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            <title>Landeskonferenz 2024: Alles</title>
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                <title>Landeskonferenz 2024: Alles</title>
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                        <title>A19: Auf geht‘s Karlsruhe! Für die Prüfung eines AfD-Verbotes.</title>
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                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>„Das wird immer einer der besten Witze der Demokratie bleiben, dass sie ihren Todfeinden die Mittel selber stellte, durch die sie vernichtet wurde. [...] Aus der demokratischen Dummheit ließ sich vortrefflich Kapital schlagen.“</strong> Joseph Goebbels, 1935</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die AfD ist eine rechtsextreme Partei, sie stellt eine Bedrohung für unsere Demokratie und die Menschenwürde dar. Ihre Galionsfiguren verschieben den Diskurs durch immer krassere Propaganda, mit Themen, wie Massendeportationen oder der Demontage demokratischer Institutionen, welche seit 1945 nicht mehr in Deutschland gefordert wurden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir beobachten seit Jahren, wie eine kleine Partei Menschenmengen anstachelt und das immer regelmäßiger in Gewalt endet. Walter Lübcke, der Anschlag von Halle oder Matthias Ecke sind nur die prominentesten Namen einer rasant wachsenden Gefahr für alle, welche nicht in das geschaffene Bild der “Biodeutschen” passen bzw. sich für diese einsetzen. Wo die Wahlergebnisse der AfD wachsen, wächst die Bedrohungslage für Mitbürger:innen, welche nicht als deutsche Mehrheitsgesellschaft identifiziert werden. Selbst der Verfassungsschutz warnt seit langem davor.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Durch eine gezielte öffentliche Verhöhnung unserer Demokratie, den Versuch Verwaltungen lahmzulegen und Zweifel gegenüber der Justiz sowie der Ausnutzung eines zu zögerlichen Antifaschismus, lehnt eine wachsende Zahl an Menschen die pluralistischen Grundpfeiler unserer Gesellschaft radikal ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Geschichte wiederholt sich nicht, aber wir müssen aus der deutschen Geschichte lernen. Die angebliche Entzauberung von Demokratiefeinden, wenn sie erstmal in das System integriert seien, funktioniert nicht. Eine Partei einzubeziehen, welches als Ziel die Abschaffung jenes Systems hat, hat auch vor 100 Jahren nicht funktioniert. Lange Zeit war für alle klar: in unseren Parlamenten darf nie wieder Platz für Rassismus, Antisemitismus, völkischen Nationalismus und NS-Verherrlichungen sowie Holocaustleugnung sein – jetzt sind sie wieder da.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Jungsozialist:innen und Sozialdemokrat:innen sind Antifaschist:innen. Wir sind Teil der einzigen Partei, welche schon gegen die NSDAP gekämpft hat und dies mit Leben bezahlen musste – jetzt ist unsere Zeit die AfD zu bekämpfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Jusos Thüringen verstärken die immer lauter werdenden Stimmen in unserem Land und fordern: “Lasst Karlsruhe ein AfD-Verbotsverfahren prüfen!”</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die AfD ist eine Bedrohung für unsere ganze Republik. Deshalb wird der Landesvorstand einen Antrag auf dem Bundeskongress der Jusos einbringen, welcher das Ziel hat, dass Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung als dafür zuständige Organe einen Antrag beim Bundesverfassungsgericht auf Verbot der AfD stellt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit Monaten wird über ein AfD-Verbotsverfahren diskutiert. Wir finden: die AfD ist eine Bedrohung für unsere ganze Republik. Aus diesem Grund fordern wir die Bundesjusos dazu auf, sich möglichst bald zu dem Thema zu positionieren. Um eine Entscheidung auf eine breite gefestigte Basis zu stellen, möchten wir dazu einen partizipativen Prozess innerhalb der Jusos anzustoßen. Mit einer gemeinsamen Position kann mehr Einfluss auf eine Entscheidungsfindung der SPD geübt werden.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aus Sicht des Bundesverfassungsgerichtes sind auf rassistischer Diskriminierung basierende Konzepte nicht mit der Würde des Menschen vereinbar, auf der unsere freiheitlich demokratische Grundordnung beruht. Dass solche Konzepte bei der AFD vorliegen, die erfolglos gegen eine Einstufung als rechtsextremer Verdachtsfall vorging und in Teilen bereits gesichert rechtextrem ist, lässt bei zunehmender politischer Beteiligung in Gremien und Parlamenten berechtigte Sorgen um unsere Demokratie wachsen. Anfang des Jahres konnte durch Reporter:innen von Correctiv ein Treffen mit rechtsextremer Prominenz beobachtet werden, auf welchem die Ausweisung deutscher Staatsbürger:innen geplant wurde. Euphemistisch als „Remigration“ beschrieben, handelt es sich auf dem Papier hierbei um nichts anderes als Deportation von Menschen mit Migrationsgeschichte und abweichenden Lebensentwürfen. Die Abrede auf die demokratischen Parteien als &quot;Volksverräter&quot; und die konkreten Drohungen an einzelne Vertreter:innen lassen daneben tief blicken, wenn es um den geplanten Umgang mit politischen Kontrahenten geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Vordergründig demonstriert die AFD immer wieder der genaueren Beobachtung nicht standhaltende Distanzierungen von rechtsextremen, antifeministischen und antimuslimischen Äußerungen. Durch massenhaft verbreitete und immer extremer werdende Wiederholungen ebendieser Äußerungen und diverse Kontakte, Vernetzungen, Anstellungen und Mitgliedschaften von Rechtsextremen, Reichsbürger:innen, Gewalttäter:innen und Terrorverdächtigen fehlt hierbei jedoch jede Glaubwürdigkeit. Hierbei sind die zahlreichen rechtsextremen Mitarbeiter:innen und Mitglieder der AFD in zahlreichen Parlamenten, welche vom deutschen Staat bezahlt werden, eine Schande für ein Land, welches sich seiner einzigartigen Erinnerungskultur rühmt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dass die AFD neben unliebsamen Menschen auch auf staatliche Strukturen zielt, lässt sich schon auf Landesebene in Thüringen erkennen. Mit der Kündigung des Medien-Staatsvertrages wollte man hier den öffentlichen Rundfunk schwächen. Dessen Abschaffung, wie wir ihn kennen, bedroht seine Unabhängigkeit und damit die pluralistische Meinungsgesellschaft. Es droht eine mediale Gleichschaltung im Sinne der AFD.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Während von Bedeutungslosigkeit bei wachsenden Wahlerfolgen und Erreichen der Sperrminorität in Thüringen wirklich nicht die Rede sein kann, bleibt eine Mäßigung der Partei aus, die nur eine Richtung zu kennen scheint: immer radikaler. Mit ihrem weitreichenden Populismus zieht sie hierbei immer mehr Menschen in den Bann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine politische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen unserer Zeit ist dringend notwendig. Gleichzeitig ist längst bekannt, dass die AFD für Rassismus, Antisemitismus, Antimuslimismus, Antifeminismus, Ethnopluralismus - als modernen völkischen Nationalismus - und Verharmlosung des Nationalsozialismus steht. Die Verantwortung dafür, sie zu wählen, liegt letztendlich bei den Wähler:innen und nicht bei den demokratischen Parteien, die hier keine rechtsextremen Positionen vertreten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die AFD ernst zu nehmen bedeutet, ihr Programm, ihre Politiker:innen und Anhänger:innen in ihrem Sagen und Tun ernst zu nehmen, deren angekündigte Demontage der Demokratie und den Abgesang auf die Menschenwürde ernst zu nehmen. Eine Prüfung, ob eine Partei, die solche Positionen mit der Verfassung vereinbar ist, ist aus diesem Blickwinkel zwingend notwendig, wenn man die Demokratie schützen will. Wehrhaft ist unsere Demokratie nicht, wenn niemand Willens ist, sie zu verteidigen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:59:50 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A13: Verantwortungseigentum stärken – Profitgier eindämmen, nachhaltiges Wirtschaften fördern</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Verantwortungseigentum-starken-Profitgier-eindammen-nachhaltiges-Wi-26334</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern die SPD Thüringen sowie die SPD-Bundestagsfraktion auf,<br>
sich aktiv und mit Nachdruck für die zügige Einführung eines gesetzlichen Rahmens für<br>
Unternehmen im Verantwortungseigentum einzusetzen. Dabei sollen bestehende EU-<br>
rechtliche Bedenken schnellstmöglich ausgeräumt werden, um die Umsetzung dieses<br>
zukunftsweisenden Konzepts rasch voranzutreiben und eine Wirtschaft zu fördern, die<br>
nicht auf kurzfristige Profite, sondern auf langfristige, sinnorientierte<br>
Unternehmensziele ausgerichtet ist.<br><br>
Die Jusos Thüringen lehnen kapitalistische Zustände im aktuellen Wirtschaftssystem weiter entschieden ab. Bis wir die Abschaffung des Kapitalismus erreicht haben, stellt das Verantwortungseigentum eine Verbesserung zum Status Quo der bisher existierenden Gesellschaftsformen dar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><br><br><br><br><br><br>
Das Verantwortungseigentum bietet eine wegweisende Alternative zu traditionellen Unternehmensmodellen, in denen häufig das primäre Ziel darin besteht, den Gewinneinzelner Investor*innen oder Eigentümer*innen zu maximieren. Dieses Konzept stellt sicher, dass Unternehmen langfristig ihrer Mission treu bleiben und verhindert, dass sie in den Händen weniger profitorientierter Einzelpersonen landen. Trotz der Ankündigung im Eckpunktepapier der Bundesregierung zum Haushaltsentwurf vom Juli sowie Unterstützungsbekundungen zu Beginn der Legislatur, das Konzept von Unternehmen im Verantwortungseigentum voranzutreiben, fehlen konkrete Fortschritte bei der Umsetzung. Dies liegt unter anderem an EU- rechtlichen Bedenken, die bislang nicht entschlossen genug angegangen wurden. Angesichts der zunehmenden sozialen Ungleichheit und der Ausbeutung von Unternehmen für kurzfristige finanzielle Gewinne ist es dringend erforderlich, dass die SPD sich klar für eine schnelle Einführung von Verantwortungseigentum einsetzt. Durch die zügige Umsetzung dieses Konzepts wird eine nachhaltigere und gerechtere Wirtschaftsordnung gefördert, in der der Zweck des Unternehmens im Vordergrund steht und nicht die Bereicherung weniger. Die Jusos Thüringen fordern daher die SPD in Thüringen und im Bundestag auf, diesen Wandel aktiv zu gestalten und sich für eine Wirtschaft einzusetzen, die dem Gemeinwohl dient. Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Verantwortungseigentums liegt in den positiven Auswirkungen auf junge Menschen, insbesondere in ihrer Rolle als zukünftige Unternehmer*innen, Mitarbeiter*innen und Konsument*innen. Für junge Gründer*innen bietet das Verantwortungseigentum die Möglichkeit, Unternehmen zu schaffen, die nicht von kurzfristigen Profitinteressen gesteuert werden, sondern sich langfristig ihrer Mission und ihren Werten verpflichtet fühlen. Dies schafft ein Arbeitsumfeld, das auf Stabilität, Sinnhaftigkeit und sozialer Verantwortung basiert – Aspekte, die für viele junge Menschen heute von zentraler Bedeutung sind. Das Verantwortungseigentum bietet erhebliche Vorteile bei der Übergabe von Familienunternehmen, indem es sicherstellt, dass die Unternehmensführung in den Händen von Personen bleibt, die dem ursprünglichen Unternehmenszweck verpflichtet sind, auch wenn diese nicht zur Familie gehören. Dies verhindert, dass das Unternehmen bei fehlenden Nachfolger*innen verkauft oder zerschlagen wird, und sichert so die langfristige Stabilität und Werteorientierung des Unternehmens über Generationen hinweg. Allerdings ist die bisherige Umsetzung des Verantwortungseigentums rechtlich und administrativ sehr kompliziert, was viele Unternehmen davon abhält, diesen Weg zu gehen. Über komplexe rechtliche Strukturen mit Stiftungen und Unternehmen ist eine Umsetzung zwar möglich, aber teuer, aufwändig und nicht transparent. Eine klare gesetzliche Regelung und Vereinfachung des Prozesses sind dringend notwendig, um das Konzept breiter nutzbar zu machen und dessen Vorteile für die Wirtschaft und Gesellschaft voll auszuschöpfen.<br></p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Verantwortungseigentum bietet eine wegweisende Alternative zu traditionellen<br>
Unternehmensmodellen, in denen häufig das primäre Ziel darin besteht, den Gewinn<br>
einzelner Investor*innen oder Eigentümer*innen zu maximieren. Dieses Konzept stellt<br>
sicher, dass Unternehmen langfristig ihrer Mission treu bleiben und verhindert, dass sie<br>
in den Händen weniger profitorientierter Einzelpersonen landen.<br>
Trotz der Ankündigung im Eckpunktepapier der Bundesregierung zum<br>
Haushaltsentwurf vom Juli sowie Unterstützungsbekundungen zu Beginn der<br>
Legislatur, das Konzept von Unternehmen im Verantwortungseigentum voranzutreiben,<br>
fehlen konkrete Fortschritte bei der Umsetzung. Dies liegt unter anderem an EU-<br>
rechtlichen Bedenken, die bislang nicht entschlossen genug angegangen wurden.<br>
Angesichts der zunehmenden sozialen Ungleichheit und der Ausbeutung von<br>
Unternehmen für kurzfristige finanzielle Gewinne ist es dringend erforderlich, dass die<br>
SPD sich klar für eine schnelle Einführung von Verantwortungseigentum einsetzt.<br>
Durch die zügige Umsetzung dieses Konzepts wird eine nachhaltigere und gerechtere<br>
Wirtschaftsordnung gefördert, in der der Zweck des Unternehmens im Vordergrund<br>
steht und nicht die Bereicherung weniger. Die Jusos Thüringen fordern daher die SPD in<br>
Thüringen und im Bundestag auf, diesen Wandel aktiv zu gestalten und sich für eine<br>
Wirtschaft einzusetzen, die dem Gemeinwohl dient.<br>
Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Verantwortungseigentums liegt in den positiven<br>
Auswirkungen auf junge Menschen, insbesondere in ihrer Rolle als zukünftige<br>
Unternehmer*innen, Mitarbeiter*innen und Konsument*innen. Für junge<br>
Gründer*innen bietet das Verantwortungseigentum die Möglichkeit, Unternehmen zu<br>
schaffen, die nicht von kurzfristigen Profitinteressen gesteuert werden, sondern sich<br>
langfristig ihrer Mission und ihren Werten verpflichtet fühlen. Dies schafft ein<br>
Arbeitsumfeld, das auf Stabilität, Sinnhaftigkeit und sozialer Verantwortung basiert –<br>
Aspekte, die für viele junge Menschen heute von zentraler Bedeutung sind.<br>
Das Verantwortungseigentum bietet erhebliche Vorteile bei der Übergabe von<br>
Familienunternehmen, indem es sicherstellt, dass die Unternehmensführung in den<br>
Händen von Personen bleibt, die dem ursprünglichen Unternehmenszweck verpflichtet<br>
sind, auch wenn diese nicht zur Familie gehören. Dies verhindert, dass das<br>
Unternehmen bei fehlenden Nachfolger*innen verkauft oder zerschlagen wird, und<br>
sichert so die langfristige Stabilität und Werteorientierung des Unternehmens über<br>
Generationen hinweg.<br>
Allerdings ist die bisherige Umsetzung des Verantwortungseigentums rechtlich und<br>
administrativ sehr kompliziert, was viele Unternehmen davon abhält, diesen Weg zu<br>
gehen. Über komplexe rechtliche Strukturen mit Stiftungen und Unternehmen ist eine<br>
Umsetzung zwar möglich, aber teuer, aufwändig und nicht transparent. Eine klare<br>
gesetzliche Regelung und Vereinfachung des Prozesses sind dringend notwendig, um<br>
das Konzept breiter nutzbar zu machen und dessen Vorteile für die Wirtschaft und<br>
