- und Zoohaltung abgegebene Wildtiere sowie für Unterstützungsangebote beim Berufswechsel für betroffene Beschäftigte ein</p></li></ol></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 08:25:00 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä1 zu Ini2: Arbeiter:innen für Arbeiter:innen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/arbeiter-innen-fur-arbeiter-innen-48906/651</link>
                        <author>KV WE/WL (dort beschlossen am: 19.09.2026)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/arbeiter-innen-fur-arbeiter-innen-48906/651</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_134_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 25 bis 26 einfügen:</h4><div><ol start="1"><li value="1">den Juso-<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Landesvorstand und den SPD-</ins>Landesvorstand dazu auf, Konzepte für die Anwerbung, vor allem aber auch die Integration von jungen Arbeiter:innen und Azubis zu </li></ol></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 08:24:49 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu P01: Es gibt kein Anrecht auf Sex - Prostitutionspolitik neu denken</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/es-gibt-kein-anrecht-auf-sex-prostitutionspolitik-neu-denken-3477/650</link>
                        <author>KV Erfurt (dort beschlossen am: 09.09.2026)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/es-gibt-kein-anrecht-auf-sex-prostitutionspolitik-neu-denken-3477/650</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 52 bis 54:</h4><div><p>Die Umsetzung eines reinen Sexkaufverbots ist jedoch nicht ausreichend, es <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">muss von umfassenden</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">braucht umfassende</ins>, dauerhaft <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">finanzierten sozialen</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">finanzierte soziale</ins> Alternativen <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">begleitet werden</del>, damit Menschen nicht in noch unsicherere Verhältnisse gedrängt werden. Die </p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 70 bis 72:</h4><div><ol start="1"><li value="1"><p><strong><del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Den Sexkauf</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Zuhälterei</ins> zu kriminalisieren, nicht die Menschen in der Prostitution.</strong><br><del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Der Kauf</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Das Profitieren aus dem Verkauf</ins> sexueller Dienstleistungen <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">anderer </ins>soll künftig verboten werden. Menschen in der Prostitution dürfen weder für das Anbieten sexueller </p></li></ol></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 90 bis 92:</h4><div><ol start="1"><li value="1"><p>oder erzwingen. Die polizeiliche Ermittlungspraxis muss sich konsequent auf die <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Nachfrageseite</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Zuhälterseite</ins> richten, ohne dass Sexarbeiter:innen dabei selbst identifiziert, kontrolliert oder ihre Arbeitsorte öffentlich gemacht </p></li></ol></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 144 bis 146 löschen:</h4><div><ol start="4"><li value="4"><p>Bundestagsfraktion und den SPD-Parteivorstand auf, sich im laufenden Reformprozess aktiv für einen Perspektivwechsel <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">hin zum Nordischen Modell </del>einzusetzen. Bei der konkreten Ausgestaltung müssen Sexarbeiter:innen-</p></li></ol></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 157 bis 159:</h4><div><ol start="5"><li value="5"><p>Prostitution geschult werden. Polizeiliche Fortbildungen müssen dabei ausdrücklich eine <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">nachfrageorientierte</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">zuhältereiorientierte</ins>, sexarbeiter:innen-schonende Ermittlungspraxis vermitteln, die Sicherheitsmaßnahmen unter </p></li></ol></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 172 bis 174 löschen:</h4><div><ol start="7"><li value="7"><p><strong>Schutz vulnerabler Gruppen.</strong><br>Bei der konkreten Ausgestaltung <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">eines Sexkaufverbots </del>müssen besondere Bedarfe berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für Menschen mit </p></li></ol></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 181 bis 183:</h4><div><ol start="8"><li value="8"><p><strong>Verpflichtende Resozialisierungs-Workshops für verurteilte Freier.</strong><br>Personen, die wegen <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">des Kaufs</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Übergriffigkeit und Gewalt im Rahmen der Wahrnehmung</ins> sexueller Dienstleistungen <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">oder wegen sonst frauenfeindlicher Gewalt </ins>verurteilt werden, sollen zur Teilnahme an Workshops verpflichtet werden, die über </p></li></ol></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 08:11:31 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä4 zu A01: Her mit dem Azubiwerk - Schluss mit dem Kammerspiel!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/891/amendment/649</link>
