<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://antrag.jusos.rocks/lako23/feedmotions" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>Landeskonferenz 2023: Anträge</title>
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                <title>Landeskonferenz 2023: Anträge</title>
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                        <title>INI2: Menschenunwürdige Zustände bei der Unterbringung von Geflüchteten beenden!</title>
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                        <author>KV Erfurt</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><strong>Menschenunwürdige Zustände bei der Unterbringung von Geflüchteten beenden!</strong></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wieder einmal ist die Diskussion um Migration in vollem Gange. Rechte und konservative machen Stimmung und hetzen. Sie versuchen den Leuten weiß zu machen, dass Sie die Gemeinschaftsunterkunft mehr kostet, als beispielsweise die Milliarden die jedes Jahr an der Erbschaftssteuer vorbeigeschmuggelt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar. Menschen müssen auch wie Menschen behandelt werden. Das dies überhaupt diskutiert und verteidigt werden muss verdeutlicht den absolut Menschenunwürdigen Zustand dieser Debatte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ereignisse, wie das Feuer in Apolda bei dem ein junges Kind starb dürfen nicht sein. Worte, die scharf genug sind, die Situation in Unterkünften zu verurteilen gibt es nicht. Wir als Gesellschaft machen uns schuldig, indem wir Schutzsuchende wie Kriminelle behandeln und ihnen weniger Rechte zusprechen, als „Deutschen“ Mitmenschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es braucht verpflichtende Mindeststandards für die Unterbringung von Geflüchteten und damit eine grundlegende Veränderung der <strong>ThürGUSVO </strong>(Thüringer Gemeinschaftsunterkunfts- und Sozialbetreuungsverordnung).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern dahingehend:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Menschenwürdiges Wohnen für alle!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die dezentrale Unterbringung von Geflüchteten muss in allen Kommunen möglich sein. Das Land und der Bund müssen hier die nötigen finanziellen Mittel bereitstellen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Mindeststandards müssen verbindlich für alle Unterkünfte jeder Art in Thüringen gelten. Egal ob Gemeinschaftsunterkunft oder Erstaufnahmeeinrichtung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Es soll mindestens mit einer Fläche von 10m² pro Person gerechnet werden. Die aktuellen 6m² sind ganz klar zu wenig.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Alleinstehende Personen sollen maximal in zweier Zimmer untergebrach werden. Dabei muss Rücksicht genommen werden auf Lebensstil (z.B. Schichtarbeit) und besondere Schutzbedarfe. Eine räumliche Abgrenzung, um ein Mindestmaß an Privatsphäre zu ermöglichen muss gewährleistet werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Familien müssen immer in einem eigenen Zimmer untergebracht werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Es müssen genügend Bäder und Küchen mit allen nötigen Bestandteilen zur Verfügung gestellt werden, sodass sich nie mehr als 4 Personen diese teilen müssen. Familien müssen immer über ein eigenes Bad verfügen. Weiter müssen sie sich die Küche mit maximal einer weiteren Familie teilen müssen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Unterkünfte dürfen nicht in die Peripherie verbannt werden. Ein Zugang zur Versorgung mit Bedarfen des täglichen Lebens muss mit dem ÖPNV gewährleistet sein. Schulen, Supermärkte, Arztpraxen, Poststellen, Behörden etc. müssen von der Unterkunft aus in einer für die Region üblichen Zeit mit dem ÖPNV erreichbar sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Unterkünfte dürfen im Regelfall eine Größe von 30 Personen nicht überschreiten. Zu große Unterkünfte machen sinnvolle Sozialbetreuung durch Sozialarbeiter:innen unmöglich. In Ausnahmen müssen Unterkünfte über 30 Menschen intern eine organisatorische Trennung in Teile mit maximal 30 Menschen vollzogen werden. Außerdem können sehr große Unterkünfte dafür genutzt werden, große Zahlen Geflüchtete an einem bestimmten Ort unterzubringen, um sie aus dem weiteren Stadtbild herauszuhalten. Das muss verhindert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Es braucht einen festen Mindest-Schlüssel von Sozialarbeiter:innen mit eigenem Büro in der Unterkunft. An vielen Orten haben sich Schlüssel von 1:100 oder sogar mehr etabliert. Wir fordern, dass solch ein Schlüssel 1:15 nicht überschreiten darf. Außerdem sollte dieses Büro acht Stunden am Tag und fünf Tage die Woche besetzt sein, damit Bewohner:innen unabhängig von Arbeitszeiten die Angebote zur Beratung nutzen können. Jedes Büro muss mit einer Möglichkeit zum Videodolmetschen ausgestattet sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>In jeder Unterkunft muss es Gemeinschaftsräume und Kinderspielzimmer geben, die für alle zugänglich und gut ausgestattet sind. Der Zugang zu Sporträumen muss gewährleistet werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Sicherheit der Unterkünfte muss immer gewährleistet sein. Die Brandmeldeanlage muss genauso wie bei einem Studierendenwohnheim direkt an die lokale Leitstelle angeschlossen sein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wohnpflicht in Sammelunterkünften streichen! §49 Abs. 2 Asylgesetz nutzen!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Jemand der über Bekannte, Freunde, Verwandte oder auf anderem Wege die Möglichkeit hat während seines Asylverfahrens privat unterzukommen, soll diese Möglichkeit auch nutzen können. Dies entlastet Betroffen und Unterkünfte.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wir verurteilen den Migrationspolitischen Kurs der Bundesregierung aufs schärfste!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Innenministerium ist nun in SPD-Hand aber Seehofers Geist lebt ganz eindeutig weiter. Massenabfertigung durch Grenzverfahren und die Ausweitung der Anzahl der sicheren Drittstaaten sind Ideen, die nichts mit folgenden Satz aus dem Koalitionsvertrag der Ampel zu tun haben:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>„Wir wollen die illegalen Zurückweisungen und das Leid an den Außengrenzen beenden.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Leid an den Außengrenzen wird aktuell nicht bekämpft sondern vorangetrieben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir positionieren uns ganz klar gegen die geplanten Lager an den EU-Außengrenzen. Haft darf nicht die Antwort auf die Suche nach Schutz sein!</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir verurteilen Nancy Faeser und die Bundesregierung für ihre Zustimmung im Innenminister:innenrat der EU am 8. Juni 2023 zu den Plänen der EU Asylgrenzverfahren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern jede:n innerhalb der SPD Thüringen dazu auf sich klar gegen diese Pläne zu positionieren.</li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 10:21:31 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Q1: Das Patriarchat kotzt uns an!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/das-patriarchat-kotzt-uns-an-61821</link>
                        <author>Landesvorstand Jusos Thüringen (dort beschlossen am: 24.05.2023)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern Politik und Entscheidungsträger:innen auf allen Ebenen auf, sich für intersektionale queerfeministische Umverteilung einzusetzen, damit wir endlich die Ungerechtigkeit, gegen die FINTA*, BIPoC und queere Personen konstant ankämpfen müssen, beseitigen können. Wenn wir warten, bis sich das Geld und die Ressourcen von selber umverteilen, werden höchstens unsere Ururenkelkinder etwas davon abhaben – das dauert uns zu lang! Daher muss die Politik eingreifen und die Weichen stellen für eine gerechtere Gesellschaft, statt bestehende Ungleichheiten weiterhin zu tolerieren und zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Forderung ist einfach und revolutionär zugleich: die Lebensrealitäten von Menschen, die nicht der weißen-hetero-cis-männlichen Norm entsprechen, müssen einen GLEICHWERTIGEN Platz am Tisch haben, sie müssen den gleichen Zugang zu Ressourcen haben und ein bedingungsloser Teil des politischen Prozesses sein. Queerfeministische Umverteilung umfasst die konkrete Umverteilung von Geldern, aber auch von allen anderen Ressourcen, die dem Staat und Entscheidungsträger:innen zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In diesem Antrag formulieren wir in diesem Sinne Forderungen für einige politische Bereiche, doch diese umfassen noch lange nicht alles, was nötig und möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Care Gap</strong><strong>- kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland leisten Frauen täglich 87 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Dabei bleiben, häufig im Sinn eines antiquierten Rollen- und Geschlechterbildes, viele alltägliche Aufgaben an FINTA*-Personen hängen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Inanspruchnahme von Elternzeit gibt es weitere gravierende Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Nur 26 % der Elterngeldbeziehenden sind männlich. Weiterhin nehmen Männer 3,6 Monate und Frauen 14,6 Monate Elternzeit in Anspruch. Es wird deutlich: Kindererziehung wird weiterhin nicht gleichberechtigt zwischen den Geschlechtern aufgeteilt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alleinerziehende stehen vor kaum zu bewältigenden Herausforderungen. Für sie ist es besonders schwer, Care- und Erwerbsarbeit zu vereinbaren. Sie sind von besonderen Armutsrisiken betroffen und überdurchschnittlich häufig auf Aufstockleistungen angewiesen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Und damit nicht genug. Auch im Bereich der Pflege von Angehörigen sind 60 % der Pflegenden Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Care-Arbeit umfasst nicht nur Erziehungs- oder Pflegearbeit, sondern auch die Arbeit, die FINTA*s z.B. in ihren Beziehungen oder in ihrem Sexleben leisten müssen - bei der Verhütung zum Beispiel wird wieder mal die Verantwortung oft FINTA*-Personen auferlegt. Für biologisch weibliche Körper sind zahlreiche Verhütungsmittel auf dem Markt, die viel Aufwand, psychische Belastung und Nebenwirkungen mit sich bringen. Dagegen ist nach wie vor für biologisch männliche Körper nur das Kondom verfügbar. Das trägt zur Zementierung der weiblichen Verantwortung im Bereich Verhütung wesentlich bei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zu einer nachhaltigen Überwindung dieser Ungerechtigkeiten fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Auskömmliche Finanzierung der Erforschung von Verhütungsmitteln für Männer;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Schaffung von verbesserten Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Inanspruchnahme von Elternzeit und -geld, zum Beispiel indem das 12+2 Modell auf 7+7 geändert wird;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Umfassende Kinderbetreuungsangebote und die Einführung der Kindergrundsicherung, um</p><p>Armutsrisiken von Familien abzuwenden;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bildungsangebote zur gerechten Verteilung von Care-Arbeit in Schule und Erwachsenenbildung.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://dvsg.org/service/alle-news/details/empfehlungen-zur-familienpflegezeit-und-zum-familienpflegegeld/">https://dvsg.org/service/alle-news/details/empfehlungen-zur-familienpflegezeit-und-zum-familienpflegegeld/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/">https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/themen/aktuelle-meldungen/2021/dezember/vor-allem-alleinerziehende-sind-trotz-arbeit-auf-sozialleistungen-angewiesen">https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/themen/aktuelle-meldungen/2021/dezember/vor-allem-alleinerziehende-sind-trotz-arbeit-auf-sozialleistungen-angewiesen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.swr.de/wissen/neue-verhuetungsmethoden-fuer-maenner-100.html">https://www.swr.de/wissen/neue-verhuetungsmethoden-fuer-maenner-100.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Pay Gap und Männergremien – kotzen uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2022 haben FINTA*s pro Stunde im Schnitt 18 % weniger verdient als Männer und selbst mit einem bereinigten Gender Pay Gap, also mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien wie Männer, waren es immer noch 7 %. Das ist weder fair noch länger in irgendeiner Form hinnehmbar!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was der unbereinigte Gender Pay Gap auch zeigt, ist die totale Unterrepräsentation von FINTA*s in höheren Positionen, die zugleich eine bessere Bezahlung mit sich bringen. Auch wenn die seit 2016 eingeführte Geschlechterquote in börsennotierten Unternehmen greift und mittlerweile der Anteil von FINTA*s von 10,2 % auf 35,2 % in den 105 deutschen Aufsichtsräten gestiegen ist, ist das lange noch nicht annähernd zufriedenstellend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Gender Pay Gap und der noch immer absurd hohe Männerüberschuss in Aufsichtsräten und generell in quasi allen wichtigen Gremien steht im Widerspruch zur der im Grundgesetz verankerten Gleichberechtigung und muss – wenn es aus der Gesellschaft bzw. Wirtschaft heraus nicht funktioniert – politisch mit allen Mitteln bekämpft werden! (Der Markt regelt immer noch einen Scheiß!)