Gesellschaft voll auszuschöpfen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:58:02 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A15: Rotstift ist kein Konzept – echte Bahnreform jetzt!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Rotstift-ist-kein-Konzept-echte-Bahnreform-jetzt-1749</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Was bisher geschah:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bereits 2007 bekannten wir uns auf unserer Landeskonferenz zu einer Deutschen Bahn, die dem Gemeinwohl verpflichtet ist und nicht den Interessen von Aktionär:innen unterworfen werden sollte. Schon damals sprachen wir uns entschieden gegen den geplanten Börsengang der Deutschen Bahn Mobility Network Logistics AG aus. Diese Einschätzung erwies sich als weitsichtig und richtig, denn der Börsengang, der zunächst aufgrund der Finanzkrise 2008 verschoben und später ganz abgesagt wurde, hätte den Konzern vermutlich zu drastischen Einsparungen gezwungen, die die gesamte Infrastruktur und Verkehrsleistung in Deutschland massiv beeinträchtigt hätten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den letzten Jahren wurde der Investitionsstau bei der Deutschen Bahn immer deutlicher spürbar. Die Zahl der Verspätungen steigt kontinuierlich, und die offiziell ausgewiesene Pünktlichkeitsquote verschlechtert sich Jahr für Jahr. Der tragische Unfall im Jahr 2022 nahe Garmisch-Partenkirchen, bei dem defekte Betonschwellen fünf Menschen das Leben kosteten, verdeutlichte auf dramatische Weise die Folgen jahrelanger Vernachlässigung und Einsparungen in der Instandhaltung. Diese Betonschwellen, die bundesweit eingesetzt wurden, sind nur ein Beispiel für die gravierenden strukturellen Mängel, die das deutsche Schienennetz belasten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts dieser Herausforderungen hat das Bundesverkehrsministerium eine umfassende Generalsanierung der Deutschen Bahn und ihrer Infrastruktur angekündigt. Dieses Sanierungsprogramm, das mit der Gründung der DB InfraGO AG im Januar 2024 einen entscheidenden Schritt machte, zielt auf die grundlegende Erneuerung des deutschen Eisenbahnnetzes ab. Die DB InfraGO AG vereint die bisherigen Infrastrukturunternehmen DB Netz AG und DB Station&amp;Service AG und soll durch die Integration weiterer Unternehmen wie der DB Services GmbH und der DB Energie GmbH die Effizienz und Koordination innerhalb des Konzerns steigern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Kernstück dieses Programms ist die umfassende Sanierung von 40 besonders belasteten Streckenabschnitten, die für mehrere Monate gesperrt werden, um dringend notwendige Modernisierungen und Kapazitätserweiterungen durchzuführen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Infrastruktur des deutschen Bahnnetzes nachhaltig zu verbessern, die Zahl der Verspätungen zu reduzieren und die Zuverlässigkeit sowie Qualität des Bahnverkehrs zu erhöhen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Deutsche Bahn steht somit an einem entscheidenden Punkt. Angesichts der wachsenden Herausforderungen im Schienenverkehr, von der überlasteten Infrastruktur bis hin zu dringenden Investitionsnotwendigkeiten, ist es jetzt unerlässlich, die richtigen Weichen zu stellen. Die Zukunft der Mobilität in Deutschland hängt maßgeblich von der Funktionsfähigkeit und der strategischen Ausrichtung der Deutschen Bahn ab. Es bedarf umfassender Reformen und erheblicher Investitionen, um sicherzustellen, dass die Bahn ihrer Rolle als Rückgrat eines umweltfreundlichen und gemeinwohlorientierten Verkehrssystems gerecht wird. Dabei gilt es, finanzielle und strukturelle Hindernisse zu überwinden, um eine nachhaltige und gerechte Entwicklung sicherzustellen. Nur so kann die Deutsche Bahn zukunftsfähig gemacht und ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl und der Verkehrswende gerecht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Für eine gerechte und nachhaltige Finanzierung der Bahninfrastruktur: Forderungen und Visionen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Angemessene finanzielle Ausstattung:</strong> Wir fordern eine ausreichende und langfristige finanzielle Ausstattung des Generalsanierungsprogramms, um sicherzustellen, dass alle geplanten Maßnahmen vollständig und fristgerecht umgesetzt werden können. Dies schließt auch die Berücksichtigung unvorhergesehener Kostensteigerungen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Erhöhung der staatlichen Investitionen:</strong> Die Bundesregierung muss ihre Investitionen in die Bahninfrastruktur erheblich erhöhen. Nur durch eine deutliche Aufstockung der staatlichen Fördermittel kann der jahrzehntelange Investitionsstau abgebaut und die Qualität und Zuverlässigkeit des deutschen Bahnnetzes nachhaltig verbessert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3.Langfristige Planungssicherheit:</strong> Es muss eine klare Zusage für eine kontinuierliche Finanzierung und Unterstützung durch die Bundesregierung geben. Nur so können langfristige Projekte effektiv geplant und umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4.Transparente Mittelverwendung:</strong> Die Verwendung der finanziellen Mittel muss transparent und nachvollziehbar gestaltet werden. Es muss sichergestellt werden, dass die Gelder effizient und zielgerichtet eingesetzt werden, um den größtmöglichen Nutzen für die Bahninfrastruktur und die Bürger:innen zu erzielen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5.Keine Zerschlagung der Deutschen Bahn:</strong> Wir sprechen uns entschieden gegen eine Zerschlagung des DB-Konzerns aus. Der integrierte Konzern, vornehmlich unter geänderter Rechtsform, muss erhalten bleiben, um Synergien nutzen zu können und eine effiziente und koordinierte Umsetzung der Generalsanierungsmaßnahmen sowie eine gemeinwohlorientierte Reform der Organisation des DB-Konzerns zu gewährleisten. Damit stellen wir uns an die Seite der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6.Abschaffung der Schuldenbremse: </strong>Die Schuldenbremse stellt eine erhebliche Hürde dar, wenn es darum geht, dringend benötigte Investitionen in unsere Infrastruktur und Zukunftsprojekte zu tätigen. In Zeiten des Klimawandels und der technologischen Transformation können wir es uns nicht leisten, notwendige Investitionen zu verschieben oder zu begrenzen. Eine zukunftsorientierte Finanzpolitik muss es ermöglichen, in essenzielle Projekte wie die Generalsanierung der Deutschen Bahn zu investieren, ohne durch starre Schuldenregeln ausgebremst zu werden. Deshalb fordern wir die Abschaffung der Schuldenbremse, um Raum für notwendige Investitionen in unsere Zukunft zu schaffen und<br>
die nachhaltige Entwicklung unserer Infrastruktur zu gewährleisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Problematische Marktreaktionen: Trassenpreissystem überdenken und überarbeiten</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Trassenpreissystem bildet die Grundlage für die Finanzierung der Schieneninfrastruktur in Deutschland. Es handelt sich dabei um die Gebühren, die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) für die Nutzung des Schienennetzes an das entsprechende Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) zahlen müssen. Diese Preise sind ein entscheidender Kostenfaktor für die EVU und beeinflussen sowohl die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs als auch die Attraktivität für Fahrgäste und Güterverkehrskund:innen. Ein gerechtes und transparentes Trassenpreissystem ist daher zentral für die Förderung des Bahnverkehrs als umweltfreundliche und gemeinwohlorientierte Alternative zum Straßenverkehr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die nachhaltige Finanzierung der Infrastruktur zu gewährleisten und gleichzeitig die wirtschaftlichen Belastungen der EVU zu verringern, ist eine Reform des bestehenden Systems erforderlich. Dies sollte sowohl staatliche Unterstützung als auch eine Neuausrichtung der DB InfraGO AG umfassen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und eine leistungsfähige, faire und sozial verträgliche Schieneninfrastruktur sicherzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.Umfassende Reform des Trassenpreissystems:</strong> Wir fordern eine grundlegende Überarbeitung des Trassenpreissystems, um es transparenter und gerechter zu gestalten. Wir halten das in derzeitiger Form angewendeten Trassenpreissystem, insbesondere der dadurch erhöhte Kostendruck und verschärfte kapitalistische Wettbewerb, <strong>nicht für geeignet</strong>, die Entwicklung der Eisenbahninfrastruktur hin zu einem gemeinwohlorientierten Verkehrsträger zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.Zusätzliche staatliche Finanzierung der DB InfraGO AG:</strong> Wir fordern, dass die DB InfraGO AG zusätzliche staatliche Finanzmittel erhält, um die Trassenpreise zu stabilisieren und den Kostendruck auf die EVU zu reduzieren. Die Mittel sollten im Rahmen einer gemeinwohlorientierten Eisenbahnpolitik bereitgestellt werden. Es muss sichergestellt werden, dass bereits zugesagte Finanzierungen des Bundes nicht für andere Zwecke, wie die Autobahn GmbH, zweckentfremdet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3.Staatliche Zuschüsse zur Senkung der Trassenpreise: </strong>Solange das Trassenpreissystem nicht grundlegend reformiert ist, fordern wir staatliche Zuschüsse, um die Trassenpreise für die EVU zu senken. Die finanziellen Mittel für diese Zuschüsse müssen deutlich erhöht werden, um eine faire und wirtschaftlich tragbare Lösung sicherzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Es darf nicht beim Status Quo bleiben – Vision für eine gemeinwohlorientierte Deutsche Bahn</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine tiefgreifende Neuausrichtung der Deutschen Bahn hin zu einem gemeinwohlorientierten Dienstleister ist dringend erforderlich. Die bloße Umbenennung von Unternehmensteilen oder die Gründung neuer Gesellschaften wie der DB InfraGO AG, die den Begriff „Gemeinwohl“ in ihrem Namen trägt, sind nicht ausreichend, um eine echte Gemeinwohlorientierung zu gewährleisten. Es braucht viel mehr als kosmetische Änderungen; die Verwaltungsstrukturen und Prozesse müssen grundlegend überarbeitet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1.Echte Gemeinwohlorientierung und Nachhaltigkeit:</strong> Die Ausrichtung der Deutschen Bahn auf echte Gemeinwohlorientierung und Nachhaltigkeit erfordert tiefgreifende Veränderungen, nicht nur bei der Struktur, sondern vor allem in der Unternehmensphilosophie. Ein bloßes Zusammenschmelzen von Tochtergesellschaften wie DB Netz und DB Station&amp;Service oder eine Namensänderung zu „DB InfraGO“ schafft keine wirkliche Gemeinwohlorientierung. Was erforderlich ist, sind umfassende Reformen, die sicherstellen, dass das Unternehmen in allen Bereichen nachhaltig und gemeinwohlorientiert agiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2.Überprüfung der Rechtsform:</strong> Die derzeitige Rechtsform als Aktiengesellschaft steht einer echten Gemeinwohlorientierung im Weg. Aktiengesellschaften und andere kapitalmarktorientierte Gesellschaftsformen sind im Kern auf Gewinnmaximierung ausgelegt und daher mit einer Gemeinwohlorientierung unvereinbar. Selbst wenn Gewinnabführungsverträge mit der Holding oder dem Eigentümer (Bundesrepublik Deutschland) gekündigt wurden, bleibt die rechtliche Ausrichtung auf Gewinn bestehen. Wir fordern, alternative Rechtsformen zu prüfen, die besser mit dem Gemeinwohl vereinbar sind, und diese für die gesamte Deutsche Bahn als bundeseigenes Eisenbahnunternehmen zu übernehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3.Infrastrukturausbau und Modernisierung: </strong>Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur müssen höchste Priorität haben. Dabei geht es nicht nur um die Erneuerung bestehender Strecken, sondern auch um den zukunftsorientierten Ausbau des Schienennetzes, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Dies ist unerlässlich, um den steigenden Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur gerecht zu werden und das Netz zukunftsfähig zu machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4.Generalsanierung weiterdenken: </strong>Die Sanierung der Eisenbahninfrastruktur darf nicht nur die 40 Strecken und Streckenabschnitte des Programms „Generalsanierung Hochleistungskorridore“ (GSH) beschränken, die ergänzt werden durch Hochleistungsstrecken, die sich „noch im guten Zustand“ befinden. Vielmehr fordern wir, die Aufhebung der Unterscheidung zwischen „Hochleistungsnetz“ und restlichem Netz. Alle Strecken sollen modern, resilient, zuverlässig und hochleistungsfähig sein!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5.Förderung des Schienenverkehrs: </strong>Der Schienenverkehr muss weiterhin gegenüber dem Straßenverkehr gefördert werden. Dies schließt die Subventionierung von Ticketpreisen und die Förderung von Innovationen im Bereich der Bahntechnologie ein. Besonders der<br>
Schienengüterverkehr, insbesondere der Einzelwagenverkehr, sollte stärker subventioniert werden; Kürzungen bei den Finanzmitteln müssen rückgängig gemacht werden. Nur so kann die Deutsche Bahn ihrer Verantwortung als umweltfreundliches Verkehrsmittel gerecht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>6.Soziale Verantwortung:</strong> Die Deutsche Bahn muss ihrer sozialen Verantwortung nachkommen und faire Arbeitsbedingungen sowie eine angemessene Entlohnung für alle Mitarbeiter:innen sicherstellen. Der geplante Personalabbau ist inakzeptabel, insbesondere in Anbetracht der steigenden Aufgabenlast. Digitalisierung und Automatisierung dürfen nicht als Vorwand dienen, um Personal einzusparen und die verbleibenden Mitarbeiter:innen stärker zu belasten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>7.Transparenz und Bürger:innenbeteiligung:</strong> Transparenz und Bürger:innenbeteiligung müssen zentrale Prinzipien einer gemeinwohlorientierten Deutschen Bahn sein. Besonders das anstehende Generalsanierungsprogramm wird den Nutzer:innen des Bahnnetzes viel abverlangen. Es ist daher entscheidend, dass alle Vorhaben und Entscheidungen nachvollziehbar und überprüfbar sind. Dazu gehört auch, dass die Besetzung von Aufsichtsräten und Vorständen transparent und nachvollziehbar erfolgt. Neben dem Netzbeirat sollten Bürger:innenräte mit sachkundigen Bürger:innen eingerichtet werden, um ein zusätzliches Korrektiv zu den häufig politisch besetzten Gremien zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>8.Klima- und Umweltschutz: </strong>Die Deutsche Bahn muss noch stärker ihrer Vorreiter:innenrolle im Klima- und Umweltschutz gerecht werden. Dies bedeutet, neue innovative Technologien zu entwickeln und konsequent umzusetzen, um den Anteil des Schienenverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen zu erhöhen und einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Des Weiteren lehnen wir die steuerliche Begünstigung von klimaschädlichem Kerosin gegenüber Bahnstrom ab. Wir fordern, die Bahnstrompreise zu deckeln bzw. diese mit dem Industriestrompreis zu verknüpfen, um auch hier den Verkehrsträger Eisenbahn im Sinne umweltfreundlicher Verkehrs- und Mobilitätswende zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>In der Folge lehnen wir auch die aktuellen „Vorschläge“ von Friedrich Merz und Christian Lindner entschieden ab</strong>. Merz schlägt vor, das Angebot für Reisende einzuschränken, bis das Schienennetz ausgebaut ist. Wie bereits dargelegt erkennen wir zwar an, dass das derzeitige Eisenbahnnetz überlastet ist und die aktuellen Anforderungen nicht erfüllt, aber die Lösung liegt nicht in der Einschränkung des Angebots. Vielmehr fordern wir eine sofortige Sanierung, den Ausbau und die Weiterentwicklung des Eisenbahnnetzes. Nur so können wir den Verkehr zuverlässig von der Straße auf die Schiene verlagern und eine nachhaltige Verbesserung erzielen.<br>
Ebenso lehnen wir die Haltung von Christian Lindner ab, der behauptet, der Staat müsse sich zwischen sozial verträglichem ÖPNV-Angebot und zukunftsfähigen Ausbau der Eisenbahninfrastruktur entscheiden. Wie dargelegt sind beide Aspekte enorm wichtig für die Zukunft der Deutschen Bahn.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der hier vorlegte Antrag mit dem Titel „Rotstift ist kein Konzept – echte Bahnreform jetzt!“ baut grundlegend auf dem auf dem Bundeskongress der Jusos 2022 in Oberhausen beschlossenen Antrag V01 „Rail New Deal - Zukunft des Schienenverkehrs“ auf, würdigt vollständig die bereits vorhandene Beschlusslage und erkennt diese als sachdienliche Grundlage an.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Seit 2022 hat sich jedoch eine veränderte Lage des Eisenbahnsystems in der gesamten Bundesrepublik Deutschland ergeben, sodass die Erweiterung der Beschlusslage erforderlich ist. Der Zustand der Eisenbahninfrastruktur hat sich stetig weiter verschlechtert. Die daraus entstehenden kumulierten außerplanmäßigen Wartezeiten von Verkehrsleistungen (Verspätungen) und außerplanmäßige Ausfälle auf der Eisenbahninfrastruktur, insbesondere im Marktsegment des Schienenpersonenfernverkehrs (SPFV) sind nicht mehr zu übersehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Seit 2021 erhebt die DB Netz AG, seit 01. Januar 2024 DB InfraGO AG, den Anlagenzustand und stellt diesen in einem Netzzustandsbericht der (interessierten) Öffentlichkeit zur Verfügung. Aus diesen bisher drei veröffentlichten Netzzustandsberichten 2021, 2022 und 2023 ist der stetige Verfall der Eisenbahninfrastruktur zu entnehmen. Insbesondere die Leit- und Sicherungstechnik, die in den Berichten als Bahnübergänge und Stellwerke grob klassiert werden, scheint flächendeckend erneuerungsbedürftig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach mehreren sicherheitsrelevanten Zwischenfällen auf der Eisenbahninfrastruktur, insbesondere der wahrscheinlich zu verhindern gewesene Eisenbahnunfall von Garmisch-Partenkirchen hat aufgezeigt, dass großräumiger Sanierungsbedarf besteht. Das schnell aufgelegte „Schwellenprogramm“ zeigte, dass die Probleme keineswegs regionale Besonderheit waren, sondern bundesweite Aufmerksamkeit bedurfte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>NÜTZLICH ZU WISSEN</strong>:<br>
Das Schwellenprogramm der Deutschen Bahn (DB) umfasst den Austausch und die Wartung von Bahnschwellen, die entscheidend für die Sicherheit und Effizienz des Schienenverkehrs sind. Hauptpunkte sind:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>1.<br>
Austausch und Wartung: Regelmäßiger Austausch alter oder beschädigter Schwellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>2.<br>
