<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://antrag.jusos.rocks/lako25/feedall" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>Landeskonferenz der Jusos Thüringen 2025: Alles</title>
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                <title>Landeskonferenz der Jusos Thüringen 2025: Alles</title>
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                        <title>X1: Über die epistemologisch-rituelle Konvergenz transitorischer Vergemeinschaftungspraktiken im Spannungsfeld von Brauchtum, Performanz und Landesverbandskohärenz</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/uber-die-epistemologisch-rituelle-konvergenz-transitorischer-vergemein-52722</link>
                        <author>Landeskonferenz 2025 (dort beschlossen am: 11.12.2025)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Spaßantrag für die Landeskonferenz der Jusos Thüringen 2025</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts der sich verschärfenden Diskrepanz zwischen urban geprägten Traditionsentleerungen und rural fortbestehenden Ritualperformanzen drängt sich die Frage auf, inwieweit unser Verband in der Lage ist, eine integrative Traditionskompetenzmatrix zu entwickeln, die sowohl die semiotische Tiefenstruktur der Kirmes als auch deren performativ-ekstatische Oberflächenphänomene produktiv in den Verbandsalltag implementiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unter Rückgriff auf die dialektisch-materialistische Brauchtumstheorie lässt sich zeigen, dass die Nichtintegration dieser Kulturform nicht nur den Traditionshaushalt des Landesverbandes unterminiert, sondern auch das emanzipatorische Potential unserer geselligen Zusammenkünfte strukturell verkürzt. Insbesondere die Abwesenheit ritualisierter Spielelemente und die unzureichende musikalische Vierklangsynthese (Internationale - Kling Klang - Wittenberg - Pur Party Mix 1) drohen mittelfristig in eine kollektive Sinnkrise zu münden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darüber hinaus offenbart sich in der jüngsten Brauchtumsforschung eine paradoxe Dialektik: Je mehr man versucht, den Kirmesdiskurs zu rationalisieren, desto stärker kippt er in irrationale Ekstase. Diese „Rausch-Rationalitäts-Paradoxie“ (RRP) kann empirisch etwa am Phänomen des synchronisierten Ruderns nachgewiesen werden: eine Praxis, die gleichermaßen als hydrodynamische Simulation wie als metaphysische Selbstverortung verstanden werden muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hinzu tritt die problematische Entgrenzung zwischen performativer Authentizität und simulativer Übersteigerung: Ist der kollektive Stiefeltrunk noch genuin Brauch oder bereits hyperrituelle Überbietung? Ist das kreisförmige Aufeinanderzulaufen eine Ausdrucksform von Gemeinschaft - oder doch eine unerkannte Vorstufe des verbandsinternen Urknalls?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die semiotische Tiefenanalyse legt nahe, dass sich die Kirmes längst in einer Sphäre bewegt, die zwischen kosmologischer Grundordnung und regionalpolitischer Mikrophysik oszilliert. Wer sich diesem Spannungsfeld entzieht, läuft Gefahr, nicht nur den inneren Traditionshaushalt zu destabilisieren, sondern auch in einen Zustand diskursiver Gravitation einzutreten, in dem kein Licht der Geselligkeit mehr entweichen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um dieser drohenden Traditionssingularität entgegenzuwirken, stellen wir folgende Forderungen auf:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Verbindlicher Brauchtumsexkursionszwang:<br>
Mindestens ein Kirmesbesuch pro Mitglied und Jahr, nachzuweisen durch Kreisvorstände via notarähnlicher Dokumentationsverfahren - auch bekannt als das <em>Leon-ische Prinzip der kollektiven Jahrmarktsfreude</em>.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Institutionalisierte Meisterschaften im Modus ritualisierter Wettstreite:<br>
Rage Cage, Beer Pong, Wettnageln, Flip Cup – zu verstehen als quasi-olympische Disziplinen einer „Kirmesiade“. Diese soll künftig in der <em>Maximilian-Arena</em> ausgetragen werden, flankiert von <em>Levi-tationsübungen</em> im Festzelt.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Implementierung kirmesritualer Module in sämtliche Festformate:</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>kollektivierte Stiefeltrinksequenzen (<em>Mara-thonfähig</em>, zugleich als liquidäre Ausdauerprobe, identitätsschaffendes Mikroinitiationsritual und semiotisch-schaumgekrönte Selbsttranszendierung),</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>choreographisch determinierter Kirmeswalzer (<em>Josefine-szentrisch-paradox</em>, oszillierend zwischen barocker Gravitas, postmoderner Zerstreuung und der permanenten Gefahr einer tanzenden Singularität),</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>synchronisiertes Rudern zu Aloha Heja He (<em>Helene-isch hydrodynamisch verfasst</em>, als kollektive Schwarmbewegung zwischen maritimer Simulation, transzendenter Selbstverortung und latentem Risiko der Binnenüberschwemmung),</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>kreisförmiges Aufeinanderzulaufen im Modus der ekstatischen Annäherung zu 500 Miles (<em>Ignaz-onomatopoetisch erupti</em>v, performativ verstanden als proto-kosmologische Geburtsgeste des Verbandes, zugleich drohend in ein akustisch-körperliches Urknallparadox zu kippen)</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p>Musikalische Finalsynthetisierung:<br>
Verbindliches Hinzufügen des <em>Party Mix I </em>des <em>Party Mix I </em>von <em>Pur Pur </em>als epistemisch notwendiges Scharnierglied im Vierklang nach <em>Internationale, Kling Klang, Wittenberg ist nicht Paris</em> – zu verstehen als <em>Sophie-stisches Fundament musikalischer Kohärenz</em>.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich fordern wir zur Stärkung der Landesverbandskohärenz:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Einrichtung einer <em>„Marie-kosen Umarmungspflicht“</em> zu Sitzungsbeginn, damit die emotionale Kohäsion nicht verloren geht.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Aufbau einer <em>„Nico-nischen Zone“</em> für hochkonzentriertes Mitschunkeln.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Einführung des <em>Adrian-Ehrenrunde-Prinzips</em>: Wer beim Wettnageln verliert, schuldet der Gruppe eine symbolische Extrarunde Polka.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><em>Alexandra-Bonusregel</em>: Wer beim Karaoke „Kling Klang“ fehlerfrei singt, darf sich aus der nächsten Aufräumschicht herausreden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><em>Kai-ros-Klausel</em>: Bei spontanen Gelegenheiten zum Rudern ist sofort einzusteigen – keine Ausreden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><em>Max-imalplenum</em>: Vor Beginn des Stiefeltrinkens ist eine symbolische Extra-Sitzungsrunde einzuberufen, die so lange dauert, bis niemand mehr weiß, worüber abgestimmt wird.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><em>Melissa-Faktor</em>: Jedes Mitglied ist verpflichtet, mindestens einmal pro Jahr eine Kirmesfloskel im politischen Diskurs zu platzieren.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur durch die radikale, ritualbasierte Öffnung des Verbandes gegenüber den semiotischen Codes der Kirmes kann verhindert werden, dass die innere Kohärenz in einem Zustand diskursiver Entropie verharrt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Es bleibt festzuhalten: Wer nicht den Stiefel trinkt, verliert die Zukunft; wer nicht rudert, bleibt zurück; und wer den den <em>Party Mix IParty Mix I</em> nicht kennt, wird niemals Teil der Bewegung - konsequent- konsequent.</strong></p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt bestimmt mündlich. Oder so.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 11 Dec 2025 07:53:58 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B1: Verantwortung übernehmen – BAföG-Bearbeitung in Thüringen sicherstellen und soziale Notlagen verhindern</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/verantwortung-ubernehmen-bafog-bearbeitung-in-thuringen-sicherstelle-57378</link>
                        <author></author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bearbeitungszeiten für BAföG-Anträge im Freistaat Thüringen sind untragbar lang und haben sich trotz personeller Aufstockungen und Digitalisierung kaum verbessert - eine Situation, die sich auch negativ auf die Attraktivität des Studienstandortes Thüringen auswirkt. Studierende müssen zu lange auf dringend benötigte Förderzahlungen warten, was nicht nur zu massiven finanziellen Notlagen führt, sondern auch ganz konkret den Studienerfolg und damit die Zukunft junger Menschen gefährdet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Ursache für die langen Bearbeitungszeiten liegt an der Verlegung des Standortes der Internationalen Hochschule (IU) nach Thüringen. Dadurch stiegen die Antragszahlen rapide nach oben, die Kapazitäten des Studierendenwerkes sind mehr als ausgeschöpft und die Bearbeitung aller Anträge verzögert sich deutlich. Zahlreiche Studierende sehen sich deshalb gezwungen, ihr Studium abzubrechen oder zusätzliche Schulden aufzunehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vor diesem Hintergrund fordern die Jusos Thüringen die SPD-Landtagsfraktion und die Landesregierung Thüringen in Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk Thüringen auf,</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>das Amt für Ausbildungsförderung beim Studierendenwerk Thüringen personell und finanziell so auszustatten, dass die Anträge trotz massiv steigender Antragszahlen und zunehmender Komplexität zeitnah, kompetent und fehlerfrei bearbeitet werden können. Die Digitalisierung der Antragsverfahren muss weiter konsequent ausgebaut werden, um die Bearbeitungszeiten zu verkürzen und Rückfragen zu vermeiden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>durch geeignete organisatorische und personelle Maßnahmen den bestehenden Rückstau unbearbeiteter BAföG-Anträge wirksam abzubauen und damit eine zügige sowie verlässliche Bearbeitung zukünftiger Anträge sicherzustellen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK) zu beauftragen, die Forderungen der im Landtag eingereichten Petition „BAföG oder Abbruch“ mit über 5.500 Unterzeichnenden aufzugreifen, zu unterstützen und nachhaltig umzusetzen. Diese fordert unter anderem verbindliche Bearbeitungsfristen von maximal vier Wochen ab Beginn des Bewilligungszeitraums, um existenzielle Abstürze und Studienabbrüche zu verhindern.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>sich auf Bundesebene mit Nachdruck für eine grundlegende Reform des BAföG-Systems hin zu einem elternunabhängigen BAföG einzusetzen. Solange müssen die bürokratische Hürden abgebaut, soziale Ungleichheiten vermindert und der Zugang sowie Wartezeiten auf finanzielle Unterstützung erleichtert bzw. verkürzt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>kurzfristig eine Sofortmaßnahme als Übergangslösung für die Betroffenen und zur temporären Entlastung des Systems, einzuführen:<br>
Wenn nach sechs Wochen ab vollständig eingereichten Antrag eine grundsätzlich BAföG-berechtigte Person noch keinen Bescheid erhalten hat, sind unverzüglich vorläufige Zahlungen in Höhe des jeweiligen BAföG-Höchstsatzes auszuzahlen. Nach abschließender Entscheidung und Berechnung soll der Förderbetrag auf die richtige Summe angepasst werden; zu viel gezahlte Mittel müssen die Betroffenen dabei nicht zurückzahlen. Die normalen BAFöG-Rückzahlungsmodalitäten nach Beendigung des Studiums bleiben unverändert.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>endlich Verantwortung zu übernehmen, statt Zuständigkeiten zwischen Studierendenwerk, Landesregierung und Bundesbehörden hin und her zu schieben oder tatenlos zuzusehen. Die aktuellen Verzögerungen verursachen existenzielle Krisen und widersprechen dem hohen Anspruch auf chancengerechte Bildung.</p></li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 10:08:25 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>R1: Die Maske muss fallen! Spahn-Untersuchungsausschuss jetzt!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/die-maske-muss-fallen-spahn-untersuchungsausschuss-jetzt-45979</link>
                        <author></author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern den Bundeskongress der Jusos sowie die Fraktion der<br>
SPD und im Besonderen die Jusos im Bundestag dazu auf, die Opposition aus<br>
Bündnis 90 / Die Grünen und die Linke bei ihrem Antrag für einen<br>
Untersuchungsausschuss der Maskenaffäre von Jens Spahn zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Maskenaffäre von Jens Spahn steht sinnbildlich für einen der anrüchigsten Momente der Coronazeit. Wie im Bericht von Frau Sudhoff aufgearbeitet, gab das Gesundheitsministerium unter Leitung des damaligen Gesundheitsministers Jens Spahn viel Geld für Masken aus. Viel Geld, welches für Masken zu überteuerten Preisen, Verträge mit langer Laufzeit, Logistikunternehmen mit unzureichender Ausstattung für die gewaltige Aufgabe und Vermittlungsprovisionen der Firmen für Menschen aus dem CDU-nahen Bekanntenkreis draufging.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die parlamentarische Kontrollfunktion der Opposition stellt ein wichtiges<br>
politisches Instrument dar, welches nicht durch den Fakt sabotiert werden darf,<br>
dass dort aktuell Parteien des demokratischen Spektrums keinen ausreichenden<br>
Anteil mehr haben, um gemeinsam einen Untersuchungsausschuss zu beantragen. Ohne<br>
die vorgezogene Wahl und in diesem Rahmen vom ehemaligen<br>
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bedingte Verzögerung der<br>
Veröffentlichung des Berichts von Margaretha Sudhoff zur Maskenaffäre, wäre<br>
dieser Untersuchungsausschuss bereits letzten Herbst beschlossen worden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Opposition möchte Klarheit – was bei der massiven Verschwendung von Steuergeldern im Interesse jeder Partei im Bundestag sein sollte. Dass hierfür jedoch die Rote Linie – nicht mit der AfD zu stimmen – nicht fallen soll, zeigt die Prinzipien, an die sich Parteien des demokratischen Spektrums halten. Jedoch sehen wir gleichzeitig, dass die parlamentarische Kontrollfunktion der Opposition gelähmt wird, was die demokratischen Fraktionen gemeinsam nicht zulassen dürfen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der Glaubwürdigkeit, Integrität, Transparenz und Verantwortung innerhalb der Koalition ist es für die SPD wichtig, den Untersuchungsausschuss über die Maskenaffäre zu unterstützen. Da sich die Verantwortlichen weiterhin in hohen politischen Ämtern befinden, gebietet es die Transparenz, eine lückenlose Aufklärung zu ermöglichen und Unklarheiten zu beseitigen.</strong><br><br>
Daher fordern die Jusos Thüringen die Fraktion der<br>
SPD und im Besonderen die Jusos im Bundestag dazu auf, die Opposition aus<br>
Bündnis 90 / Die Grünen und die Linke bei ihrem Antrag für einen<br>