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Erhöhung der Geschlechterquote in den Aufsichtsräten börsennotierter und paritätisch mitbestimmender Unternehmen von 30 auf 50 %;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Mehr Hürdenabbau für FINTA*s in Männer dominierenden Berufszweigen mit dem Ziel 30 % FINTA*-Personen in allen Berufen;.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Alle Listen für öffentliche ehren- und hauptamtliche Wahlen müssen „weich“ paritätisch quotiert werden; d.h., dass Listen paritätisch besetzt werden, solange entsprechende Kandidat*innen zur Verfügung stehen;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Alle Vorstände in der SPD – von Ortsverein über Kreis-, Landes- und Bundesverband über Arbeitsgemeinschaften und Co – müssen wenn irgendwie möglich zu mindestens 50 % mit FINTA*s besetzt sein.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_036_621.html">https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_036_621.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-aufsichtsraete-die-quote-greift-4461.htm">https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-aufsichtsraete-die-quote-greift-4461.htm</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.bmfsfj.de/quote/daten.html">https://www.bmfsfj.de/quote/daten.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Wealth Gap - kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist kein Wunder, dass FINTA*s in Deutschland (und in der Welt) weniger Vermögen haben als Männer. Es ist das Ergebnis davon, dass FINTA*s bei gleicher Arbeit schlechter bezahlt werden (Gender Pay Gap), eher in Teilzeit arbeiten, eher Care-Arbeit übernehmen (Gender Care Gap), und eher in schlechter bezahlten Berufen arbeiten. FINTA*-Personen können daher weniger Vermögen aufbauen und sind daher stärker von Armut und Altersarmut betroffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die bestehenden wirtschaftlichen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern anzugehen und eine gerechtere Verteilung von Vermögen zu erreichen, braucht es daher eine Vermögenssteuer! Die, die reich sind, dürfen nicht auf Kosten der bestehenden Ungleichheiten weiter reich bleiben, während die gleichen Umstände immer mehr Menschen und vor allem FINTA*s in Armut drängt. Die Einnahmen der Vermögenssteuer müssen investiert werden durch Programme und Initiativen, die die wirtschaftliche Stärkung von FINTA*s unterstützen und ihre finanzielle Unabhängigkeit sicherstellen. Das kann zum Beispiel finanzielle Unterstützung für alleinerziehende Elternteile und den Ausbau von sozialen Sicherungsnetzen wie die Grundrente umfassen, wie auch Investitionen in Bildung und Ausbildung, und Unternehmensgründungen von FINTA*s. Daneben müssen die Einnahmen aus der Vermögenssteuer auch direkt umverteilt werden als Grunderbe an junge Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Vermögenssteuer und das Grunderbe wäre ein Schritt in Richtung einer inklusiveren und gerechteren Gesellschaft, in der FINTA*s gleiche wirtschaftliche Chancen und Ressourcen haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/umverteilen-um-zu-wachsen-6615/">https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/umverteilen-um-zu-wachsen-6615/</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm">https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/gender-wealth-gap-warum-frauen-im-schnitt-aermer-sind,TOUHxnR">https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/gender-wealth-gap-warum-frauen-im-schnitt-aermer-sind,TOUHxnR</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Health Gap – kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die Medizin ist historisch männlich, und die Auswirkungen davon auf das Leben von FINTA*s sind bis heute spürbar. Wegen Vorurteilen gegen FINTA*s, vor allem gegen BIPoC-FINTA*s, werden ihre Schmerzen und Leiden oft nicht ernst genommen. Krankheiten werden nicht erkannt, betroffene Patient:innen erhalten nicht die Pflege, die sie benötigen. Oft müssen FINTA*s daher mehrfach in die Praxis um eine angemessene Versorgung einzufordern. Dies belastet nicht nur die betroffenen Patient:innen und verschlimmert ihr Leiden, sondern belastet auch das Gesundheitssystem.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiterer Punkt betrifft die Unterschiede zwischen biologisch weiblichen zu biologisch männlichen Körpern. Studien werden überwiegend an biologisch männlichen Körpern durchgeführt, was dazu führt, dass Medikamente und Krankheitsdiagnostiken oft nicht auf biologisch weibliche Körper zugeschnitten sind. Dies kann unerwartete Nebenwirkungen von Medikamenten verursachen oder dazu führen, dass Krankheiten bei biologisch weiblichen Körpern nicht erkannt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hinzu kommt noch die altbekannte Forderung, die immer noch nötig ist: die Kriminalisierung von Abtreibungen muss endlich abgeschafft werden! Menschen, die Kinder bekommen können, müssen selber entscheiden können, ob und wann sie ein Kind austragen möchten. Zugang zu Abtreibungen muss allen Menschen mit Uterus bedingungslos und flächendeckend zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Integration unterschiedlicher Krankheitsbilder im Medizinstudium und in Fortbildungen, um das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gesundheitsfragen zu schärfen;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bereitstellung von mehr Forschungsmitteln für Krankheiten, die hauptsächlich biologisch weibliche Körper betreffen, um die Diagnose, Behandlung und Prävention dieser Erkrankungen zu verbessern;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Verpflichtende Durchführung von Studien an biologisch weiblichen Körpern, um eine angemessene Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Unterschiede zu gewährleisten; Medikamente und Therapieansätze sollten besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt werden;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Abschaffung § 218 StGB und barrierearmen und kostenlosen Zugang zu Abtreibungen, egal ob in der Stadt oder auf dem Land.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://editionf.com/gender-health-gap-was-ist-das-eigentlich/">https://editionf.com/gender-health-gap-was-ist-das-eigentlich/</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.fluter.de/gender-health-gap-kurz-erklaert">https://www.fluter.de/gender-health-gap-kurz-erklaert</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stadt &amp; Mobilität für Männer – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viel zu lang war der Staat männlich: in den Kommunen, im Land, im Bund (und nein, 16 Jahre Merkel ändern daran nicht viel). Dementsprechend wurde in Männeranliegen investiert. Die Konsequenz: FINTA*s, BIPoCs und queere Menschen fühlen sich in den geschaffenen Strukturen nicht sicher und sind auch nicht sicher, wie Daten es immer wieder belegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das muss ein Ende haben! Unsere Städte und Kommunen müssen die Lebensrealität ALLER in den Blick nehmen und in die Bedürfnisse aller Einwohnenden investieren. Das heißt: Städte, Dörfer und Mobilität müssen queerfeministisch und intersektional geplant werden. Dazu müssen FINTA*s, BIPoCs und queere Menschen mit an den Tisch und in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Es sind UNSERE Lebensräume, wir ALLE wollen und müssen an der Gestaltung teilhaben!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um das umzusetzen, fordern wir partizipative Mobilitäts- sowie Kommunalplanung und eine ausgeglichene Vertretung aller Interessensgruppen in den zuständigen Gremien. Bei Datenerhebungen müssen die Perspektiven und unterschiedlichen Lebensrealitäten der betroffenen Gruppen berücksichtigt und angemessen dargestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verherrlichung von Männern im öffentlichen Raum – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie viele Straßennamen mit FINTA*-Personen in deinem Dorf oder Viertel kennst du? Und wie viele Statuen hast du schon gesehen, bei denen keine Männer auf Sockeln thronen? Richtig: eindeutig viel zu wenige!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aber um das Geschlechterverhältnis bei Straßennamen sowie Denkmälern bzw. Statuen annähernd auszugleichen, müssen wir sofort handeln und dürfen keine weiteren neuen männlichen Heldenverehrungen zulassen. Es bedarf sogar eines weiteren Schrittes: Männer, die bei der Durchführung von kolonialen und sklavereibezogenen oder anderweitig menschenfeindlichen Unrechts aktiv oder duldend beteiligt waren, müssen sofort aus dem öffentlichen Raum verschwinden und durch FINTA*s ersetzt werden. Alle Orte des Gedenkens an Männer durch Namensgebungen und optische Darstellungen dieser müssen unter die Lupe genommen werden und unverzüglich ersetzt werden, sollten sie durch ihre Handlungen nicht mehr geeignet sein, solch eine Ehrung zu erfahren. Der öffentliche Raum gehört allen und es ist endlich an der Zeit, FINTA*s mindestens genauso sichtbar zu machen wie die vermeintlich ehrenhaften Männer, die an jeder Ecke weiterleben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Globale Ungerechtigkeit – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Weltweit gesehen ist die Not nach Umverteilung noch viel ausgeprägter als in Deutschland. Nicht nur die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern muss bekämpft werden, auch das koloniale Erbe von Europa hat zu starkem wirtschaftlichen Ungleichgewicht zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden geführt. Hinzukommt die Klimakatastrophe: hauptsächlich verursacht durch den Globalen Norden, und hauptsächlich ausgebadet (manchmal im wörtlichen Sinne) im Globalen Süden. FINTA*s und marginalisierte Gruppen sind überproportional von Armut betroffen. Gleichzeitig tragen sie oft die Hauptlast der Klimakatastrophe, sei es durch Wasserknappheit, Ernteausfälle oder den Verlust von Wohnraum aufgrund von Naturkatastrophen. Für eine internationalistische queerfeministische Umverteilung muss Klimagerechtigkeit eine Priorität sein. Dies bedeutet, dass Länder und Gemeinschaften, die am wenigsten zur globalen Erwärmung beigetragen haben, angemessen unterstützt werden, um sich an den Folgen des Klimawandels anpassen zu können. Hierfür müssen Konzepte wie die Feministische Außenpolitik und Feministische Entwicklungspolitik weiterentwickelt werden und mit Leben gefüllt werden, damit sie nicht nur bloße politische Worthülsen bleiben. Das heißt, neben einer breit gefächerten Unterstützung der Betroffenen auf Augenhöhe, auch, dass wir in Deutschland und Europa uns unserer Verantwortung bewusst werden und Konsequenzen aus der Klimakatastrophe ziehen müssen, damit es zu einer wirklichen Umverteilung kommen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Sonstige Links: </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.fes.de/themenportal-gender-jugend/internationaler-frauentag-2022/gender-gaps">https://www.fes.de/themenportal-gender-jugend/internationaler-frauentag-2022/gender-gaps</a></span></p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 10:11:28 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Q1: Das Patriarchat kotzt uns an!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/563</link>
                        <author>Landesvorstand Jusos Thüringen (dort beschlossen am: 24.05.