Modernisierung: Einsatz moderner und langlebiger Materialien wie Beton und Kunststoff.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>3.<br>
Nachhaltigkeit: Verwendung umweltfreundlicher Materialien und Recycling alter Schwellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>4.<br>
Sicherheitsstandards: Einhaltung strenger Qualitäts- und Sicherheitsstandards.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>5.<br>
Infrastrukturprojekte: Integration in größere Modernisierungsprojekte des Schienennetzes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>6.<br>
Technologische Innovationen: Nutzung von Drohnen und Sensoren zur Zustandsüberwachung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Infolgedessen rückte auch die Instandhaltungspolitik des DB-Konzerns in den Fokus. Schnell wurde klar, dass die DB fast schon systematischan der Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung der Eisenbahninfrastruktur gespart hat, auch weil dies durch das derzeitige Finanzierungssystem möglicherweise begünstigt wird. Eine konkrete Absicht bzw. der Beweis dieser kann innerhalb dieser Antragsbegründung nicht abschließend vorgelegt werden. Aus dem grundlegenden Verständnis des Finanzierungssystems, welches nachfolgend knapp zusammengefasst dargelegt wird, ergibt sich zumindest entsprechender Eindruck bzw. Verdacht. Grob zusammengefasst muss die DB Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung im Regelzyklus aus eigenen Mitteln, d.h. eigenwirtschaftlich, begleichen. Größere Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, sowie Neubauten der Eisenbahninfrastruktur werden über das Gesetz über den Ausbau der Schienenwege des Bundes (kurz: Bundesschienenwegeausbaugesetz; BSWAG) und die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarungen (LuFV) finanziert. Somit gab es für die bundeseigenen Eisenbahnen (vor allem die DB) Anreize, Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung zumindest zeitweilig zu unterlassen, um Maßnahmen aus den genannten Quellen und nicht aus eigenwirtschaftlichen Mitteln finanzieren zu müssen. Im LuFV III mit einer Laufzeit von 2020 bis 2019 wurde ein Mindestinstandhaltungsbeitrag der Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) DB Netz AG, DB Station&amp;Service AG und DB Energie GmbH festgelegt, mit welchem sich die EIU entsprechend verpflichten, mindestens 32,78 Mrd. Euro bis 2029 aus eigenen Mitteln für Maßnahmen der Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung aufzuwenden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Geringfügig finanziert die Europäische Union (EU) über die Connecting Europe Facility (CEF) die Eisenbahninfrastruktur ihrer Mitgliedsländer mit. Die Beträge, die einzelne Mitgliedsstaaten aus dieser Quelle zu erwarten haben, sind im Vergleich zum Gesamtbedarf verschwindend gering und können daher vernachlässigt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine weitere Finanzierungsquelle für Eisenbahninfrastrukturunternehmen sind die Einnahmen aus den Verkäufen von Infrastrukturkapazität (Möglichkeit zur Nutzung der Infrastruktur zwischen zwei Orten, sog. Trassen). Das Verfahren zur Erhebung ist in der Richtlinie EU 2012/34 in der EU geregelt und durch das Eisenbahnregulierungsgesetz (ERegG)in nationales Recht überführt. Dabei wurden die Entgelte für Trassen und für Anlagen- und Serviceeinrichtungen, wie z.B. Abstellgleise, von der DB Netz AG und die Nutzungsentgelte für Personenbahnhöfe durch die DB Station&amp;Service AG getrennt erhoben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>NÜTZLICH ZU WISSEN:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Grundlogik nach EU 2021/34 stellt sich wie folgt dar:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Unmittelbare Kosten des Zugbetriebes (uKZ)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>+ Vollkostenaufschlag gemäß Tragfähigkeit des Segments (SPNV, SPFV, SGV)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>+/- Umwelt-/Knappheitsaufschläge zur Nachfragelenkung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>+ Maluszahlungen des Eisenbahnverkehrsunternehmens (z.B. infolge selbstverschuldeter Verspätungen)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>- Bonuszahlungen für das Eisenbahnverkehrsunternehmen (z.B. infolge durch Infrastrukturunternehmen oder andere Kund:innen verursachte Verspätungen)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>= Mindestzugangspaket (pro Trassen-km)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Trassenpreis = Mindestzugangspaket (pro Trassen-km) * Trassen-km<br>
Das Mindestzugangspaket enthält alle Leistungen des Infrastrukturbetreibers, damit die Zugfahrt infrastrukturseitig durchgeführt werden kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ab der Überarbeitung des Trassenpreissystem für das Fahrplanjahr 2025 (gültig ab dem zweiten Sonntag im Dezember des Vorjahres) werden infolge der Verschmelzung von DB Netz AG und DB Station&amp;Service AG zur DB InfraGO AG die Nutzungsentgelte/Stationsentgelte der Personenbahnhöfe in das bestehende Trassenpreissystem eingepreist. Die uKZ steigen dadurch an. Für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) wird diese Logikänderung kostenneutral und für den Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) sich leicht kostensenkend auswirken. Für den Schienengüterverkehr wird dies zur reinen Mehrbelastung, da der SGV bekanntlich keine Personenbahnhöfe nutzen kann und die Kosten entsprechend mittragen wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Inflation lassen die uKZ ebenfalls signifikant ansteigen, weshalb auch hier die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) mit Mehrkosten rechnen müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundespolitisch gibt es bereits Ideen an diesem Problem zu arbeiten. So schlagen einzelne Politiker:innen der Partei Die Linke vor, den SPNV vollständig die Trassenpreise zu erlassen, da dieses Segment und dessen Verkehrsleistungen vor allem durch die Bundesländer und durch den Bund nach dem Gesetz zur Regionalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs (Regionalisierungsgesetz; RegG) bereitgestellte Mittel finanziert wird. Dies würde aber bedeuten, dass die Trassenpreise für den SPFV und SGV massiv steigen würden, sollte der Staat die Einnahmeausfälle zur Deckung der Grenzkosten/Fixkosten (uKZ) nicht ausreichend ausgleichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zugleich reagiert das Trassenpreissystem sehr empfindlich auf Kostenerhöhung durch äußere Einflüsse. Der bekannteste äußere Einfluss dürfte die Inflation sein. So hat aber auch eine gut gemeinte Eigenkapitalerhöhung durch die Bundesrepublik Deutschland für die DB zur Erhöhung der UKZ und somit zur Mehrbelastung der EVU geführt. Durch die Eigenkapitalerhöhung sind die kalkulatorischen Kosten/Zinsen angestiegen, welche in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) den Reingewinn senken, aber auch die kalkulatorischen Gesamtkosten steigern. Eben diese kalkulatorischen Gesamtkosten sind jene Grundlage für die uKZ, die zum hoffentlich ungewollten Anstieg der Trassenpreise geführt haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eben jene Probleme sind es, die es erforderlich machen, die Finanzierungsstruktur des DB Konzerns, vor allem seiner Eisenbahninfrastrukturunternehmen schnellstmöglich auf stabilere Beine zu stellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>2022 wurde durch Bundesminister für Digitales und Verkehr Volker Wissing (FDP) angekündigt, dass die Eisenbahninfrastruktur der Bundesrepublik Deutschland bzw. besonders belastete oder instandsetzungsbedürftige Strecken und Streckenabschnitte zu generalsanieren. Gesetzlich wurde dazu, vor allem zu Fragen der Finanzierung und Definition wichtiger Fragestellungen, §11c BSWAG geschaffen. Als erste Strecke wird seit dem 15. Juli die sogenannte Riedbahn, verlaufend von Frankfurt (Main) Flughafen bis Mannheim-Waldhof, innerhalb dieses Programms grundlegend saniert und technisch wie betrieblich auf den neuesten Stand gebracht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nachdem die Generalsanierung Hochleistungskorridore (GSH) von knapp 4000 km Strecke abgeschlossen, sollen die Strecken zusammen mit Strecken „in gutem Zustand“ ein fast 10000 km langes Hochleistungsnetz (HLN) in der Bundesrepublik Deutschland. Zu kritisieren ist die Einteilung des Netzes in HLN und Nicht-HLN. Damit beschreitet der DB-Konzern zusammen mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gedanklich den Rückschritt in alte Zeiten. Bis zum 30. September 2020 teilte die DB Netz AG die Eisenbahninfrastruktur in „Fern- und Ballungsnetz“ (FuB) und zwischenzeitlich 41 (zuletzt: 34) Regionalnetze ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>NÜTZLICH ZU WISSEN:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Begriffe &quot;Fern- und Ballungsnetz&quot; und &quot;Regionalnetz&quot; beziehen sich auf die Strukturierung und Organisation des Schienennetzes der DB Netz AG, einem (ehemaligen und seit 01. Januar 2024 unter DB InfraGO AG Geschäftsbereich Fahrweg firmierende) Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG, das für die Eisenbahninfrastruktur in Deutschland verantwortlich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Fern- und Ballungsnetz (FuB) der DB Netz AG umfasste die stark frequentierten Hauptstrecken, die vor allem für den Fernverkehr und den Verkehr in Ballungsräumen von Bedeutung sind. Diese Strecken zeichnen sich durch hohe Zugdichten und häufige Zugfahrten aus und sind daher besonders wichtig für den schnellen und effizienten Personen- und Güterverkehr. Typische Merkmale dieses Netzes sind:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>1.<br>
Hauptstrecken: Diese verbinden große Städte und Ballungsräume und sind oft für Hochgeschwindigkeitszüge (z.B. ICE) ausgelegt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>2.<br>
Hohe Frequenz: Aufgrund der Bedeutung dieser Strecken im nationalen und internationalen Verkehr sind sie stark frequentiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>3.<br>
Infrastruktur: Gut ausgebaute Gleisanlagen, moderne Signaltechnik und regelmäßige Instandhaltung sind kennzeichnend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Regionalnetz umfasst die Strecken, die hauptsächlich für den regionalen Personen- und Güterverkehr genutzt werden. Diese Strecken verbinden kleinere Städte und ländliche Gebiete mit den größeren Hauptstrecken und Ballungsräumen. Typische Merkmale des Regionalnetzes sind:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>1.<br>
Nebenstrecken: Diese dienen vor allem der Erschließung regionaler Gebiete und der Anbindung an das Fern- und Ballungsnetz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>2.<br>
Geringere Zugdichte: Im Vergleich zum Fern- und Ballungsnetz verkehren hier weniger Züge.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>3.<br>
Infrastruktur: Oftmals weniger stark ausgebaute Gleisanlagen und Signaltechnik, die jedoch den Anforderungen des regionalen Verkehrs gerecht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bedeutung und Ziel:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Aufteilung in Fern- und Ballungsnetz sowie Regionalnetz diente offiziell der besseren Organisation und Verwaltung des Schienennetzes. Durch diese Differenzierung habe die DB Netz AG die Infrastruktur gezielt auf die unterschiedlichen Anforderungen der jeweiligen Verkehrsarten ausrichten können. Dies ermöglichte laut offiziellen Angaben eine effizientere Nutzung der Ressourcen und eine verbesserte Planung und Durchführung von Instandhaltungs- und Ausbaumaßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hauptsächlich führte diese Einteilung zu einer Unterfinanzierung weiter Teile der Eisenbahninfrastruktur bzw. begünstigte diesen zumindest.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zum 01. Oktober 2020 wurde die DB Netz AG seit ihrer Gründung am 01. Januar 1996 einer grundlegenden Strukturreform unterzogen. Die 34 Produktionsdurchführungen (PDen) des Fern- und Ballungsnetzes wurden mit den Strukturen der 34 Regionalnetze zuerst verschmolzen und dann teilfachwerk-gerecht gegliedert (Projekt „Neugliederung Produktion“ NeuPRO 2020). Die Einteilung in FuB und Regionalnetze entfiel (auf dem Papier). Nachwirkungen, u.a. der Wartungs-, Instandhaltungs-, Instandsetzungs- und Investitionsstau, sind bis heute zu spüren bzw. werden sich, wie anfangs dargelegt, verstärken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Noch im November 2023 wurde diese neue Struktur, vor allem für das Ressort „Betrieb, Fahrplan, Kapazitätsmanagement und Vertrieb“ im Detail weiter ausgestaltet, was größere Einschnitte in Organisation und Prozessen bedeutete. Die Wirksamkeit dieser Organisations- und Prozessgestaltung ist dabei umstritten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zum 01. Januar 2024 war es dann so weit: Die beiden Eisenbahninfrastrukturunternehmen DB Netz AG (auch Geschäftsfeld DB Netze Fahrweg genannt) und DB Station&amp;Service AG (auch Geschäftsfeld DB Netze Personenbahnhöfe) wurden auf die DB InfraGO AG (InfraGO steht für „Infrastruktur gemeinwohlorientiert“) verschmolzen, so wie im Koalitionsvertrag der Bundesregierung aus SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP vereinbart. Das soll Organisation und Prozesse vereinfachen, Verwaltungskosten sparen. Insgesamt sollen die Prozesse vereinfacht werden. Das neue EIU DB InfraGO AG soll keine Gewinne mehr erwirtschaften müssen, besser ausfinanziert werden und sich so insgesamt am Gemeinwohl und dem nachhaltigen Ausbau der Marktanteile, vor allem im Schienengüterverkehr, ausrichten. Die Sanierung, der Ausbau und der Erhalt der Infrastruktur soll so auch am Gemeinwohl orientiert sein. Der Konzernbetriebsrat der Deutschen Bahn AG (KBR DB AG) äußerte jedoch Bedenken und verhandelte mit dem Vorstand der DB AG aus, dass alle Stellen erhalten bleiben. Aus arbeitsmarktpolitischer Hinsicht mag sich das sehr gut anhören, der entsprechende Beschluss des KBR DB AG wurde aber missinterpretiert. Die ehemalige Geschäftsfeld DB Netze Fahrweg bildet nun innerhalb der DB InfraGO AG den Geschäftsbereich Fahrweg und die DB Station&amp;Service AG (Geschäftsfeld DB Netze Personenbahnhöfe) den Geschäftsbereich Personenbahnhöfe. Das Organigramm der beiden Geschäftsbereiche ähnelt dabei stark der beiden alten Gesellschaften DB Netz AG und DB Station&amp;Service AG. Prozesse innerhalb der DB InfraGO wurden kaum verändert, geschweige denn verbessert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In den letzten Wochen vor der Landeskonferenz der Jusos Thüringen am 28. und 29. September 2024 haben sich die Ereignisse rund um die Eisenbahn überschlagen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der von dem Vorstandvorsitzenden der Deutschen Bahn AG nach Berichten der tagesschau auf Anweisung des Bundesministers für Digitales und Verkehr Volker Wissing vorgelegte Sanierungsplan &quot;S3&quot; mehrere Schwächen auf. Viele der Ziele, die im Plan genannt werden, waren bereits vor fünf Jahren für das Jahr 2024 angepeilt worden, was Zweifel an der Umsetzung und Effektivität der neuen Pläne aufwirft. Zudem hat sich die Bahn im Personalbereich stark verkalkuliert: Die Personalkosten für 2024 liegen mit 34,3 Milliarden Euro deutlich über den ursprünglich veranschlagten 28 Milliarden Euro, was auf ein unzureichendes Kostenmanagement hinweist. Ein weiteres Problem ist, dass der angestrebte Betriebsgewinn von zwei Milliarden Euro bis 2027 in Fachkreisen als unrealistisch gilt, insbesondere wegen anhaltender Verluste in der Frachtsparte. Die insgesamt marode Infrastruktur und häufige Störungen im Bahnverkehr, wie zuletzt im Rhein-Main-Gebiet, verdeutlichen die gravierenden Schwächen des aktuellen Bahnsystems in Deutschland.