Untersuchungsausschuss der Maskenaffäre von Jens Spahn zu unterstützen.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Maskenaffäre von Jens Spahn steht sinnbildlich für einen der anrüchigsten Momente der Coronazeit. Wie im Bericht von Frau Sudhoff gut aufgearbeitet, gab das Gesundheitsministerium unter Leitung des Gesundheitsministers Jens Spahn viel Geld für Masken aus. Viel Geld, welches für Masken zu überteuerten Preisen, Verträge mit langer Laufzeit, Logistikunternehmen mit unzureichender Ausstattung für die gewaltige Aufgabe und Vermittlungsprovisionen der Firmen für Menschen aus dem CDU-nahen Bekanntenkreis draufging.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im mittlerweile ungeschwärzt vorliegenden Bericht zeigt sich, dass das nun von der CDU geführte Gesundheitsministerium hier Bereiche verbergen wollte, in denen es insbesondere um die Fragen zu den Verträgen mit einem Schweizer Unternehmen ging. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Wie kam es dazu, dass ein Minister in einem Bundesministerium, welches eher geringe Erfahrung mit Beschaffung in großem Stil hatte, diese an sich riss, Hilfe von anderen Ministerien ablehnte und am Ende Menschen aus seiner Region und seinem Dunstkreis davon profitierten? Wie konnte es soweit kommen, dass deutsche Steuerzahler:innen Millionen für Masken zahlten, die zum Zeitpunkt der Lieferung nicht nur viel teurer waren, als jegliche Konkurrenz, sondern von denen viele auch nicht mehr gebraucht wurden, weil viel zu viel bestellt worden war? Als zuständiger Minister trägt man Verantwortung für sein Ministerium – und das nicht nur wenn alles gut läuft, sondern auch wenn Dinge schief gehen. Wann das auffiel und wie die Abläufe im Anschluss waren, lässt sich jedoch aktuell nicht ausreichend klären.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Opposition möchte Klarheit – was bei der massiven Verschwendung von Steuergeldern im Interesse jeder Partei im Bundestag sein sollte. Dass hierfür jedoch die Rote Linie – nicht mit der AfD zu stimmen – nicht fallen soll, zeigt die Prinzipien, an die sich Parteien des demokratischen Spektrums halten. Jedoch sehen wir gleichzeitig, dass die Oppositionsarbeit gelähmt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um dennoch dem Informationsbedürfnis der Bevölkerung und der Gefahr des Vertrauensverlustes in die aktuelle Regierung entgegenzutreten, sollte die SPD den Untersuchungsausschuss für die Maskenaffäre unterstützen. Da sich die Verantwortlichen weiterhin in hohen politischen Ämtern befinden, gebietet es die Transparenz, eine lückenlose Aufklärung zu ermöglichen und Unklarheiten zu beseitigen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 10:04:37 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>C1: Arbeitskampf mutig führen: Achtstundentag verteidigen!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/arbeitskampf-mutig-fuhren-achtstundentag-verteidigen-18730</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/arbeitskampf-mutig-fuhren-achtstundentag-verteidigen-18730</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern die SPD-Bundestagsfraktion, die Bundesministerin für<br>
Arbeit und Soziales Bärbel Bas und die Bundesjusos auf, sich statt der<br>
Aufweichung des Achtstundentages weiter für die 25-Stunden-Woche einzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Bundesregierung plant eine angebliche „Flexibilisierung“ der Arbeitszeit. Hinter dieser scheinbar modernen Idee verbirgt sich nichts anderes als ein Angriff auf den Achtstundentag – eine zentrale Errungenschaft der Arbeiter:innenbewegung. Statt einer verbindlichen täglichen Höchstarbeitszeit von acht Stunden soll künftig nur noch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 41 bis 48 Stunden gelten, die frei über die Tage verteilt werden kann. Das öffnet Tür und Tor für 10-, 12- oder gar 14-Stunden-Schichten.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Schon heute ächzen viele Beschäftigte unter zu langen und unregelmäßigen Arbeitszeiten. In der Gastronomie, im Gesundheitswesen und in vielen Schichtbetrieben sind Überstunden und extreme Dienste Alltag. Das Ideal des Achtstundentages – 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf – ist längst aus dem Gleichgewicht geraten. Freizeit schrumpft, weil Arbeitswege und Pausen dazugerechnet werden müssen. Wer am Limit arbeitet, verliert wertvolle Zeit für Erholung, Familie, Engagement und Selbstbestimmung.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Dabei ist der Schutz der Arbeitszeit nicht nur eine soziale, sondern auch eine betriebliche Notwendigkeit. Nach der achten Stunde steigt das Unfallrisiko rasant, die Fehlerquote nimmt zu, und die Gesundheit der Beschäftigten leidet. Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Burn-Out sind die Folgen. Längere Arbeitstage bedeuten keine höhere Produktivität – sie bedeuten erschöpfte Menschen. Jede Stunde über der achten ist ein Schritt hin zu mehr Ausfall, weniger Planbarkeit und steigenden Kosten für die Betriebe.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auf dem SPD-Debattenkonvent 2022 wurde auf Bundesebene bereits der Antrag „Mehr<br>
Zeit für das was zählt – Arbeitszeitverkürzung jetzt!“ beschlossen. Die hier von<br>
den Jusos geforderte Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 25 Stunden wurde<br>
damals angenommen. Im Kampf um Arbeitszeit wurde hiermit ein klarer Impuls für<br>
bessere Arbeits- und Freizeitbedingungen gesetzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Märchen, die deutsche Wirtschaft leide unter einer zu „faulen“ Bevölkerung, ist nichts als Klassenpropaganda. Es ignoriert Millionen unbezahlter Überstunden und die enorme Belastung vieler Beschäftigter. Wer ernsthaft über Arbeitszeiten sprechen will, muss über gerechte Verteilung von Arbeit sprechen. Dass Deutschland im europäischen Vergleich weniger Arbeitsstunden aufweist, liegt am hohen Anteil von Teilzeitbeschäftigten – meist Frauen –, die nebenbei unbezahlte Care-Arbeit leisten. Eine reale Verbesserung für diese Menschen entsteht nicht durch längere Arbeitszeiten, sondern durch bessere Betreuung, Pflegeangebote und faire Löhne.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In dieser Tradition kommt eine Verlängerung der bisherigen Arbeitszeiten nicht<br>
in Frage. Im stetigen Kampf um Arbeitszeit und Lohn für diese, stehen die Jusos<br>
klar gegen die als „Flexibilisierung“ getarnte Verlängerung zur Ausbeutung der<br>
arbeitenden Bevölkerung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Geschichte unserer Bewegung zeigt: Fortschritt kam nie durch längeres Arbeiten, sondern durch erkämpfte Pausen und verkürzte Werktage. Schon 2022 hat der SPD-Debattenkonvent mit dem Antrag „Mehr Zeit für das, was zählt – Arbeitszeitverkürzung jetzt!“ den Weg zur 25-Stunden-Woche eingeschlagen. Daran halten wir fest. Dieser Weg ist Ausdruck unserer Überzeugung, dass Arbeit dem Menschen dienen muss und nicht umgekehrt.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Jusos Thüringen fordern deshalb die SPD-Bundestagsfraktion, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas und die Bundesjusos auf, </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns ist daher klar: eine Aufweichung des Achtstundentages darf es mit dieser<br>
Partei nicht geben. Dem aktuellen Klassenkampf von oben darf sich nicht gebeugt<br>
werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>sich entschlossen auf allen Ebenen gemeinsam mit den Gewerkschaften gegen jede gesetzliche Aufweichung des Achtstundentages einzusetzen und jede Ausweitung der täglichen Arbeitszeit klar abzulehnen.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>sich statt längerer Arbeitstage für den Einstieg in die Arbeitszeitverkürzung – mit dem Ziel einer 25-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich einzusetzen.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>die Arbeitsbedingungen für Teilzeitkräfte deutlich zu verbessern: durch den Ausbau von Kinderbetreuung, Pflegeangeboten und gute Löhne statt längerer Arbeitszeiten.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>sich für eine moderne, solidarische Arbeitsgesellschaft einzusetzen, die Freizeit, Gesundheit und Lebensqualität über Profitinteressen stellt - ohne Zugeständnisse an den Koalitionspartner!</strong></p></li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach dem neuen Konzept der Bundesregierung sollen die Arbeitszeitregelungen „flexibilisiert“ werden. Statt einer maximalen Arbeitszeit von acht Stunden am Tag, soll die wöchentliche Arbeitszeit flexibel verteilt werden können. Als maximale Wochenarbeitszeit stehen hier 41 bzw. 48 Stunden im Raum, welche flexibel auf deutlich weniger Tage als bislang verteilt werden könnten. Eine komplette Entkopplung von Arbeitstag und Arbeitszeit, als „Flexibilisierung“ getarnt, könnte für die Arbeitnehmer:innen jedoch tägliche Arbeitszeiten von zehn, zwölf oder sogar 14 Stunden zur Folge haben. Dabei sind flexiblere Arbeitszeiten in vielen Bereichen bereits heute möglich. Etwa in der Gastronomie sind es bereits Arbeitszeiten von bis zu 10 Stunden am Tag , im Gesundheitswesen arbeitet das Personal zum Teil in 12- und 24-Stunden-Schichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf. Dies ist das Grundkonzept des Achtstundentages. Dabei gehen von der Freizeit bereits die Mittagspause und der Arbeitsweg ab. Freizeit ist dabei schon ein trügerischer Begriff, da diese eigentlich nicht nur der Erholung von der Arbeit dienen sollte . In der Zeit, in der sich Körper und Geist von der Arbeit erholt, besteht noch keine wertige freie Zeit, welche für die eigene Lebensgestaltung, Familie und Selbstverwirklichung bereitsteht. Hierfür ist eine Reduktion der täglichen Arbeitszeit notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Betriebs- und personalwirschaftlich macht es Sinn, die Arbeitszeit nicht über 8 Stunden zu verlängern, da die langfristige Personalplanung andernfalls gefährdet wird. Der Mensch ist folglich selbst aus betrieblicher Sicht ein Produktionsfaktor, der zwingend ausreichend Regeneration braucht. Es steigt etwa das Unfallrisiko nach den acht Stunden exponentiell an. Folgen zu langer Arbeitszeiten wie Schlafstörungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Burn-Out und weitere bedeuten auch für das Unternehmen Ausfall von qualifiziertem Personal. Selbst wenn die aktuellen Regeln zu unflexibel wären: Flexibilisierung auf Kosten menschlicher Gesundheit ist nicht hinnehmbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Achtstundentag kann nicht dem Argument, man müsse die deutsche Wirtschaft retten, geopfert werden. Die vergangenen politischen Entscheidungen, z. B. in der Rezession zu sparen, dürfen nicht zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen führen. Das Argument, die deutsche Wirtschaft sei aufgrund einer “faulen” Bevökerung in der jetzigen Situation, ist ökonomisch unterkomplex und ein Schlag ins Gesicht aller arbeitenden Menschen in Deutschland. Es besteht zudem kein Konsens unter Ökonom:innen, dass eine Erhöhung der täglichen Arbeitszeit das Allheilmittel ist. Bislang geleistete für Arbeitgeber:innen – oft kostenlos – geleistete Überstunden werden hier geflissentlich ignoriert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Begründung, dass die Deutschen weniger arbeiten würden, als andere Europäer:innen, hinkt. Diese Annahme wird durch einen hohen Anteil an Teilzeitkräften verfälscht. Möchte man die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in Deutschland zwingend erhöhen, sollte man sich auf Unterstützung für jene Kräfte fokussieren, denn Teilzeitkräfte leisten nebenbei oft unbezahlte Care-Arbeit. Es könnte Teilzeitkräften durch ein besseres Angebot an Kinderbetreuung und Pflege für Angehörige der Rücken gestärkt werden, um ihnen eine höhere Wochenarbeitszeit zu ermöglichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Arbeitskämpfen geht es letztendlich immer um Zeit. Wie viel persönliche Lebenszeit wird den Arbeitgeber:innen zur Verfügung gestellt und wie teuer wird sie bezahlt. Die Jusos setzen sich hierbei bereits seit Jahren für eine Reduktion der Arbeitszeit und bessere Vergütung ein. Mit einer SPD-Arbeitsministerin darf es daher keine weitere Aufweichung der täglichen Arbeitszeit geben.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 09:57:22 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>F1: Ruhe darf kein Luxus sein – Ruhebereiche für alle Regionalzüge!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/ruhe-darf-kein-luxus-sein-ruhebereiche-fur-alle-regionalzuge-61712</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/ruhe-darf-kein-luxus-sein-ruhebereiche-fur-alle-regionalzuge-61712</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ruhe im Zug ist für viele Menschen kein Nice-to-have, sondern Voraussetzung für Konzentration und Erholung. Besonders Schüler:innen, Studierende, Pendler:innen und neurodivergente Menschen sind auf Rückzugsräume angewiesen. Dennoch sind aktuell die einzigen ruhigen Bereiche in Regionalzügen meist die der ersten Klasse - teuer, oft leer und nur einem kleinen Teil der Fahräste zugänglich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern deshalb die <strong>Einführung von deutlich gekennzeichneten Ruhebereichen in allen Regionalzügen</strong> in Thüringen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Ruhebereiche müssen allen Fahrgästen offenstehen. So werden Konzentration, Erholung und Rückzug während der Fahrt ermöglicht. Sie sollen Barrieren abbauen, Rücksichtnahme und ein respektvolles Miteinander fördern und den ÖPNV im Rahmen der sozial-ökologischen Verkehrswende attraktiver machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als ersten Schritt verstehen wir die <strong>Abschaffung der ersten Klassen</strong> in allen Regionalzügen und die U<strong>mwandlung dieser Bereiche in frei zugängliche Ruhebereiche</strong>.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wer mit dem Zug unterwegs ist, sollte die Wahl haben: Gespräche, Musik und Telefonate – oder Ruhe. Für viele Menschen ist der Zug nicht nur ein Ort der Fortbewegung, sondern auch ein Raum zum Lernen, Arbeiten oder zum Abschalten. Besonders für Schüler*innen, Auszubildende, Studierende und Pendler*innen ist das Bedürfnis nach Konzentration und Rückzug während der Fahrt groß – etwa vor Prüfungen, nach langen Arbeitstagen oder in vollen Zügen auf dem Heimweg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Besonders neurodivergente Menschen, etwa mit ADHS, Autismus-Spektrum-Störung oder Hypersensibilität, sind in überfüllten, lauten Zügen mit durchgängiger Beschallung, lauten Gesprächen oder feiernden Gruppen schnell an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Für viele ist das nicht nur unangenehm, sondern schlicht ein Ausschlusskriterium für den ÖPNV.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aktuell gibt es in Thüringer Regionalzügen keine ausgewiesenen Ruhebereiche. Dabei zeigen andere Bundesländer, dass es besser geht: In Niedersachsen etwa bietet das Bahnunternehmen <em>metronom</em> Ruhebereiche außerhalb der ersten Klasse an, also dort, wo sie auch für Menschen mit kleinerem Geldbeutel zugänglich sind. Genau so muss es auch in Thüringen sein: Ruhe darf kein Luxus sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ruhebereiche schaffen einen Rückzugsraum im stressigen Alltag und ermöglichen ein rücksichtsvolleres Miteinander im öffentlichen Nahverkehr. Gleichzeitig sind sie eine Maßnahme, um den ÖPNV attraktiver zu machen – was wir als Teil der sozial-ökologischen Verkehrswende dringend brauchen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Deshalb fordern wir: Ruhebereiche müssen flächendeckend, klar gekennzeichnet und für alle zugänglich sein – unabhängig vom Einkommen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 09:53:32 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>R4: Für den Schutz rechtsstaatlicher Grundprinzipien – Maja T. nach Deutschland holen!