                        <author>Jusos Gera (dort beschlossen am: 18.09.2026)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/891/amendment/649</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 43 bis 45:</h4><div><ol start="3"><li value="3"><p>Auch Mobilität<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, Kultur</ins> und Verpflegung müssen sich vom Azubigehalt bezahlen lassen. Wir fordern <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">deshalb weiterhin </ins>die Einführung eines landesweiten <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Azubi-Tickets</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Ausbildungstickets</ins> für höchstens 29 Euro im Monat, das perspektivisch kostenfrei, für </p></li></ol></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 07:49:36 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä5 zu B06: Langzeitstudiengebühren abschaffen - Endlich ein sozialpolitisches ThürHG </title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/922/amendment/648</link>
                        <author>Arian Rieke (Jusos Erfurt)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/922/amendment/648</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 1 bis 91:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die Jusos Thüringen setzen sich dafür ein, dass die Erhebung von Langzeitstudiengebühren an thüringischen Hochschulen vollständig abgeschafft wird. Das Studium in Thüringen soll unabhängig von der individuellen Studiendauer gebührenfrei bleiben.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Bildung darf keine Frage des Geldbeutels sein. Langzeitstudiengebühren treffen überproportional Studierende aus einkommensschwachen Familien, die sich ihr Studium durch Nebenjobs selbst finanzieren müssen und dadurch häufiger die Regelstudienzeit überschreiten. Auch wer Kinder erzieht, Angehörige pflegt oder mit einer chronischen Erkrankung bzw. Behinderung lebt, gerät durch die Gebühr in eine finanzielle Zwangslage, die nichts mit mangelndem Engagement zu tun hat, sondern mit sozialer Herkunft und Lebensrealität.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Besonders hart trifft die Regelung Alleinerziehende, die Studium und Kindererziehung häufig ohne familiäres Sicherheitsnetz stemmen müssen und für die eine längere Studiendauer keine Wahl, sondern schlicht Realität ist. Auch chronisch kranke oder von Behinderung betroffene Studierende sind oft auf einen individuellen, langsameren Studienverlauf angewiesen. Ihnen eine Gebühr für diese Realität aufzuerlegen, bedeutet, sie für ihre gesundheitliche Situation finanziell zu bestrafen. Zwar sieht das Thüringer Hochschulgebühren- und -entgeltgesetz (ThürHGEG) bereits ein Hinausschieben der Gebührenpflicht bei Kindererziehung, Pflege von Angehörigen und aktiver Gremienarbeit sowie einen Härtefallerlass bei Behinderung oder chronischer Erkrankung vor. Der Erlass wegen wirtschaftlicher Notlage gilt jedoch ausdrücklich nur in unmittelbarer Nähe zum Studienabschluss. Studierende, die über das gesamte Studium hinweg arbeiten müssen, um sich Miete, Lebensmittel oder Studienmaterialien überhaupt leisten zu können, fallen damit durchgehend durch dieses Raster: Wer Erwerbsarbeit und Studium dauerhaft vereinbaren muss, hat strukturell weniger Zeit für das Studium selbst und gerät dadurch schneller in Verzug, ein Umstand, der nicht individuellem Versagen, sondern fehlender sozialer Absicherung geschuldet ist. Auch Studierende, die sich ehrenamtlich in der verfassten Studierendenschaft engagieren, etwa im StuRa oder in Fachschaftsräten, investieren wichtige Zeit in demokratische Mitbestimmung und studentische Selbstverwaltung und büßen dafür nicht selten mit einer längeren Studienzeit. Dieses Engagement kommt der gesamten Hochschule zugute und darf nicht durch finanziellen Druck bestraft werden.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Die Jusos Thüringen setzen sich für eine auskömmliche, langfristig planbare und sozial gerechte Finanzierung aller staatlichen Hochschulen in Thüringen, sowie für die vollständige Abschaffung der Langzeitstudiengebühren ein.