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/563</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern Politik und Entscheidungsträger:innen auf allen Ebenen auf, sich für intersektionale queerfeministische Umverteilung einzusetzen, damit wir endlich die Ungerechtigkeit, gegen die FINTA*, BIPoC und queere Personen konstant ankämpfen müssen, beseitigen können. Wenn wir warten, bis sich das Geld und die Ressourcen von selber umverteilen, werden höchstens unsere Ururenkelkinder etwas davon abhaben – das dauert uns zu lang! Daher muss die Politik eingreifen und die Weichen stellen für eine gerechtere Gesellschaft, statt bestehende Ungleichheiten weiterhin zu tolerieren und zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Forderung ist einfach und revolutionär zugleich: die Lebensrealitäten von Menschen, die nicht der weißen-hetero-cis-männlichen Norm entsprechen, müssen einen GLEICHWERTIGEN Platz am Tisch haben, sie müssen den gleichen Zugang zu Ressourcen haben und ein bedingungsloser Teil des politischen Prozesses sein. Queerfeministische Umverteilung umfasst die konkrete Umverteilung von Geldern, aber auch von allen anderen Ressourcen, die dem Staat und Entscheidungsträger:innen zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In diesem Antrag formulieren wir in diesem Sinne Forderungen für einige politische Bereiche, doch diese umfassen noch lange nicht alles, was nötig und möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Care Gap</strong><strong>- kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland leisten Frauen täglich 87 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Dabei bleiben, häufig im Sinn eines antiquierten Rollen- und Geschlechterbildes, viele alltägliche Aufgaben an FINTA*-Personen hängen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Inanspruchnahme von Elternzeit gibt es weitere gravierende Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Nur 26 % der Elterngeldbeziehenden sind männlich. Weiterhin nehmen Männer 3,6 Monate und Frauen 14,6 Monate Elternzeit in Anspruch. Es wird deutlich: Kindererziehung wird weiterhin nicht gleichberechtigt zwischen den Geschlechtern aufgeteilt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alleinerziehende stehen vor kaum zu bewältigenden Herausforderungen. Für sie ist es besonders schwer, Care- und Erwerbsarbeit zu vereinbaren. Sie sind von besonderen Armutsrisiken betroffen und überdurchschnittlich häufig auf Aufstockleistungen angewiesen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Und damit nicht genug. Auch im Bereich der Pflege von Angehörigen sind 60 % der Pflegenden Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Care-Arbeit umfasst nicht nur Erziehungs- oder Pflegearbeit, sondern auch die Arbeit, die FINTA*s z.B. in ihren Beziehungen oder in ihrem Sexleben leisten müssen - bei der Verhütung zum Beispiel wird wieder mal die Verantwortung oft FINTA*-Personen auferlegt. Für biologisch weibliche Körper sind zahlreiche Verhütungsmittel auf dem Markt, die viel Aufwand, psychische Belastung und Nebenwirkungen mit sich bringen. Dagegen ist nach wie vor für biologisch männliche Körper nur das Kondom verfügbar. Das trägt zur Zementierung der weiblichen Verantwortung im Bereich Verhütung wesentlich bei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zu einer nachhaltigen Überwindung dieser Ungerechtigkeiten fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Auskömmliche Finanzierung der Erforschung von Verhütungsmitteln für Männer;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Schaffung von verbesserten Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Inanspruchnahme von Elternzeit und -geld, zum Beispiel indem das 12+2 Modell auf 7+7 geändert wird;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Umfassende Kinderbetreuungsangebote und die Einführung der Kindergrundsicherung, um</p><p>Armutsrisiken von Familien abzuwenden;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bildungsangebote zur gerechten Verteilung von Care-Arbeit in Schule und Erwachsenenbildung.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://dvsg.org/service/alle-news/details/empfehlungen-zur-familienpflegezeit-und-zum-familienpflegegeld/">https://dvsg.org/service/alle-news/details/empfehlungen-zur-familienpflegezeit-und-zum-familienpflegegeld/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/">https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/themen/aktuelle-meldungen/2021/dezember/vor-allem-alleinerziehende-sind-trotz-arbeit-auf-sozialleistungen-angewiesen">https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/themen/aktuelle-meldungen/2021/dezember/vor-allem-alleinerziehende-sind-trotz-arbeit-auf-sozialleistungen-angewiesen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.swr.de/wissen/neue-verhuetungsmethoden-fuer-maenner-100.html">https://www.swr.de/wissen/neue-verhuetungsmethoden-fuer-maenner-100.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Pay Gap und Männergremien – kotzen uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2022 haben FINTA*s pro Stunde im Schnitt 18 % weniger verdient als Männer und selbst mit einem bereinigten Gender Pay Gap, also mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien wie Männer, waren es immer noch 7 %. Das ist weder fair noch länger in irgendeiner Form hinnehmbar!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was der unbereinigte Gender Pay Gap auch zeigt, ist die totale Unterrepräsentation von FINTA*s in höheren Positionen, die zugleich eine bessere Bezahlung mit sich bringen. Auch wenn die seit 2016 eingeführte Geschlechterquote in börsennotierten Unternehmen greift und mittlerweile der Anteil von FINTA*s von 10,2 % auf 35,2 % in den 105 deutschen Aufsichtsräten gestiegen ist, ist das lange noch nicht annähernd zufriedenstellend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Gender Pay Gap und der noch immer absurd hohe Männerüberschuss in Aufsichtsräten und generell in quasi allen wichtigen Gremien steht im Widerspruch zur der im Grundgesetz verankerten Gleichberechtigung und muss – wenn es aus der Gesellschaft bzw. Wirtschaft heraus nicht funktioniert – politisch mit allen Mitteln bekämpft werden! (Der Markt regelt immer noch einen Scheiß!)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Erhöhung der Geschlechterquote in den Aufsichtsräten börsennotierter und paritätisch mitbestimmender Unternehmen von 30 auf 50 %;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Mehr Hürdenabbau für FINTA*s in männderdominierten Berufszweigen mit dem Ziel 30 % FINTA*-Personen in allen Berufen; auch sollen Männer dazu ermutigt werden, bislang FINTA*-dominierte Berufe zu ergreifen.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Alle Listen für öffentliche ehren- und hauptamtliche Wahlen müssen „weich“ paritätisch quotiert werden; d.h., dass Listen paritätisch besetzt werden, solange entsprechende Kandidat*innen zur Verfügung stehen;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Alle Vorstände in der SPD – von Ortsverein über Kreis-, Landes- und Bundesverband über Arbeitsgemeinschaften und Co – müssen wenn irgendwie möglich zu mindestens 50 % mit FINTA*s besetzt sein.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_036_621.html">https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_036_621.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-aufsichtsraete-die-quote-greift-4461.htm">https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-aufsichtsraete-die-quote-greift-4461.htm</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.bmfsfj.de/quote/daten.html">https://www.bmfsfj.de/quote/daten.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Wealth Gap - kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist kein Wunder, dass FINTA*s in Deutschland (und in der Welt) weniger Vermögen haben als Männer. Es ist das Ergebnis davon, dass FINTA*s bei gleicher Arbeit schlechter bezahlt werden (Gender Pay Gap), eher in Teilzeit arbeiten, eher Care-Arbeit übernehmen (Gender Care Gap), und eher in schlechter bezahlten Berufen arbeiten. FINTA*-Personen können daher weniger Vermögen aufbauen und sind daher stärker von Armut und Altersarmut betroffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die bestehenden wirtschaftlichen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern anzugehen und eine gerechtere Verteilung von Vermögen zu erreichen, braucht es daher eine Vermögenssteuer! Die, die reich sind, dürfen nicht auf Kosten der bestehenden Ungleichheiten weiter reich bleiben, während die gleichen Umstände immer mehr Menschen und vor allem FINTA*s in Armut drängt. Die Einnahmen der Vermögenssteuer müssen investiert werden durch Programme und Initiativen, die die wirtschaftliche Stärkung von FINTA*s unterstützen und ihre finanzielle Unabhängigkeit sicherstellen. Das kann zum Beispiel finanzielle Unterstützung für alleinerziehende Elternteile und den Ausbau von sozialen Sicherungsnetzen wie die Grundrente umfassen, wie auch Investitionen in Bildung und Ausbildung, und Unternehmensgründungen von FINTA*s. Daneben müssen die Einnahmen aus der Vermögenssteuer auch direkt umverteilt werden als Grunderbe an junge Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Vermögenssteuer und das Grunderbe wäre ein Schritt in Richtung einer inklusiveren und gerechteren Gesellschaft, in der FINTA*s gleiche wirtschaftliche Chancen und Ressourcen haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/umverteilen-um-zu-wachsen-6615/">https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/umverteilen-um-zu-wachsen-6615/</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm">https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/gender-wealth-gap-warum-frauen-im-schnitt-aermer-sind,TOUHxnR">https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/gender-wealth-gap-warum-frauen-im-schnitt-aermer-sind,TOUHxnR</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Health Gap – kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die Medizin ist historisch männlich, und die Auswirkungen davon auf das Leben von FINTA*s sind bis heute spürbar. Wegen Vorurteilen gegen FINTA*s, vor allem gegen BIPoC-FINTA*s, werden ihre Schmerzen und Leiden oft nicht ernst genommen. Krankheiten werden nicht erkannt, betroffene Patient:innen erhalten nicht die Pflege, die sie benötigen. Oft müssen FINTA*s daher mehrfach in die Praxis um eine angemessene Versorgung einzufordern. Dies belastet nicht nur die betroffenen Patient:innen und verschlimmert ihr Leiden, sondern belastet auch das Gesundheitssystem.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiterer Punkt betrifft die Unterschiede zwischen biologisch weiblichen zu biologisch männlichen Körpern. Studien werden überwiegend an biologisch männlichen Körpern durchgeführt, was dazu führt, dass Medikamente und Krankheitsdiagnostiken oft nicht auf biologisch weibliche Körper zugeschnitten sind. Dies kann unerwartete Nebenwirkungen von Medikamenten verursachen oder dazu führen, dass Krankheiten bei biologisch weiblichen Körpern nicht erkannt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hinzu kommt noch die altbekannte Forderung, die immer noch nötig ist: die Kriminalisierung von Abtreibungen muss endlich abgeschafft werden! Menschen, die Kinder bekommen können, müssen selber entscheiden können, ob und wann sie ein Kind austragen möchten. Zugang zu Abtreibungen muss allen Menschen mit Uterus bedingungslos und flächendeckend zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Integration unterschiedlicher Krankheitsbilder im Medizinstudium und in Fortbildungen, um das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gesundheitsfragen zu schärfen;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bereitstellung von mehr Forschungsmitteln für Krankheiten, die hauptsächlich biologisch weibliche Körper betreffen, um die Diagnose, Behandlung und Prävention dieser Erkrankungen zu verbessern;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Verpflichtende Durchführung von Studien an biologisch weiblichen Körpern, um eine angemessene Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Unterschiede zu gewährleisten; Medikamente und Therapieansätze sollten besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt werden;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Abschaffung § 218 StGB und barrierearmen und kostenlosen Zugang zu Abtreibungen, egal ob in der Stadt oder auf dem Land.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://editionf.com/gender-health-gap-was-ist-das-eigentlich/">https://editionf.com/gender-health-gap-was-ist-das-eigentlich/</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.fluter.de/gender-health-gap-kurz-erklaert">https://www.fluter.de/gender-health-gap-kurz-erklaert</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stadt &amp; Mobilität für Männer – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viel zu lang war der Staat männlich: in den Kommunen, im Land, im Bund (und nein, 16 Jahre Merkel ändern daran nicht viel). Dementsprechend wurde in Männeranliegen investiert. Die Konsequenz: FINTA*s, BIPoCs und queere Menschen fühlen sich in den geschaffenen Strukturen nicht sicher und sind auch nicht sicher, wie Daten es immer wieder belegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das muss ein Ende haben! Unsere Städte und Kommunen müssen die Lebensrealität ALLER in den Blick nehmen und in die Bedürfnisse aller Einwohnenden investieren. Das heißt: Städte, Dörfer und Mobilität müssen queerfeministisch und intersektional geplant werden. Dazu müssen FINTA*s, BIPoCs und queere Menschen mit an den Tisch und in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Es sind UNSERE Lebensräume, wir ALLE wollen und müssen an der Gestaltung teilhaben!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um das umzusetzen, fordern wir partizipative Mobilitäts- sowie Kommunalplanung und eine ausgeglichene Vertretung aller Interessensgruppen in den zuständigen Gremien. Bei Datenerhebungen müssen die Perspektiven und unterschiedlichen Lebensrealitäten der betroffenen Gruppen berücksichtigt und angemessen dargestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verherrlichung von Männern im öffentlichen Raum – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie viele Straßennamen mit FINTA*-Personen in deinem Dorf oder Viertel kennst du? Und wie viele Statuen hast du schon gesehen, bei denen keine Männer auf Sockeln thronen? Richtig: eindeutig viel zu wenige!