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/fur-den-schutz-rechtsstaatlicher-grundprinzipien-maja-t-nach-deutsc-44367</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/fur-den-schutz-rechtsstaatlicher-grundprinzipien-maja-t-nach-deutsc-44367</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Situation von Maja T., einer in Thüringen geborenen, nicht-binären Person, die derzeit in Ungarn inhaftiert ist und dort einer potenziell politisch motivierten Strafverfolgung ausgesetzt ist, wirft erhebliche rechtsstaatliche und menschenrechtliche Fragen auf.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Bundesverfassungsgericht hat bereits in seinem Beschluss vom 22. Dezember 2022 (Az. 2 BvR 2177/21) explizit festgestellt, dass in Ungarn strukturelle Defizite bei der Unabhängigkeit der Justiz bestehen. Es rügte damit, dass es aufgrund systemischer Mängel im ungarischen Justizwesen nicht ohne Weiteres garantiert sei, dass dort faire Verfahren im Sinne des europäischen Rechtsstandards durchgeführt werden können.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Auf dieser Grundlage wurde bereits in der Vergangenheit der Vollzug von Europäischen Haftbefehlen nach Ungarn ausgesetzt oder kritisch geprüft. Die systemischen Mängel betreffen insbesondere:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>den politischen Einfluss auf Richter:innen und Staatsanwält:innen,</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>die Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit,</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>und eine zunehmende Einschränkung von Grundrechten – insbesondere gegen linke Aktivist:innen und marginalisierte Gruppen.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Maja T. steht – nach allem, was bisher bekannt ist – unter dem Verdacht, sich im Rahmen antifaschistischer Proteste engagiert zu haben. Die Art und Weise der öffentlichen Darstellung durch ungarische Behörden sowie der Verlauf der bisherigen Verfahren lassen auf eine politische Instrumentalisierung schließen. Eine faire, unabhängige Verhandlung vor einem neutralen Gericht ist unter diesen Bedingungen nicht garantiert.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gerade in einer Zeit, in der autoritäre Kräfte in Europa erstarken, darf sich die Bundesrepublik Deutschland nicht passiv verhalten, wenn eine nicht-binäre Person aus unserem Land in einem EU-Staat ihrer Rechte beraubt wird.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unsere Solidarität gilt all jenen, die sich gegen Faschismus, Repression und autoritäre Regime einsetzen. Der Fall Maja T. ist auch eine Bewährungsprobe für die Glaubwürdigkeit deutscher Außenpolitik in Bezug auf Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit innerhalb der EU.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landeskonferenz der Jusos Thüringen fordert daher die Thüringer Landesregierung und die Bundesregierung, insbesondere das Auswärtige Amt und das Bundesministerium der Justiz, dazu auf, sich aktiv und entschieden für die Rückführung von Maja T. nach Deutschland einzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Bundesregierung soll alle diplomatischen und rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um eine Überstellung von Maja T. nach Deutschland zu erreichen – zum Schutz grundlegender Rechte und um sicherzustellen, dass ein faires, rechtsstaatliches Verfahren gewährleistet ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Des Weiteren fordern die Jusos Thüringen die Bundesregierung dazu auf, sich aufgrund der nicht gesicherten Rechtsstaatlichkeit in Ungarn sofort jegliche Auslieferungen nach Ungarn zu stoppen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Solidarität ist unteilbar – auch über Grenzen hinweg. Maja T. muss zurück nach Deutschland!</strong></p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Situation von Maja T., einer in Thüringen geborenen, nicht-binären Person, die derzeit in Ungarn inhaftiert ist und dort einer potenziell politisch motivierten Strafverfolgung ausgesetzt ist, wirft erhebliche rechtsstaatliche und menschenrechtliche Fragen auf.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Bundesverfassungsgericht hat bereits in seinem Beschluss vom 22. Dezember 2022 (Az. 2 BvR 2177/21) explizit festgestellt, dass in Ungarn strukturelle Defizite bei der Unabhängigkeit der Justiz bestehen. Es rügte damit, dass es aufgrund systemischer Mängel im ungarischen Justizwesen nicht ohne Weiteres garantiert sei, dass dort faire Verfahren im Sinne des europäischen Rechtsstandards durchgeführt werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><blockquote>„Die vom EuGH und von anderen EU-Institutionen dokumentierten Defizite im ungarischen Justizsystem lassen erhebliche Zweifel daran aufkommen, ob die Unabhängigkeit der Gerichte im Sinne von Art. 47 Abs. 2 EU-Grundrechtecharta gewährleistet ist.“ – BVerfG, 2 BvR 2177/21</blockquote></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auf dieser Grundlage wurde bereits in der Vergangenheit der Vollzug von Europäischen Haftbefehlen nach Ungarn ausgesetzt oder kritisch geprüft. Die systemischen Mängel betreffen insbesondere:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p>den politischen Einfluss auf Richter:innen und Staatsanwält:innen,</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p>die Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit,</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><p>und eine zunehmende Einschränkung von Grundrechten – insbesondere gegen linke Aktivist:innen und marginalisierte Gruppen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Maja T. steht – nach allem, was bisher bekannt ist – unter dem Verdacht, sich im Rahmen antifaschistischer Proteste engagiert zu haben. Die Art und Weise der öffentlichen Darstellung durch ungarische Behörden sowie der Verlauf der bisherigen Verfahren lassen auf eine politische Instrumentalisierung schließen. Eine faire, unabhängige Verhandlung vor einem neutralen Gericht ist unter diesen Bedingungen nicht garantiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gerade in einer Zeit, in der autoritäre Kräfte in Europa erstarken, darf sich die Bundesrepublik Deutschland nicht passiv verhalten, wenn eine nicht-binäre Person aus unserem Land in einem EU-Staat ihrer Rechte beraubt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Unsere Solidarität gilt all jenen, die sich gegen Faschismus, Repression und autoritäre Regime einsetzen. Der Fall Maja T. ist auch eine Bewährungsprobe für die Glaubwürdigkeit deutscher Außenpolitik in Bezug auf Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit innerhalb der EU.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 09:47:54 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>C2: Gehaltsverhandlungen auf Augenhöhe - Auskunftsrecht für Arbeitnehmer:innen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/gehaltsverhandlungen-auf-augenhohe-auskunftsrecht-fur-arbeitnehmer-64485</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/gehaltsverhandlungen-auf-augenhohe-auskunftsrecht-fur-arbeitnehmer-64485</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach dem Betriebsverfassungsgesetz (§ 80 Abs. 2 BetrVG) muss der Arbeitgeber den Betriebsrat über wirtschaftliche Angelegenheiten informieren, und in Betrieben ab 100 Beschäftigten gibt es mit dem Wirtschaftsausschuss (§§ 106 ff. BetrVG) ein noch genaueres Informationsrecht. Doch diese Regelungen greifen nur dort, wo ein Betriebsrat existiert und die Betriebsgröße groß genug ist. Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der Beschäftigten, vor allem in kleineren Betrieben oder ohne Betriebsrat, bleibt ohne jede Auskunftsmöglichkeit.Auch die handelsrechtlichen Offenlegungspflichten nach dem HGB helfen kaum weiter. Jahresabschlüsse von Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH, AG) zeigen nur die Verhältnisse vergangener Geschäftsjahre. Einzelunternehmen und viele Personengesellschaften müssen ihre Ergebnisse dagegen gar nicht veröffentlichen. Für aktuelle Lohn- und Gehaltsverhandlungen fehlen den Beschäftigten damit fast alle verlässlichen Daten.Dass wir mehr Transparenz brauchen, zeigen die Zahlen: Das durchschnittliche Jahreseinkommen von Beschäftigten liegt bei etwa 50.000 €, die Reallöhne sind seit 2019 aber gerade einmal um 0,7 % gestiegen. Gleichzeitig konnten Vorstände und Unternehmensleitungen ihre Realeinkommen im selben Zeitraum um über 20 % erhöhen. Hinzu kommt die deutlich gesunkene Tarifbindung: Lag sie im Jahr 2000 noch bei rund 70 % aller Betriebe, ist sie heute auf nur noch 50 % gefallen, in Ostdeutschland sogar auf 42 %.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern, dass sich die SPD Thüringen auf Bundesebene für ein<br>
Auskunftsrecht für Mitarbeitende, Interessenvertretungen und im Unternehmen vertretene Gewerkschaften über die aktuelle Finanzlage und Gewinnverwendung des Arbeitgebers einsetzt.<br><br>
Dieses Auskunftsrecht soll deshalb für alle Betriebe und unabhängig von Betriebsgröße oder Rechtsform gelten. Es soll sich nicht nur auf Kennzahlen wie Umsätze und Gewinne beschränken, sondern auch auf deren Verwendung. Beschäftigte und ihre Vertretungen sollen wissen, wie viel in den Betrieb zurückfließt, wie viel als Rücklagen gebildet wird und welcher Betrag an Eigentümer:innen ausgeschüttet wird. Damit erhält man ein klares Bild, wie die gemeinsam erarbeitete Wertschöpfung verteilt wird. Die Privatsphäre einzelner Unternehmer:innen wird dennoch gewahrt, da keine individuellen Privatentnahmen offengelegt werden müssen, sondern nur die Gesamtsummen der Gewinnverwendung.<br><br>
Mit diesem Auskunftsrecht schließen wir die Lücke, die das Betriebsverfassungsgesetz und die handelsrechtlichen Publizitätspflichten bisher lassen. Wir stärken gerade auch die nicht organisierten Arbeitnehmer:innen, schaffen mehr Augenhöhe in Verhandlungen über Löhne und verhindern, dass sich die Schere zwischen Arbeits- und Unternehmenseinkommen weiter öffnet. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur weiteren Emanzipation der Arbeiternehmer:innen.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit dem neuen Auskunftsrecht erhalten Beschäftigte sowie ihre Interessenvertretungen einen direkten Einblick in die aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse ihres Unternehmens. Bisher gibt es solche Rechte nur eingeschränkt: Nach dem Betriebsverfassungsgesetz (§ 80 Abs. 2 BetrVG) muss der Arbeitgeber den Betriebsrat über wirtschaftliche Angelegenheiten informieren, und in Betrieben ab 100 Beschäftigten gibt es mit dem Wirtschaftsausschuss (§§ 106 ff. BetrVG) ein noch genaueres Informationsrecht. Doch diese Regelungen greifen nur dort, wo ein Betriebsrat existiert und die Betriebsgröße groß genug ist. Das bedeutet: Ein erheblicher Teil der Beschäftigten, vor allem in kleineren Betrieben oder ohne Betriebsrat, bleibt ohne jede Auskunftsmöglichkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch die handelsrechtlichen Offenlegungspflichten nach dem HGB helfen kaum weiter. Jahresabschlüsse von Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH, AG) zeigen nur die Verhältnisse vergangener Geschäftsjahre. Einzelunternehmen und viele Personengesellschaften müssen ihre Ergebnisse dagegen gar nicht veröffentlichen. Für aktuelle Lohn- und Gehaltsverhandlungen fehlen den Beschäftigten damit fast alle verlässlichen Daten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das neue Auskunftsrecht soll deshalb für alle Betriebe und unabhängig von Betriebsgröße oder Rechtsform gelten. Es soll sich nicht nur auf Kennzahlen wie Umsätze und Gewinne beschränken, sondern auch auf deren Verwendung. Beschäftigte und ihre Vertretungen sollen wissen, wie viel in den Betrieb zurückfließt, wie viel als Rücklagen gebildet wird und welcher Betrag an Eigentümer:innen ausgeschüttet wird. Damit erhält man ein klares Bild, wie die gemeinsam erarbeitete Wertschöpfung verteilt wird. Die Privatsphäre einzelner Unternehmer:innen wird dennoch gewahrt, da keine individuellen Privatentnahmen offengelegt werden müssen, sondern nur die Gesamtsummen der Gewinnverwendung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dass wir mehr Transparenz brauchen, zeigen die Zahlen: Das durchschnittliche Jahreseinkommen von Beschäftigten liegt bei etwa 50.000 €, die Reallöhne sind seit 2019 aber gerade einmal um 0,7 % gestiegen. Gleichzeitig konnten Vorstände und Unternehmensleitungen ihre Realeinkommen im selben Zeitraum um über 20 % erhöhen. Hinzu kommt die deutlich gesunkene Tarifbindung: Lag sie im Jahr 2000 noch bei rund 70 % aller Betriebe, ist sie heute auf nur noch 50 % gefallen, in Ostdeutschland sogar auf 42 %.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit diesem Auskunftsrecht schließen wir die Lücke, die das Betriebsverfassungsgesetz und die handelsrechtlichen Publizitätspflichten bisher lassen. Wir stärken gerade auch die nicht organisierten Arbeitnehmer:innen, schaffen mehr Augenhöhe in Verhandlungen über Löhne und verhindern, dass sich die Schere zwischen Arbeits- und Unternehmenseinkommen weiter öffnet. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur weiteren Emanzipation der Arbeiternehmer:innen</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 09:41:12 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K3: Kein Bock auf Kulturwüste</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/kein-bock-auf-kulturwuste-11455</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/kein-bock-auf-kulturwuste-11455</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für uns ist klar: Kultur darf keine Frage des Wohnorts sein. Damit Thüringen auch im ländlichen Raum attraktiv für junge Menschen bleibt, braucht es Stadt-Land-Kooperationen, flexible Pop-Up-Formate und eine verlässliche Unterstützung von Vereinen, die leerstehende Objekte neu beleben. Erfolgreiche Beispiele aus Thüringen und anderen Bundesländern zeigen, dass es geht – jetzt braucht es den politischen Willen, die Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Jusos Thüringen fordern deshalb die Landesregierung, die Landtagsfraktion der SPD in Thüringen die Kommunen, sowie die SPD in Thüringen auf:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Kooperationen zur Zusammenarbeit von Kulturschaffenden und Kulturbetrieben aus den Städten mit Vereinen aus dem ländlichen Raum zu initiieren,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gemeinnützige Kulturschaffende durch langfristige Mietverträge in leerstehenden Gebäuden, wie ehemaligen Schulen oder leerstehenden Ladenflächen, mit gedeckelten Konditionen zu fördern</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Initiativen für Pop-Up-Kultur im ländlichen Raum finanziell, infrastrukturell, sowie durch Reduzierung von Bürokratie zu unterstützen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Vereine, die leerstehenden Begegnungsorten neues Leben einhauchen, zu fördern und</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Anpassungen von rechtlichen Regelungen zu prüfen, um die Schaffung eben jener Angebote zu entbürokratisieren.