</strong><strong>Hochschulbildung, Forschung, Kunst und Kultur sind öffentliche Güter. Sie bilden Fachkräfte aus, schaffen wissenschaftliche und künstlerische Innovation, ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und prägen Thüringen als Studien-, Arbeits- und Kulturstandort. Gerade für ein Land mit begrenzter Wirtschaftskraft ist die vielfältige Hochschul- und Kulturlandschaft ein zentraler Standortfaktor. Hochschulen sind keine freiwillige Ausgabe, sondern eine Investition in die Zukunft Thüringens.</strong><strong>Die im Rahmen der neuen Hochschulrahmenvereinbarung vorgesehene Finanzierung droht jedoch, hinter dem tatsächlichen Bedarf zurückzubleiben. Wenn die Landeszuweisungen langsamer steigen als Tarif-, Energie-, Sach- und Infrastrukturkosten, handelt es sich trotz nomineller Steigerungen faktisch um Kürzungen. Hochschulen brauchen keine Planungssicherheit über ihre Finanzierungslücke, sondern Mittel, mit denen sie ihre Aufgaben in Lehre, Forschung, Kunst, Transfer, Weiterbildung und akademischer Selbstverwaltung dauerhaft erfüllen können.</strong><strong>Unterfinanzierung bleibt nicht abstrakt. Sie führt zu nicht nachbesetzten Stellen, gestrichenen Qualifikationsstellen, unzureichend ausgestatteten Professuren, eingeschränkten oder gestrichenen Studienangeboten, schlechteren Betreuungsschlüsseln und überlasteten Beratungsstrukturen. Sie gefährdet außerdem Bibliotheken, Werkstätten, Labore, digitale Infrastruktur und studentische Räume. Dadurch verschlechtert sich die Qualität des Studiums und Thüringen verliert an Attraktivität für Studierende, Lehrende, Forschende und Fachkräfte.</strong><strong>Die Vielfalt der thüringischen Hochschullandschaft muss erhalten bleiben. Kooperationen zwischen Hochschulen sind sinnvoll, wenn sie Studium, Forschung oder Infrastruktur verbessern. Sie dürfen jedoch nicht als Vorwand dienen, Studiengänge, Standorte, Fachbereiche, Personal oder kulturelle Angebote abzubauen.</strong><strong>Zu einer sozialen Hochschulpolitik gehört ein gebührenfreies Studium unabhängig von der individuellen Studiendauer. Langzeitstudiengebühren treffen insbesondere Studierende, die ihr Studium durch Lohnarbeit finanzieren, Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder mit Behinderungen, oder chronischer Erkrankung leben. Eine längere Studiendauer ist in diesen Fällen häufig keine freie Entscheidung, sondern Folge von Armut, Care-Verantwortung, oder gesundheitlichen Einschränkungen. </strong><strong>Die bestehenden Härtefall-, Erlass- und Hinausschiebungsregelungen reichen nicht aus, um diese Fälle abzufangen. Gerade Studierende, die dauerhaft arbeiten müssen, um Miete, Lebensmittel, Krankenversicherung und Studienmaterialien zu bezahlen, sind nicht ausreichend geschützt. Wer über längere Zeit Lohnarbeit und Studium vereinbaren muss, hat strukturell weniger Zeit für das Studium. Das ist kein individuelles Versagen, sondern Ausdruck fehlender sozialer Absicherung. Insofern sollte es nicht bestraft werden.</strong><strong>Auch studentisches Engagement in StuRä, Fachschaften und anderen Hochschulgremien darf nicht durch finanziellen Druck bestraft werden. Diese Arbeit stärkt demokratische Mitbestimmung und verbessert Studienbedingungen für alle. Gleiches gilt für notwendige Fachwechsel und Orientierungsphasen: Bildungsgerechtigkeit bedeutet, Studierenden die Möglichkeit zu geben, einen passenden Bildungsweg zu finden, statt sie durch finanzielle Sanktionen in falschen Studiengängen festzuhalten.</strong><strong>Langzeitstudiengebühren lösen an dieser Stelle kein existierendes Problem, sie bestrafen lediglich Menschen, die nicht unter optimalen Bedingungen studieren. Wo Kapazitäten fehlen, muss das Land Hochschulen besser ausstatten. Die Abschaffung dieser Gebühren und eine auskömmliche Hochschulfinanzierung gehören deshalb zusammen.</strong><strong>Deshalb fordern wir die SPD-Landtagsfraktion sowie die SPD-Mitglieder der Landesregierung auf, sich für folgende Punkte einzusetzten:</strong></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Statt soziale Ungleichheit auszugleichen, verschärft die Gebühr sie, sie bestraft genau jene, die ohnehin schon strukturell benachteiligt sind, und untergräbt damit das sozialdemokratische Versprechen von Chancengleichheit im Bildungssystem. Auch ein Fach- oder Interessenwechsel, der Studierenden hilft, den für sie richtigen Weg zu finden, wird durch die Androhung von Gebühren erschwert und damit wird ihnen eine echte Orientierungsphase verwehrt. Ein Luxus, den sich nur leisten kann, wer es sich finanziell erlauben kann. Die Einnahmen aus der Gebühr sind für den Landeshaushalt minimal, der soziale Schaden durch Verunsicherung, Druck und Ausgrenzung dagegen erheblich. Ein gebührenfreies Studium ist deshalb nicht nur bildungs-, sondern vor allem sozialpolitisch geboten: Es ist ein Bekenntnis dazu, dass Bildung ein öffentliches Gut ist, das allen gleichermaßen offenstehen muss, unabhängig von Einkommen, familiärer Situation oder Gesundheit.