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein weiterer Artikel, der großes Aufsehen erzeugte, berichtet, dass die Deutsche Bahn laut SWR-Recherchen plane, den Ausbau der digitalen Stellwerkstechnik und der digitalen Schieneninfrastruktur zu stoppen und stattdessen auf herkömmliche elektronische Technik zu setzen. Diese Pläne sollen von mehreren Insidern, darunter Landesverkehrsminister aus Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein, bestätigt worden sein. Auch der Ausbau des European Train Control System (ETCS) solle demnach stark reduziert werden. Experten befürchteten, dass ohne diese digitale Technik die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Bahn beeinträchtigt werden könnten, da vor allem durch digitale Stellwerke und ETCS mehr Zugverkehr ermöglicht und die Pünktlichkeit verbessert werden sollten. Die Bahn habe den Berichten jedoch widersprochen und betont, dass sie weiterhin an der Digitalisierungsstrategie für das Schienennetz festhalte und in den kommenden Jahren Strecken und Knoten schrittweise auf ETCS umrüsten wolle. Kritiker sähen dennoch die Gefahr, dass die Pläne der Bahn ein falsches Signal für die Zukunft des Schienennetzes in Deutschland senden könnten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aus den internen Papieren gehe hervor, dass die Bahn die Digitalisierung möglicherweise aus Kostengründen reduzieren wolle, um mehr Mittel für die Sanierung der Haupttrassen bereitstellen zu können. Die Digitalisierung des gesamten Streckennetzes sei bislang ein zentrales Ziel der Deutschen Bahn gewesen, doch ein Sanierungsstau zwinge möglicherweise zu einer Prioritätenverschiebung. Die geplanten Einsparungen und das Setzen auf Technik aus den 90er Jahren würden von Verkehrspolitikern und Experten stark kritisiert, da sie die Leistungsfähigkeit der Bahn nicht steigern würden. Insbesondere die Hoffnung, die Kapazitäten der Eisenbahninfrastruktur um bis zu 30 Prozent zu erhöhen, wäre ohne die geplante Digitalisierung gefährdet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ich möchte darauf hinweisen, dass die Recherchen des SWR aus fachlicher Sicht Ungenauigkeiten und Fehler enthalten. Beispielsweise halte die Bahn entgegen den Recherchen weiterhin am Ausbau der Digitaltechnik fest und führe Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium über die Finanzierung der Digitalisierungsprojekte. Die Bahn habe erklärt, dass Vergabeverfahren für die serienmäßige Ausrüstung digitaler Stellwerke bereits liefen und auch der Digitale Knoten Stuttgart weiter ausgebaut werden solle. Kritiker werfen der Bahn jedoch vor, dass die geplanten Änderungen ein Versuch sein könnten, den Bund zu einer stärkeren finanziellen Unterstützung zu drängen. Die genauen Auswirkungen auf die Bahnkunden und die Zukunft der Bahn blieben vorerst unklar, zumal noch keine abschließende Entscheidung über die Pläne gefallen sei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>So dauert die Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur deutlich länger als angepeilt, wichtige Meilensteine wurden nicht erreicht. Auch die Inbetriebnahme des Prestigeprojektes „Stuttgart 21“ bzw. Digitaler Knoten Stuttgart (DKS) wird sich aufgrund rechtlicher, bauablauf-, zulassungstechnischer- und nicht zuletzt aus technischen Gründen von 2025 auf 2026 verzögern. Ursprünglich sollte dieses Projekt 2019 vollständig in Betrieb gehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Eisenbahnsystem in Deutschland steht vor erheblichen Herausforderungen, die eine grundlegende Reform und Anpassung erfordern. Der vorliegende Antrag „Rotstift ist kein Konzept – echte Bahnreform jetzt!“ macht deutlich, dass die derzeitigen Maßnahmen und die aktuelle Instandhaltungspolitik der Deutschen Bahn unzureichend sind, um die zunehmenden infrastrukturellen Defizite zu bewältigen. Die stetige Verschlechterung der Eisenbahninfrastruktur, die mangelnde Umsetzung von Digitalisierungsprojekten und die fragwürdige Finanzierungspraxis verdeutlichen die Notwendigkeit, die Finanzierungs- und Organisationsstrukturen des DB-Konzerns grundlegend zu überarbeiten. Eine nachhaltige, am Gemeinwohl orientierte Modernisierung und ein stabiler Ausbau des Schienennetzes sind unabdingbar, um die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Bahn langfristig zu sichern und die Ziele einer zukunftsfähigen Bahnpolitik zu erreichen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:56:30 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A26: Integration in den digitalen Zahlungsverkehr statt Stigmatisierung!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Integration-in-den-digitalen-Zahlungsverkehr-statt-Stigmatisierung-19714</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Integration-in-den-digitalen-Zahlungsverkehr-statt-Stigmatisierung-19714</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern, dass Bezahlkarten für Geflüchtete so ausgestaltet werden, dass sie in ihrem Funktionsumfang dem einer normalen Bankkarte entsprechen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rechtspopulistischer Überbietungswettbewerb</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bisher ist die Einführung der Bezahlkarten lediglich eine weitere Maßnahme, mit dem Ziel geflüchtete Menschen zu drangsalieren. Die aktuelle Ausgestaltung in zahlreichen Thüringer Landkreisen ist eine weitere Verzweiflungstat im rechtspopulistischen Überbietungswettbewerb in der Migrationspolitik. Diese Übernahme und Umsetzung rechter Ideen und Narrative verurteilen wir aufs Schärfste. Karten, wie sie bisher in Thüringen ausgestellt wurden, helfen weder dem Land, der Verwaltung, noch neuen oder alteingesessenen Thüringer:innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>In Thüringen</strong> können die Kommunen selbständig über die Höhe des Barbetrags und weitere Zusatzfunktionen der Bezahlkarten entscheiden. Somit kann die Karte eine Möglichkeit sein, Geflüchtete in den digitalen Zahlungsverkehr zu integrieren, statt sie zu stigmatisieren. <strong>Deswegen fordern wir die Teilnahme am digitalen Zahlungsverkehr für Geflüchtete ohne</strong>:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1)</strong><strong>Bargeldbegrenzung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie bei einer normalen Bankkarte, sollte es möglich sein, das ganze Guthaben am Bankautomaten oder an der Supermarktkasse abzuheben. Aufgrund der niedrigen Regelsätze im Asylbewerberleistungsgesetz sind Geflüchtete besonders stark auf Flohmärkte, Plattformen wie Kleinanzeigen.de oder Privatverkäufe angewiesen. Diese können oft nur in bar abgewickelt werden. Fallen diese Möglichkeiten weg, wird das zur Verfügung stehende Budget künstlich geschmälert und die Versorgungssituation verschlechtert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2)</strong><strong>örtliche Beschränkungen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Karten, welche beispielsweise nur in einem bestimmten Kreis oder einem Postleitzahlen-Gebiet gültig sind, stellen eine unnötige Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Geflüchteten dar. Eine Person aus Greiz, die zur Anhörung nach Suhl oder Hermsdorf fährt, hat aktuell keine Möglichkeit, mit der Karte unterwegs Essen oder Trinken zu erwerben. Die örtlichen Beschränkungen kommen einer finanziellen Residenzpflicht durch die Hintertür gleich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3)</strong><strong>Genehmigungspflicht von Überweisungen oder Abonnements</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Keine Überweisungen tätigen zu können, verunmöglicht beispielsweise die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder den Abschluss eines günstigen Handyvertrages. Die Integration wird durch diese Einschränkungen künstlich erschwert. Außerdem werden sowohl die Terminkalender von Geflüchteten und Beamt:innen unnötig gefüllt, um einzelne Überweisungen zu genehmigen. Der Verwaltungsaufwand steigt erneut und die Privatsphäre von Geflüchteten wird beschnitten. Um eine erfolgreiche Teilnahme am Zahlungsverkehr zu ermöglichen, müssen zielgruppenorientierte Hilfestellungen zur Verfügung gestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zusätzlicher Verwaltungsaufwand</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer wieder urteilen Sozialgerichte gegen pauschale Bargeldgrenzen. Denn bei dem Erlass einer Bargeldbegrenzung handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung, welche persönliche Besonderheiten berücksichtigen und begründet werden muss. Diese Berücksichtigung der persönlichen Lebensumstände bei der Ausstellung jeder Bezahlkarte mit Bargeldgrenze konfrontiert die Verwaltung mit einem immensen Aufwand. Dringend benötigte Ressourcen werden verschwendet, um ein unnötiges Stigmatisierungsinstrument am Leben zu erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rechtspopulistischem Überbietungswettbewerb eine Absage erteilen!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Solch eine Politik ist mit einem jungsozialistischem Weltbild unvereinbar. Sie basiert auf gezielt geschürten Ressentiments, Rassismus und Klassismus, indem sie versucht, Menschen gezielt gegeneinander auszuspielen. Dabei wird <strong>kein einziges Problem gelöst</strong>, sondern neue geschaffen.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:54:59 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A11: Sag wer soll dich beschützen? Ostdeutsche Polizisten? - Sekundäre Viktimisierung in Polizei und Justiz bekämpfen!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Sag-wer-soll-dich-beschutzen-Ostdeutsche-Polizisten-Sekundare-Vikt-60868</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Sag-wer-soll-dich-beschutzen-Ostdeutsche-Polizisten-Sekundare-Vikt-60868</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland und Thüringen sind nach geltendem internationalen und nationalen Recht dazu verpflichtet, eine diskriminierungsfreie und effektive Strafverfolgung von rassistischer, antisemitischer und rechter Gewalt sicherzustellen. In der Realität sieht das für Betroffene allerdings anders aus. Sekundäre Viktimisierung ist ein strukturelles Problem in der deutschen Polizei und Justiz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viktimisierung ist ein Begriff, der den Prozess des “Zum-Opfer-Werdens” beschreibt. Die primäre Viktimisierung meint die “eigentliche” Schädigung durch eine Gewalt- oder andere Straftat. Die sekundäre Viktimisierung ist eine erneute, “zweite” Schädigung, die im Anschluss an die Straftat erfolgt. Dies kann zum Beispiel durch Fehlreaktionen durch das soziale Umfeld, Medienberichterstattung oder Strafverfolgungsbehörden - Polizei, Staatsanwaltschaften oder Gerichte - erfolgen. Insbesondere für Betroffene rechter Gewalt besteht ein erhöhtes Risiko für sekundäre Viktimisierung. Eine Studie des Verbandes BRG mit dem IDZ aus dem Dezember 2023 zeigte, dass die sekundäre Viktimisierung Betroffenen bei der Polizei und in der Justiz als Täter-Opfer-Umkehr, als Unterstellung von Provokation oder Zuschreiben von Mitverantwortung der Opfer an den Angriffen begegnete. Zusätzlich fiel insbesondere die lückenhafte Aufklärung der Betroffenen über ihre Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten, die mangelnde Kommunikation mit den Betroffenen bis hin zu offenen Feindseligkeiten und teils diskriminierenden Einschüchterungen der Betroffenen auf. (»Sekundäre Viktimisierung von Betroffenen rechter, rassistischer, antisemitischer und sexualisierter Gewalt – Fokus: Polizei und Justiz« (Geschke et al. 2023))</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn staatliche Strafverfolgungsbehörden nicht angemessen oder fehlerhaft handeln, kann bei Betroffenen das Gefühl entstehen, der Gewalt schutz- und hilflos ausgeliefert zu sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Rechte Gewalt ist seit vielen Jahren im Vormarsch. Insbesondere nach den Wahlerfolgen der AfD in den vergangen Wahlen bleibt zu befürchten, dass dies einen mobilisierenden Effekt auf die rechte Szene hat, der auch die gewaltbereiten Teile der Szene umfassen könnte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Umso wichtiger ist es, dass in diesen Zeiten die Betroffenen von rechter Gewalt bestmöglich geschützt werden und die Strafverfolgung hier effektiv und konsequent handelt. Um das zu ermöglichen, braucht es einen umfassenden Wandel in den Behörden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern, dass sekundäre Viktimisierung durch Polizei und Justiz konsequent bekämpft und rechte Gewalt durch die Strafverfolgungsbehörden lückenlos verfolgt und aufgeklärt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür müssen die folgenden Maßnahmen ergriffen werden:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Die Bedrohung erkennen</strong>: Rechte, rassistische, antisemitische, queerfeindliche und sexualisierte Gewalt muss als ernsthafte gesellschaftliche Bedrohung anerkannt und dementsprechend angemessen behandelt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Rechte Gewalt erkennen und benennen</strong>: Insbesondere rechte Gewalt muss zuverlässig erkannt und in der strafprozessualen Aufklärung berücksichtigt werden. Dazu bedarf es umfassender Schulungen und Sensibilisierungen für Rechte Gewalt und Ideologien der Beamt:innen in Polizei und Justiz in der Ausbildung und als Fortbildungen. Nur so kann sichergestellt werden, dass rechte Straftaten verlässlicher in den zutreffenden PMK-Kriterienkatalogen erfasst, die Dunkelziffer rechter Gewalt verringert und die rechte Gewalt als gesellschaftliches Problem mit Zahlen belegbar gemacht werden kann.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Strafverfolgung verbessern und Vertrauen stärken</strong>: Um den Zugang zur Strafverfolgung von rechter Gewalt zu erleichtern, müssen bundesweit spezialisierte Beauftragte für Rassismus bei der Polizei als Ansprechpartner:innen für Betroffene geschaffen werden. Darüber hinaus braucht es Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Betroffenen von Hasskriminalität. So könnte dazu beigetragen werden, das Vertrauen der Betroffenen in Strafverfolgungsbehörden zu fördern und in den Rechtsstaat zu stärken. Durch die Bündelung in einer Schwerpunktstaatsanwaltsschaft kann eine schnellere, effizientere und mit angemessenerer Expertise ausgestattete Bearbeitung der Fälle sichergestellt werden. Ein positives Beispiel und Vorbild können hier die Beauftragten für Antisemitismus in der Justiz und Polizei und die Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Hasskriminalität in Berlin, Brandenburg und Hamburg sein.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Opferrechte berücksichtigen</strong>: Betroffene stehen im Strafverfahren Opferrechte zu. Die garantieren auch den Zugang zu unabhängigen, professionellen und fachspezifischen Beratungsstellen. Damit Betroffene rechter Gewalt über ihre Rechte, Handlungsmöglichkeiten und Unterstützungsmöglichkeiten informiert und aufgeklärt werden, braucht es bessere Informationsvermittlung durch Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte an die Betroffenen. Die Informationen über diese Möglichkeiten müssen verpflichtend von den Behörden an Betroffene weitergegeben werden. Außerdem müssen flächendeckend in den Polizei-und Justizbehörden flächendeckend Informationsmaterialien in verschiedenen Sprachen angeboten werden. Außerdem muss sichergestellt werden, dass geeignete Dolmetscher:innen im Ermittlungs- und Strafverfahren zur Verfügung stehen und zugezogen werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Insbesondere in der Polizei muss sich zur Bekämpfung rechte Gewalt ein großer Wandel vollziehen. Deswegen fordern wir die Umsetzung folgender Maßnahmen in der Polizei:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Diskriminierungssensibles Wissen und Kompetenzen müssen neben einer antidiskriminierenden Haltung und einer diversitätssensiblen Personalentwicklung in den Polizeibehörden Einzug finden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Rechte Gewalt in ihren vielfältigen Formen kann nur zuverlässig als solche erkannt werden, wenn das polizeiliche Fachwissen zu rechter Gewalt, Diskriminierung und Hasskriminalität ausgeweitet und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen regelmäßig aktualisiert wird. Die aktuellen Ausbildungs- und Fortbildungsinhalte müssen entsprechend angepasst werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Um polizeilichem Fehlverhalten in Form von rassistischer, antisemitischer oder anderer Diskriminierung entgegenzuwirken, braucht es aussagekräftige Studien zum Ausmaß von Rassismus, Antisemitismus und rechten Einstellungen in den Polizeibehörden von Bund und Ländern. Zuzüglich dazu braucht es eine Ausweitung der Unterstützung von Forschungen zu Rassismus, Antisemitismus und deren Zusammenwirken mit anderen Formen von Diskriminierungen innerhalb der Polizei. Nur so kann das Ausmaß des Problems aufgezeigt und verstanden werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Es müssen in allen Bundesländern unabhängige Polizeibeauftragte und/oder Beschwerdestellen geschaffen werden. Diese müssen mit umfassenden Akteneinsichts-, Zutritts- und Zeugeneinvernahmerechten sowie Zeugnisverweigerungsrechten ausgestattet werden. Nur so können die Rechte der Betroffenen geschützt und die Beschwerden zu polizeilichen Fehlverhalten transparent und effizient bearbeitet werden. Bislang ist dies nur in 7 von 16 Bundesländern der Fall.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Es muss eine Fehlerkultur innerhalb der Polizei etabliert werden, in der Fehlverhalten und -reaktionen erkannt, aufgeklärt und aufgearbeitet werden können, um nachhaltige Veränderungen für die Zukunft zu schaffen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Justiz fordern wir die Umsetzung der folgenden Maßnahmen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Bundesregierung und das Bundesministerium für Justiz müssen eine ausdrückliche Ermittlungs- und Dokumentationspflicht in den Richtlinien für das Strafverfahren und das Bußgeldverfahren (RiStBV) verankern, das die Ermittlungsbehörden dazu verpflichtet, bei Verdachtsfällen potentiell rechten Tatmotiven nachzugehen und diese gegebenenfalls aktiv ausschließen zu müssen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Um den rechtlich vorgeschriebenen Opferschutz zu gewährleisten, muss den Geschädigten und Zeug:innen in Ermittlungs- und Strafverfahren in Fällen rechter Gewalt rechtzeitig die Möglichkeit aufgezeigt und gegeben werden, statt ihrer Privatadresse eine andere ladungsfähige Anschrift zu den Akten zu geben.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Es müssen in allen Amtsgerichten barrierefrei zugängliche Zeugenschutzräume für Betroffene eingerichtet werden, die eine gerichtliche Vernehmung in einem geschütztem Rahmen, fern der Öffentlichkeit ermöglichen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Staatsanwaltschaften und Gerichte sollen die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten konsequent nutzen, um eine effektive Strafverfolgung rechter Gewalt zu gewährleisten. Deswegen muss das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung bei antisemitischen und rassistisch motivierten Körperverletzungen, sowie bei Beleidigungen, Bedrohungen und Sachbeschädigungen stets bejaht werden. Außerdem soll die Möglichkeit der Strafschärfung bei rassistischen, fremdenfeindlichen, antisemitischen und menschenverachtenden Motiven gemäß § 46 II 2 StGB konsequenter berücksichtigt werden.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darüber hinaus fordern wir, dass Opferberatungsstellen für Betroffene rechter Gewalt eine ausgeweitete und verstetigte Finanzierung erhalten, um die hilfreiche und wertvolle Arbeit für Betroffene weiter und mit mehr Ressourcen ausführen zu können.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:53:54 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A29: Umweltfreundliche Landwirtschaft in Thüringen: Unser Weg, der Thüringer Weg!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Umweltfreundliche-Landwirtschaft-in-Thuringen-Unser-Weg-der-Thuringe-56253</link>