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aber um das Geschlechterverhältnis bei Straßennamen sowie Denkmälern bzw. Statuen annähernd auszugleichen, müssen wir sofort handeln und dürfen keine weiteren neuen männlichen Heldenverehrungen zulassen. Es bedarf sogar eines weiteren Schrittes: Männer, die bei der Durchführung von kolonialen und sklavereibezogenen oder anderweitig menschenfeindlichen Unrechts aktiv oder duldend beteiligt waren, müssen sofort aus dem öffentlichen Raum verschwinden und durch FINTA*s ersetzt werden. Alle Orte des Gedenkens an Männer durch Namensgebungen und optische Darstellungen dieser müssen unter die Lupe genommen werden und unverzüglich ersetzt werden, sollten sie durch ihre Handlungen nicht mehr geeignet sein, solch eine Ehrung zu erfahren. Der öffentliche Raum gehört allen und es ist endlich an der Zeit, FINTA*s mindestens genauso sichtbar zu machen wie die vermeintlich ehrenhaften Männer, die an jeder Ecke weiterleben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Globale Ungerechtigkeit – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Weltweit gesehen ist die Not nach Umverteilung noch viel ausgeprägter als in Deutschland. Nicht nur die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern muss bekämpft werden, auch das koloniale Erbe von Europa hat zu starkem wirtschaftlichen Ungleichgewicht zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden geführt. Hinzukommt die Klimakatastrophe: hauptsächlich verursacht durch den Globalen Norden, und hauptsächlich ausgebadet (manchmal im wörtlichen Sinne) im Globalen Süden. FINTA*s und marginalisierte Gruppen sind überproportional von Armut betroffen. Gleichzeitig tragen sie oft die Hauptlast der Klimakatastrophe, sei es durch Wasserknappheit, Ernteausfälle oder den Verlust von Wohnraum aufgrund von Naturkatastrophen. Für eine internationalistische queerfeministische Umverteilung muss Klimagerechtigkeit eine Priorität sein. Dies bedeutet, dass Länder und Gemeinschaften, die am wenigsten zur globalen Erwärmung beigetragen haben, angemessen unterstützt werden, um sich an den Folgen des Klimawandels anpassen zu können. Hierfür müssen Konzepte wie die Feministische Außenpolitik und Feministische Entwicklungspolitik weiterentwickelt werden und mit Leben gefüllt werden, damit sie nicht nur bloße politische Worthülsen bleiben. Das heißt, neben einer breit gefächerten Unterstützung der Betroffenen auf Augenhöhe, auch, dass wir in Deutschland und Europa uns unserer Verantwortung bewusst werden und Konsequenzen aus der Klimakatastrophe ziehen müssen, damit es zu einer wirklichen Umverteilung kommen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Sonstige Links: </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.fes.de/themenportal-gender-jugend/internationaler-frauentag-2022/gender-gaps">https://www.fes.de/themenportal-gender-jugend/internationaler-frauentag-2022/gender-gaps</a></span></p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 10:04:41 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Q1: Das Patriarchat kotzt uns an!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/562</link>
                        <author>Landesvorstand Jusos Thüringen (dort beschlossen am: 24.05.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/562</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern Politik und Entscheidungsträger:innen auf allen Ebenen auf, sich für intersektionale queerfeministische Umverteilung einzusetzen, damit wir endlich die Ungerechtigkeit, gegen die FINTA*, BIPoC und queere Personen konstant ankämpfen müssen, beseitigen können. Wenn wir warten, bis sich das Geld und die Ressourcen von selber umverteilen, werden höchstens unsere Ururenkelkinder etwas davon abhaben – das dauert uns zu lang! Daher muss die Politik eingreifen und die Weichen stellen für eine gerechtere Gesellschaft, statt bestehende Ungleichheiten weiterhin zu tolerieren und zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Forderung ist einfach und revolutionär zugleich: die Lebensrealitäten von Menschen, die nicht der weißen-hetero-cis-männlichen Norm entsprechen, müssen einen GLEICHWERTIGEN Platz am Tisch haben, sie müssen den gleichen Zugang zu Ressourcen haben und ein bedingungsloser Teil des politischen Prozesses sein. Queerfeministische Umverteilung umfasst die konkrete Umverteilung von Geldern, aber auch von allen anderen Ressourcen, die dem Staat und Entscheidungsträger:innen zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In diesem Antrag formulieren wir in diesem Sinne Forderungen für einige politische Bereiche, doch diese umfassen noch lange nicht alles, was nötig und möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Care Gap</strong><strong>- kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland leisten Frauen täglich 87 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Dabei bleiben, häufig im Sinn eines antiquierten Rollen- und Geschlechterbildes, viele alltägliche Aufgaben an FINTA*-Personen hängen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Inanspruchnahme von Elternzeit gibt es weitere gravierende Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Nur 26 % der Elterngeldbeziehenden sind männlich. Weiterhin nehmen Männer 3,6 Monate und Frauen 14,6 Monate Elternzeit in Anspruch. Es wird deutlich: Kindererziehung wird weiterhin nicht gleichberechtigt zwischen den Geschlechtern aufgeteilt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alleinerziehende stehen vor kaum zu bewältigenden Herausforderungen. Für sie ist es besonders schwer, Care- und Erwerbsarbeit zu vereinbaren. Sie sind von besonderen Armutsrisiken betroffen und überdurchschnittlich häufig auf Aufstockleistungen angewiesen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Und damit nicht genug. Auch im Bereich der Pflege von Angehörigen sind 60 % der Pflegenden Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Care-Arbeit umfasst nicht nur Erziehungs- oder Pflegearbeit, sondern auch die Arbeit, die FINTA*s z.B. in ihren Beziehungen oder in ihrem Sexleben leisten müssen - bei der Verhütung zum Beispiel wird wieder mal die Verantwortung oft FINTA*-Personen auferlegt. Für biologisch weibliche Körper sind zahlreiche Verhütungsmittel auf dem Markt, die viel Aufwand, psychische Belastung und Nebenwirkungen mit sich bringen. Dagegen ist nach wie vor für biologisch männliche Körper nur das Kondom verfügbar. Das trägt zur Zementierung der weiblichen Verantwortung im Bereich Verhütung wesentlich bei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zu einer nachhaltigen Überwindung dieser Ungerechtigkeiten fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Auskömmliche Finanzierung der Erforschung von Verhütungsmitteln für Männer;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Schaffung von verbesserten Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Inanspruchnahme von Elternzeit und -geld, zum Beispiel indem das 12+2 Modell auf 7+7 geändert wird;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Umfassende Kinderbetreuungsangebote und die Einführung der Kindergrundsicherung, um</p><p>Armutsrisiken von Familien abzuwenden;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bildungsangebote zur gerechten Verteilung von Care-Arbeit in Schule und Erwachsenenbildung.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://dvsg.org/service/alle-news/details/empfehlungen-zur-familienpflegezeit-und-zum-familienpflegegeld/">https://dvsg.org/service/alle-news/details/empfehlungen-zur-familienpflegezeit-und-zum-familienpflegegeld/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/">https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/themen/aktuelle-meldungen/2021/dezember/vor-allem-alleinerziehende-sind-trotz-arbeit-auf-sozialleistungen-angewiesen">https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/themen/aktuelle-meldungen/2021/dezember/vor-allem-alleinerziehende-sind-trotz-arbeit-auf-sozialleistungen-angewiesen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.swr.de/wissen/neue-verhuetungsmethoden-fuer-maenner-100.html">https://www.swr.de/wissen/neue-verhuetungsmethoden-fuer-maenner-100.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Pay Gap und Männergremien – kotzen uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2022 haben FINTA*s pro Stunde im Schnitt 18 % weniger verdient als Männer und selbst mit einem bereinigten Gender Pay Gap, also mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien wie Männer, waren es immer noch 7 %. Das ist weder fair noch länger in irgendeiner Form hinnehmbar!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was der unbereinigte Gender Pay Gap auch zeigt, ist die totale Unterrepräsentation von FINTA*s in höheren Positionen, die zugleich eine bessere Bezahlung mit sich bringen. Auch wenn die seit 2016 eingeführte Geschlechterquote in börsennotierten Unternehmen greift und mittlerweile der Anteil von FINTA*s von 10,2 % auf 35,2 % in den 105 deutschen Aufsichtsräten gestiegen ist, ist das lange noch nicht annähernd zufriedenstellend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Gender Pay Gap und der noch immer absurd hohe Männerüberschuss in Aufsichtsräten und generell in quasi allen wichtigen Gremien steht im Widerspruch zur der im Grundgesetz verankerten Gleichberechtigung und muss – wenn es aus der Gesellschaft bzw. Wirtschaft heraus nicht funktioniert – politisch mit allen Mitteln bekämpft werden! (Der Markt regelt immer noch einen Scheiß!)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Erhöhung der Geschlechterquote in den Aufsichtsräten börsennotierter und paritätisch mitbestimmender Unternehmen von 30 auf 50 %;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Mehr Hürdenabbau für FINTA*s in Männer dominierenden Berufszweigen mit dem Ziel 30 % FINTA*-Personen in allen Berufen;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Alle Listen für öffentliche ehren- und hauptamtliche Wahlen müssen „weich“ paritätisch quotiert werden; d.h., dass Listen paritätisch besetzt werden, solange entsprechende Kandidat*innen zur Verfügung stehen;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Alle Vorstände in der SPD – von Ortsverein über Kreis-, Landes- und Bundesverband über Arbeitsgemeinschaften und Co – müssen wenn irgendwie möglich zu mindestens 50 % mit FINTA*s besetzt sein.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_036_621.html">https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_036_621.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-aufsichtsraete-die-quote-greift-4461.htm">https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-aufsichtsraete-die-quote-greift-4461.htm</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.bmfsfj.de/quote/daten.html">https://www.bmfsfj.de/quote/daten.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Wealth Gap - kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist kein Wunder, dass FINTA*s in Deutschland (und in der Welt) weniger Vermögen haben als Männer. Es ist das Ergebnis davon, dass FINTA*s bei gleicher Arbeit schlechter bezahlt werden (Gender Pay Gap), eher in Teilzeit arbeiten, eher Care-Arbeit übernehmen (Gender Care Gap), und eher in schlechter bezahlten Berufen arbeiten. FINTA*-Personen können daher weniger Vermögen aufbauen und sind daher stärker von Armut und Altersarmut betroffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die bestehenden wirtschaftlichen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern anzugehen und eine gerechtere Verteilung von Vermögen zu erreichen, braucht es daher eine Vermögenssteuer! Die, die reich sind, dürfen nicht auf Kosten der bestehenden Ungleichheiten weiter reich bleiben, während die gleichen Umstände immer mehr Menschen und vor allem FINTA*s in Armut drängt. Die Einnahmen der Vermögenssteuer müssen investiert werden durch Programme und Initiativen, die die wirtschaftliche Stärkung von FINTA*s unterstützen und ihre finanzielle Unabhängigkeit sicherstellen. Das kann zum Beispiel finanzielle Unterstützung für alleinerziehende Elternteile und den Ausbau von sozialen Sicherungsnetzen wie die Grundrente umfassen, wie auch Investitionen in Bildung und Ausbildung, und Unternehmensgründungen von FINTA*s. Daneben müssen die Einnahmen aus der Vermögenssteuer auch direkt umverteilt werden als Grunderbe an junge Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Vermögenssteuer und das Grunderbe wäre ein Schritt in Richtung einer inklusiveren und gerechteren Gesellschaft, in der FINTA*s gleiche wirtschaftliche Chancen und Ressourcen haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/umverteilen-um-zu-wachsen-6615/">https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/umverteilen-um-zu-wachsen-6615/</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm">https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/gender-wealth-gap-warum-frauen-im-schnitt-aermer-sind,TOUHxnR">https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/gender-wealth-gap-warum-frauen-im-schnitt-aermer-sind,TOUHxnR</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Health Gap – kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die Medizin ist historisch männlich, und die Auswirkungen davon auf das Leben von FINTA*s sind bis heute spürbar. Wegen Vorurteilen gegen FINTA*s, vor allem gegen BIPoC-FINTA*s, werden ihre Schmerzen und Leiden oft nicht ernst genommen. Krankheiten werden nicht erkannt, betroffene Patient:innen erhalten nicht die Pflege, die sie benötigen. Oft müssen FINTA*s daher mehrfach in die Praxis um eine angemessene Versorgung einzufordern. Dies belastet nicht nur die betroffenen Patient:innen und verschlimmert ihr Leiden, sondern belastet auch das Gesundheitssystem.