</p><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li><p><strong>Gebührenfreiheit sichern: Abschaffung der Langzeitstudiengebühren; bis dahin niedrigschwellige, transparente und barrierearme Härtefall-, Erlass- und Hinausschiebungsregelungen einschließlich eines Erlasses bei wirtschaftlicher Notlage während der gesamten Studiendauer; Studierendendenvertretungen sollen bei den bisher entstandenen Gebühren ein verbindliches Mitspracherecht erhalten, wie die Gebühren verwendet werden sollen; Bereiche, die u.a. durch Langzeitstudiengebühren finanziert werden, sollen keine Kürzungen erleben und eine anderweitige Finanzierung für diese Bereiche muss gefunden und sichergestellt werden, ohne dass Studierende indirekt belastet werden; </strong></p></li></ul><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Gegen die Abschaffung wird oft eingewandt, Gebühren setzten einen notwendigen Anreiz zum zügigen Studienabschluss und schützten so die Aufnahmekapazität der Hochschulen für nachrückende Studierende. Diese Argumentation verkennt jedoch, wer tatsächlich von der Regelung betroffen ist: Nach Angaben des Thüringer Wissenschaftsministeriums schließen rund 90 Prozent der Studierenden ihr Studium ab, bevor die Gebührenpflicht überhaupt einsetzt. Wer die Regelstudienzeit dennoch deutlich überschreitet, tut dies in aller Regel nicht aus mangelnder Motivation, sondern weil Erwerbsarbeit, Familienpflichten, gesundheitliche Einschränkungen oder ehrenamtliches Engagement objektiv weniger Zeit für das Studium lassen. Eine finanzielle Sanktion setzt hier keinen Anreiz, sondern bestraft Studierende für Lebensumstände, die sie nicht frei wählen können. Wo tatsächlich Kapazitätsengpässe bestehen, sind sie durch eine bedarfsgerechte Finanzierung der Hochschulen und eine ausreichende Zahl an Studienplätzen zu lösen, nicht durch eine Gebühr, die vor allem sozial schwächer gestellte Studierende trifft.</p><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li><p><strong>Hochschulen real ausfinanzieren: Eine für alle staatlichen Hochschulen in Thüringen über die gesamte Laufzeit verbindlich finanzierte Hochschulrahmenvereinbarung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert, Tariferhöhungen, Inflation, Energie- und Sachkosten, Versorgungslasten und notwendige Investitionen vollständig berücksichtigt, sowie einen verbindlichen Nachsteuerungsmechanismus enthält, der unerwartete Kostensteigerungen kompensieren muss. </strong></p></li></ul><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Auch im Ländervergleich zeigt sich, dass Langzeitstudiengebühren kein notwendiger Bestandteil eines funktionierenden Hochschulsystems sind: Mehrere Bundesländer verzichten bereits ganz oder in weiten Teilen auf eine solche Gebühr, ohne dass dies zu einer unangemessenen Verlängerung der Studienzeiten geführt hätte. Thüringen hat hier die Chance, sich als sozial gerechter und familienfreundlicher Studienstandort zu positionieren und damit auch im Wettbewerb um Studierende und Fachkräfte zu punkten. Gerade angesichts des Fachkräftebedarfs in Thüringen ist es widersinnig, potenzielle Absolventinnen und Absolventen durch finanziellen Druck aus dem Studium zu drängen oder von vornherein von einem Studium in Thüringen abzuschrecken. Eine gebührenfreie Hochschullandschaft ist damit nicht nur sozialpolitisch, sondern auch wirtschafts- und standortpolitisch sinnvoll.</p><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li><p><strong>Personal und Studienqualität sichern: Stärkung der Grundfinanzierung sowie ausreichende Finanzierung von Personal, guter Lehre, Beratung, studentischen Räumen, Bibliotheken, Laboren, Werkstätten, digitaler und barrierefreier Infrastruktur. Stellenstreichungen, dauerhafte Nichtbesetzungen von Professuren und der Abbau von Qualifikationsstellen sind zu verhindern; wissenschaftliches, künstlerisches, technisches, administratives und beratendes Personal braucht gute und verlässliche Beschäftigungsbedingungen.</strong></p></li></ul><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><strong>Deshalb fordern wir, dass:</strong></p><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">die SPD-Landtagsfraktion einen Gesetzentwurf zur Streichung der Regelungen über Langzeitstudiengebühren im Thüringer Hochschulgebühren- und -entgeltgesetz (ThürHGEG) einbringt,</li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">bis zur gesetzlichen Neuregelung die bestehenden Härtefall- und Hinausschiebungsregelungen niedrigschwelliger zugänglich gemacht werden und der Erlass bei wirtschaftlicher Notlage, der bislang nur für die Zeit unmittelbar vor dem Abschluss gilt, auf die gesamte Studienzeit ausgeweitet wird, damit auch dauerhaft erwerbstätige Studierende durchgehend abgesichert sind,</li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li><p><strong>Hochschulvielfalt erhalten und Beteiligung garantieren: Verbindliche Absicherung der Vielfalt der staatlichen Hochschulen in Thüringen. Kooperationen dort fördern, wo die Qualität von Studium, Forschung, Verwaltung oder Infrastruktur dadurch verbessert wird; sie dürfen nicht zum Abbau von Studienangeboten, Standorten oder Beschäftigung genutzt werden. Studierende, Beschäftigte, deren Vertretungen und Gewerkschaften sind frühzeitig und verbindlich zu beteiligen. Dabei müssen die besonderen Anforderungen der Hochschulen, insbesondere der Kunst-, Musik- und Gestaltungshochschulen berücksichtigt werden, insbesondere individuelle Betreuung, ausreichend ausgestattete Professuren, Instrumenten, Werkstätten, Proben- und Aufführungsräumen, Ensembles und künstlerischen Projekten.