                        <author>Landesvorstand (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Umweltfreundliche-Landwirtschaft-in-Thuringen-Unser-Weg-der-Thuringe-56253</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Beschlusstext:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Jusos Thüringen fordern die Ausarbeitung eines “Thüringer Wegs” für eine zukunftsfähige Landwirtschaft nach dem Vorbild des “Niedersächsischen Wegs”. Dieser soll Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Landwirtschaftspraktiken, zum Schutz der Biodiversität und zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen umfassen, die in enger Kooperation mit Landwirt:innen, Naturschutzorganisationen und der Zivilgesellschaft ausgearbeitet und umgesetzt werden sollen. Konkret fordern wir, dass folgende Maßnahmen in einem auf Thüringen angepassten Umfang umgesetzt werden:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>In das Thüringer Gesetz zur Ausführung des Bundesnaturschutzgesetzes soll arten- und strukturreiches Dauergrünland als gesetzlich geschützter Biotyp aufgenommen werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Zur Betreuung der Natura-2000-Gebiete, welche ca. 17 Prozent der Fläche Thüringens bedecken, sollen mehr Mittel aus dem Landeshaushalt ausgeschüttet werden. So soll eine naturschutzfachlich qualifizierte Betreuung der Flächen ausgeweitet werden. Zudem sollen weitere Einrichtungen zur Betreuung der Natura-2000-Gebiete geschaffen werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Damit Thüringen als Grünes Herz Deutschlands Vorreiter im Naturschutz werden kann, sollen 20 Prozent der Landesfläche bindend für einen landesweiten Biotopverbund genutzt werden. So erhalten wir Ökosystemdienstleistungen und gewähren Biodiversitätsschutz.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p>Umsetzung des Waldstrategiepapiers des BUND “Wald für Thüringen 2100”. Dabei soll auch auf folgende Forderungen des BUND Thüringen eingegangen werden:</p><ul><li><p>a.: Die Leistungen der hiesigen Wälder für das Gemeinwohl müssen an erster Stelle stehen. Die Holzproduktion ist diesem Ziel unterzuordnen.</p></li><li><p>b.: ThüringenForst als größter Waldbesitzer muss von den Zwängen der Eigenfinanzierung freigestellt werden.</p></li><li><p>c.: Für die Privatwaldbesitzer:innen von Kleinwaldflächen von nicht mehr als 200 Hektar sind Förderprogramme anzubieten, die es ihnen ermöglichen, die in ihren Wäldern entstandenen Schäden im ökologischen Sinne zu reparieren.</p></li><li><p>d.: Der Einsatz von Gift im Wald ist ausnahmslos zu unterlassen</p></li></ul></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p>Ein Programm zur Erhaltung und Wiederherstellung der Insektenvielfalt soll ausgearbeitet werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><p>Für den Freistaat Thüringen soll alle fünf Jahre eine aktualisierte Rote Liste erstellt werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><p>Bis 2029 soll eine flächendeckende Beratung der Landwirt:innen für einen verbesserten Schutz der Biotope und Arten erarbeitet werden. Die staatliche Förderung für die Wahrnehmung von Beratungsangeboten soll von bisher maximal 2000€ netto auf maximal 3500€ netto erhöht werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><p>Die Neuversiegelung von Flächen soll bis 2045 stückweise auf Netto-Null reduziert werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><p>Um Arten und Klima zu schützen, soll Folgendes besonders gefördert werden:</p><ul><li><p>a.: Erarbeitung von Methoden zur Verringerung der Nutzung von Pestiziden und klimaschädlichen Düngemitteln wie Distickstoff. Für die Nutzung pestizidfreier Anbaumethoden sollen finanzielle Anreize z.B. durch Subventionen oder Förderungsprogramme gesetzt werden.</p></li><li><p>b.: die ökologische Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen</p></li><li><p>c.: Humusaufbau und Methoden der Bewirtschaftung, die das Bodenleben fördern und erhalten</p></li><li><p>d.: Errichtung und Instandhaltung von Blühstreifen mit heimischen Pflanzenarten</p></li></ul></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li><p>Der Ökolandbau in Thüringen muss ausgeweitet werden. Mit 7,5 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen, die ökologisch bewirtschaftet werden, liegt der Freistaat Thüringen klar unter dem Bundesdurchschnitt von 11,2 Prozent. Bis 2030 sollen mindestens 20 Prozent aller Flächen für den Ökolandbau genutzt werden. Dafür sollen die Landwirt:innen insbesondere in den Bereich Lagerung, Vermarktung und Verarbeitung unterstützt werden. Darüber hinaus soll der Staat dabei helfen, finanzielle Verluste, die beim Umstieg von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft entstehen, zu kompensieren.</p></li></ol></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle in der Klimakrise. Sie ist sowohl Verursacherin als auch Betroffene des Klimawandels. Global betrachtet sind 37 Prozent der Treibhausgasemissionen auf das Ernährungssystem zurückzuführen. In Deutschland entfallen 8,3 Prozent der Treibhausgasemissionen auf die Landwirtschaft. Während in anderen Branchen seit 2007 deutliche Fortschritte bei der Reduzierung von Emissionen erzielt wurden, ist der Rückgang im Agrarsektor nur minimal. Dies führt dazu, dass der relative Anteil der Landwirtschaft an den Gesamtemissionen kontinuierlich ansteigt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die fortschreitende Erderwärmung hat bereits heute spürbare Auswirkungen, darunter ein dramatisches Artensterben. In Deutschland sind in den letzten 30 Jahren rund 75 Prozent der Insektenarten verschwunden – Arten, deren Bestäubungsleistung für die Landwirtschaft unverzichtbar ist. In einigen Regionen der Welt ist man bereits auf manuelle Bestäubung angewiesen, eine Entwicklung, die es hierzulande zu vermeiden gilt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die historische Dürreperiode von 2018 bis 2020, die weite Teile Zentraleuropas und auch Deutschland betraf, führte zu erheblichen Ernteausfällen, austrocknenden Böden bis in tiefe Schichten und bedrohte unsere Grundwasservorräte. Angesichts einer prognostizierten Erderwärmung von 2,9 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 werden sich solche Extremwetterereignisse zukünftig häufen und uns sowie kommende Generationen vor existenzielle Herausforderungen stellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für eine lebenswerte Zukunft ist daher sofortiges Handeln auf allen Ebenen unerlässlich. Insbesondere die Landwirtschaft ist in der Verantwortung, ihren Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise zu leisten. Durch die Einführung nachhaltiger Praktiken kann sie entscheidend zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zum Schutz der Biodiversität beitragen. Ein Vorbild bietet der &quot;Niedersächsische Weg&quot;, eine bundesweit einzigartige Vereinbarung zwischen Politik, Umweltverbänden und Landwirt:innen. Er demonstriert, wie erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteur:innen mit teils unterschiedlichen Interessen funktionieren und positive Veränderung erwirken kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zu den Maßnahmen des &quot;Niedersächsischen Wegs&quot; zählen unter anderem der Aufbau eines landesweiten Biotopverbunds, ein Pflanzenschutzmittelreduktionsprogramm zum Schutz von Insekten sowie die Begrenzung der Neuversiegelung von Flächen. Diese Initiativen ebnen Niedersachsen den Weg in eine nachhaltigere Zukunft. Ein vergleichbarer „Thüringer Weg“ könnte diese Ansätze auf unsere Region übertragen und die Landwirtschaft in Thüringen langfristig klimafreundlicher sowie unsere Ökosysteme krisenresistenter machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um Umweltschutz gesamtgesellschaftlich zu denken, braucht es genau solche Programme, die vielschichtige Themen ansprechen und dabei die Stimmen zahlreicher Interessengruppen berücksichtigen. Ein „Thüringer Weg“, initiiert von der Politik, durchgesetzt in Abstimmung mit Umweltverbänden und Landwirt:innen wäre genau ein solches Programm.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die Integration von Landwirtschaft, Naturschutz, Tierschutz und Klimaschutz können wir sowohl unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahren als auch die wirtschaftliche Zukunft der thüringischen Landwirtschaft sichern.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:52:24 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A23: Dringender Ausbau der Digital- und Informationssicherheitskompetenz in Thüringen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Dringender-Ausbau-der-Digital-und-Informationssicherheitskompetenz-in-27437</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Dringender-Ausbau-der-Digital-und-Informationssicherheitskompetenz-in-27437</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern eine stärkere Unterstützung bei dem Erwerb von Digital- und Informationssicherheitskompetenz für Privatpersonen, Unternehmen oder auch Kommunen in Thüringen.<br>
Die durch die Digitalisierung betroffenen Bürger:innen und Institutionen in Thüringen müssen die Möglichkeit erhalten, durch ein entsprechendes Angebot des Landes über Folgendes informiert zu werden und Transparenz zu erhalten:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>wesentliche Änderungen und Gefahren für das gesellschaftliche und alltägliche Leben durch die Digitalisierung und neue Technologien</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Art und Weise, wie sich Betroffene über aktuelle Gefahren durch die digitale Welt schützen können</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Gesetze und Rechte, die vor missbräuchlicher Nutzung ihrer Daten schützen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Maßnahmen zur Prävention und Aufklärung bei möglichen Gefahren (beispielsweise Cyberangriffe oder auch neue Möglichkeiten, wie Deep Fakes oder Identitätsdiebstahl)</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Informationen über mögliche Ansprechpartner:innen, an die sich Betroffene von digitaler Kriminalität wenden können</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ziel muss es sein, dass alle Bürger:innen einfach, schnell und regelmäßig entsprechende Informationen erhalten, um bestmöglich vor den entsprechenden Gefahren geschützt zu werden. Dazu müssen die zuständigen Behörden die entsprechenden Digitalkompetenzen erhalten und die Meinungen und Rückmeldungen der Betroffenen regelmäßig berücksichtigen. Außerdem müssen die zuständigen Behörden regelmäßig prüfen und darüber informieren, welche Gefahren für die Gesellschaft bestehen und mit welchen Möglichkeiten alters- und entwicklungsgerechte Prävention und Aufklärung ermöglicht werden kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben der Informationsbereitstellung müssen Kommunen finanziell und personell bei der Einrichtung und dem Einsatz von Sicherheitsmaßnahmen unterstützt werden. Hierbei ist zu beachten, dass sowohl die digitale Infrastruktur als auch die Daten der Bürgerinnen und Bürger in Thüringen vor möglichen Cyberangriffen jederzeit geschützt werden. Damit die Kommunen entsprechend pro- und reaktiv auf Sicherheitsvorfälle reagieren können, müssen die Kommunen auch bei dem Wandel zu einer angemessenen und effektiven Bürokratie unterstützt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem braucht es technische Schnittstellen, die den sicheren Datenaustausch zwischen den Ebenen von Kommune, Landkreis, Land, Bund und idealerweise der EU ermöglichen, sowie klare prozessuale Schnittstellen, um Zuständigkeiten und Abläufe zu standardisieren und eine reibungslose Kommunikation sicherzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit sowohl die aktuellen und zukünftigen Rechtsprechungen zum Thema Digitalisierung als auch die oben beschriebenen Forderungen entsprechend umgesetzt werden, muss die Umsetzung durch eine qualifizierte Stelle in Thüringen regelmäßig geprüft werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um diese Forderungen zu realisieren, fordern wir in Thüringen eine Anlaufstelle für Betroffene, welche aus Expert:innen und Politiker:innen besteht. Außerdem müssen regelmäßig Unternehmer:innen und Bürger:innen aus Thüringen angehört werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Uns ist es wichtig, dass alle Teile der Gesellschaft bei der Durchführung der Forderungen berücksichtigt werden.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die digitale Welt durchdringt zunehmend unser tägliches Leben. Neben Vorteilen wie höherer Flexibilität und Effizienz birgt sie jedoch auch erhebliche Gefahren für unsere Gesellschaft. Laut dem Norton Cyber Safety Insights Report gab es allein im Jahr 2022 in Deutschland bis zu 21,4 Millionen Opfer von Internetkriminalität. Im Jahr 2023 verursachte Cyberkriminalität laut Bitkom Research in Deutschland Schäden in Höhe von 148,2 Milliarden Euro. Angesichts der prognostizierten Zunahme von Cyberangriffen auf private Haushalte und Unternehmen ist es umso wichtiger, dass alle Bürger:innen in Thüringen bestmöglich vor diesen Bedrohungen geschützt werden und potenzielle Schäden verhindert werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Neben klassischen Cyberangriffen gibt es weitere Gefahren im digitalen Raum. Eine Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt, dass immer mehr Bürger:innen in Deutschland Angst vor der Verbreitung von Desinformationen haben. Diese Sorge könnte durch die vermehrte Nutzung von Technologien wie Deep Fakes weiter zunehmen. Da Falschinformationen eine Bedrohung für unsere Demokratie darstellen, müssen wir dringend Maßnahmen ergreifen, um dieser Gefahr entgegenzuwirken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um die Bürger:innen in Thüringen zu schützen, muss ein Bewusstsein für die Gefahren und die aktuelle Rechtsprechung geschaffen werden, die den Missbrauch ihrer Daten verhindern soll. Viele wissen beispielsweise nicht, welche Rechte ihnen durch die Datenschutzgrundverordnung zustehen oder wie sie vertrauenswürdige Quellen erkennen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es bedarf alters- und entwicklungsgerechter Angebote der Politik, um alle in Thüringen bestmöglich vor diesen Gefahren zu schützen. Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen sollten unkomplizierte Anlaufstellen erhalten, an die sie sich wenden können, um sich zu informieren und angemessen auf Bedrohungen zu reagieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:51:13 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Vertrauliche Spurensicherung für Opfer sexueller Gewalt in Thüringen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/vertrauliche-spurensicherung-fur-opfer-sexueller-gewalt-in-thuringen-29222</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/vertrauliche-spurensicherung-fur-opfer-sexueller-gewalt-in-thuringen-29222</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern, dass in Thüringer Krankenhäuser flächendeckend die Möglichkeit zur Durchführung einer anonymen und vertraulichen Spurensicherung für Opfer sexueller und häuslicher Gewalt geschaffen wird, ohne die Notwendigkeit, direkt eine Strafanzeige bei der Polizei stellen zu müssen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:49:48 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A31: Eignungsprüfung Sozialistische Kampfliedkunde</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Eignungsprufung-Sozialistische-Kampfliedkunde-62172</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Eignungsprufung-Sozialistische-Kampfliedkunde-62172</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Spaßantrag für die Juso-Landeskonferenz 2024</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Mitglieder des Juso-Landesvorstands Landesvorstands, des Bundesvorstandes und Gäste andere Landesvorstände und der Juso-Kreisvorstände repräsentieren die Juso-Landesverbände sowie den Bundesverband in vielerlei Hinsicht – auch in einer, die oft in ihrer Wichtigkeit immens unterschätzt wird: Beim Mitsingen von Arbeiter:innenlieder. Investigative Recherchen haben in den letzten Jahren aufgedeckt, dass ein erstaunlich hoher Anteil der Mitglieder der Landesvorstände und Kreisvorstände enorme Wissenslücken bei Kampfliedern der sozialistischen Arbeiter:innenbewegung aufwies und auch aktuell aufweist. Um diesen Missstand in Zukunft zu verringern, sollen ab sofort alle Kandidierenden zuerst eine Eignungsprüfung in sozialistischer Kampfliedkunde bestehen, bevor sie zur Wahl in den Landesvorstand oder einen Kreisvorstand zugelassen sind. Dieses Verfahren tritt ebenso rückwirkend für die Landeskonferenz 2024 in Kraft und schließt außerordentlich für diese auch David Salloum ein. Diese findet direkt vor der jeweiligen Kandidierendenvorstellung und unter Einschluss der Juso-Öffentlichkeit statt. Hauptbestandteil der Prüfung ist das auswendige a cappella Singen aller drei offiziellen Strophen von “Die Internationale” und kann durch weitere Bestandteile erweitert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um einen fairen Verlauf der Eignungsprüfungen zu garantieren, beruft der amtierende Landesvorstand rechtzeitig vor der Wahl eine siebenköpfige Jury ein, die folgende Fachkompetenzen aufweist: Mitternachtsformel, Faustdruckregulation, Stimmritzendehnung und Vokalwurstbildung. Prüfungskriterien und Bewertungstabellen legt die Jury in einer vorherigen konstituierenden Sitzung fest.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:47:24 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A27: Wehrhafte Demokratie beginnt im Wahlausschuss!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Wehrhafte-Demokratie-beginnt-im-Wahlausschuss-38533</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Wehrhafte-Demokratie-beginnt-im-Wahlausschuss-38533</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nach § 24 III und § 28 II ThürKWG kann diejenige Person für das Amt des:der Bürgermeister:in und des:der Landrät:in nicht gewählt werden, die nicht „die Gewähr dafür bietet, dass sie jederzeit für die freiheitliche und demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und die Landesverfassung eintritt.” Dementsprechend braucht es eine klare Haltung in den Wahlausschüssen, die das erste Bollwerk der wehrhaften Demokratie darstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern daher alle SPD-Mitglieder in den Wahlausschüssen dazu auf, sich gewissenhaft mit den ihnen vorliegenden Wahlvorschlägen, insbesondere denen der AfD und anderen rechten und extrem rechten Wahlbündnissen auseinanderzusetzen. Gegebenenfalls sollen sie die Hilfe und Beratung des Landesverwaltungsamts als Rechtsaufsichtsbehörde und viel mehr noch die Unterstützung von Beratungsstellen wie MOBIT e.V. und ähnlichen Initiativen wahrzunehmen. Darüber hinaus fordern wir sie dazu auf, in den Fällen, in denen eine intensive Auseinandersetzung mit den vorgeschlagenen Kandidierenden zur Entscheidung notwendig ist, eine Vertagung der Entscheidung zu beantragen, um mit der nötigen Zeit die Erörterung des Sachverhalts vornehmen zu können.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Am 22.04.2024 wurde Stefan Möller, der Kandidat der AfD Thüringen um das Amt des Oberbürgermeisters in Erfurt, vom Wahlausschuss in Erfurt trotz erheblicher Zweifel an seiner Verfassungsfestigkeit zur Wahl zugelassen. Für die Zulassung stimmte auch der in diesen Ausschuss entsandte Vertreter der SPD Erfurt. Noch in derselben Woche traf der Wahlausschuss im Kreis Hildburghausen seine Entscheidung über die Zulassung des bekannten Rechtsextremisten Tommy Frenck zur Kandidatur für das Amt des Landrats. Dort waren an der Entscheidung keine sozialdemokratischen Stimmen beteiligt. Stefan Möller hat es nicht in die Stichwahl geschafft. Tommy Frenck dagegen schon. Beide Fälle machen klar: Wir brauchen eine klare Haltung in den Wahlausschüssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach dem Eingang der Wahlvorschläge durch die Parteien und Wahlbündnisse wird eine Vorprüfung durch den Wahlleiter auf „Mängel“ formeller Art nach § 18 ThürKWO vorgenommen. Danach werden die Wahlvorschläge an den Wahlausschuss, bestehend aus dem Wahlleiter als Vorsitzenden und vier Beisitzer, weitergeleitet, die über die Vorschläge abstimmen und einen Beschluss fassen. In diesem Verfahren müssen die Wahlvorschriften aus § 31 I ThürKWK, was die ThürKWBG und die ThürKO einschließt, beachtet werden. Nach § 28 II ThürKWG finden die Wahlvorschriften Anwendung auf Wahlbeamte nach § 2 I ThürKWBG und § 106 ThürKO.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nach § 24 III ThürKWG kann diejenigen Person nicht gewählt werden, die nicht „die Gewähr dafür bietet, dass sie jederzeit für die freiheitliche und demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes und die Landesverfassung eintritt.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Sowohl im Fall von Stefan Möller, AfD, als auch Tommy Frenck kann diese Gewähr nicht als gegeben angesehen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Tommy Frenck ist eine zentrale Figur in der rechtsextremen Szene, nicht nur in Thüringen, sondern in der gesamten Bundesrepublik, der durch die Organisation von Rechtsrock-Konzerten immer wieder in das Auge der Behörden fiel, einen Onlinehandeln mit rechtsextremer Szenekleidung betreibt und in der Vergangenheit zahlreich in den Berichten des Verfassungsschutzes auftauchte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch Stefan Möller, Mitglied der Alternative für Deutschland, für die er seit 2014 im Landtag sitzt und für die er ebenso lange Mitglied des Landesvorstandes des Landesverbandes Thüringens ist, kann die zweifelsfreie Gewähr seiner Verfassungstreue nicht geben. Seine Parteimitgliedschaft kann hier kein ausreichendes Indiz für seine Verfassungsfeindlichkeit darstellen, solange es sich bei der AfD nicht um eine durch das Bundesverfassungsgericht verbotene Partei handelt. Es muss stets eine umfassende Einzelfallentscheidung getroffen werden. Als Mitglied des Landesvorstands, der seit 2021 vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextreme Bestrebung bewertet wird, weil sie „Angriffe auf das Rechtsstaatsprinzip“ planen, „Verstöße gegen das Demokratieprinzip“ verüben und vornehmen und „Geschichtsrevisionismus“ betreiben, trägt und gestaltet Stefan Möller die Ausrichtung und die Bestrebungen des Landesverbands aktiv mit. Darüber hinaus ist er Mitunterzeichner der „Erfurter Resolution“, die den Beginn der Gründung des sogenannten „Flügel“ der AfD darstellte und der sich bis zu seiner offiziellen Auflösung zunehmend radikalisiert hat. Seine Nähe zu bekannten Rechtsextremisten und Reichsbürgern stellt seine Verfassungstreue zusätzlich unter Zweifel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In beiden Fällen hat der Wahlausschuss dennoch die Wahlvorschläge zugelassen und so ermöglicht, dass Frenck und Möller am 26. Mai auf dem Wahlzettel standen und gewählt werden konnten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Sie sind ihrer Pflicht der Sicherstellung und Prüfung der Wahlvorschriften aus § 31 ThürKWK nicht ausreichend nachgekommen und haben die Erfüllung des Erfordernisses der Gewähr über die Verpflichtung und Verteidigung des Grundgesetzes und der Landesverfassung durch die Vorgeschlagenen nicht hinreichend beachtet. Insbesondere im Fall von Tommy Frenck ist das beachtlich, hatte doch der Verfassungsschutz dem Wahlleiter ein umfassendes Dossier über Frencks Verankerungen und Verbindungen in der rechten Szene zukommen lassen, die ein umfassendes Bild über die Zweifel an seiner Verfassungstreue enthalten haben könnten. Zugutehalten muss man den Wahlausschüssen und ihren Mitgliedern, dass eine solche Entscheidung mit sehr wenigen persönlichen und zeitlichen Ressourcen getroffen und stets die Abwägung mit dem aktiven und passiven Wahlrecht der Beteiligten erfolgen muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dennoch muss eine eindeutige Sachlage, wie in den oben genannten beispielhaften Fällen, beachtet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wenn Zweifel an der Verfassungstreue von Vorgeschlagenen bestehen, müssen die Mitglieder der Wahlausschüsse gegen die Zulassung zur Wahl stimmen. Der Gesetzgeber hat durch die Vorschriften zur Wahlvorbereitung und zu den Wahlausschüssen einen gewissen Spielraum für Fehlentscheidungen eingeräumt. Eine Entscheidung des Wahlausschusses gegen eine:n Kandidierenden ist im Falle einer Fehlentscheidung nicht endgültig, sondern kann sowohl durch die Rechtsaufsichtsbehörde, die nach § 32 I ThürKWK verpflichtet ist zur Vorbereitung und Durchführung der Wahlen auf die Einhaltung der Wahlvorschriften hinzuarbeiten, korrigiert werden. Auch steht den abgewiesenen Kandidierenden der Rechtsweg gegen die Entscheidung durch die Wahlprüfungsbeschwerde zu, sodass auch eine gerichtliche Überprüfung der Entscheidung in Zweifelsfällen immer gewährleistet wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es muss in unserem Interesse liegen, dass in Zweifelsfällen über die Verfassungstreue von Kandidierenden für Ämter, insbesondere für Ämter von Wahlbeamten, wie Landräten und Oberbürgermeistern, die im Dienst des Landes stehen und sich dazu verpflichten das Grundgesetz und die Landesverfassung stets zu verteidigen, keine vorschnellen und vermeintlich leichten Entscheidungen getroffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dafür müssen wir in den Wahlausschüssen Sorge tragen. Wenn die Wahlausschüsse den Vorgeschlagenen ihr Vertrauen bezüglich ihrer Verfassungstreue aussprechen, obwohl ernsthafte Zweifel an dieser bestehen, und die Kandidierenden dann, wie im Fall von Thommy Frenck, die Stichwahlen erreichen oder sogar gewinnen, wird eine Diskussion über die Verfassungstreue und die Wählbarkeit der Kandidierenden entbrennen, wie wir sie bereits im letzten Jahr bei der Wahl Sesselmanns in Sonneberg beobachten konnten. Und auch wenn diese Diskussionen natürlich wichtig sind und auch nachträgliche Überprüfungen, wie der sogenannte „Demokratie-Check“, den das Landesverwaltungsamt im letzten Mai im Nachgang der Landratswahl in Sonneberg vornahm, ihre Berechtigung haben, so sind sie doch Wasser auf die Mühlen der Demokratiefeinde in unserer Gesellschaft, die diese Vorgänge nutzen, um unser demokratisches System in Zweifel zu ziehen und zu verleugnen. Auch in der Bekämpfung der Demokratieverdrossenheit tut man sich so keinen Gefallen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In diesen Fragen darf es keine Zweifel geben. Wahlausschüsse sind das erste Bollwerk und Instrument unserer wehrhaften Demokratie. Dieser Verantwortung müssen Sozialdemokrat:innen nachkommen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:44:55 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>INI 2: Wir geben den Osten nicht auf – trotz alledem!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/wir-geben-den-osten-nicht-auf-trotz-alledem-43472</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/wir-geben-den-osten-nicht-auf-trotz-alledem-43472</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ost-Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg waren ein Fanal für die Demokratie. Eine faschistische Partei konnte in drei Landtagen etwa 30 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Das reicht in Brandenburg und Thüringen sogar zu einer Sperrminorität, mit der parlamentarische Prozesse und demokratische Entscheidungen blockiert werden können. Während die extreme Rechte damit die Wahlen in Thüringen gewinnen konnte, reichte es für die CDU in Sachsen und die SPD in Brandenburg jeweils noch zu einem knappen Wahlsieg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ausgangslage für die jeweils achte Legislaturperiode seit 1990 ist verheerend. Demokratische Regierungsmehrheiten sind mindestens auf das autoritäre, russlandfreundliche BSW angewiesen; parteipolitische Bündnisse, die auf eine einmütige politische Vision oder ein gemeinsames Narrativ bauen, sucht man vergebens.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unterdessen setzt die AfD die Verächtlichmachung demokratischer Institutionen fort. Vorläufiger Höhepunkt dessen ist die konstituierende Sitzung des Thüringer Landtags, die durch den AfD-Alterspräsidenten – einer Marionette der blau-braunen Fraktion – torpediert wurde: eine Verfassungskrise mit Ansage, welche die Demokratie beschädigt zurücklässt. Das war ein Auftakt dafür, was möglicherweise allen drei Landtagen in den kommenden fünf Jahren blüht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Ist der Osten damit verloren? Nein, nur wenn wir ihn aufgeben!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um klarzustellen: Nichts rechtfertigt es, menschenverachtende und niederträchtige Politik zu unterstützen. Niemals wird die eigene Situation besser, wenn „nach unten“ getreten wird. Dennoch lässt sich konstatieren, dass gerade die Hoffnungen und Erwartungen der Menschen in Ostdeutschland in den vergangenen drei Jahrzehnten enttäuscht oder vernachlässigt wurden. Hier muss unser Politikansatz angreifen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Für wen wir streiten</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Sozialdemokratie muss sich für all diejenigen stark machen, die auf das Aufstiegsversprechen angewiesen sind. So wollen wir Jungsozialist:innen die bestmöglichen Chancen und Perspektiven für junge Menschen ermöglichen, damit sie ein selbstbestimmtes und gutes Leben führen und sich persönlich entfalten können. Dabei ist es unsere Verantwortung, gerade Schüler:innen, Auszubildenden und jungen Arbeitnehmer:innen eine Stimme zu geben, denn sie werden allzu häufig überhört. Darüber hinaus streiten wir nachdrücklich für die gesellschaftlichen Gruppen, die besonders vulnerabel sind – gerade migrantische und queere Communities kommen in den Debatten häufig zu kurz. Gemeinsam mit unseren progressiven Bündnispartner:innen treten wir für ihre Interessen und Anliegen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><span class="underline">Für eine materialistische Agenda</span></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die sozioökonomischen Bedingungen für die Menschen in Ostdeutschland sind 34 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer weitaus schlechter als in der übrigen Bundesrepublik. Vielmehr lässt sich als Folge der Entwicklungen der letzten drei Jahrzehnte feststellen: Der Osten ist strukturell „ärmer und älter“ als der Westen. Nach den dramatischen Entwicklungen in den 90er und 2000er Jahren für die Menschen vor Ort ist eine demographische oder volkswirtschaftliche Trendumkehr trotz mancher Förderprogramme aus sich selbst heraus nicht vorstellbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zunächst braucht es deshalb mehr denn je Umverteilungsmaßnahmen von „oben nach unten“ und von „west nach ost“, die dem extremen Ungleichgewicht der Vermögensverteilung entgegenwirken. Hierbei können wir unsere Forderung nach der Einführung eines bedingungslosen Grunderbes wiederholen. Darüber hinaus streiten wir an der Seite der Gewerkschaften für bessere Arbeitsbedingungen, damit das Credo „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ endlich Realität wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um nachhaltige wirtschaftliche Verbesserungen zu erzielen, die letztlich den Beschäftigten zugutekommen, brauchen wir aber eine neue Wirtschaftspolitik in Ostdeutschland. Nur durch eine gezielte Reindustrialisierung, die auf globale Trends wie Digitalisierung und Dekarbonisierung setzt, kann der Wandel vom Niedriglohnsektor inkl. „verlängerten Werkbänken“, die allzu häufig vom Mindestlohn dominiert werden, hin zu einer tarifgebundenen innovativen Wirtschaftsregion gelingen. Hierfür fordern wir besondere Unterstützungsformate für den F&amp;E-Bereich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um das gute Leben für alle zu erstreiten, müssen wir künftig noch stärker die Lebenshaltungskosten infolge der inflationären Entwicklung in den Blick nehmen. Energie, Wohnen, Gesundheit, Mobilität oder Verpflegung dürfen die Menschen finanziell nicht überfordern. Hierfür braucht es eine starke Daseinsvorsorge, die die Wirksamkeit von Gemeinschaft aufzeigt. Der Rückzug des Staates aus vielen Bereichen der Daseinsvorsorge, etwa der Gesundheits- oder Energieversorgung, war ein Fehler, hat das Vertrauen in den Staat schwinden lassen und muss Schritt für Schritt rückgängig gemacht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><span class="underline">Für eine bessere demokratische Kultur</span></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich zu den sozioökonomischen Faktoren müssen wir an der demokratischen Kultur arbeiten. Der Osten kann nicht auf tiefe gesellschaftliche Verwurzelung politischer Institutionen zählen. Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben über Vereine und die Beteiligung an der politischen Meinungsbildung über die Teilnahme an Wahlen hinaus sind nicht stark ausgeprägt. An die Stelle ehrenamtlichen Engagements in Parteien wird ein eher basisdemokratisches Politikverständnis gesetzt, welches das Vertrauen in parlamentarische Abläufe einschränkt. Aber Demokratie braucht Demokrat:innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Echte demokratische Kultur kann sich nur nachhaltig entwickeln, wenn Menschen auch aktiv Verantwortung wahrnehmen und sich an politischen und gesellschaftlichen Prozessen beteiligen. Deshalb müssen wir die Bedingungen für ehrenamtliches Engagement und genossenschaftlichen Einsatz verbessern. Orte des Zusammentreffens und des Austausches von Menschen verschiedener gesellschaftlicher Hintergründe müssen stärker gefördert werden, sei es der Jugendclub, Sportverein oder das Wohnprojekt.<br><br>