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiterer Punkt betrifft die Unterschiede zwischen biologisch weiblichen zu biologisch männlichen Körpern. Studien werden überwiegend an biologisch männlichen Körpern durchgeführt, was dazu führt, dass Medikamente und Krankheitsdiagnostiken oft nicht auf biologisch weibliche Körper zugeschnitten sind. Dies kann unerwartete Nebenwirkungen von Medikamenten verursachen oder dazu führen, dass Krankheiten bei biologisch weiblichen Körpern nicht erkannt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hinzu kommt noch die altbekannte Forderung, die immer noch nötig ist: die Kriminalisierung von Abtreibungen muss endlich abgeschafft werden! Menschen, die Kinder bekommen können, müssen selber entscheiden können, ob und wann sie ein Kind austragen möchten. Zugang zu Abtreibungen muss allen Menschen mit Uterus bedingungslos und flächendeckend zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Integration unterschiedlicher Krankheitsbilder im Medizinstudium und in Fortbildungen, um das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gesundheitsfragen zu schärfen;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bereitstellung von mehr Forschungsmitteln für Krankheiten, die hauptsächlich biologisch weibliche Körper betreffen, um die Diagnose, Behandlung und Prävention dieser Erkrankungen zu verbessern;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Verpflichtende Durchführung von Studien an biologisch weiblichen Körpern, um eine angemessene Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Unterschiede zu gewährleisten; Medikamente und Therapieansätze sollten besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt werden;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Abschaffung § 218 StGB und barrierearmen und kostenlosen Zugang zu Abtreibungen, egal ob in der Stadt oder auf dem Land.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://editionf.com/gender-health-gap-was-ist-das-eigentlich/">https://editionf.com/gender-health-gap-was-ist-das-eigentlich/</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.fluter.de/gender-health-gap-kurz-erklaert">https://www.fluter.de/gender-health-gap-kurz-erklaert</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stadt &amp; Mobilität für Männer – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viel zu lang war der Staat männlich: in den Kommunen, im Land, im Bund (und nein, 16 Jahre Merkel ändern daran nicht viel). Dementsprechend wurde in Männeranliegen investiert. Die Konsequenz: FINTA*s, BIPoCs und queere Menschen fühlen sich in den geschaffenen Strukturen nicht sicher und sind auch nicht sicher, wie Daten es immer wieder belegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das muss ein Ende haben! Unsere Städte und Kommunen müssen die Lebensrealität ALLER in den Blick nehmen und in die Bedürfnisse aller Einwohnenden investieren. Das heißt: Städte, Dörfer und Mobilität müssen queerfeministisch und intersektional geplant werden. Dazu müssen FINTA*s, BIPoCs und queere Menschen mit an den Tisch und in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Es sind UNSERE Lebensräume, wir ALLE wollen und müssen an der Gestaltung teilhaben!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um das umzusetzen, fordern wir partizipative Mobilitäts- sowie Kommunalplanung und eine ausgeglichene Vertretung aller Interessensgruppen in den zuständigen Gremien. Bei Datenerhebungen müssen die Perspektiven und unterschiedlichen Lebensrealitäten der betroffenen Gruppen berücksichtigt und angemessen dargestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verherrlichung von Männern im öffentlichen Raum – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie viele Straßennamen mit FINTA*-Personen in deinem Dorf oder Viertel kennst du? Und wie viele Statuen hast du schon gesehen, bei denen keine Männer auf Sockeln thronen? Richtig: eindeutig viel zu wenige!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aber um das Geschlechterverhältnis bei Straßennamen sowie Denkmälern bzw. Statuen annähernd auszugleichen, müssen wir sofort handeln und dürfen keine weiteren neuen männlichen Heldenverehrungen zulassen. Es bedarf sogar eines weiteren Schrittes: Männer, die bei der Durchführung von kolonialen und sklavereibezogenen oder anderweitig menschenfeindlichen Unrechts aktiv oder duldend beteiligt waren, müssen sofort aus dem öffentlichen Raum verschwinden und durch FINTA*s ersetzt werden. Alle Orte des Gedenkens an Männer durch Namensgebungen und optische Darstellungen dieser müssen unter die Lupe genommen werden und unverzüglich ersetzt werden, sollten sie durch ihre Handlungen nicht mehr geeignet sein, solch eine Ehrung zu erfahren. Der öffentliche Raum gehört allen und es ist endlich an der Zeit, FINTA*s mindestens genauso sichtbar zu machen wie die vermeintlich ehrenhaften Männer, die an jeder Ecke weiterleben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Globale Ungerechtigkeit – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Weltweit gesehen ist die Not nach Umverteilung noch viel ausgeprägter als in Deutschland. Nicht nur die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern muss bekämpft werden, auch das koloniale Erbe von Europa hat zu starkem wirtschaftlichen Ungleichgewicht zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden geführt. Hinzukommt die Klimakatastrophe: hauptsächlich verursacht durch den Globalen Norden, und hauptsächlich ausgebadet (manchmal im wörtlichen Sinne) im Globalen Süden. FINTA*s und marginalisierte Gruppen sind überproportional von Armut betroffen. Gleichzeitig tragen sie oft die Hauptlast der Klimakatastrophe, sei es durch Wasserknappheit, Ernteausfälle oder den Verlust von Wohnraum aufgrund von Naturkatastrophen. Für eine internationalistische queerfeministische Umverteilung muss Klimagerechtigkeit eine Priorität sein. Dies bedeutet, dass Länder und Gemeinschaften, die am wenigsten zur globalen Erwärmung beigetragen haben, angemessen unterstützt werden, um sich an den Folgen des Klimawandels anpassen zu können. Hierfür müssen Konzepte wie die Feministische Außenpolitik und Feministische Entwicklungspolitik weiterentwickelt werden und mit Leben gefüllt werden, damit sie nicht nur bloße politische Worthülsen bleiben. Das heißt, neben einer breit gefächerten Unterstützung der Betroffenen auf Augenhöhe, auch, dass wir in Deutschland und Europa uns unserer Verantwortung bewusst werden und Konsequenzen aus der Klimakatastrophe ziehen müssen, damit es zu einer wirklichen Umverteilung kommen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Sonstige Links: </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.fes.de/themenportal-gender-jugend/internationaler-frauentag-2022/gender-gaps">https://www.fes.de/themenportal-gender-jugend/internationaler-frauentag-2022/gender-gaps</a></span></p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 10:03:30 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Q1: Das Patriarchat kotzt uns an!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/561</link>
                        <author>Landesvorstand Jusos Thüringen (dort beschlossen am: 24.05.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/561</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern Politik und Entscheidungsträger:innen auf allen Ebenen auf, sich für intersektionale queerfeministische Umverteilung einzusetzen, damit wir endlich die Ungerechtigkeit, gegen die FINTA*, BIPoC und queere Personen konstant ankämpfen müssen, beseitigen können. Wenn wir warten, bis sich das Geld und die Ressourcen von selber umverteilen, werden höchstens unsere Ururenkelkinder etwas davon abhaben – das dauert uns zu lang! Daher muss die Politik eingreifen und die Weichen stellen für eine gerechtere Gesellschaft, statt bestehende Ungleichheiten weiterhin zu tolerieren und zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Forderung ist einfach und revolutionär zugleich: die Lebensrealitäten von Menschen, die nicht der weißen-hetero-cis-männlichen Norm entsprechen, müssen einen GLEICHWERTIGEN Platz am Tisch haben, sie müssen den gleichen Zugang zu Ressourcen haben und ein bedingungsloser Teil des politischen Prozesses sein. Queerfeministische Umverteilung umfasst die konkrete Umverteilung von Geldern, aber auch von allen anderen Ressourcen, die dem Staat und Entscheidungsträger:innen zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In diesem Antrag formulieren wir in diesem Sinne Forderungen für einige politische Bereiche, doch diese umfassen noch lange nicht alles, was nötig und möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Care Gap</strong><strong>- kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland leisten Frauen täglich 87 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Dabei bleiben, häufig im Sinn eines antiquierten Rollen- und Geschlechterbildes, viele alltägliche Aufgaben an FINTA*-Personen hängen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Inanspruchnahme von Elternzeit gibt es weitere gravierende Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Nur 26 % der Elterngeldbeziehenden sind männlich. Weiterhin nehmen Männer 3,6 Monate und Frauen 14,6 Monate Elternzeit in Anspruch. Es wird deutlich: Kindererziehung wird weiterhin nicht gleichberechtigt zwischen den Geschlechtern aufgeteilt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alleinerziehende stehen vor kaum zu bewältigenden Herausforderungen. Für sie ist es besonders schwer, Care- und Erwerbsarbeit zu vereinbaren. Sie sind von besonderen Armutsrisiken betroffen und überdurchschnittlich häufig auf Aufstockleistungen angewiesen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Und damit nicht genug. Auch im Bereich der Pflege von Angehörigen sind 60 % der Pflegenden Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Care-Arbeit umfasst nicht nur Erziehungs- oder Pflegearbeit, sondern auch die Arbeit, die FINTA*s z.B. in ihren Beziehungen oder in ihrem Sexleben leisten müssen - bei der Verhütung zum Beispiel wird wieder mal die Verantwortung oft FINTA*-Personen auferlegt. Für biologisch weibliche Körper sind zahlreiche Verhütungsmittel auf dem Markt, die viel Aufwand, psychische Belastung und Nebenwirkungen mit sich bringen. Dagegen ist nach wie vor für biologisch männliche Körper nur das Kondom verfügbar. Das trägt zur Zementierung der weiblichen Verantwortung im Bereich Verhütung wesentlich bei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zu einer nachhaltigen Überwindung dieser Ungerechtigkeiten fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Auskömmliche Finanzierung der Erforschung von Verhütungsmitteln für Männer;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Schaffung von verbesserten Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Inanspruchnahme von Elternzeit und -geld, zum Beispiel indem das 12+2 Modell auf 7+7 geändert wird;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Umfassende Kinderbetreuungsangebote und die Einführung der Kindergrundsicherung, um</p><p>Armutsrisiken von Familien abzuwenden;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bildungsangebote zur gerechten Verteilung von Care-Arbeit in Schule und Erwachsenenbildung.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://dvsg.org/service/alle-news/details/empfehlungen-zur-familienpflegezeit-und-zum-familienpflegegeld/">https://dvsg.org/service/alle-news/details/empfehlungen-zur-familienpflegezeit-und-zum-familienpflegegeld/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/">https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/themen/aktuelle-meldungen/2021/dezember/vor-allem-alleinerziehende-sind-trotz-arbeit-auf-sozialleistungen-angewiesen">https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/themen/aktuelle-meldungen/2021/dezember/vor-allem-alleinerziehende-sind-trotz-arbeit-auf-sozialleistungen-angewiesen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.swr.de/wissen/neue-verhuetungsmethoden-fuer-maenner-100.html">https://www.swr.de/wissen/neue-verhuetungsmethoden-fuer-maenner-100.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Pay Gap und Männergremien – kotzen uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2022 haben FINTA*s pro Stunde im Schnitt 18 % weniger verdient als Männer und selbst mit einem bereinigten Gender Pay Gap, also mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien wie Männer, waren es immer noch 7 %. Das ist weder fair noch länger in irgendeiner Form hinnehmbar!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was der unbereinigte Gender Pay Gap auch zeigt, ist die totale Unterrepräsentation von FINTA*s in höheren Positionen, die zugleich eine bessere Bezahlung mit sich bringen. Auch wenn die seit 2016 eingeführte Geschlechterquote in börsennotierten Unternehmen greift und mittlerweile der Anteil von FINTA*s von 10,2 % auf 35,2 % in den 105 deutschen Aufsichtsräten gestiegen ist, ist das lange noch nicht annähernd zufriedenstellend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Gender Pay Gap und der noch immer absurd hohe Männerüberschuss in Aufsichtsräten und generell in quasi allen wichtigen Gremien steht im Widerspruch zur der im Grundgesetz verankerten Gleichberechtigung und muss – wenn es aus der Gesellschaft bzw. Wirtschaft heraus nicht funktioniert – politisch mit allen Mitteln bekämpft werden! (Der Markt regelt immer noch einen Scheiß!)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Erhöhung der Geschlechterquote in den Aufsichtsräten börsennotierter und paritätisch mitbestimmender Unternehmen von 30 auf 50 %;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Mehr Hürdenabbau für FINTA*s in Männer dominierenden Berufszweigen mit dem Ziel 30 % FINTA*-Personen in allen Berufen;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Alle Listen für öffentliche ehren- und hauptamtliche Wahlen müssen zu 100 % paritätisch aufgestellt sein;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Alle Vorstände in der SPD – von Ortsverein über Kreis-, Landes- und Bundesverband über Arbeitsgemeinschaften und Co – müssen wenn irgendwie möglich zu mindestens 50 % mit FINTA*s besetzt sein.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_036_621.html">https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_036_621.