</strong></p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">die durch den Wegfall der Gebühreneinnahmen entstehende minimale Lücke im Landeshaushalt im Rahmen der regulären Haushaltsplanung ausgeglichen wird, ohne dass es dafür zu Kürzungen an anderer Stelle im Hochschul- oder Bildungsbereich kommt,</li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">die Landtagsfraktion der SPD sowie die SPD-Mitglieder der Landesregierung sich für eine entsprechende Änderung des Thüringer Hochschulgebühren- und -entgeltgesetzes einsetzen.</li></ul></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 07:41:02 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu B07: Schluss mit Ausnahmen bei Berufsqualifizierung</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/schluss-mit-ausnahmen-bei-berufsqualifizierung-58031/647</link>
                        <author>Jusos Erfurt</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/schluss-mit-ausnahmen-bei-berufsqualifizierung-58031/647</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 14 bis 19:</h4><div><p><strong>Daher soll mit diesem Antrag beschlossen werden, dass wir uns als Jusos Thüringen <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">auf Landesebene </ins>dafür einsetzen, die strukturellen Schwächen des dualen Studiums abzubauen. Ziel muss es sein, duale Studierende an Schutzfunktionen des BBiG vollumfänglich teilhaben zu lassen. Dafür soll der Landesvorstand zum nächsten <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Bundeskongress</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Landesparteitag der SPD</ins> einen Antrag schreiben, der die Gleichstellung aller Bildungswege<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">, welche zu einer Berufsqualifizierung führen, als Inhalt hat</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> und eine Anpassung des Thüringer Hochschulbildungsgesetzes beinhaltet</ins>.<ins class="space" aria-label="Einfügen: „Leerzeichen”">[Leerzeichen]</ins></strong></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 07:33:20 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä4 zu B06: Langzeitstudiengebühren abschaffen - Endlich ein sozialpolitisches ThürHG </title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/922/amendment/646</link>
                        <author>KV Jena, KV WE/WL (dort beschlossen am: 19.09.2026)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/922/amendment/646</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 1 bis 91:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die Jusos Thüringen setzen sich dafür ein, dass die Erhebung von Langzeitstudiengebühren an thüringischen Hochschulen vollständig abgeschafft wird. Das Studium in Thüringen soll unabhängig von der individuellen Studiendauer gebührenfrei bleiben.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Die Jusos Thüringen setzen sich für eine auskömmliche, langfristig planbare und sozial gerechte Finanzierung aller staatlichen Hochschulen in Thüringen, sowie für die vollständige Abschaffung der Langzeitstudiengebühren ein.</strong></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Bildung darf keine Frage des Geldbeutels sein. Langzeitstudiengebühren treffen überproportional Studierende aus einkommensschwachen Familien, die sich ihr Studium durch Nebenjobs selbst finanzieren müssen und dadurch häufiger die Regelstudienzeit überschreiten. Auch wer Kinder erzieht, Angehörige pflegt oder mit einer chronischen Erkrankung bzw. Behinderung lebt, gerät durch die Gebühr in eine finanzielle Zwangslage, die nichts mit mangelndem Engagement zu tun hat, sondern mit sozialer Herkunft und Lebensrealität.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Hochschulbildung, Forschung, Kunst und Kultur sind öffentliche Güter. Sie bilden Fachkräfte aus, schaffen wissenschaftliche und künstlerische Innovation, ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und prägen Thüringen als Studien-, Arbeits- und Kulturstandort. Gerade für ein Land mit begrenzter Wirtschaftskraft ist die vielfältige Hochschul- und Kulturlandschaft ein zentraler Standortfaktor. Hochschulen sind keine freiwillige Ausgabe, sondern eine Investition in die Zukunft Thüringens.