</li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das kulturelle Leben in Thüringen ist durch starke Unterschiede zwischen Stadt und Land geprägt. Während in den Städten eine breite Palette an Kulturangeboten vorhanden ist, fehlt es im ländlichen Raum oft an entsprechenden Möglichkeiten. Viele Begegnungsorte wie Dorfsäle, kleine Gaststätten oder Kneipen sind in den letzten Jahrzehnten verschwunden oder stehen leer. Gerade für junge Menschen bedeutet das, dass attraktive Freizeitangebote fehlen und gesellschaftliches Leben mitunter kaum stattfindet, das fördert in der Folge Frustration und mitunter auch Wegzug.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um diese Situation zu verbessern kann ein zentraler Ansatzpunkt die Zusammenarbeit zwischen Städten und ländlichen Regionen sein. Kooperationen zwischen städtischen Kulturbetrieben und Vereinen auf dem Land können helfen, Kulturangebote breiter zugänglich zu machen. So könnten Veranstaltungen durch etablierte Kulturschaffende oder Kulturbetriebe aus den großen Städten in einem reduzierten Rahmen im ländlichen Raum stattfinden. Das stärkt nicht nur die kulturelle Vielfalt, sondern schafft auch Begegnungen zwischen Menschen, die sonst wenig miteinander zu tun hätten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Darüber hinaus braucht es Formate, die flexibel und niedrigschwellig funktionieren. Pop-UpKultur – ob als mobile Disko, temporäre Bar oder Open-Air-Veranstaltung – bietet die Möglichkeit, spontane kulturelle Erlebnisse zu schaffen, ohne dass dafür dauerhafte Infrastruktur vorhanden sein muss. Solche Projekte können junge Menschen begeistern und zugleich Ortskerne neu belebe. Allerdings gibt es hier Hürden: mitunter komplizierte Genehmigungsverfahren, unklare Haftungsfragen und ein unnötig schwerer Zugang zu Räumlichkeiten sind hohe Hürden in der Umsetzung. Damit solche Formate funktionieren können, ist es also notwendig, Bürokratie abzubauen und Unterstützung durch Kommunen sicherzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein drittes Konzept besteht darin, leerstehende Begegnungsorte wiederzubeleben. In Günthersleben-Wechmar beispielsweise öffnet ein Sportverein einmal im Monat eine Kneipe, die seit Jahren ohne Pächter ist, und schafft damit einen Ort, an dem junge, wie alte Menschen zusammenkommen. Solche Projekte zeigen, dass mit viel ehrenamtlichem Engagement selbst in Dörfern neue Kulturorte entstehen können, die weit über den Verein hinaus Wirkung entfalten. Ähnliche Ansätze gibt es in Thüringen auch in anderen Regionen – etwa die Wiederbelebung alter Gemeindehallen oder das Zwischennutzen leerstehender Gaststätten. Diese Initiativen verdienen gezielte Unterstützung, damit sie nicht an bürokratischen oder finanziellen Hürden scheitern.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 09:35:24 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä3 zu C2: Gehaltsverhandlungen auf Augenhöhe - Auskunftsrecht für Arbeitnehmer:innen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/motion/773/amendment/580</link>
                        <author>Jusos Altenburger Land, Jusos Gera, Jusos Greiz</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/motion/773/amendment/580</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_109_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 1 bis 3 einfügen:</h4><div><p>Die Jusos Thüringen fordern, dass sich die SPD Thüringen auf Bundesebene für ein Auskunftsrecht für Mitarbeitende, Interessenvertretungen und <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">im Unternehmen vertretene </ins>Gewerkschaften über die aktuelle Finanzlage und Gewinnverwendung des Arbeitgebers einsetzt. Dieses </p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 09:30:54 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>G2: Kein Abtreibungsverbot durch die Hintertür!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/kein-abtreibungsverbot-durch-die-hintertur-46411</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/kein-abtreibungsverbot-durch-die-hintertur-46411</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern die Fraktion der SPD im Thüringer Landtag, die Fraktion der SPD im Bundestag und die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Bärbel Bas auf, das kirchliche Selbstbestimmungsrecht sowie das Direktionsrecht von Träger:innen der öffentlichen und privaten Gesundheitsversorgung in Deutschland zu beschränken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Weiterhin muss in diesen Einrichtungen das Kirchenarbeitsrecht abgeschafft werden, um die ärztliche Behandlungsfreiheit bei medizinisch indizierten Eingriffen und nach §§ 218, 218a unter Straffreiheit gestellte Abtreibungen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Außerdem fordern wir die Landesregierung des Freistaates Thüringen auf, bei geplanten Fusionen von Kliniken verbindlich sicherzustellen, dass das bestehende Angebot für sichere Schwangerschaftsabbrüche in Art und Umfang mindestens erhalten bleibt. Fusionen, die eine Verschlechterung oder Einschränkung dieses Angebots erwarten lassen, sind zu untersagen bzw. dürfen nicth genehmigt werden. Bei allen Entscheidungsprozessen ist dem Schutz der reproduktiven Gesundheitsversorgung besondere Priorität einzuräumen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eingriffe, die die körperliche Selbstbestimmung betreffen, müssen vor der indirekten Einflussnahme durch ideologisch oder konfessionell geprägte Interessensgruppen geschützt werden. Wechselnde Besitzverhältnisse in Kliniken und ambulanten operativen Einrichtungen dürfen nicht zu einer Verschlechterung der Versorgungslage für gebärfähigen cis Frauen, trans Männer, non-binäre und intersex Personen in äußert verletzlichen und persönlichen Notsituationen führen. Deren Selbstbestimmungsrecht und das von Ärzt:innen, die diese durch die sichere Durchführung solcher Eingriffe unterstützen, benötigen besonderen Schutz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem müssen in jedem staatlichen Klinikum mit gynäkologischer Fachabteilung Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden können.<br><br>
Ärzt:innen in der gynäkologischen Assistenzärzt:innenausbildung und Fachärzt:innen für Gynäkologie sowie für diese Eingriffe benötigtes weiteres Personal - wie Hebammen, operationstechnische Assistent:innen, Anästhesist:innen, anästhesie-technische Assistent:innen, medizinisch-technische Assistent:innen, Pflegefachkräfte sowie Pflegehelfer:innen - dürfen keine Repressionen durch deren Arbeitgeber:innen erfahren, wenn sie Abtreibungen in der Klinik oder außerhalb anbieten, unterstützen oder durchführen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Da die bestehenden Gesetze durch das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen und Direktionsrecht der Arbeitgeber:innen in Kliniken derzeit umgangen werden können, müssen Einschränkungen - die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen - bundeseinheitlich untersagt werden.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>6 Jahre Studium und 5 Jahre Assistenzärzt:innenausbildung trennen die meisten Entscheidungsträger:innen der Krankenhausverwaltung von medizinischen Eingriffen. Dennoch mischen sich insbesondere bei konfessionell geprägten Träger:innen die Verwaltungen der Kliniken durch Missbrauch ihres Direktionsrechts und erweiterten kirchlichen Selbstbestimmungsrechts auch in staatlich finanzierten Kliniken in die ärztliche Behandlung ein. Bei einigen evangelischen Träger:innen sind Abtreibungen nur nach Ethikkommission bei medizinischer Indikation, also z. B. nicht lebensfähigen Fehlbildungen erlaubt. Andere katholische Träger:innen verbieten diese komplett, außer es geht um Leben und Tod der Schwangeren Person.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Rahmen von Klinikzusammenlegungen, durch Neuordnung unseres Gesundheitssystems, bekommen religiöse Gemeinschaften zunehmend Einfluss auf die abnehmende Anzahl an Kliniken – und gefährden hierdurch das Angebot für stationär und ambulant durchgeführte Abtreibungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dass sie hierbei auf andere Angebote für Abtreibungen verweisen, wirkt zynisch, wenn man bedenkt, dass nicht jede schwangere Person in dieser Notsituation die Möglichkeit und die Mittel für eine längere Reise hat.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dass sie „Beratung“ für gebärfähige cis Frauen, trans Männer, non-binäre und intersex Personen anbieten, beendet weder eine Schwangerschaft, noch ändert sie etwas an z. B. nicht lebensfähigen oder einschneidenden körperlichen Behinderungen der ungeborenen Föten. Auch familiäre, wirtschaftliche, persönliche oder strafrechtliche Hintergründe können durch eine Beratung nur eingeschränkt beeinflusst werden. Menschen, die sich nach einer offenen Beratung für eine Schwangerschaft entscheiden und Hilfsangebote annehmen, müssen ebenso in ihrer Entscheidung unterstützt werden, wie jene, für die die Schwangerschaft keine Option darstellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine Beratung anzubieten, bei der trotz Trägerschaft eines staatlichen Klinikums, einer privaten Klinik oder einer ambulanten operativen Einrichtung eine Abtreibung keine Möglichkeit darstellt und somit das Fazit nur sein kann ”Hier ist Ihr Zertifikat, viel Erfolg bei der Suche nach einem Termin innerhalb der gesetzlichen Frist woanders!“„Viel Erfolg dabei, eine Klinik zu finden, die Ihren Abbruch bei medizinischer Indikation nach der Frist durchführt!” ist Heuchelei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Fusionen, die die Trägerschaft von öffentlichen Kliniken beeinflussen, werden im Rahmen der aktuellen Reform des Gesundheitssystems noch häufiger werden, daher besteht eine dringliche gesetzgeberische Handlungsnotwendigkeit, um die Gesundheitsversorgung von Schwangeren in solchen verletzlichen Situationen zu sichern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Denn auch die psychische Gesundheit von unter anderem Vergewaltigungsopfern, welche ggf. durch das unnötig verlängerte Erleben der Schwangerschaft und der Abtreibung erneut traumatisiert werden, spielt für einige katholische Träger:innen keine Rolle.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So ist dies zum Beispiel im Klinikum Lippstadt dem katholischen Träger ebenso egal, wie die selbstbestimmte Entscheidung der Schwangeren oder medizinische Indikationen. Die einzige von der katholischen Kirche hier genehmigte Ausnahme ist eine Situation, in der Leib oder Leben der Person akut bedroht ist. Diese Ausnahme genügt dem zuständigen Arbeitsgericht in Hamm, um dem Arbeitgeber auf der aktuellen gesetzlichen Grundlage recht zu geben, da es sich nicht um ein kategorisches Verbot von Abtreibungen handelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Selbstbestimmungsrecht der Kirche geht darüber hinaus aber noch weiter und ermöglicht es ihr in diesem Fall, auch das ambulante Angebot für sichere Abtreibungen vor Ort zu verschlechtern. So wurden auch in der Privatpraxis des Chefarztes in Lippstadt aufgrund des Loyalitätsprinzips im Kirchenarbeitsrechts Abtreibungen untersagt. Dieses gibt den Kirchen das Recht, auf das Verhalten ihrer Angestellten außerhalb des direkten Arbeitsverhältnisses einzuwirken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei bislang mindestens drei betroffenen Kliniken in Lippstadt, Flensburg und Kelheim, ist eine bundeseinheitliche Regelung zum Schutz eines sicheren Angebotes an ärztlich durchgeführten ambulanten und stationären Abtreibungen notwendig. Die Kliniken liegen in drei Bundesländern, die nach § 13 Abs. 2 Schwangerschaftskonfliktgesetz eigentlich verpflichtet wären, ein solches Angebot sicherzustellen. Da in all diesen Fällen nach Fusion durch das Direktionsrecht des Arbeitgebers und Selbstbestimmungsrecht der Kirche Eingriffe zur Beendigung einer Schwangerschaft größtenteils untersagt wurden, ist eine gesetzliche Regelung, welche der Kirche und anderen Träger:innen der Gesundheitsversorgung, Eingriffe in die ärztliche Behandlung durch ihr Direktionsrecht untersagt, dringend notwendig. Ebenso ist die Abschaffung des Kirchenarbeitsrechts, welches obendrein über den Loyalitätsanspruch auch die Durchführung im Bereich von Nebentätigkeiten der Ärzt:innen verbietet, angemessen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die sichere, professionelle und verständnisvolle Beratung und Behandlung von Menschen mit Uterus in diesen Extremsituationen muss priorisiert werden und ein Abtreibungsverbot durch die Hintertür verboten werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 08:58:08 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B2: Revolution Bildung – gerecht, demokratisch, solidarisch! Ein Zukunftsplan für moderne, inklusive und demokratische Schulen in Thüringen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/revolution-bildung-gerecht-demokratisch-solidarisch-ein-zukunftsp-60502</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/revolution-bildung-gerecht-demokratisch-solidarisch-ein-zukunftsp-60502</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bildung ist das Fundament einer demokratischen, solidarischen und zukunftsfähigen Gesellschaft. Unsere Schulen entscheiden maßgeblich darüber, ob alle Kinder und Jugendlichen — unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder Bildungshintergrund der Eltern — chancengerecht lernen und sich entfalten können.<br><br><br>
Doch in Thüringen gefährden massive Probleme den Bildungserfolg: Lehrkräftemangel, unzureichende Ausbildungskapazitäten, Überlastung der Lehrkräfte, veraltete Curricula und fehlende Unterstützungssysteme.Ein Bildungssystem aus dem letzten Jahrhundert, das an überkommenen Strukturen festhält, verschärft soziale Ungleichheit und blockiert dringend notwendige Innovationen.<br><br>
Es ist die zentrale Aufgabe der Landespolitik. Es braucht wirksame Maßnahmen, um diese Missstände schnell und nachhaltig zu beseitigen: bessere Lehrkräftegewinnung und -bindung, konsequente Professionalisierung, gerechte Ressourcenausstattung sowie moderne, inklusive, pädagogische Konzepte. Schulen müssen Orte sein, an denen Kinder und Jugendliche bestmöglich gefördert und emotional gestärkt werden. Ein Angriff auf den Schulfrieden ist kontraproduktiv — wir brauchen eine konstruktive Revolution der Bildung.<br><br>
Die Jusos Thüringen fordern daher eindringlich die SPD-Landtagsfraktion, die SPD Thüringen und die Landesregierung auf, folgende Maßnahmen voranzutreiben:<br><br><strong>1. Bildungsgerechtigkeit durch strukturelle Reformen</strong><br>
• Erkenntnissen aus den Bildungs- und Sozialwissenschaften sollen bei bildungspolitischen Entscheidungen Verbindlichkeit eingeräumt werden, auch um allen Kindern einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung zu ermöglichen.<br>
• Das dreigliedrige Schulsystem soll überwunden werden. Stattdessen braucht es eine flächendeckende Gemeinschaftsschule (Gesamtschule) für alle Klassenstufen von 1 bis 12, die soziale Segregation beendet und Chancengerechtigkeit schafft.<br>
• Die gesamte Lehrer:innenaus- und Weiterbildungslandschaft muss konsequent auf die geänderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Hierbei sollen insb. methodisch abwechslungsreiche, binnendifferenzierte Unterrichtsmethoden Beachtung finden.<br>
• Das System der Leistungsbewertung mit Ziffernnoten ist auf den Prüfstand zu stellen und durch Bewertungssysteme zu ersetzen, die den Schüler:innen einen echten Überblick über ihren individuellen Lernfortschritt geben. Kopfnoten sind grundsätzlich abzuschaffen und ebenfalls durch Methoden zu ersetzen, die die Individualitäten der Schüler:innen berücksichtigen und differenzierte Rückmeldungen zum Verhalten geben. Zu dem sind schriftliche Rückmeldungen in einer für die Kinder verständlichen Sprache zu verfassen.<br>