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-aufsichtsraete-die-quote-greift-4461.htm">https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-aufsichtsraete-die-quote-greift-4461.htm</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.bmfsfj.de/quote/daten.html">https://www.bmfsfj.de/quote/daten.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Wealth Gap - kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist kein Wunder, dass FINTA*s in Deutschland (und in der Welt) weniger Vermögen haben als Männer. Es ist das Ergebnis davon, dass FINTA*s bei gleicher Arbeit schlechter bezahlt werden (Gender Pay Gap), eher in Teilzeit arbeiten, eher Care-Arbeit übernehmen (Gender Care Gap), und eher in schlechter bezahlten Berufen arbeiten. FINTA*-Personen können daher weniger Vermögen aufbauen und sind daher stärker von Armut und Altersarmut betroffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die bestehenden wirtschaftlichen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern anzugehen und eine gerechtere Verteilung von Vermögen zu erreichen, braucht es daher eine Vermögenssteuer! Die, die reich sind, dürfen nicht auf Kosten der bestehenden Ungleichheiten weiter reich bleiben, während die gleichen Umstände immer mehr Menschen und vor allem FINTA*s in Armut drängt. Die Einnahmen der Vermögenssteuer müssen investiert werden durch Programme und Initiativen, die die wirtschaftliche Stärkung von FINTA*s unterstützen und ihre finanzielle Unabhängigkeit sicherstellen. Das kann zum Beispiel finanzielle Unterstützung für alleinerziehende Elternteile und den Ausbau von sozialen Sicherungsnetzen wie die Grundrente umfassen, wie auch Investitionen in Bildung und Ausbildung, und Unternehmensgründungen von FINTA*s. Daneben müssen die Einnahmen aus der Vermögenssteuer auch direkt umverteilt werden als Grunderbe an junge Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Vermögenssteuer und das Grunderbe wäre ein Schritt in Richtung einer inklusiveren und gerechteren Gesellschaft, in der FINTA*s gleiche wirtschaftliche Chancen und Ressourcen haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/umverteilen-um-zu-wachsen-6615/">https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/umverteilen-um-zu-wachsen-6615/</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm">https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/gender-wealth-gap-warum-frauen-im-schnitt-aermer-sind,TOUHxnR">https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/gender-wealth-gap-warum-frauen-im-schnitt-aermer-sind,TOUHxnR</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Health Gap – kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die Medizin ist historisch männlich, und die Auswirkungen davon auf das Leben von FINTA*s sind bis heute spürbar. Wegen Vorurteilen gegen FINTA*s, vor allem gegen BIPoC-FINTA*s, werden ihre Schmerzen und Leiden oft nicht ernst genommen. Krankheiten werden nicht erkannt, betroffene Patient:innen erhalten nicht die Pflege, die sie benötigen. Oft müssen FINTA*s daher mehrfach in die Praxis um eine angemessene Versorgung einzufordern. Dies belastet nicht nur die betroffenen Patient:innen und verschlimmert ihr Leiden, sondern belastet auch das Gesundheitssystem.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiterer Punkt betrifft die Unterschiede zwischen biologisch weiblichen zu biologisch männlichen Körpern. Studien werden überwiegend an biologisch männlichen Körpern durchgeführt, was dazu führt, dass Medikamente und Krankheitsdiagnostiken oft nicht auf biologisch weibliche Körper zugeschnitten sind. Dies kann unerwartete Nebenwirkungen von Medikamenten verursachen oder dazu führen, dass Krankheiten bei biologisch weiblichen Körpern nicht erkannt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hinzu kommt noch die altbekannte Forderung, die immer noch nötig ist: die Kriminalisierung von Abtreibungen muss endlich abgeschafft werden! Menschen, die Kinder bekommen können, müssen selber entscheiden können, ob und wann sie ein Kind austragen möchten. Zugang zu Abtreibungen muss allen Menschen mit Uterus bedingungslos und flächendeckend zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Integration unterschiedlicher Krankheitsbilder im Medizinstudium und in Fortbildungen, um das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gesundheitsfragen zu schärfen;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bereitstellung von mehr Forschungsmitteln für Krankheiten, die hauptsächlich biologisch weibliche Körper betreffen, um die Diagnose, Behandlung und Prävention dieser Erkrankungen zu verbessern;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Verpflichtende Durchführung von Studien an biologisch weiblichen Körpern, um eine angemessene Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Unterschiede zu gewährleisten; Medikamente und Therapieansätze sollten besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt werden;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Abschaffung § 218 StGB und barrierearmen und kostenlosen Zugang zu Abtreibungen, egal ob in der Stadt oder auf dem Land.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://editionf.com/gender-health-gap-was-ist-das-eigentlich/">https://editionf.com/gender-health-gap-was-ist-das-eigentlich/</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.fluter.de/gender-health-gap-kurz-erklaert">https://www.fluter.de/gender-health-gap-kurz-erklaert</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stadt &amp; Mobilität für Männer – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viel zu lang war der Staat männlich: in den Kommunen, im Land, im Bund (und nein, 16 Jahre Merkel ändern daran nicht viel). Dementsprechend wurde in Männeranliegen investiert. Die Konsequenz: FINTA*s, BIPoCs und queere Menschen fühlen sich in den geschaffenen Strukturen nicht sicher und sind auch nicht sicher, wie Daten es immer wieder belegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das muss ein Ende haben! Unsere Städte und Kommunen müssen die Lebensrealität ALLER in den Blick nehmen und in die Bedürfnisse aller Einwohnenden investieren. Das heißt: Städte, Dörfer und Mobilität müssen queerfeministisch und intersektional geplant werden. Dazu müssen FINTA*s, BIPoCs und queere Menschen mit an den Tisch und in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Es sind UNSERE Lebensräume, wir ALLE wollen und müssen an der Gestaltung teilhaben!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um das umzusetzen, fordern wir partizipative Mobilitäts- sowie Kommunalplanung und eine ausgeglichene Vertretung aller Interessensgruppen in den zuständigen Gremien. Bei Datenerhebungen müssen die Perspektiven und unterschiedlichen Lebensrealitäten der betroffenen Gruppen berücksichtigt und angemessen dargestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verherrlichung von Männern im öffentlichen Raum – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie viele Straßennamen mit FINTA*-Personen in deinem Dorf oder Viertel kennst du? Und wie viele Statuen hast du schon gesehen, bei denen keine Männer auf Sockeln thronen? Richtig: eindeutig viel zu wenige!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aber um das Geschlechterverhältnis bei Straßennamen sowie Denkmälern bzw. Statuen annähernd auszugleichen, müssen wir sofort handeln und dürfen keine weiteren neuen männlichen Heldenverehrungen zulassen. Es bedarf sogar eines weiteren Schrittes: Männer, die bei der Durchführung von kolonialen und sklavereibezogenen oder anderweitig menschenfeindlichen Unrechts aktiv oder duldend beteiligt waren, müssen sofort aus dem öffentlichen Raum verschwinden und durch FINTA*s ersetzt werden. Alle Orte des Gedenkens an Männer durch Namensgebungen und optische Darstellungen dieser müssen unter die Lupe genommen werden und unverzüglich ersetzt werden, sollten sie durch ihre Handlungen nicht mehr geeignet sein, solch eine Ehrung zu erfahren. Der öffentliche Raum gehört allen und es ist endlich an der Zeit, FINTA*s mindestens genauso sichtbar zu machen wie die vermeintlich ehrenhaften Männer, die an jeder Ecke weiterleben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Globale Ungerechtigkeit – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Weltweit gesehen ist die Not nach Umverteilung noch viel ausgeprägter als in Deutschland. Nicht nur die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern muss bekämpft werden, auch das koloniale Erbe von Europa hat zu starkem wirtschaftlichen Ungleichgewicht zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden geführt. Hinzukommt die Klimakatastrophe: hauptsächlich verursacht durch den Globalen Norden, und hauptsächlich ausgebadet (manchmal im wörtlichen Sinne) im Globalen Süden. FINTA*s und marginalisierte Gruppen sind überproportional von Armut betroffen. Gleichzeitig tragen sie oft die Hauptlast der Klimakatastrophe, sei es durch Wasserknappheit, Ernteausfälle oder den Verlust von Wohnraum aufgrund von Naturkatastrophen. Für eine internationalistische queerfeministische Umverteilung muss Klimagerechtigkeit eine Priorität sein. Dies bedeutet, dass Länder und Gemeinschaften, die am wenigsten zur globalen Erwärmung beigetragen haben, angemessen unterstützt werden, um sich an den Folgen des Klimawandels anpassen zu können. Hierfür müssen Konzepte wie die Feministische Außenpolitik und Feministische Entwicklungspolitik weiterentwickelt werden und mit Leben gefüllt werden, damit sie nicht nur bloße politische Worthülsen bleiben. Das heißt, neben einer breit gefächerten Unterstützung der Betroffenen auf Augenhöhe, auch, dass wir in Deutschland und Europa uns unserer Verantwortung bewusst werden und Konsequenzen aus der Klimakatastrophe ziehen müssen, damit es zu einer wirklichen Umverteilung kommen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Sonstige Links: </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.fes.de/themenportal-gender-jugend/internationaler-frauentag-2022/gender-gaps">https://www.fes.de/themenportal-gender-jugend/internationaler-frauentag-2022/gender-gaps</a></span></p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 10:03:16 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Q1: Das Patriarchat kotzt uns an!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/560</link>
                        <author>Landesvorstand Jusos Thüringen (dort beschlossen am: 24.05.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/560</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern Politik und Entscheidungsträger:innen auf allen Ebenen auf, sich für intersektionale queerfeministische Umverteilung einzusetzen, damit wir endlich die Ungerechtigkeit, gegen die FINTA*, BIPoC und queere Personen konstant ankämpfen müssen, beseitigen können. Wenn wir warten, bis sich das Geld und die Ressourcen von selber umverteilen, werden höchstens unsere Ururenkelkinder etwas davon abhaben – das dauert uns zu lang! Daher muss die Politik eingreifen und die Weichen stellen für eine gerechtere Gesellschaft, statt bestehende Ungleichheiten weiterhin zu tolerieren und zu unterstützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Forderung ist einfach und revolutionär zugleich: die Lebensrealitäten von Menschen, die nicht der weißen-hetero-cis-männlichen Norm entsprechen, müssen einen GLEICHWERTIGEN Platz am Tisch haben, sie müssen den gleichen Zugang zu Ressourcen haben und ein bedingungsloser Teil des politischen Prozesses sein. Queerfeministische Umverteilung umfasst die konkrete Umverteilung von Geldern, aber auch von allen anderen Ressourcen, die dem Staat und Entscheidungsträger:innen zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In diesem Antrag formulieren wir in diesem Sinne Forderungen für einige politische Bereiche, doch diese umfassen noch lange nicht alles, was nötig und möglich ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Care Gap</strong><strong>- kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland leisten Frauen täglich 87 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Dabei bleiben, häufig im Sinn eines antiquierten Rollen- und Geschlechterbildes, viele alltägliche Aufgaben an FINTA*-Personen hängen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei der Inanspruchnahme von Elternzeit gibt es weitere gravierende Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Nur 26 % der Elterngeldbeziehenden sind männlich. Weiterhin nehmen Männer 3,6 Monate und Frauen 14,6 Monate Elternzeit in Anspruch. Es wird deutlich: Kindererziehung wird weiterhin nicht gleichberechtigt zwischen den Geschlechtern aufgeteilt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Alleinerziehende stehen vor kaum zu bewältigenden Herausforderungen. Für sie ist es besonders schwer, Care- und Erwerbsarbeit zu vereinbaren. Sie sind von besonderen Armutsrisiken betroffen und überdurchschnittlich häufig auf Aufstockleistungen angewiesen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Und damit nicht genug. Auch im Bereich der Pflege von Angehörigen sind 60 % der Pflegenden Frauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Care-Arbeit umfasst nicht nur Erziehungs- oder Pflegearbeit, sondern auch die Arbeit, die FINTA*s z.B. in ihren Beziehungen oder in ihrem Sexleben leisten müssen - bei der Verhütung zum Beispiel wird wieder mal die Verantwortung oft FINTA*-Personen auferlegt. Für biologisch weibliche Körper sind zahlreiche Verhütungsmittel auf dem Markt, die viel Aufwand, psychische Belastung und Nebenwirkungen mit sich bringen. Dagegen ist nach wie vor für biologisch männliche Körper nur das Kondom verfügbar. Das trägt zur Zementierung der weiblichen Verantwortung im Bereich Verhütung wesentlich bei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zu einer nachhaltigen Überwindung dieser Ungerechtigkeiten fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Auskömmliche Finanzierung der Erforschung von Verhütungsmitteln für Männer;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Die Schaffung von verbesserten Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Inanspruchnahme von Elternzeit und -geld, zum Beispiel indem das 12+2 Modell auf 7+7 geändert wird;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Umfassende Kinderbetreuungsangebote und die Einführung der Kindergrundsicherung, um</p><p>Armutsrisiken von Familien abzuwenden;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bildungsangebote zur gerechten Verteilung von Care-Arbeit in Schule und Erwachsenenbildung.