</strong></p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Die im Rahmen der neuen Hochschulrahmenvereinbarung vorgesehene Finanzierung droht jedoch, hinter dem tatsächlichen Bedarf zurückzubleiben. Wenn die Landeszuweisungen langsamer steigen als Tarif-, Energie-, Sach- und Infrastrukturkosten, handelt es sich trotz nomineller Steigerungen faktisch um Kürzungen. Hochschulen brauchen keine Planungssicherheit über ihre Finanzierungslücke, sondern Mittel, mit denen sie ihre Aufgaben in Lehre, Forschung, Kunst, Transfer, Weiterbildung und akademischer Selbstverwaltung dauerhaft erfüllen können.</strong></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Besonders hart trifft die Regelung Alleinerziehende, die Studium und Kindererziehung häufig ohne familiäres Sicherheitsnetz stemmen müssen und für die eine längere Studiendauer keine Wahl, sondern schlicht Realität ist. Auch chronisch kranke oder von Behinderung betroffene Studierende sind oft auf einen individuellen, langsameren Studienverlauf angewiesen. Ihnen eine Gebühr für diese Realität aufzuerlegen, bedeutet, sie für ihre gesundheitliche Situation finanziell zu bestrafen. Zwar sieht das Thüringer Hochschulgebühren- und -entgeltgesetz (ThürHGEG) bereits ein Hinausschieben der Gebührenpflicht bei Kindererziehung, Pflege von Angehörigen und aktiver Gremienarbeit sowie einen Härtefallerlass bei Behinderung oder chronischer Erkrankung vor. Der Erlass wegen wirtschaftlicher Notlage gilt jedoch ausdrücklich nur in unmittelbarer Nähe zum Studienabschluss. Studierende, die über das gesamte Studium hinweg arbeiten müssen, um sich Miete, Lebensmittel oder Studienmaterialien überhaupt leisten zu können, fallen damit durchgehend durch dieses Raster: Wer Erwerbsarbeit und Studium dauerhaft vereinbaren muss, hat strukturell weniger Zeit für das Studium selbst und gerät dadurch schneller in Verzug, ein Umstand, der nicht individuellem Versagen, sondern fehlender sozialer Absicherung geschuldet ist. Auch Studierende, die sich ehrenamtlich in der verfassten Studierendenschaft engagieren, etwa im StuRa oder in Fachschaftsräten, investieren wichtige Zeit in demokratische Mitbestimmung und studentische Selbstverwaltung und büßen dafür nicht selten mit einer längeren Studienzeit. Dieses Engagement kommt der gesamten Hochschule zugute und darf nicht durch finanziellen Druck bestraft werden.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Unterfinanzierung bleibt nicht abstrakt. Sie führt zu nicht nachbesetzten Stellen, gestrichenen Qualifikationsstellen, unzureichend ausgestatteten Professuren, eingeschränkten oder gestrichenen Studienangeboten, schlechteren Betreuungsschlüsseln und überlasteten Beratungsstrukturen. Sie gefährdet außerdem Bibliotheken, Werkstätten, Labore, digitale Infrastruktur und studentische Räume. Dadurch verschlechtert sich die Qualität des Studiums und Thüringen verliert an Attraktivität für Studierende, Lehrende, Forschende und Fachkräfte.</strong></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Statt soziale Ungleichheit auszugleichen, verschärft die Gebühr sie, sie bestraft genau jene, die ohnehin schon strukturell benachteiligt sind, und untergräbt damit das sozialdemokratische Versprechen von Chancengleichheit im Bildungssystem. Auch ein Fach- oder Interessenwechsel, der Studierenden hilft, den für sie richtigen Weg zu finden, wird durch die Androhung von Gebühren erschwert und damit wird ihnen eine echte Orientierungsphase verwehrt. Ein Luxus, den sich nur leisten kann, wer es sich finanziell erlauben kann. Die Einnahmen aus der Gebühr sind für den Landeshaushalt minimal, der soziale Schaden durch Verunsicherung, Druck und Ausgrenzung dagegen erheblich. Ein gebührenfreies Studium ist deshalb nicht nur bildungs-, sondern vor allem sozialpolitisch geboten: Es ist ein Bekenntnis dazu, dass Bildung ein öffentliches Gut ist, das allen gleichermaßen offenstehen muss, unabhängig von Einkommen, familiärer Situation oder Gesundheit.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Die Vielfalt der thüringischen Hochschullandschaft muss erhalten bleiben. Kooperationen zwischen Hochschulen sind sinnvoll, wenn sie Studium, Forschung oder Infrastruktur verbessern. Sie dürfen jedoch nicht als Vorwand dienen, Studiengänge, Standorte, Fachbereiche, Personal oder kulturelle Angebote abzubauen.</strong></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Gegen die Abschaffung wird oft eingewandt, Gebühren setzten einen notwendigen Anreiz zum zügigen Studienabschluss und schützten so die Aufnahmekapazität der Hochschulen für nachrückende Studierende. Diese Argumentation verkennt jedoch, wer tatsächlich von der Regelung betroffen ist: Nach Angaben des Thüringer Wissenschaftsministeriums schließen rund 90 Prozent der Studierenden ihr Studium ab, bevor die Gebührenpflicht überhaupt einsetzt. Wer die Regelstudienzeit dennoch deutlich überschreitet, tut dies in aller Regel nicht aus mangelnder Motivation, sondern weil Erwerbsarbeit, Familienpflichten, gesundheitliche Einschränkungen oder ehrenamtliches Engagement objektiv weniger Zeit für das Studium lassen. Eine finanzielle Sanktion setzt hier keinen Anreiz, sondern bestraft Studierende für Lebensumstände, die sie nicht frei wählen können. Wo tatsächlich Kapazitätsengpässe bestehen, sind sie durch eine bedarfsgerechte Finanzierung der Hochschulen und eine ausreichende Zahl an Studienplätzen zu lösen, nicht durch eine Gebühr, die vor allem sozial schwächer gestellte Studierende trifft.