• Versetzungsentscheidungen aufgrund von schulischen Leistungen sind abzuschaffen. In pädagogisch/lernpsychologisch begründeten Fällen soll die Klassenkonferenz dazu berechtigt sein, davon verbindlich abzuweichen. Eltern und ggf. Kinder sind zu solchen Entscheidungen zu hören.<br>
• Bildungsinvestitionen sind bei Abwägungsentscheidungen vorrangig gegenüber anderen Haushaltsposten zu behandeln, um nachhaltige Verbesserungen zu ermöglichen.<br><br><strong>2. Wissenschaftliche Fundierung und Pädagogische Qualität ermöglichen</strong><br>
• Ein verpflichtender jährlicher Bildungsbericht ist im Sinne der Qualitätssicherung einzuführen, der die Lage der Lehrkräfte, die Ausbildungssituation von neuen Lehrer:innen und Lernbedingungen der Schüler:innen transparent erfasst. Dieser Bericht ist unter Einbindung von wissenschaftlicher Expertise, Schüler:innenvertretungen und Gewerkschaften zu erstellen. Auf dessen Basis sollen jährliche Ziele formuliert werden, die dabei helfen sollen die Bildungssituation im Land zu verbessern.<br>
• Forschung zu innovativen Schul- und Lernkonzepten muss gefördert werden.<br>
• Die Lehrpläne sind in einem partizipativen basisdemokratischen Prozess mit allen relevanten Akteur:innen (Schüler:innen, Lehrkräfte, Eltern, Universitäten) zu evaluieren und im Anschluss zu modernisieren. Der Fokus soll dabei auf der individuellen Förderung, Inklusion und einer modernen Didaktik liegen, die die Schüler:innen in den Mittelpunkt der Lehrpläne stellt.<br>
• Die soziale und emotionale Entwicklung von Schüler:innen und die mentale Gesundheit von Lehrkräften ist durch Ausbau von Schulsozialarbeit und Programmen zur Förderung der Lehrer:innengesundheit systematisch zu unterstützen.<br>
• Fortbildungsangebote für Lehrkräfte zu aktuellen fachlichen und pädagogischen Themen sind verpflichtend jährlich durchzuführen, idealerweise als schulinterner Fortbildungstag.<br>
• Schulen in sog. Brennpunkten brauchen deutlich höhere Ressourcenzuweisungen zur besonderen Förderung benachteiligter Schüler:innen.<br><br><strong>3. Lehrkräftegewinnung und -bindung weiterentwickeln</strong><br>
• Das Lehramtsstudium ist durch Stipendienprogramme, die Ausweitung dualer Studiengänge sowie durch praxisorientierte Forschungspraktika vielfältiger und attraktiver zu gestalten, um dem drastischen Lehrkräftemangel in Thüringen nachhaltig entgegenzuwirken.<br>
• Eine Übernahmegarantie für alle erfolgreich ausgebildeten Lehrkräfte muss verbindlich sein, begleitet von attraktiven Einstiegsgehältern und weiteren Anreizsystemen - ein konkretes attraktives Einstellungsangebot des Landes sollte grundsätzlich spätestens 3 Monate vor Ende des Referendariats vorliegen.<br>
• Bewerbungsverfahren sind zu beschleunigen und digital zu modernisieren. Es ist außerdem zu prüfen, inwieweit Schulen ein größerer Handlungsspielraum bei der Einstellung von neuen Lehrkräften gegeben werden kann.<br>
• Prämien für Neueinstellungen in Mangelregionen und Mangelfächern sind auszuweiten und dauerhaft zu sichern, um insbesondere ländliche Räume und kritische Disziplinen besser auszustatten.<br>
• Quereinsteiger:innen sind gemäß ihrer Bedeutung systematisch und angemessen honoriert einzubinden. Eine hohe Unterrichtsqualität ist durch Vorbereitungs- und Begleitprogramme abzusichern.<br>
• Das Programm „Unterrichtsversorgung“ muss erweitert werden, sodass nicht mehr nur befristete Jahresverträge möglich sind, sondern auch längerfristige Anstellungen (angehenden) Lehrkräften Perspektiven und Planungssicherheit geben.<br><br><strong>4. Verbesserte Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen schaffen</strong><br>
• Das Lehramtsstudium selbst sollte in Zusammenarbeit mit den Universitäten praxisnäher gestaltet werden, z.B. durch einen klar erkennbaren Fokus auf die fachdidaktische Ausbildung und verbindliche Praxistage im letzten Jahr des Studiums.<br>
• Das Referendariat ist ortsnah und bedarfsgerecht zu gestalten; unnötige Pendelverpflichtungen zum Seminarort sind zu vermeiden. Lehrinhalte wie z.B. Schulrecht sollen praxisorientierter oder digital gestaltet werden.<br>
• Es ist eine steuerfreie Prämie in Höhe von 1000 Euro für Referendar:innen im ländlichen Raum einzuführen, die an eine verpflichtende Tätigkeit in der Region für einen definierten Zeitraum von 5 Jahren gekoppelt ist.<br>
• Die Stellen der Fachleiter:innen sind auszubauen und mit ausreichend Personal zu besetzen, welches für die Aufgabe mit einer angemessenen Stundenabminderung ausgestattet wird, um fachliche Anleitung und pädagogische Begleitung auf hohem Niveau sicherzustellen.<br>
• Die Arbeitszeit von Lehrkräften muss systematisch erfasst werden. Dazu ist die GEW eng in eine kritische Prüfung und Einführung von Arbeitszeiterfassungssystemen einzubeziehen.<br><br><strong>5. Schulautonomie und Verwaltungsstrukturen stärken</strong><br>
• Verwaltungsassistenzen sollen an allen Schulen eingesetzt werden, damit sich Lehrkräfte auf den Unterricht und ihre pädagogischen Aufgaben konzentrieren können. Schulen soll dabei die größtmögliche Freiheit gegeben werden, wie und in welchem Umfang Verwaltungsassistenzen an ihren Schulen gewinnbringend für die Schulgemeinschaft eingesetzt werden können. Die Ergebnisse des letzten Pilotprojektes sind schnell auszuwerten.<br>
• In enger Absprache mit den Schulleitungen sind Vorschläge zur Ausweitung der Schulautonomie zu erarbeiten und zeitnah umzusetzen. Besonders zu berücksichtigen ist hierbei die Einstellung von Lehrkräften und Verwaltungspersonal, damit Schulen ihren Bedarf flexibler decken können.<br>
• Die Schulpauschale für Verwaltungsaufgaben muss angehoben werden, unter anderem um Schulentwicklung zu ermöglichen. Die Pauschale darf nicht weiter abgesenkt werden.<br>
• Schulämter müssen personell so ausgestattet und digital so organisiert sein, dass sie Schulen tatsächlich effizient unterstützen und flexible, praxisnahe Personalgewinnung gewährleisten können.<br><br><strong>6. Demokratiebildung und Bildungsbeteiligung fördern</strong><br>
• Die politische Bildung aller Schüler:innen muss weiter ausgebaut werden. Hierzu ist in Zusammenarbeit mit der Landesschüler:innenvertretung eine grundlegende Reform der Landesschüler:innenvertretung mit dem Ziel der Stärkung und erweiterten Teilhabe der Schüler:innenvertretungen zu erarbeiten.<br>
Zusätzlich ist die LSV mit einer ausreichenden und langfristigen Finanzierung sowie einer personell und räumlich angemessenen Geschäftsstelle auszustatten, inklusive Personal für Sachbearbeitung und inhaltliche Unterstützung, die auch unabhängig vom Ministerium arbeiten kann.<br>
• Programme zur Elternarbeit, in Zusammenarbeit mit dem Landeselternrat, sind intensiv auszubauen, z.B. durch Elternsprechstunden, Informationsveranstaltungen und Workshops.<br>
• Medienkompetenz ist als unverzichtbarer Bestandteil in allen Schulformen zu fördern, um Schüler:innen für die Herausforderungen digitaler Informationslandschaften zu wappnen.<br>
• Es ist ein jährlicher Demokratie- und Beteiligungstag an Schulen einzurichten, an dem Schüler:innen Projekte zu Mitbestimmung, zu kritischem Umgang mit Medien und zu politischem Engagement entwickeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist die zentrale Aufgabe der Landespolitik, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um diese Missstände schnell und nachhaltig zu beseitigen. Nur mit besserer Lehrkräftegewinnung und -bindung, konsequenter Professionalisierung, gerechter Ressourcenausstattung und inklusiven, zeitgemäßen und pädagogischen Konzepten und einem grundsätzlichen Umdenken können wir gewährleisten, dass Schulen Orte der bestmöglichen Förderung und sozial-emotionalen Entwicklung werden. Ein Angriff auf den Schulfrieden wirkt kontraproduktiv.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordert deshalb eindringlich die SPD-Landtagsfraktion, die SPD Thüringen und die Landesregierung auf, folgende Maßnahmen voranzutreiben bzw. zu unterstützen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Lehrkräftegewinnung und -bindung verstärken</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Das Lehramtsstudium soll durch Stipendienprogramme, die Ausweitung dualer Studiengänge sowie durch praxisorientierte Forschungspraktika vielfältiger und attraktiver gestaltet werden, um dem drastischen Lehrkräftemangel in Thüringen nachhaltig entgegenzuwirken.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Prämien für Neueinstellungen in Mangelregionen und Mangelfächern sind auszuweiten und dauerhaft zu sichern, um insbesondere ländliche Räume und kritische Disziplinen besser auszustatten.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Das Programm „Unterrichtsversorgung“ muss erweitert werden, sodass nicht mehr nur befristete Jahresverträge möglich sind, sondern auch längerfristige Anstellungen (angehenden) Lehrkräften Perspektiven und Planungssicherheit geben.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Quereinsteiger:innen sind gemäß ihrer Bedeutung systematisch und angemessen honoriert einzubinden, flankiert von umfassenden Vorbereitungs- und Begleitprogrammen, um eine hohe Unterrichtsqualität zu gewährleisten.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Verbesserte Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen schaffen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Stellen der Fachleiter:innen sind auszubauen und mit ausreichend Personal zu besetzen, welches für die Aufgabe mit einer angemessenen Stundenabminderung ausgestattet wird, um fachliche Anleitung und pädagogische Begleitung auf hohem Niveau sicherzustellen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Das Referendariat ist ortsnah und bedarfsgerecht zu gestalten; unnötige Pendelverpflichtungen zum Seminarort sind zu vermeiden. Lehrinhalte wie z.B. Schulrecht sollen praxisorientierter oder digital gestaltet werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Eine Übernahmegarantie für alle erfolgreich ausgebildeten Lehrkräfte muss verbindlich sein, begleitet von attraktiven Einstiegsgehältern und weiteren Anreizsystemen - ein konkretes attraktives Einstellungsangebot des Landes sollte grundsätzlich spätestens 3 Monate vor Ende des Referendariats vorliegen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bewerbungsverfahren sind zu beschleunigen und digital zu modernisieren. Es soll außerdem geprüft werden, inwieweit Schulen ein größerer Handlungsspielraum bei der Einstellung von neuen Lehrkräften gegeben werden kann</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Eine steuerfreie Prämie in Höhe von 1000 Euro für Referendar:innen im ländlichen Raum soll eingeführt werden, gekoppelt an eine verpflichtende Tätigkeit in der Region für einen definierten Zeitraum von 5 Jahren.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Das Lehramtsstudium selbst sollte in Zusammenarbeit mit den Universitäten praxisnäher gestaltet werden, z.B. durch noch mehr Fokus auf die fachdidaktische Ausbildung und verbindliche Praxistage im letzten Jahr des Studiums.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3. Pädagogische Qualität und schulische Arbeitsbedingungen verbessern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Lehrpläne sind in einem partizipativen basisdemokratischen Prozess mit allen relevanten Akteur:innen (Schüler:innen, Lehrkräfte, Eltern, Universitäten) zu evaluieren und im Anschluss zu zeitgemäß reformieren. Der Fokus soll dabei auf der individuellen Förderung, Inklusion und einer modernen Didaktik liegen, die die Schüler:innen in den Mittelpunkt der Lehrpläne stellt.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die soziale und emotionale Entwicklung von Schüler:innen und die mentale Gesundheit von Lehrkräften ist durch Ausbau von Schulsozialarbeit und Programmen zur Förderung der Lehrer:innengesundheit systematisch zu unterstützen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Arbeitszeit von Lehrkräften muss systematisch erfasst werden. Dazu ist die GEW eng in eine kritische Prüfung und Einführung von Arbeitszeiterfassungssystemen einzubeziehen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Verwaltungsassistenzen sollen an allen Schulen eingesetzt werden, damit sich Lehrkräfte auf den Unterricht und ihre pädagogischen Aufgaben konzentrieren können. Schulen soll dabei die größtmögliche Freiheit gegeben werden, wie und in welchem Umfang Verwaltungsassistenzen an ihren Schulen gewinnbringend für die Schulgemeinschaft eingesetzt werden können. Die Ergebnisse des letzten Pilotprojektes sind schnell auszuwerten.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>In enger Absprache mit den Schulleitungen sollen Vorschläge erarbeitet und zeitnah umgesetzt werden, wie die Schulautonomie ausgeweitet werden kann. Besonders zu berücksichtigen ist hierbei die Einstellung von Lehrkräften und Verwaltungspersonal, damit Schulen ihren Bedarf flexibler decken können, ohne auf die Schulämter als &quot;Flaschenhals&quot; angewiesen zu sein.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4. Demokratie, Bildungsbeteiligung und Investitionspriorisierung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bildungsinvestitionen sind bei Abwägungsentscheidungen vorrangig gegenüber anderen Haushaltsposten zu behandeln, um nachhaltige Verbesserungen zu ermöglichen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die politische Bildung aller Schüler:innen muss weiter ausgebaut werden, um demokratische Werte und Engagement zu erhöhen - auch durch eine weitere Stärkung und strukturell erweiterte Teilhabe der Landesschüler:innenvertretung, bzw. der Schüler:innenvertretungen generell.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Programme zur Elternarbeit, in Zusammenarbeit mit dem Landeselternrat, sind intensiv auszubauen, z.B. durch Elternsprechstunden, Informationsveranstaltungen und Workshops.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Medienkompetenz ist als unverzichtbarer Bestandteil in allen Schulformen zu fördern, um Schüler:innen für die Herausforderungen digitaler Informationslandschaften zu wappnen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5. Systematische Steuerung und wissenschaftliche Fundierung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Ein verpflichtender jährlicher Bildungsbericht ist im Sinne der Qualitätssicherung einzuführen, der die Lage der Lehrkräfte, die Ausbildungssituation von neuen Lehrer:innen und Lernbedingungen der Schüler:innen transparent erfasst. Dieser Bericht ist unter Einbindung von wissenschaftlicher Expertise, Schüler:innenvertretungen und Gewerkschaften zu erstellen. Auf dessen Basis sollen jährliche Ziele formuliert werden, die dabei helfen sollen die Bildungssituation im Land zu verbessern.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Fortbildungsangebote für Lehrkräfte zu aktuellen fachlichen und pädagogischen Themen sind verpflichtend jährlich durchzuführen, idealerweise als schulinterner Fortbildungstag.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Schulämter müssen personell so ausgestattet und digital so organisiert sein, dass sie Schulen tatsächlich effizient unterstützen und flexible, praxisnahe Personalgewinnung gewährleisten können.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>6. Bildungsgerechtigkeit durch strukturelle Reformen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Erkenntnissen aus den Bildungs- und Sozialwissenschaften sollen bei bildungspolitischen Entscheidungen Verbindlichkeit eingeräumt werden, auch um allen Kindern einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung zu ermöglichen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Das System der Leistungsbewertung mit Ziffernnoten ist auf den Prüfstand zu stellen und durch Bewertungssysteme zu ersetzen, die den Schüler:innen einen echten Überblick über ihren individuellen Lernfortschritt geben. Kopfnoten sind grundsätzlich abzuschaffen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Das dreigliedrige Schulsystem soll überwunden und stattdessen eine flächendeckende Gemeinschaftsschule (Gesamtschule) für alle Klassenstufen von 1 bis 12 etabliert werden, um soziale Segregation zu verhindern und echte Chancengerechtigkeit zu schaffen.</p></li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 08:53:28 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu S4: Für eine realitätsgerechte Kriminalitätsdarstellung: Reform der Polizeilichen Kriminalstatistik</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/fur-eine-realitatsgerechte-kriminalitatsdarstellung-reform-der-polize-6087/579</link>