Es braucht darüber hinaus mehr Abstimmungs- und Beteiligungsformate. Neue Formen der Beteiligung von Bürger:innen an demokratischen Entscheidungsprozessen können dafür sorgen, dass mehr Menschen in Thüringen Entscheidungen der Politik akzeptieren und hinter ihnen stehen können.Gleiches gilt für eine Steigerung der Transparenz staatlichen Handelns und der Offenheit für mehr Formen direkter Bürger:innenbeteiligung, wie etwa Bürger:innenhaushalte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Darüber hinaus kann auch die Ergänzung der bisherigen politischen Abstimmungs- und Beteiligungsformate durch deliberative Aspekte förderlich auf die Akzeptanz und die Legitimation von Entscheidungen wirken. Gleiches gilt für eine Steigerung der Transparenz staatlichen Handelns und der Offenheit für die direkte Beteiligung, etwa in Form von Bürger:innenhaushalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><span class="underline">Nachhaltig für den Osten streiten</span></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der bundesdeutsche Blick, der die vergangenen Monate auf Thüringen, Sachsen und Brandenburg gerichtet war, hat manche der zuvor angerissenen Aspekte aufgegriffen. Der Blick darf nach diesen Wahlen und ihren Ergebnissen nicht gleichgültig verschwinden. Die Entwicklungen im Osten drohen, hier nicht Halt zu machen, sondern wortwörtlich zu einer Blaupause für Westdeutschland zu werden. Deshalb müssen wir gemeinsam, trotz unterschiedlicher Erfahrungen und manch verschiedener Herausforderungen, solidarisch Seit an Seit streiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Jusos in der SPD steht für uns fest: Wir werden keinen Ort, keine Region und schon gar kein Bundesland jemals den Rechten überlassen. Die Angriffe von rechts auf unsere offene Gesellschaft und die demokratischen Institutionen werden wir zurückweisen. Ein Verbot der AfD kümmert sich dabei nur um die Symptome des gesamtgesellschaftlichen Rechtsrucks, menschenfeindliche Ansichten verschwinden nicht von allein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern die SPD auf, sich endlich stärker mit den spezifischen Herausforderungen Ostdeutschlands auseinanderzusetzen. Das bedeutet für uns: Es muss endlich im Regierungshandeln der Ampel deutlich werden, dass die SPD die letzte Bundestagswahl vor allem im Osten gewonnen hat - denn davon spüren wir bisher wenig. Wenn die Sozialdemokratie nicht glaubhaft für Umverteilung, Zukunftsperspektiven und das demokratische Gemeinwohl im Osten einsteht und dies in konkrete Politik für die Menschen vor Ort gießt, verliert sie ihre Daseinsberechtigung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb liegt es an uns, gemeinsam mit den progressiven Kräften und zusammen mit unseren Bündnispartner:innen stärker denn je und glaubhaft für die Interessen Ostdeutschlands zu kämpfen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir geben den Osten nicht auf – trotz alledem!</strong></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:43:45 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A17: Zweiten Bildungsweg stärken – Thüringenkolleg ausbauen! </title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Zweiten-Bildungsweg-starken-Thuringenkolleg-ausbauen-405</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Zweiten-Bildungsweg-starken-Thuringenkolleg-ausbauen-405</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Der zweite Bildungsweg ist essenzieller Bestandteil unserer Bildungslandschaft in Thüringen. Menschen erhalten unabhängig von ihrer Qualifikation die Möglichkeit, sich individuell weiterzubilden und zum Beispiel die Studierfähigkeit zu erlangen. Das erhöht die gerechte Verteilung von Bildungschancen in unserer Gesellschaft und schafft Platz für flexible Bildungskarrieren.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Das Thüringenkolleg in Weimar ist das einzige seiner Art in Thüringen und bietet eben jenes Angebot. Mit vorherig abgeschlossener Berufsausbildung oder einer zweijährigen Berufstätigkeit bzw. Elternzeit können junge Erwachsene ihre Allgemeine sowie Fachholschulreife nachholen. Die mit BAföG geförderte Ausbildungszeit, bestehend aus der Einführungsphase und Qualifikationsphase, umfasst 3 Jahre. Für Bewerber:innen ohne Regelschulabschluss bietet das Thüringenkolleg einen einjährigen Vorkurs.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Auch Menschen mit in Deutschland nicht anerkannten Qualifikationen erhalten dadurch die Möglichkeit, einen deutschen Schulabschluss nachzuholen. Das Thüringenkolleg leistet also wichtige Integrationsarbeit, um allen eine bestmögliche Berufsperspektive zu bieten. Außerdem bietet es die Möglichkeit, sich auch später im Leben noch neu orientieren und nachqualifizieren zu können.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Genau dafür stehen wir ein und fordern: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Der Ausbau des zweiten Bildungsweges soll in das Landtagswahlprogramm der SPD Thüringen übernommen werden. Damit Thüringen seine Qualitäten im Bildungswesen behält und ausbauen kann, setzt sich die SPD für den Erhalt bereits bestehender Institutionen ein.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Die SPD fordert in ihrem Landtagswahlprogramm, dass das Thüringenkolleg Weimar erhalten bleibt. Um den Fortbestand zu sichern, setzt sie sich dafür ein, dass das im Schulgebäude integrierte Internat ebenfalls erhalten bleibt. Dadurch macht die SPD das Thüringenkolleg für Bewerber:innen weiterhin zu einem lukrativen Standort.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Um mehr Bildungsangebote für alle zu schaffen, soll zu der bereits angebotenen Allgemeinen und Fachhochschulreife am Thüringenkolleg der Realschulabschluss oder eine dem Realschulabschluss ähnliche Qualifikation sowie der Hauptschulabschluss angeboten werden. Damit schaffen wir mehr Integration und reagieren noch besser auf die aktuellen Herausforderungen im Bildungswesen.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Damit mehr Menschen auf die Institution Thüringenkolleg aufmerksam werden, bewerben örtliche Jobcenter dieses Angebot im gleichen Maße wie andere Einrichtungen wie z. B. VHS oder berufliches Gymnasium.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Schüler:innen, die sich in einer Vollzeitausbildung des Vorkurses am Thüringenkolleg fortbilden, sollen das Recht auf elternunabhängiges BAföG haben. Nur so können sich lernende Personen vollkommen auf ihre Ausbildung konzentrieren.</strong></p></li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 10:42:16 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A7: Queere Zentren in Thüringen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Queere-Zentren-in-Thuringen-19587</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Queere-Zentren-in-Thuringen-19587</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern,dass das Landesprogramm für Akzeptanz und Vielfalt, sowie das Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheitweiterhin bestehen bleiben und ausgebaut werden. Dadurch soll in jedem Landkreis und jeder kreisfreie Stadt in Thüringen ein Safe Space für junge Menschen der queeren Community errichtet werden. Diese Einrichtungen sollen queeren Jugendlichen einen geschützten Raum bieten, in dem sie Unterstützung erhalten, Vernetzungsmöglichkeiten bieten und ihre Identität in einem förderlichen Umfeld weiterentwickeln können.<br>
In besonders ländlich geprägten Kreisen, in welchen eigenständige Queere Zentren nur sehr schwer zu realisieren sind, sollten diese Angebote durch bestehende Träger der (freien) Jugendhilfe möglich gemacht werden.<br>
Queere Bildung und sichere Räume müssen Bestandteile der Jugendhilfepläne sein.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Etwa 11 % der Jugendlichen in Deutschland identifizieren sich als queer, bei der Generation Z sind es sogar 22 %. Dennoch findet Aufklärung über queere Identitäten in Schulen häufig gar nicht oder nur in unzureichender Form statt. Mitglieder der LGBTQIA+ Community stehen tagtäglich vor Herausforderungen, ohne klare Unterstützung zu erhalten. Queere Zentren könnten einen geschützten Raum schaffen, in dem junge Menschen bereits frühzeitig in ihrer sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt beraten und unterstützt werden. Eine umfassende und frühzeitige Aufklärung fördert die Akzeptanz in der Gesellschaft und trägt zu einem sichereren Umfeld für queere Personen bei.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 09:30:31 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A24: Beteiligung der Bürger:innen an Erträgen aus Erneuerbaren Energien</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Beteiligung-der-Burger-innen-an-Ertragen-aus-Erneuerbaren-Energien-10968</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/Beteiligung-der-Burger-innen-an-Ertragen-aus-Erneuerbaren-Energien-10968</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein entscheidender Baustein für die Energiewende und den Klimaschutz. Um die Akzeptanz für die nötigen Maßnahmen zu erhöhen, ist es wichtig, dass Bürger:innen direkt an den Erträgen aus der Nutzung dieser Energiequellen beteiligt werden. Eine direkte finanzielle Beteiligung trägt zu echter Umverteilung bei und dazu, Vorteile der Energiewende gerecht auf die Bevölkerung zu verteilen. Bisher erhalten Bürger:innen , die innerhalb eines Radius von 2500 Meter Windkraftanlagen leben, eine finanzielle Beteiligung in Höhe von 0,2 ct pro eingespeister Kilowattstunde. Diese Regelung sollte auf alle Erneuerbaren Energien ausgedehnt und die Beteiligung erhöht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Ausweitung der finanziellen Beteiligung auf verschiedene Erneuerbare Energiequellen, kombiniert mit einer Erhöhung der bisherigen Zahlungen, wird den Bürger:innen ermöglichen, direkt von der Energiewende zu profitieren. Dies stärkt nicht nur die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber erneuerbaren Projekten, sondern trägt auch zu einer fairen Verteilung der Erträge bei, die durch den Ausbau dieser Energiequellen erzielt werden. Auf diese Weise wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer sozial gerechten und nachhaltigen Energiewende gemacht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landeskonferenz möge daher beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die Jusos Thüringen fordern, dass Bürger:innen an den Ertägen von erneuerbaren Energiequellen, besonders der Windkraft und der Solarenergie, verpflichtend beteiligt werden. Dies betrifft Anwohner:innen in einem festgelegten Umkreis von 2500 Meter um die jeweilige Energieanlage. Hierbei soll eine finanzielle Beteiligung in Höhe von 1 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde gewährt werden.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Diese finanzielle Beteiligung soll den Bürger:innen direkt zugutekommen. Dies kann in Form von jährlichen Strompreiserlösgutschriften, Rabatten oder vergleichbaren finanziellen Vorteilen erfolgen, die an den Erträgen der jeweiligen Anlagen orientiert sind.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li>Neben der direkten finanziellen Beteiligung der Bürger:innen soll es auch möglich sein, weitere Beteiligungsformen anzubieten, wie beispielsweise die Nutzung günstiger Stromtarife (Lokalstromtarife), die Unterstützung beim Aufbau oder der Modernisierung von Wärmenetzen oder andere Formen der Energieversorgung, die den Bürger:innen in der Region langfristig zugutekommen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li>Um eine dezentrale, günstige und nachhaltige Energiewende in Thüringen zu ermöglichen, müssen dafür auch der Windhöffigkeit nach geeignete Waldflächen in Erwägung kommen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li>Die Regelung soll für alle neuen und bestehenden Energieprojekte im Bereich der Erneuerbaren Energien gelten, die nach dem Inkrafttreten der Gesetzgebung umgesetzt oder weiterbetrieben werden.</li></ol></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein entscheidender Baustein für die Energiewende und den Klimaschutz. Um die Akzeptanz für die nötigen Maßnahmen zu erhöhen, ist es wichtig, dass Bürger:innen direkt an den Erträgen aus der Nutzung dieser Energiequellen beteiligt werden. Eine direkte finanzielle Beteiligung trägt zu echter Umverteilung bei und dazu, Vorteile der Energiewende gerecht auf die Bevölkerung zu verteilen. Bisher erhalten Bürger:innen , die innerhalb eines Radius von 2500 Meter Windkraftanlagen leben, eine finanzielle Beteiligung in Höhe von 0,2 ct pro eingespeister Kilowattstunde. Diese Regelung sollte auf alle Erneuerbaren Energien ausgedehnt und die Beteiligung erhöht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine Ausweitung der finanziellen Beteiligung auf verschiedene Erneuerbare Energiequellen, kombiniert mit einer Erhöhung der bisherigen Zahlungen, wird den Bürger:innen ermöglichen, direkt von der Energiewende zu profitieren. Dies stärkt nicht nur die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber erneuerbaren Projekten, sondern trägt auch zu einer fairen Verteilung der Erträge bei, die durch den Ausbau dieser Energiequellen erzielt werden. Auf diese Weise wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer sozial gerechten und nachhaltigen Energiewende gemacht.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 16 Oct 2024 09:28:58 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä4 zu A19: Auf geht‘s Karlsruhe! Für die Prüfung eines AfD-Verbotes.</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/motion/668/amendment/486</link>
                        <author>Jusos Weimar/Weimarer Land</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/motion/668/amendment/486</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_86_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 34 bis 37:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die AfD ist eine Bedrohung für unsere ganze Republik. Deshalb wird der Landesvorstand einen Antrag auf dem Bundeskongress der Jusos einbringen, welcher das Ziel hat, dass Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung als dafür zuständige Organe einen Antrag beim Bundesverfassungsgericht auf Verbot der AfD stellt.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Seit Monaten wird über ein AfD-Verbotsverfahren diskutiert. Wir finden: die AfD ist eine Bedrohung für unsere ganze Republik. Aus diesem Grund fordern wir die Bundesjusos dazu auf, sich möglichst bald zu dem Thema zu positionieren. Um eine Entscheidung auf eine breite gefestigte Basis zu stellen, möchten wir dazu einen partizipativen Prozess innerhalb der Jusos anzustoßen. Mit einer gemeinsamen Position kann mehr Einfluss auf eine Entscheidungsfindung der SPD geübt werden.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 29 Sep 2024 07:30:35 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä3 zu A19: Auf geht‘s Karlsruhe! Für die Prüfung eines AfD-Verbotes.</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/motion/668/amendment/485</link>