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Zu einer sozialen Hochschulpolitik gehört ein gebührenfreies Studium unabhängig von der individuellen Studiendauer. Langzeitstudiengebühren treffen insbesondere Studierende, die ihr Studium durch Lohnarbeit finanzieren, Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder mit Behinderungen, oder chronischer Erkrankung leben. Eine längere Studiendauer ist in diesen Fällen häufig keine freie Entscheidung, sondern Folge von Armut, Care-Verantwortung, oder gesundheitlichen Einschränkungen. </strong></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Auch im Ländervergleich zeigt sich, dass Langzeitstudiengebühren kein notwendiger Bestandteil eines funktionierenden Hochschulsystems sind: Mehrere Bundesländer verzichten bereits ganz oder in weiten Teilen auf eine solche Gebühr, ohne dass dies zu einer unangemessenen Verlängerung der Studienzeiten geführt hätte. Thüringen hat hier die Chance, sich als sozial gerechter und familienfreundlicher Studienstandort zu positionieren und damit auch im Wettbewerb um Studierende und Fachkräfte zu punkten. Gerade angesichts des Fachkräftebedarfs in Thüringen ist es widersinnig, potenzielle Absolventinnen und Absolventen durch finanziellen Druck aus dem Studium zu drängen oder von vornherein von einem Studium in Thüringen abzuschrecken. Eine gebührenfreie Hochschullandschaft ist damit nicht nur sozialpolitisch, sondern auch wirtschafts- und standortpolitisch sinnvoll.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Die bestehenden Härtefall-, Erlass- und Hinausschiebungsregelungen reichen nicht aus, um diese Fälle abzufangen. Gerade Studierende, die dauerhaft arbeiten müssen, um Miete, Lebensmittel, Krankenversicherung und Studienmaterialien zu bezahlen, sind nicht ausreichend geschützt. Wer über längere Zeit Lohnarbeit und Studium vereinbaren muss, hat strukturell weniger Zeit für das Studium. Das ist kein individuelles Versagen, sondern Ausdruck fehlender sozialer Absicherung. Insofern sollte es nicht bestraft werden.</strong></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><strong>Deshalb fordern wir, dass:</strong></p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Auch studentisches Engagement in StuRä, Fachschaften und anderen Hochschulgremien darf nicht durch finanziellen Druck bestraft werden. Diese Arbeit stärkt demokratische Mitbestimmung und verbessert Studienbedingungen für alle. Gleiches gilt für notwendige Fachwechsel und Orientierungsphasen: Bildungsgerechtigkeit bedeutet, Studierenden die Möglichkeit zu geben, einen passenden Bildungsweg zu finden, statt sie durch finanzielle Sanktionen in falschen Studiengängen festzuhalten.</strong></p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Langzeitstudiengebühren lösen an dieser Stelle kein existierendes Problem, sie bestrafen lediglich Menschen, die nicht unter optimalen Bedingungen studieren. Wo Kapazitäten fehlen, muss das Land Hochschulen besser ausstatten. Die Abschaffung dieser Gebühren und eine auskömmliche Hochschulfinanzierung gehören deshalb zusammen.</strong></p><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">die SPD-Landtagsfraktion einen Gesetzentwurf zur Streichung der Regelungen über Langzeitstudiengebühren im Thüringer Hochschulgebühren- und -entgeltgesetz (ThürHGEG) einbringt,</li></ul><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><strong>Deshalb fordern wir die SPD-Landtagsfraktion sowie die SPD-Mitglieder der Landesregierung auf, sich für folgende Punkte einzusetzten:</strong></p><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">bis zur gesetzlichen Neuregelung die bestehenden Härtefall- und Hinausschiebungsregelungen niedrigschwelliger zugänglich gemacht werden und der Erlass bei wirtschaftlicher Notlage, der bislang nur für die Zeit unmittelbar vor dem Abschluss gilt, auf die gesamte Studienzeit ausgeweitet wird, damit auch dauerhaft erwerbstätige Studierende durchgehend abgesichert sind,</li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li><p><strong>Gebührenfreiheit sichern: Abschaffung der Langzeitstudiengebühren; bis dahin niedrigschwellige, transparente und barrierearme Härtefall-, Erlass- und Hinausschiebungsregelungen einschließlich eines Erlasses bei wirtschaftlicher Notlage während der gesamten Studiendauer; vollständiger Ausgleich der wegfallenden Gebühreneinnahmen im Landeshaushalt ohne Kürzungen im Hochschul-, Kultur- oder Bildungsbereich und ohne indirekte Belastungen für Studierende.