                        <author>Jusos Unstrut-Hainich-Kreis, Jusos Nordhausen (dort beschlossen am: 12.10.2015)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/fur-eine-realitatsgerechte-kriminalitatsdarstellung-reform-der-polize-6087/579</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_109_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 4 bis 6 löschen:</h4><div><ol class="deleted" start="2" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="2"><p>Die ersatzlose Streichung der Unterteilung in “deutsche Tatverdächtige” und “nichtdeutsche Tatverdächtige” in der neuen “Polizeiliche Anzeigenstatistik”</p></li></ol></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 08:22:18 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>E1: #BleibDoch – Thüringen stärken durch einen Bleibe-Bonus für junge Menschen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/bleibdoch-thuringen-starken-durch-einen-bleibe-bonus-fur-junge-mens-57108</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/bleibdoch-thuringen-starken-durch-einen-bleibe-bonus-fur-junge-mens-57108</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern die Einführung eines umfassenden Bleibe-Bonus für junge Menschen, um das Leben, Arbeiten und gesellschaftliche Engagement junger Menschen in Thüringen aktiv zu fördern und zu stärken. Ziel ist es, jungen Menschen in Thüringen attraktive Perspektiven zu eröffnen, Abwanderung zu verhindern und Rückkehr zu erleichtern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag und die Landesregierung auf, diese Forderungen in die kommenden Haushaltsberatungen und Landesstrategien einzubringen. Parallel dazu sind bestehende Programme systematisch hinsichtlich ihrer Attraktivität und Wirksamkeit für junge Menschen zu evaluieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>I. Monetäre Unterstützung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern von der Landesregierung die Prüfung und schrittweise Einführung folgender finanzieller Anreize:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Erster-Heim-Zuschuss:</strong> Eine einmalige finanzielle Unterstützung für junge Menschen (z. B. zwischen 18 und 30 Jahren), die ihre erste Wohnung in Thüringen beziehen – insbesondere in strukturschwachen Regionen.Die Höhe sollte gestaffelt werden, in Abhängigkeit von der Ländlichkeit der Region.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Thüringen-BAföG-Plus:</strong> Eine landesfinanzierte Zusatzförderung oder Rabatt auf Rückzahlungspflichten für BAföG-Empfänger:innen, die nach ihrem Abschluss mindestens drei Jahre in Thüringen leben und arbeiten oder sich gesellschaftlich engagieren.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Startgeld für Selbstständige:</strong> Eine gezielte, niedrigschwellig zugängliche Förderung für junge Menschen, die sich in Thüringen selbstständig machen oder ein Start-Up gründen möchten – z. B. durch Anschubfinanzierung, Mikrokredite oder Zuschüsse in den ersten Jahren.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Mobilitäts- und Umzugszuschüsse:</strong> Finanzielle Unterstützung bei Umzügen innerhalb Thüringens oder Rückzügen aus anderen Bundesländern, um Hürden bei Standortentscheidungen zu minimieren.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Azubi-Bonus:</strong> Analog zum BAföG-Bonus ist ein Zuschusssystem für Auszubildende zu schaffen – etwa in Form eines „Thüringen-Azubi-Zuschlags“ bei erfolgreichem Abschluss und Verbleib im Land. Auch Absolvent:innen von Meister- und Techniker-Weiterbildungen sind einzubeziehen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>II. Nicht-monetäre Maßnahmen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>#BleibDoch-Events:</strong> Landesweite Networking-Veranstaltungen für junge Menschen, bei denen nicht nur Arbeitgeber:innen vertreten sind, sondern auch Vereine, Kommunalvertretungen, lokale Initiativen, Wohnungsgesellschaften, Vermieter:innen und andere relevante Akteur:innen. Ziel ist es, ein authentisches Bild vom Leben in Thüringen zu vermitteln – jenseits von Broschüren. Begleitet werden soll dies durch eine digitale Plattform und Öffentlichkeitsarbeit mit Informationen zu Arbeit, Wohnen und Engagementmöglichkeiten.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Engagementnetzwerke fördern:</strong> Junge Menschen, die sich in Thüringen engagieren (etwa in Freiwilligendiensten, Kommunalpolitik, Kulturprojekten, etc.), sollen gezielt Anerkennung, Weiterbildung und Förderung erhalten. Dafür sollen einheitliche Zertifikate und erweiterte Ehrenamtskarten mit Vergünstigungen geschaffen werden, die vom öffentlichen Arbeitgeber anerkannt werden müssen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Kooperation mit Bildungs- und Ausbildungsstätten: </strong>Hochschulen, Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe sollen aktiv eingebunden werden, um Studierende und Azubis frühzeitig über Bleibeperspektiven zu informieren, z. B. durch Career Services oder Berufsmessen. Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit mit den einzelnen Kommunen notwendig.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>III. Rückkehr fördern</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Rückkehrer:innen-Programme:</strong> Menschen, die Thüringen für Ausbildung oder Beruf verlassen haben und zurückkehren wollen, sollen durch gezielte Programme (z. B. Beratungsstellen, Rückkehr-Messen, Zuschüsse, Informationskampagnen) unterstützt werden. Bestehende Projekte sollen evaluiert werden und gezielt gestärkt werden, in dem mehr investiert wird.Diese Angebote sollen sowohl analog wie auch digital, mehrsprachig und niederschwellig ausgestaltet werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Zusammenarbeit mit lokalen Akteur:innen:</strong> Kommunen und regionale Arbeitgeber:innen sowie Bildungseinrichtungen sind aktiv einzubeziehen, um Rückkehrer:innen konkrete Aus- und Weiterbildungs-, Job- und Wohnungsangebote zu vermitteln.</p></li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Thüringen steht – wie viele ostdeutsche Flächenländer – vor der Herausforderung, junge Menschen nach ihrer Ausbildung, ihrem Studium oder Freiwilligendienst in der Region zu halten. Die Abwanderung junger Menschen ist dabei keine neue Entwicklung, aber sie verschärft sich aktuell durch Fachkräftemangel, überregionale Mobilität und die unzureichende Attraktivität ländlicher Räume. Gleichzeitig fehlen junge Perspektiven vor Ort: in Unternehmen, in Vereinen, in zivilgesellschaftlichem Engagement und nicht zuletzt in der Kommunalpolitik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Statt dieser Entwicklung tatenlos zuzusehen, braucht es einen starken Impuls: einen Bleibe-Bonus (alternativ auch „Heimat-Start“, „Thüringen-Perspektive“, „BleibDoch-Initiative“), der jungen Menschen echte Perspektiven bietet – finanziell, gesellschaftlich und emotional. Thüringen soll ein Ort werden, an dem junge Menschen nicht nur aus Pflichtgefühl bleiben, sondern aus Überzeugung.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 08:04:51 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>G5: Private Krankenhäuser unter Trägerschaft des Landes stellen! – Ein Gesundheitssystem für Alle</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/private-krankenhauser-unter-tragerschaft-des-landes-stellen-ein-ges-51817</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/private-krankenhauser-unter-tragerschaft-des-landes-stellen-ein-ges-51817</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>In Thüringen gibt es insgesamt 15.076 Krankenhausbetten in 48 Krankenhäusern - davon befinden sich 37,5<br>
Prozent in privater Trägerschaft (von den 525.272 Behandlungstagen finden 34% in privaten Krankenhäusern statt), das ist ein nicht vernachlässigbarer Teil der<br>
Krankenversorgung in Thüringen.<br><br>
Diese privaten Betreiber wie Helios, MEDIAN oder<br>
Asklepios erhalten in Thüringen im Rahmen des<br>
Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes 4,5 Millionen Euro Zuschüsse vom<br>
Bund. Teuer bezahlt wird das von allen Beitragszahler:innen, doch echte<br>
Verbesserungen sind nicht zu erwarten.<br><br>
Bereits seit Jahren führen diese<br>
Krankenhausbetreiber ihre Häuser nach dem Gewinnmaximierungsprinzip,<br>
dementsprechend fließt dieses Geld nicht nur in die Verbesserung der<br>
Patient:innenversorgung sondern in die Taschen der Aktionäre. In der Praxis<br>
bedeutet das für die Gesundheit der Menschen: Gezielte Über- bzw.<br>
Unterversorgung von Patient:innen, um möglichst alle teuren Zusatzbehandlungen<br>
abrechenbar zu machen. Diese Behandlungen, wie etwa unnötige Operationen oder<br>
zusätzliche Diagnostik stehen dem Patient:innenwohl zum Teil diametral entgegen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Regel profitieren auch Arbeitnehmer:innen nicht von privater<br>
Trägerschaft, da Gewinnmaximierung eben auch bedeutet, dass Personal in erster Linie als ein Kostenfaktor gilt. In den meisten Krankenhäusern müssen sich<br>
Arbeitnehmer:innen jeweils einen Haustarifvertrag mühsam erkämpfen, um eine<br>
Chance auf bessere Arbeitsbedingungen zu haben. Diese gelten aber nur für den<br>
konkreten Standort und nicht für das Trägerunternehmen. Im landeseignen Uniklinikum Jena<br>
hingegen gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Landes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ganz besonders drastisch zeigt sich der Unterschied in Pflege- und<br>
Behandlungsqualität in der Anzahl der angestellten Pflegefachkräfte. So sind im<br>
privaten Helios Klinikum Erfurt 900 Pfleger:innen auf 1300 Betten beschäftigt,<br>
im Vergleich dazu sind es im öffentlich geführten Uniklinikum Jena 2000 auf 1100<br>
Betten. Die Folge daraus ist weniger Zeit für die individuelle<br>
Patient:innenbetreuung, schlechtere Qualität der Betreuung und überlastung des<br>
Pflegepersonals. Dieser Umstand ist nicht hinnehmbar, jeder Mensch hat einen<br>
Anspruch auf eine sorgfältige und gewissenhafte Gesundheitsbetreuung, welche<br>
unabhängig von wirtschaftlichen Überlegungen stattfindet. Es darf kein Handel<br>
mit den Grundbedürfnissen der Menschen geführt werden, für wirtschaftliche<br>
Interessen ist in der Gesundheitsversorgung kein Platz.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen, deshalb können wir es in keiner<br>
Weise hinnehmen, dieses in die Hände von kommerziellen Unternehmen zu geben und<br>
diese sich an der Krankheit von Menschen bereichern zu lassen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Deshalb fordern die Jusos Thüringen, dass kommunale Krankenhäuser nicht privatisiert werden und alle privat geführten Krankenhäuser<br>
und medizinischen Versorgungszentren in öffentliche Trägerschaft überführt<br>
werden und bleiben. Dies ist ein wichtiger Schritt, der gewährleisten kann, Dies ist ein wichtiger Schritt, der gewährleisten kann, dass genügend Pflegepersonal in allen<br>
Krankenhäusern vorhanden ist, um Patient:innen adäquat versorgen zu können,<br>
gleichzeitig die Arbeitslast zu minimieren und die Angestellten endlich gerecht<br>
für ihre Arbeit zu entlohnen.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die vom Bund beabsichtigte Verbesserung und Reformierung der deutschen<br>
Kliniklandschaft kann nur erreicht werden, wenn in bessere Ausrüstung und<br>
Pflegequalität investiert wird, anstatt das Geld in den Taschen von<br>
Aktionär:innen verschwinden zu lassen. Das kann nur erreicht werden, wenn das<br>
Land selbst Kontrolle über diese Gelder hat.</strong></p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 07:58:43 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P3: Die Partei muss ein sicherer Ort sein! Für ein neues Awareness-Konzept in der SPD Thüringen </title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/die-partei-muss-ein-sicherer-ort-sein-fur-ein-neues-awareness-konzept-46066</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/die-partei-muss-ein-sicherer-ort-sein-fur-ein-neues-awareness-konzept-46066</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Awareness-Arbeit ist der Schüssel, um die Parteiarbeit und das Verbandsleben zu einem sicheren Ort für alle zu machen. Insbesondere für FLINTA (Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, transgeschlechtliche und agender Personen) ist die SPD Thüringen kein sicherer Ort. Nicht nur einmal mussten wir erleben, wie Genoss:innen auf offener Bühne auf Landesparteitagen von anderen Genoss:innen ausgebuht und beschimpft wurden. Nicht nur einmal mussten wir von Genoss:innen erfahren, dass ihnen aus den Reihen der eigenen Genoss:innen sexistisches, herabwürdigendes und diskriminierendes Verhalten entgegengebracht wurde. Wir nehmen das nicht länger hin! Die Partei muss ein Ort sein, an dem sich alle wohlfühlen und einbringen können. Insbesondere als männlich geprägte Partei mit einer überwiegend männlichen Mitgliedschaft, die die aktiven Ämter in unseren Reihen dominieren, müssen wir hinterfragen, warum sich FLINTA nicht engagieren, ihr Engagement mit der Zeit ruhen lassen oder der Partei endgültig den Rücken kehren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deswegen fordern wir die SPD Thüringen dazu auf, das bisher bestehende Awareness-Konzept kritisch zu hinterfragen, zu evaluieren und zu verbessern. Die Verbesserungen müssen die folgenden Maßnahmen enthalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Auf Landesparteitagen muss ein Awareness-Team zur Verfügung stehen, das im Fall von sexistischem oder diskriminierendem Verhalten betroffenen Personen angemessen zur Seite stehen kann.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Das auf Landesebene bereits bestehende dauerhafte Awareness-Team muss regelmäßig in seiner Besetzung aktualisiert werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Außerdem muss es eine parteiinterne Öffentlichkeitskampagne über das Bestehen und die entsprechenden Kontaktmöglichkeiten zum Awareness-Teams geben. Nur wenn alle Mitglieder unseres Landesverbands von den Möglichkeiten des Awareness-Teams wissen, kann der Sinn und Zweck des Bestehens des Awareness-Teams erreicht werden.</p></li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 07:54:00 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D2: Kann ich überhaupt mitfahren? – barrierefreier ÖPNV, jetzt!!!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/kann-ich-uberhaupt-mitfahren-barrierefreier-opnv-jetzt-40532</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/kann-ich-uberhaupt-mitfahren-barrierefreier-opnv-jetzt-40532</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Jusos Thüringen fordern von den kommunalen Verkehrsträgern, NVS und dem Land Thüringen den Abbau von Hindernissen und Barrieren im thüringischen ÖPNV, sowohl auf dem Land als auch in der Stadt. Sowie die Verpflichtung zu barrierefreien Zustiegsmöglichkeiten bei allen neu angeschafften Zügen, Bussen und bei allen (Bus-)Bahnhofsrenovierungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Großteil von Bussen und Straßenbahnen ist für Menschen mit einer Gehbehinderung, die auf Hilfsmittel angewiesen sind, älter Menschen oder Personen mit Kinderwägen nur unter großen Anstrengungen und oft nur durch die Hilfe anderer erreichbar.<br><br>