                        <author>KV Gera</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/motion/668/amendment/485</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_86_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 34 bis 37:</h4><div><p class="deleted" style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Die AfD ist eine Bedrohung für unsere ganze Republik. Deshalb wird der Landesvorstand einen Antrag auf dem Bundeskongress der Jusos einbringen, welcher das Ziel hat, dass Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung als dafür zuständige Organe einen Antrag beim Bundesverfassungsgericht auf Verbot der AfD stellt.</p><p class="inserted" style="color:#008000;text-decoration:underline;">Seit Monaten wird über ein AfD-Verbotsverfahren diskutiert. Wir finden: die AfD ist eine Bedrohung für unsere ganze Republik. Aus diesem Grund fordern wir die Bundesjusos dazu auf, sich möglichst bald zu dem Thema zu positionieren. Mit einer gemeinsamen Position kann mehr Einfluss auf eine Entscheidungsfindung der SPD geübt werden.</p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 29 Sep 2024 07:08:51 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä5 zu A31: Eignungsprüfung Sozialistische Kampfliedkunde</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/motion/684/amendment/484</link>
                        <author>Jusos Gotha und Ilm-Kreis (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/motion/684/amendment/484</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_86_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 2 bis 3:</h4><div><p>Die Mitglieder des Juso-Landesvorstands<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">, des Bundesvorstandes und Gäste andere Landesvorstände</ins> repräsentieren <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">den</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">die</ins> Juso-<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Landesverband</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Landesverbände sowie den Bundesverband</ins> in vielerlei Hinsicht – auch in einer, die oft in ihrer Wichtigkeit immens </p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 28 Sep 2024 18:19:00 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä3 zu A31: Eignungsprüfung Sozialistische Kampfliedkunde</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/motion/684/amendment/483</link>
                        <author>KV Erfurt</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/motion/684/amendment/483</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_86_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 6 bis 13 löschen:</h4><div><p>Anteil der Mitglieder der Landesvorstände enorme Wissenslücken bei Kampfliedern der sozialistischen Arbeiter:innenbewegung aufwies und auch aktuell aufweist.<del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;"> Um diesen Missstand in Zukunft zu verringern, sollen ab sofort alle Kandidierenden zuerst eine Eignungsprüfung in sozialistischer Kampfliedkunde bestehen, bevor sie zur Wahl in den Landesvorstand zugelassen sind. Diese findet direkt vor der jeweiligen Kandidierendenvorstellung und unter Einschluss der Juso-Öffentlichkeit statt.</del> Hauptbestandteil der Prüfung ist das auswendige a cappella Singen aller drei offiziellen Strophen von “Die Internationale” und kann durch </p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 28 Sep 2024 18:02:47 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä1 zu A26: Integration in den digitalen Zahlungsverkehr statt Stigmatisierung!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/motion/678/amendment/482</link>
                        <author>KV Erfurt (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/motion/678/amendment/482</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_86_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 38 bis 39 einfügen:</h4><div><p>Verwaltungsaufwand steigt erneut und die Privatsphäre von Geflüchteten wird beschnitten.<ins style="color:#008000;text-decoration:underline;"> Um eine erfolgreiche Teilnahme am Zahlungsverkehr zu ermöglichen, müssen zielgruppenorientierte Hilfestellungen zur Verfügung gestellt werden.</ins></p></div></div></section>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 28 Sep 2024 17:35:08 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>INI 1: Alles auf rot. Looking at you, SPD!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako24/alles-auf-rot-looking-at-you-spd-18828</link>
                        <author>Landeskonferenz (dort beschlossen am: 28.09.2024)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako24/alles-auf-rot-looking-at-you-spd-18828</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vom Wahlergebnis am 1. September war in Thüringen niemand so wirklich überrascht. Alle wussten: In unserer Gesellschaft hat sich etwas verschoben. Dinge sind sagbar geworden, die vorher nicht sagbar waren. Immer mehr Hass greift um sich und das Leben wird gewaltvoller. Das Wahlergebnis hat das nur in Zahlen zementiert. Statt Überraschung stand vielen von uns am Wahlsonntag Resignation ins Gesicht geschrieben, aber wir resignieren nicht. Wir kämpfen für eine bessere Welt – jetzt erst recht!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ergebnisse der Landtagswahl sind die bittere Fortsetzung eines stetigen Rechtsrucks. Und der hat viele Ursachen. Auch die SPD hat keine überzeugende Gegenstrategie: Wir haben es nicht geschafft, ein glaubhaftes Versprechen von mehr Gerechtigkeit zu formulieren. Dabei ist genau das der Auftrag unserer Partei – und wir werden ihn annehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ALS JUSOS DIE SPD RETTEN - SO HABEN WIR UNS DAS AUCH NICHT VORGESTELLT</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jetzt ist es an uns, dafür zu sorgen, dass die Sozialdemokratie eine Zukunft hat. Sie muss sich ihrer historischen Rolle annehmen: dem Kampf gegen Armut und für das gute Leben für alle. Dafür muss die SPD Thüringen das Wahlergebnis akzeptieren und sich auf den Weg in die Opposition machen. Es braucht im neu zusammengesetzten Thüringer Landtag eine demokratische Opposition, die nicht zulässt, dass sich die AfD als einzige Oppositionspartei präsentieren kann. Unsere Rolle ist nicht in einer Regierung der kleinen und großen Übel, in der wir unseren Zielen nicht gerecht werden können. Mit unseren 6,1 Prozent können wir keinen Beitrag für die Bildung einer stabilen demokratischen Regierung leisten.Solange das so ist, braucht es für stabile Mehrheitsverhältnisse nicht uns, sondern die Linke.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Regieren darf nie zum Selbstzweck werden, nach 15 Jahren Regierungsbeteiligung in Thüringen mag das für viele schwer zu akzeptieren sein. Jetzt ist es aber an der Zeit, in der Realität anzukommen und in der Opposition an gesellschaftlichen Mehrheiten für ein besseres Thüringen zu arbeiten und die Zeit zu nutzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>DEN RECHTEN NICHT AUF DEN LEIM GEHEN</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die faschistische AfD nutzt jede Gelegenheit, den Nährboden für Gewalt und Ausgrenzung zu säen. Besonders in ländlichen Regionen, wo Sparpolitik schon seit Jahrzehnten dafür sorgt, dass Jugendclubs schließen müssen und die Gesundheitsversorgung ausgedünnt wird, füllt die AfD das Vakuum – ob mit rechtsextremen Kampfsportvereinen oder Machtdemonstrationen auf der Straße. Wer gegen diese Hetze antritt, wird bedroht, verfolgt, geschlagen. Wer Position bezieht, muss Konsequenzen fürchten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die extrem Rechten wissen die Angst vor dem sozialen Abstieg zu instrumentalisieren. Mit ihrem Hass und Rassismus treiben sie den politischen Diskurs so weit nach rechts, dass es inzwischen als normal erscheint, Menschen abzuwerten und gegeneinander auszuspielen. Vernichtungsfantasien und Entmenschlichung sind bis tief in der sogenannten Mitte verbreitet. Strategien dagegen fehlen. Aber eins ist sicher: Es braucht Rückgrat und lautstarken Widerspruch, besonders aus der SPD. Unser Kampf muss sich jedoch nicht nur gegen rechts, sondern auch gegen die Gründe für Abstiegsängste richten: Armut, Ungleichheit und Perspektivlosigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Einige in der SPD glauben, wir müssten uns den Rechten annähern, besonders in der Migrationspolitik. Doch Forderungen nach Grenzkontrollen, Abschiebungen und Haftlagern sind politischer Selbstmord. Das Wahlergebnis von 6,1 Prozent ist der Beweis: Die SPD verliert, weil wir scheinbar kein Rückgrat haben. Kein abgeschobener Geflüchteter sorgt dafür, dass das Schwimmbad vor Ort wieder aufmacht, egal ob Rechte oder Sozialdemokrat:innen abschieben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Sozialdemokrat:innen müssen wir den Weg in ein besseres Thüringen aufzeigen – und das beginnt mit der schonungslosen Analyse der Realität: Ein Viertel der Thüringer:innen arbeitet zum Mindestlohn. Reallohnverluste, die wachsende Angst vor Armut und marode Schulen sind reale Probleme, die gelöst werden müssen. Der bisherige Umgang treibt die Menschen auf der Suche nach einfachen Lösungen in die Arme der Rechten. Der neoliberale Kapitalismus produziert immer Verlierer:innen, stellt die persönliche Selbstrealisierung über Solidarität und das Allgemeinwohl und spaltet damit die Gesellschaft. Für uns als Jungsozialist:innen steht fest: Wir kämpfen gegen den Kapitalismus und seine Auswüchse regional, national und international, für eine solidarische Zukunft. Wir fordern die SPD Thüringen auf, diesen Kampf endlich entschlossen aufzunehmen. Dabei ist es wichtig, das sozialdemokratische Vorfeld wieder stärker einzubeziehen, denn Gewerkschaften und Arbeiterwohlfahrt sind unsere natürlichen Partner:innen beim Kampf für das gute Leben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ES BRAUCHT DIE SPD</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sie ist ein zentraler Baustein der organisierten gesellschaftlichen Linken in Thüringen. Diese linke Kraft muss sie auch bleiben, anders verliert sie ihre Daseinsberechtigung. Doch damit das gelingt, muss sich die Partei verändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ihre Stärke nimmt die SPD aus ihrer Mitgliedschaft - und zwar in zweierlei Hinsicht:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Die gerechte Welt milieu-übergreifend erträumen und erstreiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Ortsverein treffen Arbeitnehmer:innen auf Studierende, Alte auf Junge, Zugezogene auf Alteingesessene, Menschen aus dem Einfamilienhaus, auf Menschen aus der Platte. Die SPD steht nicht nur für ein bestimmtes Programm mit einzelnen spezifischen Maßnahmen. Die Sozialdemokratie muss einen anderen Gesellschaftsentwurf anbieten: Eine Welt der Freien und Gleichen soll an die Stelle ausbeuterischer, kapitalistischer Abhängigkeitsverhältnisse treten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>August Bebel darf nicht nur ein beliebtes Passwort oder Wandbild in SPD Büros in Thüringen sein, sondern eine Inspiration, wie viele andere sozialistische und sozialdemokratische Persönlichkeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Erbe mit Leben zu füllen und inhaltlich auszugestalten, gelingt nur gemeinsam über Grenzen hinweg. Der Kapitalismus mag uns einteilen in Auszubildende, Studierende, Arbeitnehmer:innen, Erwerbslose und Rentner:innen, doch am Tisch des SPD-Ortsvereins sind wir alle Menschen mit einem gemeinsamen Ziel: Eine bessere Welt für die Vielen gestalten und gemeinsam debattieren wir, wie wir dieses Ziel erreichen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Doch die Partei hat sich weit von diesem Ideal entfernt. Inhaltliche Positionen werden zuerst mit viel Fleiß erarbeitet, hart erstritten und auch beschlossen, um letztendlich vom Spitzenkandidaten und Landesvorsitzenden missachtet zu werden?!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die SPD Thüringen ist hierarchischer geworden, statt Inhalte gemeinsam vor Ort zu erarbeiten, wird man über neue Positionen aus der Presse informiert und die geleistete politische Arbeit für irrelevant erklärt. Damit verzichtet die Partei auf eine ihrer zentralen Stärken. Der Titel “Mitgliederpartei” muss endlich wieder gelebt und nicht nur propagiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Gemeinsam ehrenamtlich auf der Straße für eine Welt ohne Armut kämpfen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Mitglieder, die immer wieder aufs neue das sozialdemokratische Aufstiegs- und Solidaritätsversprechen mit Leben füllen, sorgen dafür, dass die SPD als gesellschaftliche Kraft in der Öffentlichkeit wahrnehmbar ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den letzten Wochen und Monaten haben viele in dieser Partei Unglaubliches geleistet. Unter widrigsten Umständen wurden Plakate gehängt, Flyer verteilt, Infostände organisiert und natürlich auch kandidiert. All das fast ausschließlich ehrenamtlich nach der Arbeit, Schule oder Uni.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Statt die Sozialdemokratie in ihrer Breite abzubilden, konzentrierte sich der Wahlkampf auf eine Person. Eine Person, die für viele Menschen nichts mit der vor Ort engagierten Sozialdemokratie zu tun hat. Eine Person, die ganz viele Menschen nicht kannten oder kennen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wo war die Spitze unserer Landespartei, während wir antifaschistische Bündnisse schmiedeten, Demonstrationen auf die Straße brachten und versuchten, der braunen Übermacht entgegenzutreten? Wo waren die Aufrufe der SPD, an Demonstrationen teilzunehmen? Wo war die Unterstützung für die tausenden Demonstrierenden? Viele Antifaschist:innen in Thüringen fühlen sich deswegen von der SPD im Stich gelassen. Der Kampf gegen Rechts findet auf der Straße statt und genau da muss auch unserer Platz sein, über alle Gremien hinweg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>EINE ANDERE SPD</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es braucht eine andere SPD, wenn es sie noch weiter geben soll. Dafür muss sie ihre eigenen Mitglieder überzeugen, dass das Engagement wirkt und wertgeschätzt wird, bevor sie es schaffen kann, den Rest der Gesellschaft zu überzeugen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dafür braucht es zweierlei: Ein klares Bekenntnis zum sozialdemokratischen Menschen- und Weltbild, sowie eine Partei, welche durch ihre Spitze repräsentiert und nicht nur informiert wird. Die SPD ist ein Ort der Selbstorganisation und kein E-Mail-Verteiler für den:die Vorsitzende:n.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>KLARES BEKENNTNIS ZUM SOZIALDEMOKRATISCHEN MENSCHENBILD</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>“Die Solidarität der Interessen muss an die Stelle der Selbstsucht treten” Das war und ist der Leitspruch der SPD. Nie war es weniger ulkig, dieses Zitat des Parteigründers August Bebel auszupacken. Denn der Rechtsruck spiegelt sicht nicht nur im Erstarken der faschistischen AfD wieder, sondern vor allem daran, dass alle anderen Parteien auch nach rechts rücken. Olaf Scholz, der versucht, sich als Abschiebekanzler zu inszenieren, ist nur einer von vielen Tiefpunkten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die SPD muss wieder im Sinne dieser Grundüberzeugung politisch agieren, ansonsten verliert sie ihre Daseinsberechtigung. Entwürfe einer konservativen und DDR-nostalgischen Sozialdemokratie, wie sie der Seeheimer Kreis in Thüringen formuliert, lehnen wir ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Grundsatzprogramm der SPD heißt es richtigerweise, dass die Würde des Menschen unabhängig von seiner wirtschaftlichen Leistung und Nützlichkeit ist. Dem diametral entgegen stehen Forderungen aus dem Grundsatzprogramm des Seeheimer Kreises Thüringen, nach zusätzlichen Sanktionen und Schikanen von Bürgergeldempfänger:innen. So hat er verschriftlicht:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Wir stellen Politikansätze in Frage, selbst wenn sie zu lieb gewordenen Glaubensgrundsätze der Sozialdemokratie gehören. Wir haben den Anspruch, auf Grundlage unserer sozialdemokratischen Werte lösungsorientiert und undogmatisch die Zukunft zu gestalten.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das bedeutet nichts weniger als eine Abkehr von den Grundsätzen der Sozialdemokratie. Wir werden uns immer und überall gegen eine Verwässerung von sozialdemokratischen Positionen bis zur Unkenntlichkeit stellen. Es braucht keine zweite CDU. Der Seeheimer Kreis Thüringen ist das Ende der SPD und nicht ihre Zukunft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sollte genanntes zukünftig nicht umgesetzt werden und die Partei weiterhin durch einen Seeheimer-Kurs in die Bedeutungslosikeit getrieben werden, ist es zwingend notwendig, dass personelle Konsequenzen im Landesvorstand folgen. Eine Parteispitze, die sich mit hohen Abschiebezahlen dekoriert, ist nicht tragbar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ALLES AUF ROT - AUCH DIE SPD!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ihre Zukunft muss eine Politik sein, die sich an die Seite der Menschen stellt und jene Verhältnisse zum Tanzen bringt, die für immer mehr Ungerechtigkeiten sorgen. Dafür stehen wir. Dafür muss auch die SPD stehen, dann wird sie auch gewählt.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 28 Sep 2024 13:25:08 +0000</pubDate>
                    </item></channel></rss>