</strong></p></li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li><p><strong>Hochschulen real ausfinanzieren: Eine für alle staatlichen Hochschulen in Thüringen über die gesamte Laufzeit verbindlich finanzierte Hochschulrahmenvereinbarung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert, Tariferhöhungen, Inflation, Energie- und Sachkosten, Versorgungslasten und notwendige Investitionen vollständig berücksichtigt, sowie einen verbindlichen Nachsteuerungsmechanismus enthält, der unerwartete Kostensteigerungen kompensieren muss. </strong></p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">die durch den Wegfall der Gebühreneinnahmen entstehende minimale Lücke im Landeshaushalt im Rahmen der regulären Haushaltsplanung ausgeglichen wird, ohne dass es dafür zu Kürzungen an anderer Stelle im Hochschul- oder Bildungsbereich kommt,</li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li><p><strong>Personal und Studienqualität sichern: Stärkung der Grundfinanzierung sowie ausreichende Finanzierung von Personal, guter Lehre, Beratung, studentischen Räumen, Bibliotheken, Laboren, Werkstätten, digitaler und barrierefreier Infrastruktur. Stellenstreichungen, dauerhafte Nichtbesetzungen von Professuren und der Abbau von Qualifikationsstellen sind zu verhindern; wissenschaftliches, künstlerisches, technisches, administratives und beratendes Personal braucht gute und verlässliche Beschäftigungsbedingungen.</strong></p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1">die Landtagsfraktion der SPD sowie die SPD-Mitglieder der Landesregierung sich für eine entsprechende Änderung des Thüringer Hochschulgebühren- und -entgeltgesetzes einsetzen.</li></ul><ul class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;"><li><p><strong>Hochschulvielfalt erhalten und Beteiligung garantieren: Verbindliche Absicherung der Vielfalt der staatlichen Hochschulen in Thüringen. Kooperationen dort fördern, wo die Qualität von Studium, Forschung, Verwaltung oder Infrastruktur dadurch verbessert wird; sie dürfen nicht zum Abbau von Studienangeboten, Standorten oder Beschäftigung genutzt werden. Studierende, Beschäftigte, deren Vertretungen und Gewerkschaften sind frühzeitig und verbindlich zu beteiligen. Dabei müssen die besonderen Anforderungen der Hochschulen, insbesondere der Kunst-, Musik- und Gestaltungshochschulen berücksichtigt werden, insbesondere individuelle Betreuung, ausreichend ausgestattete Professuren, Instrumenten, Werkstätten, Proben- und Aufführungsräumen, Ensembles und künstlerischen Projekten.</strong></p></li></ul></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 07:18:20 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä1 zu R01: Hackback? Hack’s ab! Gegen die Reform des Nachrichtendienstrechts</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/890/amendment/645</link>
                        <author>KV Erfurt</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/890/amendment/645</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_131_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 2 bis 4 einfügen:</h4><div><p>Nachrichtendienstrechts" liegen rund 730 Seiten vor, die dem Bundesnachrichtendienst (BND) und dem <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">sogenannten </ins>Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) mehr Befugnisse geben als je zuvor. Und das bei gleichzeitig gesenkten Hürden und </p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 37 bis 39 einfügen:</h4><div><p>und nur die Polizei sollte direkt eingreifen dürfen. Und das muss auch heute noch gelten! Wir lehnen die operativen Eingriffsbefugnisse für den BND und das <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">sogennante </ins>Bundesamt für Verfassungsschutz ab. Auch die geplanten Ausweitung der BND-</p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 116 bis 119 einfügen:</h4><div><p>Der <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">sogenannte </ins>Verfassungsschutz arbeitet ganz anders als die Polizei. Wo die Polizei einen konkreten Anfangsverdacht braucht, dass Menschen gegen geltendes Recht verstoßen, um Ermittlungen gegen sie einzuleiten, braucht der <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">sogenannte </ins>Verfassungsschutz diesen konkreten Verdacht nicht.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 02:35:32 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä3 zu B06: Langzeitstudiengebühren abschaffen - Endlich ein sozialpolitisches ThürHG </title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/922/amendment/644</link>
                        <author>Arian Rieke (Jusos Erfurt)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako26/motion/922/amendment/644</guid>
                        <description><![CDATA[]]></description>
                        <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 23:03:50 +0000</pubDate>
                    </item></channel></rss>