Es scheitert an Bahn- und Bussteigen, die nicht in der Höhe des Fahrzeuges sind, was einen Ein- und Ausstieg erschwert. Rampen sind oft nicht vor Ort vorhanden, Lifte eine absolute Seltenheit. Durch das Anheben und Bauen von Bahn- und Bussteigen die sich in Fahrzeughöhe befinden, ist ein erleichterter Ein- und Ausstieg möglich. Wo dies nicht möglich ist, sollten permanent Rampen vorhanden sein oder in den Fahrzeugen mitgeführt werden, ohne dass diese erst beschafft werden müssen. Auch ist der Einsatz, vor allem von Bussen und Straßenbahnen, die über Hebe- und Senkfunktionen verfügen notwendig.<br><br>
Lasst uns mit diesem Antrag einen Schritt zu einer besseren Inklusion von Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen, älteren Menschen oder Personen mit Kinderwägen gehen!</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Großteil von Bussen und Straßenbahnen ist für Menschen mit einer Gehbehinderung, die auf Hilfsmittel angewiesen sind, nur unter großen Anstrengungen und oft nur durch die Hilfe anderer erreichbar. Es scheitert an Bahn- und Bussteigen, die nicht in der Höhe des Fahrzeuges sind, was einen Ein- und Ausstieg erschwert. Rampen sind oft nicht vor Ort vorhanden, Lifte eine absolute Seltenheit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch das Anheben und Bauen von Bahn- und Bussteigen die sich in Fahrzeughöhe befinden, ist ein erleichterter Ein- und Ausstieg möglich. Wo dies nicht möglich ist, sollten permanent Rampen vorhanden sein oder in den Fahrzeugen mitgeführt werden, ohne dass diese erst beschafft werden müssen. Auch ist der Einsatz, vor allem von Bussen und Straßenbahnen, die über Hebe- und Senkfunktionen verfügen notwendig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Davon profitieren nicht nur behinderte und gehbehinderte Personen, sondern auch Senior:innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Lasst uns mit diesem Antrag einen Schritt zu einer besseren Inklusion von Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen gehen!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 07:35:17 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>U3: Schwammstädte statt Betonwüsten - Klimagerechte Städte für Thüringen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/schwammstadte-statt-betonwusten-klimagerechte-stadte-fur-thuringen-1908</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/schwammstadte-statt-betonwusten-klimagerechte-stadte-fur-thuringen-1908</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Klimakrise ist längst Realität – auch in Thüringen. Hitzewellen, Dürreperioden und Starkregen nehmen spürbar zu. Unvorbereitete Städte sind Extremwettereignissen schutzlos ausgeliefert und das Hochwasser im Ahrtal wird in den kommenden Jahrzehnten nicht das letzte Ereignis dieser Art bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere Städte sind durch ihr Mikroklima von Hitze, Trockenheit und Starkregen betroffen. Gleichzeitig steigt das Risiko für Überschwemmungen deutlich. Neben Hitzestress, der bei Risikogruppen wie Kindern oder älteren Menschen schnell einsetzt, kann es auch dazu kommen, dass ganze Stadtteile durch Hochwasser unbewohnbar werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern, dass in allen Städten im Freistaat mehr Grün- und Wasserflächen eingerichtet, Innenstädte entsiegelt, verrohrte Bäche freigelegt und Regenrückhaltebecken nach dem Prinzip der <em>Schwammstadt</em> gebaut werden.<br><br>
Konkret fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Einrichtung einer landespolitischen Förderrichtlinie zur Flächenentsiegelung und Etablierung von Schwammstadt-Konzepten zur finanziellen Unterstützung der Thüringer Kommunen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Umsetzung von Pilotprogrammen sowie Modellstädten und -kommunen zu klimaresilienter Stadtentwicklung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Änderung der Thüringer Bauordnung und Festschreibung von verpflichtenden Dachbegrünungen von Neubauten und Regenwasserrückhaltungen</li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Klimakrise ist längst Realität – auch in Thüringen. Hitzewellen, Dürreperioden und Starkregen nehmen spürbar zu. Unvorbereitete Städte sind Extremwettereignissen schutzlos ausgeliefert und das Hochwasser im Ahrtal wird in den kommenden Jahrzehnten nicht das letzte Ereignis dieser Art bleiben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Insbesondere Städte sind durch ihr Mikroklima von Hitze, Trockenheit und Starkregen betroffen. Gleichzeitig steigt das Risiko für Überschwemmungen deutlich. Neben Hitzestress, der bei Risikogruppen wie Kindern oder älteren Menschen schnell einsetzt, kann es auch dazu kommen, dass ganze Stadtteile durch Hochwasser unbewohnbar werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Konzept der Schwammstadt beschreibt Städte, die wie ein Schwamm Wasser aufnehmen, speichern und bei Bedarf wieder abgeben können. Anstatt Regenwasser ungenutzt in die Kanalisation abzuleiten, wird es durch Entsiegelung, offene Wasserflächen und Rückhaltebecken in der Stadt selbst zurückgehalten. So entstehen natürliche Versickerungsflächen, die Grundwasserreserven auffüllen, Überschwemmungen vorbeugen und ganz nebenbei das Stadtklima verbessern. Schwammstädte sind damit ein zentraler Baustein, um urbane Räume klimaresistent und lebenswerter zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>International wird bereits an der Umsetzung des Prinzips der Schwammstadt gearbeitet. Nach Überschwemmungen in Kopenhagen setzt die Stadt inzwischen auf Entsiegelung und die Umleitung von Regenwasser in Parks. Auch deutsche Städte z.B. Dortmund arbeiten bereits an Hochwasser- und Regenrückhaltebecken sowie Versickerungsanlagen, um die Bewohner:innen zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Entsiegelung, Regenrückhaltebecken, mehr Grün- und Wasserflächen sorgen nicht nur für mehr Erholungsräume, sie schützen die städtische Bevölkerung aktiv vor Extremwetterereignissen und wappnen Städte für die Folgen der Klimakrise.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher fordern wir: Alle Städte im Freistaat müssen zu Schwammstädten umgebaut werden!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 12 Oct 2025 07:33:05 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä3 zu G5: Private Krankenhäuser unter Trägerschaft des Landes stellen! – Ein Gesundheitssystem für Alle</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/motion/790/amendment/578</link>
                        <author>KV Jena, KV Erfurt</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/motion/790/amendment/578</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_109_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 40 bis 42:</h4><div><p>und medizinische Versorgungszentren in öffentliche Trägerschaft überführt<br>werden<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> und bleiben</ins>. <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Nur so kann sichergestellt werden</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Dies ist ein wichtiger Schritt, der gewährleisten kann</ins>, dass genügend Pflegepersonal in allen<br>Krankenhäusern vorhanden ist, um Patient:innen adäquat versorgen zu können,</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 Oct 2025 13:29:30 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu X1: Über die epistemologisch-rituelle Konvergenz transitorischer Vergemeinschaftungspraktiken im Spannungsfeld von Brauchtum, Performanz und Landesverbandskohärenz</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/motion/800/amendment/577</link>
                        <author>KV Jena</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako25/motion/800/amendment/577</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_109_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 13 bis 15:</h4><div><p>unzureichende musikalische Vierklangsynthese (Internationale - Kling Klang - Wittenberg - <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Schau mal herein)</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Pur Party Mix 1)</ins> drohen mittelfristig in eine kollektive Sinnkrise zu münden.</p></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 59 bis 61:</h4><div><ol start="4"><li value="4"><p>Musikalische Finalsynthetisierung:<br>Verbindliches Hinzufügen <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">des <em>Party Mix I </em></ins>von <em><del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Schau mal herein</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Pur </ins></em><del class="space" aria-label="Streichen: „Leerzeichen”">[Leerzeichen]</del>als epistemisch notwendiges Scharnierglied im Vierklang nach <em>Internationale, Kling Klang, Wittenberg </em></p></li></ol></div><h4 class="lineSummary">Von Zeile 82 bis 84:</h4><div><p><strong>Es bleibt festzuhalten: Wer nicht den Stiefel trinkt, verliert die Zukunft; wer nicht rudert, bleibt zurück; und wer <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">den </ins><em><del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Schau mal herein</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Party Mix I</ins></em> nicht kennt, wird niemals <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">vollständig </del>Teil der Bewegung <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">sein</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">- konsequent</ins>.</strong></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 Oct 2025 10:54:00 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä2 zu B2: Revolution Bildung – gerecht, demokratisch, solidarisch! Ein Zukunftsplan für moderne, inklusive und demokratische Schulen in Thüringen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako25/motion/777/amendment/576</link>
                        <author>KVs Jena/Weimar/Weimarer Land/Saalfeld-Rudolstadt</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_109_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 2 bis 126:</h4><div><p>zukunftsfähigen Gesellschaft. Unsere Schulen entscheiden maßgeblich darüber, ob alle Kinder und Jugendlichen <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder Bildungshintergrund der Eltern chancengerecht lernen und sich entfalten können. Die derzeitigen Herausforderungen im schulischen Bereich in Thüringen - Lehrkräftemangel, unzureichende Ausbildungskapazitäten, Überlastung der Lehrkräfte, teils veraltete Curricula und mangelnde Unterstützungssysteme - bedrohen den Bildungserfolg und verschärfen die Lage weiter. Ein Bildungssystem aus dem letzten Jahrhundert, das in alten Strukturen stecken bleibt, führt dabei außerdem zu einer immer stärker wachsenden sozialen Ungleichheit.</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">— unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder Bildungshintergrund der Eltern — chancengerecht lernen und sich entfalten können.<br><br><br>Doch in Thüringen gefährden massive Probleme den Bildungserfolg: Lehrkräftemangel, unzureichende Ausbildungskapazitäten, Überlastung der Lehrkräfte, veraltete Curricula und fehlende Unterstützungssysteme.Ein Bildungssystem aus dem letzten Jahrhundert, das an überkommenen Strukturen festhält, verschärft soziale Ungleichheit und blockiert dringend notwendige Innovationen.<br><br>Es ist die zentrale Aufgabe der Landespolitik. Es braucht wirksame Maßnahmen, um diese Missstände schnell und nachhaltig zu beseitigen: bessere Lehrkräftegewinnung und -bindung, konsequente Professionalisierung, gerechte Ressourcenausstattung sowie moderne, inklusive, pädagogische Konzepte. Schulen müssen Orte sein, an denen Kinder und Jugendliche bestmöglich gefördert und emotional gestärkt werden. Ein Angriff auf den Schulfrieden ist kontraproduktiv — wir brauchen eine konstruktive Revolution der Bildung.<br><br>Die Jusos Thüringen fordern daher eindringlich die SPD-Landtagsfraktion, die SPD Thüringen und die Landesregierung auf, folgende Maßnahmen voranzutreiben:<br><br><strong>1. Bildungsgerechtigkeit durch strukturelle Reformen</strong><br>• Erkenntnissen aus den Bildungs- und Sozialwissenschaften sollen bei bildungspolitischen Entscheidungen Verbindlichkeit eingeräumt werden, auch um allen Kindern einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung zu ermöglichen.<br>• Das dreigliedrige Schulsystem soll überwunden werden. Stattdessen braucht es eine flächendeckende Gemeinschaftsschule (Gesamtschule) für alle Klassenstufen von 1 bis 12, die soziale Segregation beendet und Chancengerechtigkeit schafft.<br>• Die gesamte Lehrer:innenaus- und Weiterbildungslandschaft muss konsequent auf die geänderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Hierbei sollen insb. methodisch abwechslungsreiche, binnendifferenzierte Unterrichtsmethoden Beachtung finden.<br>• Das System der Leistungsbewertung mit Ziffernnoten ist auf den Prüfstand zu stellen und durch Bewertungssysteme zu ersetzen, die den Schüler:innen einen echten Überblick über ihren individuellen Lernfortschritt geben. Kopfnoten sind grundsätzlich abzuschaffen und ebenfalls durch Methoden zu ersetzen, die die Individualitäten der Schüler:innen berücksichtigen und differenzierte Rückmeldungen zum Verhalten geben. Zu dem sind schriftliche Rückmeldungen in einer für die Kinder verständlichen Sprache zu verfassen.<br>• Versetzungsentscheidungen aufgrund von schulischen Leistungen sind abzuschaffen. In pädagogisch/lernpsychologisch begründeten Fällen soll die Klassenkonferenz dazu berechtigt sein, davon verbindlich abzuweichen. Eltern und ggf. Kinder sind zu solchen Entscheidungen zu hören.<br>• Bildungsinvestitionen sind bei Abwägungsentscheidungen vorrangig gegenüber anderen Haushaltsposten zu behandeln, um nachhaltige Verbesserungen zu ermöglichen.<br><br><strong>2. Wissenschaftliche Fundierung und Pädagogische Qualität ermöglichen</strong><br>• Ein verpflichtender jährlicher Bildungsbericht ist im Sinne der Qualitätssicherung einzuführen, der die Lage der Lehrkräfte, die Ausbildungssituation von neuen Lehrer:innen und Lernbedingungen der Schüler:innen transparent erfasst. Dieser Bericht ist unter Einbindung von wissenschaftlicher Expertise, Schüler:innenvertretungen und Gewerkschaften zu erstellen. Auf dessen Basis sollen jährliche Ziele formuliert werden, die dabei helfen sollen die Bildungssituation im Land zu verbessern.<br>• Forschung zu innovativen Schul- und Lernkonzepten muss gefördert werden.