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://dvsg.org/service/alle-news/details/empfehlungen-zur-familienpflegezeit-und-zum-familienpflegegeld/">https://dvsg.org/service/alle-news/details/empfehlungen-zur-familienpflegezeit-und-zum-familienpflegegeld/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/">https://de.statista.com/infografik/24835/anteil-der-vaeter-in-deutschland-die-elterngeld-beziehen/</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/themen/aktuelle-meldungen/2021/dezember/vor-allem-alleinerziehende-sind-trotz-arbeit-auf-sozialleistungen-angewiesen">https://www.bertelsmann-stiftung.de/en/themen/aktuelle-meldungen/2021/dezember/vor-allem-alleinerziehende-sind-trotz-arbeit-auf-sozialleistungen-angewiesen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.swr.de/wissen/neue-verhuetungsmethoden-fuer-maenner-100.html">https://www.swr.de/wissen/neue-verhuetungsmethoden-fuer-maenner-100.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Pay Gap und Männergremien – kotzen uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2022 haben FINTA*s pro Stunde im Schnitt 18 % weniger verdient als Männer und selbst mit einem bereinigten Gender Pay Gap, also mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien wie Männer, waren es immer noch 7 %. Das ist weder fair noch länger in irgendeiner Form hinnehmbar!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Was der unbereinigte Gender Pay Gap auch zeigt, ist die totale Unterrepräsentation von FINTA*s in höheren Positionen, die zugleich eine bessere Bezahlung mit sich bringen. Auch wenn die seit 2016 eingeführte Geschlechterquote in börsennotierten Unternehmen greift und mittlerweile der Anteil von FINTA*s von 10,2 % auf 35,2 % in den 105 deutschen Aufsichtsräten gestiegen ist, ist das lange noch nicht annähernd zufriedenstellend.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Gender Pay Gap und der noch immer absurd hohe Männerüberschuss in Aufsichtsräten und generell in quasi allen wichtigen Gremien steht im Widerspruch zur der im Grundgesetz verankerten Gleichberechtigung und muss – wenn es aus der Gesellschaft bzw. Wirtschaft heraus nicht funktioniert – politisch mit allen Mitteln bekämpft werden! (Der Markt regelt immer noch einen Scheiß!)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Erhöhung der Geschlechterquote in den Aufsichtsräten börsennotierter und paritätisch mitbestimmender Unternehmen von 30 auf 50 %;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Mehr Hürdenabbau für FINTA*s in Männer dominierenden Berufszweigen mit dem Ziel 30 % FINTA*-Personen in allen Berufen;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Alle Listen für öffentliche ehren- und hauptamtliche Wahlen müssen zu 100 % paritätisch aufgestellt sein;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Alle Vorstände in der SPD – von Ortsverein über Kreis-, Landes- und Bundesverband über Arbeitsgemeinschaften und Co – müssen wenn irgendwie möglich zu mindestens 50 % mit FINTA*s besetzt sein.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_036_621.html">https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_036_621.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-aufsichtsraete-die-quote-greift-4461.htm">https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-aufsichtsraete-die-quote-greift-4461.htm</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.bmfsfj.de/quote/daten.html">https://www.bmfsfj.de/quote/daten.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Wealth Gap - kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist kein Wunder, dass FINTA*s in Deutschland (und in der Welt) weniger Vermögen haben als Männer. Es ist das Ergebnis davon, dass FINTA*s bei gleicher Arbeit schlechter bezahlt werden (Gender Pay Gap), eher in Teilzeit arbeiten, eher Care-Arbeit übernehmen (Gender Care Gap), und eher in schlechter bezahlten Berufen arbeiten. FINTA*-Personen können daher weniger Vermögen aufbauen und sind daher stärker von Armut und Altersarmut betroffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die bestehenden wirtschaftlichen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern anzugehen und eine gerechtere Verteilung von Vermögen zu erreichen, braucht es daher eine Vermögenssteuer! Die, die reich sind, dürfen nicht auf Kosten der bestehenden Ungleichheiten weiter reich bleiben, während die gleichen Umstände immer mehr Menschen und vor allem FINTA*s in Armut drängt. Die Einnahmen der Vermögenssteuer müssen investiert werden durch Programme und Initiativen, die die wirtschaftliche Stärkung von FINTA*s unterstützen und ihre finanzielle Unabhängigkeit sicherstellen. Das kann zum Beispiel finanzielle Unterstützung für alleinerziehende Elternteile und den Ausbau von sozialen Sicherungsnetzen wie die Grundrente umfassen, wie auch Investitionen in Bildung und Ausbildung, und Unternehmensgründungen von FINTA*s. Daneben müssen die Einnahmen aus der Vermögenssteuer auch direkt umverteilt werden als Grunderbe an junge Menschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Vermögenssteuer und das Grunderbe wäre ein Schritt in Richtung einer inklusiveren und gerechteren Gesellschaft, in der FINTA*s gleiche wirtschaftliche Chancen und Ressourcen haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/umverteilen-um-zu-wachsen-6615/">https://www.ipg-journal.de/rubriken/wirtschaft-und-oekologie/artikel/umverteilen-um-zu-wachsen-6615/</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm">https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-vermoegen-frauen-fallen-weiter-zurueck-9700.htm</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/gender-wealth-gap-warum-frauen-im-schnitt-aermer-sind,TOUHxnR">https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/gender-wealth-gap-warum-frauen-im-schnitt-aermer-sind,TOUHxnR</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gender Health Gap – kotzt uns an!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch die Medizin ist historisch männlich, und die Auswirkungen davon auf das Leben von FINTA*s sind bis heute spürbar. Wegen Vorurteilen gegen FINTA*s, vor allem gegen BIPoC-FINTA*s, werden ihre Schmerzen und Leiden oft nicht ernst genommen. Krankheiten werden nicht erkannt, betroffene Patient:innen erhalten nicht die Pflege, die sie benötigen. Oft müssen FINTA*s daher mehrfach in die Praxis um eine angemessene Versorgung einzufordern. Dies belastet nicht nur die betroffenen Patient:innen und verschlimmert ihr Leiden, sondern belastet auch das Gesundheitssystem.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiterer Punkt betrifft die Unterschiede zwischen biologisch weiblichen zu biologisch männlichen Körpern. Studien werden überwiegend an biologisch männlichen Körpern durchgeführt, was dazu führt, dass Medikamente und Krankheitsdiagnostiken oft nicht auf biologisch weibliche Körper zugeschnitten sind. Dies kann unerwartete Nebenwirkungen von Medikamenten verursachen oder dazu führen, dass Krankheiten bei biologisch weiblichen Körpern nicht erkannt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hinzu kommt noch die altbekannte Forderung, die immer noch nötig ist: die Kriminalisierung von Abtreibungen muss endlich abgeschafft werden! Menschen, die Kinder bekommen können, müssen selber entscheiden können, ob und wann sie ein Kind austragen möchten. Zugang zu Abtreibungen muss allen Menschen mit Uterus bedingungslos und flächendeckend zur Verfügung stehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Integration unterschiedlicher Krankheitsbilder im Medizinstudium und in Fortbildungen, um das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gesundheitsfragen zu schärfen;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Bereitstellung von mehr Forschungsmitteln für Krankheiten, die hauptsächlich biologisch weibliche Körper betreffen, um die Diagnose, Behandlung und Prävention dieser Erkrankungen zu verbessern;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Verpflichtende Durchführung von Studien an biologisch weiblichen Körpern, um eine angemessene Berücksichtigung der geschlechtsspezifischen Unterschiede zu gewährleisten; Medikamente und Therapieansätze sollten besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Patient:innen abgestimmt werden;</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Abschaffung § 218 StGB und barrierearmen und kostenlosen Zugang zu Abtreibungen, egal ob in der Stadt oder auf dem Land.</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://editionf.com/gender-health-gap-was-ist-das-eigentlich/">https://editionf.com/gender-health-gap-was-ist-das-eigentlich/</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.fluter.de/gender-health-gap-kurz-erklaert">https://www.fluter.de/gender-health-gap-kurz-erklaert</a></span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Stadt &amp; Mobilität für Männer – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Viel zu lang war der Staat männlich: in den Kommunen, im Land, im Bund (und nein, 16 Jahre Merkel ändern daran nicht viel). Dementsprechend wurde in Männeranliegen investiert. Die Konsequenz: FINTA*s, BIPoCs und queere Menschen fühlen sich in den geschaffenen Strukturen nicht sicher und sind auch nicht sicher, wie Daten es immer wieder belegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das muss ein Ende haben! Unsere Städte und Kommunen müssen die Lebensrealität ALLER in den Blick nehmen und in die Bedürfnisse aller Einwohnenden investieren. Das heißt: Städte, Dörfer und Mobilität müssen feministisch und intersektional geplant werden. Dazu müssen FINTA*s, BIPoCs und queere Menschen mit an den Tisch und in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Es sind UNSERE Lebensräume, wir ALLE wollen und müssen an der Gestaltung teilhaben!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um das umzusetzen, fordern wir partizipative Mobilitäts- sowie Kommunalplanung und eine ausgeglichene Vertretung aller Interessensgruppen in den zuständigen Gremien. Bei Datenerhebungen müssen die Perspektiven und unterschiedlichen Lebensrealitäten der betroffenen Gruppen berücksichtigt und angemessen dargestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Verherrlichung von Männern im öffentlichen Raum – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie viele Straßennamen mit FINTA*-Personen in deinem Dorf oder Viertel kennst du? Und wie viele Statuen hast du schon gesehen, bei denen keine Männer auf Sockeln thronen? Richtig: eindeutig viel zu wenige!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aber um das Geschlechterverhältnis bei Straßennamen sowie Denkmälern bzw. Statuen annähernd auszugleichen, müssen wir sofort handeln und dürfen keine weiteren neuen männlichen Heldenverehrungen zulassen. Es bedarf sogar eines weiteren Schrittes: Männer, die bei der Durchführung von kolonialen und sklavereibezogenen oder anderweitig menschenfeindlichen Unrechts aktiv oder duldend beteiligt waren, müssen sofort aus dem öffentlichen Raum verschwinden und durch FINTA*s ersetzt werden. Alle Orte des Gedenkens an Männer durch Namensgebungen und optische Darstellungen dieser müssen unter die Lupe genommen werden und unverzüglich ersetzt werden, sollten sie durch ihre Handlungen nicht mehr geeignet sein, solch eine Ehrung zu erfahren. Der öffentliche Raum gehört allen und es ist endlich an der Zeit, FINTA*s mindestens genauso sichtbar zu machen wie die vermeintlich ehrenhaften Männer, die an jeder Ecke weiterleben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Globale Ungerechtigkeit – kotzt uns an! </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Weltweit gesehen ist die Not nach Umverteilung noch viel ausgeprägter als in Deutschland. Nicht nur die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern muss bekämpft werden, auch das koloniale Erbe von Europa hat zu starkem wirtschaftlichen Ungleichgewicht zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden geführt. Hinzukommt die Klimakatastrophe: hauptsächlich verursacht durch den Globalen Norden, und hauptsächlich ausgebadet (manchmal im wörtlichen Sinne) im Globalen Süden. FINTA*s und marginalisierte Gruppen sind überproportional von Armut betroffen. Gleichzeitig tragen sie oft die Hauptlast der Klimakatastrophe, sei es durch Wasserknappheit, Ernteausfälle oder den Verlust von Wohnraum aufgrund von Naturkatastrophen. Für eine internationalistische queerfeministische Umverteilung muss Klimagerechtigkeit eine Priorität sein. Dies bedeutet, dass Länder und Gemeinschaften, die am wenigsten zur globalen Erwärmung beigetragen haben, angemessen unterstützt werden, um sich an den Folgen des Klimawandels anpassen zu können. Hierfür müssen Konzepte wie die Feministische Außenpolitik und Feministische Entwicklungspolitik weiterentwickelt werden und mit Leben gefüllt werden, damit sie nicht nur bloße politische Worthülsen bleiben. Das heißt, neben einer breit gefächerten Unterstützung der Betroffenen auf Augenhöhe, auch, dass wir in Deutschland und Europa uns unserer Verantwortung bewusst werden und Konsequenzen aus der Klimakatastrophe ziehen müssen, damit es zu einer wirklichen Umverteilung kommen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Sonstige Links: </span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline"><a href="https://www.fes.de/themenportal-gender-jugend/internationaler-frauentag-2022/gender-gaps">https://www.fes.de/themenportal-gender-jugend/internationaler-frauentag-2022/gender-gaps</a></span></p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 10:02:50 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>I4: Erweiterter KulturPass für Thüringen </title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/erweiterter-kulturpass-fur-thuringen-28781</link>