<br>• Die Lehrpläne sind in einem partizipativen basisdemokratischen Prozess mit allen relevanten Akteur:innen (Schüler:innen, Lehrkräfte, Eltern, Universitäten) zu evaluieren und im Anschluss zu modernisieren. Der Fokus soll dabei auf der individuellen Förderung, Inklusion und einer modernen Didaktik liegen, die die Schüler:innen in den Mittelpunkt der Lehrpläne stellt.<br>• Die soziale und emotionale Entwicklung von Schüler:innen und die mentale Gesundheit von Lehrkräften ist durch Ausbau von Schulsozialarbeit und Programmen zur Förderung der Lehrer:innengesundheit systematisch zu unterstützen.<br>• Fortbildungsangebote für Lehrkräfte zu aktuellen fachlichen und pädagogischen Themen sind verpflichtend jährlich durchzuführen, idealerweise als schulinterner Fortbildungstag.<br>• Schulen in sog. Brennpunkten brauchen deutlich höhere Ressourcenzuweisungen zur besonderen Förderung benachteiligter Schüler:innen.<br><br><strong>3. Lehrkräftegewinnung und -bindung weiterentwickeln</strong><br>• Das Lehramtsstudium ist durch Stipendienprogramme, die Ausweitung dualer Studiengänge sowie durch praxisorientierte Forschungspraktika vielfältiger und attraktiver zu gestalten, um dem drastischen Lehrkräftemangel in Thüringen nachhaltig entgegenzuwirken.<br>• Eine Übernahmegarantie für alle erfolgreich ausgebildeten Lehrkräfte muss verbindlich sein, begleitet von attraktiven Einstiegsgehältern und weiteren Anreizsystemen - ein konkretes attraktives Einstellungsangebot des Landes sollte grundsätzlich spätestens 3 Monate vor Ende des Referendariats vorliegen.<br>• Bewerbungsverfahren sind zu beschleunigen und digital zu modernisieren. Es ist außerdem zu prüfen, inwieweit Schulen ein größerer Handlungsspielraum bei der Einstellung von neuen Lehrkräften gegeben werden kann.<br>• Prämien für Neueinstellungen in Mangelregionen und Mangelfächern sind auszuweiten und dauerhaft zu sichern, um insbesondere ländliche Räume und kritische Disziplinen besser auszustatten.<br>• Quereinsteiger:innen sind gemäß ihrer Bedeutung systematisch und angemessen honoriert einzubinden. Eine hohe Unterrichtsqualität ist durch Vorbereitungs- und Begleitprogramme abzusichern.<br>• Das Programm „Unterrichtsversorgung“ muss erweitert werden, sodass nicht mehr nur befristete Jahresverträge möglich sind, sondern auch längerfristige Anstellungen (angehenden) Lehrkräften Perspektiven und Planungssicherheit geben.<br><br><strong>4. Verbesserte Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen schaffen</strong><br>• Das Lehramtsstudium selbst sollte in Zusammenarbeit mit den Universitäten praxisnäher gestaltet werden, z.B. durch einen klar erkennbaren Fokus auf die fachdidaktische Ausbildung und verbindliche Praxistage im letzten Jahr des Studiums.<br>• Das Referendariat ist ortsnah und bedarfsgerecht zu gestalten; unnötige Pendelverpflichtungen zum Seminarort sind zu vermeiden. Lehrinhalte wie z.B. Schulrecht sollen praxisorientierter oder digital gestaltet werden.<br>• Es ist eine steuerfreie Prämie in Höhe von 1000 Euro für Referendar:innen im ländlichen Raum einzuführen, die an eine verpflichtende Tätigkeit in der Region für einen definierten Zeitraum von 5 Jahren gekoppelt ist.<br>• Die Stellen der Fachleiter:innen sind auszubauen und mit ausreichend Personal zu besetzen, welches für die Aufgabe mit einer angemessenen Stundenabminderung ausgestattet wird, um fachliche Anleitung und pädagogische Begleitung auf hohem Niveau sicherzustellen.<br>• Die Arbeitszeit von Lehrkräften muss systematisch erfasst werden. Dazu ist die GEW eng in eine kritische Prüfung und Einführung von Arbeitszeiterfassungssystemen einzubeziehen.<br><br><strong>5. Schulautonomie und Verwaltungsstrukturen stärken</strong><br>• Verwaltungsassistenzen sollen an allen Schulen eingesetzt werden, damit sich Lehrkräfte auf den Unterricht und ihre pädagogischen Aufgaben konzentrieren können. Schulen soll dabei die größtmögliche Freiheit gegeben werden, wie und in welchem Umfang Verwaltungsassistenzen an ihren Schulen gewinnbringend für die Schulgemeinschaft eingesetzt werden können. Die Ergebnisse des letzten Pilotprojektes sind schnell auszuwerten.<br>• In enger Absprache mit den Schulleitungen sind Vorschläge zur Ausweitung der Schulautonomie zu erarbeiten und zeitnah umzusetzen. Besonders zu berücksichtigen ist hierbei die Einstellung von Lehrkräften und Verwaltungspersonal, damit Schulen ihren Bedarf flexibler decken können.<br>• Die Schulpauschale für Verwaltungsaufgaben muss angehoben werden, unter anderem um Schulentwicklung zu ermöglichen. Die Pauschale darf nicht weiter abgesenkt werden.<br>• Schulämter müssen personell so ausgestattet und digital so organisiert sein, dass sie Schulen tatsächlich effizient unterstützen und flexible, praxisnahe Personalgewinnung gewährleisten können.<br><br><strong>6. Demokratiebildung und Bildungsbeteiligung fördern</strong><br>• Die politische Bildung aller Schüler:innen muss weiter ausgebaut werden. Hierzu ist in Zusammenarbeit mit der Landesschüler:innenvertretung eine grundlegende Reform der Landesschüler:innenvertretung mit dem Ziel der Stärkung und erweiterten Teilhabe der Schüler:innenvertretungen zu erarbeiten.<br>Zusätzlich ist die LSV mit einer ausreichenden und langfristigen Finanzierung sowie einer personell und räumlich angemessenen Geschäftsstelle auszustatten, inklusive Personal für Sachbearbeitung und inhaltliche Unterstützung, die auch unabhängig vom Ministerium arbeiten kann.<br>• Programme zur Elternarbeit, in Zusammenarbeit mit dem Landeselternrat, sind intensiv auszubauen, z.B. durch Elternsprechstunden, Informationsveranstaltungen und Workshops.<br>• Medienkompetenz ist als unverzichtbarer Bestandteil in allen Schulformen zu fördern, um Schüler:innen für die Herausforderungen digitaler Informationslandschaften zu wappnen.<br>• Es ist ein jährlicher Demokratie- und Beteiligungstag an Schulen einzurichten, an dem Schüler:innen Projekte zu Mitbestimmung, zu kritischem Umgang mit Medien und zu politischem Engagement entwickeln.</ins></p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Es ist die zentrale Aufgabe der Landespolitik, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um diese Missstände schnell und nachhaltig zu beseitigen. Nur mit besserer Lehrkräftegewinnung und -bindung, konsequenter Professionalisierung, gerechter Ressourcenausstattung und inklusiven, zeitgemäßen und pädagogischen Konzepten und einem grundsätzlichen Umdenken können wir gewährleisten, dass Schulen Orte der bestmöglichen Förderung und sozial-emotionalen Entwicklung werden. Ein Angriff auf den Schulfrieden wirkt kontraproduktiv.</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die Jusos Thüringen fordert deshalb eindringlich die SPD-Landtagsfraktion, die SPD Thüringen und die Landesregierung auf, folgende Maßnahmen voranzutreiben bzw. zu unterstützen:</p><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">1. Lehrkräftegewinnung und -bindung verstärken</p><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Das Lehramtsstudium soll durch Stipendienprogramme, die Ausweitung dualer Studiengänge sowie durch praxisorientierte Forschungspraktika vielfältiger und attraktiver gestaltet werden, um dem drastischen Lehrkräftemangel in Thüringen nachhaltig entgegenzuwirken.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Prämien für Neueinstellungen in Mangelregionen und Mangelfächern sind auszuweiten und dauerhaft zu sichern, um insbesondere ländliche Räume und kritische Disziplinen besser auszustatten.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Das Programm „Unterrichtsversorgung“ muss erweitert werden, sodass nicht mehr nur befristete Jahresverträge möglich sind, sondern auch längerfristige Anstellungen (angehenden) Lehrkräften Perspektiven und Planungssicherheit geben.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Quereinsteiger:innen sind gemäß ihrer Bedeutung systematisch und angemessen honoriert einzubinden, flankiert von umfassenden Vorbereitungs- und Begleitprogrammen, um eine hohe Unterrichtsqualität zu gewährleisten.</p></li></ul><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">2. Verbesserte Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen schaffen</p><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Die Stellen der Fachleiter:innen sind auszubauen und mit ausreichend Personal zu besetzen, welches für die Aufgabe mit einer angemessenen Stundenabminderung ausgestattet wird, um fachliche Anleitung und pädagogische Begleitung auf hohem Niveau sicherzustellen.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Das Referendariat ist ortsnah und bedarfsgerecht zu gestalten; unnötige Pendelverpflichtungen zum Seminarort sind zu vermeiden. Lehrinhalte wie z.B. Schulrecht sollen praxisorientierter oder digital gestaltet werden.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Eine Übernahmegarantie für alle erfolgreich ausgebildeten Lehrkräfte muss verbindlich sein, begleitet von attraktiven Einstiegsgehältern und weiteren Anreizsystemen - ein konkretes attraktives Einstellungsangebot des Landes sollte grundsätzlich spätestens 3 Monate vor Ende des Referendariats vorliegen.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Bewerbungsverfahren sind zu beschleunigen und digital zu modernisieren. Es soll außerdem geprüft werden, inwieweit Schulen ein größerer Handlungsspielraum bei der Einstellung von neuen Lehrkräften gegeben werden kann</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Eine steuerfreie Prämie in Höhe von 1000 Euro für Referendar:innen im ländlichen Raum soll eingeführt werden, gekoppelt an eine verpflichtende Tätigkeit in der Region für einen definierten Zeitraum von 5 Jahren.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Das Lehramtsstudium selbst sollte in Zusammenarbeit mit den Universitäten praxisnäher gestaltet werden, z.B. durch noch mehr Fokus auf die fachdidaktische Ausbildung und verbindliche Praxistage im letzten Jahr des Studiums.</p></li></ul><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">3. Pädagogische Qualität und schulische Arbeitsbedingungen verbessern</p><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Die Lehrpläne sind in einem partizipativen basisdemokratischen Prozess mit allen relevanten Akteur:innen (Schüler:innen, Lehrkräfte, Eltern, Universitäten) zu evaluieren und im Anschluss zu zeitgemäß reformieren. Der Fokus soll dabei auf der individuellen Förderung, Inklusion und einer modernen Didaktik liegen, die die Schüler:innen in den Mittelpunkt der Lehrpläne stellt.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Die soziale und emotionale Entwicklung von Schüler:innen und die mentale Gesundheit von Lehrkräften ist durch Ausbau von Schulsozialarbeit und Programmen zur Förderung der Lehrer:innengesundheit systematisch zu unterstützen.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Die Arbeitszeit von Lehrkräften muss systematisch erfasst werden. Dazu ist die GEW eng in eine kritische Prüfung und Einführung von Arbeitszeiterfassungssystemen einzubeziehen.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Verwaltungsassistenzen sollen an allen Schulen eingesetzt werden, damit sich Lehrkräfte auf den Unterricht und ihre pädagogischen Aufgaben konzentrieren können. Schulen soll dabei die größtmögliche Freiheit gegeben werden, wie und in welchem Umfang Verwaltungsassistenzen an ihren Schulen gewinnbringend für die Schulgemeinschaft eingesetzt werden können. Die Ergebnisse des letzten Pilotprojektes sind schnell auszuwerten.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>In enger Absprache mit den Schulleitungen sollen Vorschläge erarbeitet und zeitnah umgesetzt werden, wie die Schulautonomie ausgeweitet werden kann. Besonders zu berücksichtigen ist hierbei die Einstellung von Lehrkräften und Verwaltungspersonal, damit Schulen ihren Bedarf flexibler decken können, ohne auf die Schulämter als &quot;Flaschenhals&quot; angewiesen zu sein.</p></li></ul><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">4. Demokratie, Bildungsbeteiligung und Investitionspriorisierung</p><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Bildungsinvestitionen sind bei Abwägungsentscheidungen vorrangig gegenüber anderen Haushaltsposten zu behandeln, um nachhaltige Verbesserungen zu ermöglichen.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Die politische Bildung aller Schüler:innen muss weiter ausgebaut werden, um demokratische Werte und Engagement zu erhöhen - auch durch eine weitere Stärkung und strukturell erweiterte Teilhabe der Landesschüler:innenvertretung, bzw. der Schüler:innenvertretungen generell.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Programme zur Elternarbeit, in Zusammenarbeit mit dem Landeselternrat, sind intensiv auszubauen, z.B. durch Elternsprechstunden, Informationsveranstaltungen und Workshops.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Medienkompetenz ist als unverzichtbarer Bestandteil in allen Schulformen zu fördern, um Schüler:innen für die Herausforderungen digitaler Informationslandschaften zu wappnen.</p></li></ul><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">5. Systematische Steuerung und wissenschaftliche Fundierung</p><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Ein verpflichtender jährlicher Bildungsbericht ist im Sinne der Qualitätssicherung einzuführen, der die Lage der Lehrkräfte, die Ausbildungssituation von neuen Lehrer:innen und Lernbedingungen der Schüler:innen transparent erfasst. Dieser Bericht ist unter Einbindung von wissenschaftlicher Expertise, Schüler:innenvertretungen und Gewerkschaften zu erstellen. Auf dessen Basis sollen jährliche Ziele formuliert werden, die dabei helfen sollen die Bildungssituation im Land zu verbessern.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Fortbildungsangebote für Lehrkräfte zu aktuellen fachlichen und pädagogischen Themen sind verpflichtend jährlich durchzuführen, idealerweise als schulinterner Fortbildungstag.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Schulämter müssen personell so ausgestattet und digital so organisiert sein, dass sie Schulen tatsächlich effizient unterstützen und flexible, praxisnahe Personalgewinnung gewährleisten können.</p></li></ul><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">6. Bildungsgerechtigkeit durch strukturelle Reformen</p><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Erkenntnissen aus den Bildungs- und Sozialwissenschaften sollen bei bildungspolitischen Entscheidungen Verbindlichkeit eingeräumt werden, auch um allen Kindern einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung zu ermöglichen.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Das System der Leistungsbewertung mit Ziffernnoten ist auf den Prüfstand zu stellen und durch Bewertungssysteme zu ersetzen, die den Schüler:innen einen echten Überblick über ihren individuellen Lernfortschritt geben. Kopfnoten sind grundsätzlich abzuschaffen.</p></li></ul><ul class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"><li value="1"><p>Das dreigliedrige Schulsystem soll überwunden und stattdessen eine flächendeckende Gemeinschaftsschule (Gesamtschule) für alle Klassenstufen von 1 bis 12 etabliert werden, um soziale Segregation zu verhindern und echte Chancengerechtigkeit zu schaffen.</p></li></ul></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 11 Oct 2025 10:53:00 +0000</pubDate>
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