                        <author>Jusos Wartburgkreis (dort beschlossen am: 22.05.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/erweiterter-kulturpass-fur-thuringen-28781</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als Jusos Thüringen möchten junge Menschen nach der Corona-Pandemie dazu ermutigen, das vielfältige und bunte Kulturangebot im Freistaat wahrzunehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir begrüßen in diesem Zusammenhang die Einführung des KulturPass der Bundesregierung und fordern von der Thüringischen Landesregierung folgende Erweiterungen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Der KulturPass soll in Thüringen für alle Personen* zwischen 14 und 35 Jahren gelten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Das Budget soll aus Landesmitteln auf insgesamt 1000€ aufgestockt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3. Dabei soll gewährleistet werden, dass verfassungsfeindliche Einrichtungen nicht davon profitieren.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Musik, Theater, Literatur, Film, bildende Kunst, Tanz, Performance-Art, Museen, historische Denkmäler und noch vieles mehr. Kultur ist in unserem Leben und Alltag allgegenwärtig. Sie bringt Menschen zusammen und formt dadurch eine gemeinsame Lebenswelt. Zeichen einer lebendigen und pluralen Demokratie ist immer auch eine freie und vielfältige Kunst- und Kulturlandschaft. Um diese zu fördern und bewahren ist es essenziell, dass junge Leute die kulturellen Angebote wahrnehmen. Das Interesse ist oft groß, jedoch ist der Zugang oft aufgrund zu hoher Eintrittspreise erschwert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Darüber hinaus käme es auch den kulturellen Einrichtungen zugute, die aufgrund des staatlichen Zuschusses höhere Eintritte erzielen könnten. Für diese entsteht somit auch ein Anreiz, gezielt junge Leute mit ihrem Angebot anzusprechen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das KulturPass-Programm des Bundes, der allen Personen* zum 18. Geburtstag ein Guthaben von 200€ für kulturelle Aktivitäten wie bspw. Konzert-, Kino- oder Museumsbesuche eröffnet, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jedoch wäre es viel besser, wenn der Freistaat Thüringen dieses Programm für einen größeren Personenkreis ausweitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Thüringer Kulturlandschaft, insbesondere die freie Szene, kann davon kurz- und langfristig nur profitieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 10:00:16 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>I4: Erweiterter KulturPass für Thüringen </title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/558</link>
                        <author>Jusos Wartburgkreis (dort beschlossen am: 22.05.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/558</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als Jusos Thüringen möchten junge Menschen nach der Corona-Pandemie dazu ermutigen, das vielfältige und bunte Kulturangebot im Freistaat wahrzunehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir begrüßen in diesem Zusammenhang die Einführung des KulturPass der Bundesregierung und fordern von der Thüringischen Landesregierung folgende Erweiterungen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. Der KulturPass soll in Thüringen für alle Personen* zwischen 14 und 35 Jahren gelten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. Das Budget soll aus Landesmitteln auf insgesamt 1000€ aufgestockt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3. Dabei soll gewährleistet werden, dass verfassungsfeindliche und demokratiegefährdende Einrichtungen nicht davon profitieren.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Musik, Theater, Literatur, Film, bildende Kunst, Tanz, Performance-Art, Museen, historische Denkmäler und noch vieles mehr. Kultur ist in unserem Leben und Alltag allgegenwärtig. Sie bringt Menschen zusammen und formt dadurch eine gemeinsame Lebenswelt. Zeichen einer lebendigen und pluralen Demokratie ist immer auch eine freie und vielfältige Kunst- und Kulturlandschaft. Um diese zu fördern und bewahren ist es essenziell, dass junge Leute die kulturellen Angebote wahrnehmen. Das Interesse ist oft groß, jedoch ist der Zugang oft aufgrund zu hoher Eintrittspreise erschwert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Darüber hinaus käme es auch den kulturellen Einrichtungen zugute, die aufgrund des staatlichen Zuschusses höhere Eintritte erzielen könnten. Für diese entsteht somit auch ein Anreiz, gezielt junge Leute mit ihrem Angebot anzusprechen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das KulturPass-Programm des Bundes, der allen Personen* zum 18. Geburtstag ein Guthaben von 200€ für kulturelle Aktivitäten wie bspw. Konzert-, Kino- oder Museumsbesuche eröffnet, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jedoch wäre es viel besser, wenn der Freistaat Thüringen dieses Programm für einen größeren Personenkreis ausweitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Thüringer Kulturlandschaft, insbesondere die freie Szene, kann davon kurz- und langfristig nur profitieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 10:00:03 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>I3: Die Polizei dein Freund und/oder Täter</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/die-polizei-dein-freund-und-oder-tater-29449</link>
                        <author>Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 20.05.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/die-polizei-dein-freund-und-oder-tater-29449</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>The situation is in fact bad!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer wieder decken engagierte Journalist:innen investigativ rechte Netzwerke und Pannen in Ermittlungsbehörden auf. Nichtsdestotrotz wird der Polizei weiter das Recht zugestanden, eigene Regelverstöße selbst zu verfolgen und zu ahnden. Von den jährlich ca. 2.200 Verfahren aufgrund von Polizeigewalt wurden 98% von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Verurteilt wurde in den letzten beiden Jahren ein Beamter. Das Dunkelfeld scheint mindestens 5x-6x größer zu sein, sodass selbst Nils Mesla, Sonderberichterstatter für Folter bei der UN, deutschen Behörden eine verzerrte Wahrnehmung attestiert. Die Strafverfolgung innerhalb der Polizei benennt er wörtlich als „Systemversagen“, weil Behörden nicht in der Lage sind ihre eigene Blindheit zu erkennen. Während Demonstrant:innen im Schnellverfahren abgeurteilt werden, werden Verfahren gegen Polizist:innen verschleppt und eingestellt. Das Problem der Polizeigewalt wird systematisch in statistischen Erhebungen und im öffentlichen Diskurs ausgeblendet. Leider sind die entsprechenden Polizeibehörden keine verlässliche Informationsquelle. Diese Blindheit für die eigenen Verfehlungen, zerstört nachhaltig das Vertrauen der Bürger:innen in die Polizei und schadet letztendlich auch den Beamt:innen selbst. Die Polizei spielt als Exekutive und Judikative in Personalunion eine zentrale Bedeutung in unserer Gesellschaft, jedoch sind wir der Meinung, dass jede Gewaltausübung rechenschaftspflichtig sein sollte. Für ein uneingeschränktes Vertrauen in die Polizei muss jede Beschwerde gegen die Polizei umgehend aufgenommen werden und unparteiisch, umfassend und unabhängig ermittelt werden. Systematischer Täterschutz bewirkt hingegen das Gegenteil.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen positionieren sich einer materiellen Stärkung von Polizei und Sicherheitsapparat gegenüber grundsätzlich kritisch und unterstützen keinen Wahlkampf mit diesem Themenschwerpunkt für die kommende Landtagswahl!<br>
Wir fordern stattdessen den konsequenten Kampf gegen Rechts, in der Politik und in Thüringer Behörden. Auch wenn bisher vorwiegend andere Bundesländer die Schlagzeilen bestimmten, gibt es keine Anhaltspunkte dafür zu glauben, die Lage in Thüringen gestaltete sich davon signifikant verschieden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen sind der Meinung das sich ein System nicht selbst kontrollieren kann. Um den bestmöglichen Schutz von Beamt:innen und Bürger:innen zu gewährleisten fordern wir deshalb, eine umfassende Reformierung der Statistikerhebung, Ausbildung und zahlreichen anderen Bereichen innerhalb und außerhalb der Polizei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Polizist:innen sollten nicht wie Soldat:innen auftreten, die zusätzliche Militarisierung der Polizei lehnen wir ebenfalls auf schärfste ab. Demonstrationen und unbequemer Protest sind essentieller Teil demokratischer Kultur und sollten auch von staatlichen Institutionen erkannt werden. Einschüchterung von Demonstrierenden oder das Verlegen an „günstigere“ Orte durch Versammlungsbehörden verbietet sich deshalb.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Strafverfolgung der Polizei auf Demonstrationen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verletzte Demonstrierende geben aus Angst vor Repression in der Regel im Krankenhaus nicht an, wie die Verletzungen zustande gekommen sind. Andere Aktivisti nehmen keine medizinische Hilfe in Anspruch aus Angst. Nicht zuletzt, deshalb ist die tatsächliche Zahl der verletzten Demonstrierenden in der Regel unklar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Krankenhauspersonal sollte deshalb nach Demonstrationen nur mit der Polizei kooperieren, wenn ausgeschlossen ist, dass Patent:innen strafrechtlich belangt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Missbrauchsräume minimieren</strong><br>
In verschiedenen deutschen Städten, u.a. Erfurt und Leipzig, versucht die Polizei mit der Ermächtigung zu uneingeschränkten Personenkontrollen von Straftaten abzuschrecken. Dabei schreckt sie zusätzlich vor großflächigen Stadtgebieten ab und schafft ein kriminalisierendes Stigma.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern die Abschaffung von zeitlich unbegrenzten verdachtsunabhängigen Polizeikontrollen an sogenannten „gefährlichen Orten“.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Möglichkeit der Polizei unbegrenzt Identitäts- und Taschenkontrollen in gewissen Gebieten durchzuführen, führt zu kollektiven Verdächtigungen anhand äußerlicher diskriminierender Stereotype. Davon betroffen sind vor allem migrantisch-gelesene, links-gelesene und junge Menschen. „Gefährliche Orte“ begünstigen systematisch Verstöße gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und ‚Racial Profiling‘, auch weil i.d.R. die Dokumentationspflicht der Polizei entfällt. Die zur Begründung genutzten „polizeilichen Erfahrungswerte“ und Kriminalstatistiken sind unzuverlässig und selbstbestätigend. Es gibt keine Perspektive zur Beendigung des Sonderstatus „gefährlicher Ort“. Die alltägliche Straftat-Unterstellung der Polizei gegenüber signifikanten Teilen der Bevölkerung bestärkt Misstrauen und drängt beträchtliche Gesellschaftsgruppen zunehmend in einen Exklusions-Teufelskreis aus dem staatlichen Schutz.<br><br>
Darüber hinaus gibt es in Thüringen aktuell keine öffentliche Möglichkeit, um das genaue Ausmaß der festgelegten Gebiete einzusehen und eine potenzielle Polizeikontrolle zu beachten bzw. zu vermeiden. Verschwimmende und unbekannte Grenzen begünstigen den Missbrauch der Polizei unter anderem als Vorwand für verdachtsunabhängige Personenkontrollen in nicht-zutreffenden Gebieten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern konsequente Transparenz über polizeiliche Mittel und deren eindeutige Grenzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Diskursverschiebungen durch die Polizei</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diskurse über die zusätzliche Finanzierung der Polizei, bzw. eine weitergehende Versicherheitlichung der Gesellschaft werden immer wieder von verschiedensten Statistiken wie die Bundeskriminalstatistik begleitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese gezielten Diskursverschiebung werden insbesondere in der Debatte um Gewalt gegen Polizist:innen deutlich:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das BKA behauptet beispielweise 2020 stieg die Zahl der Gewaltdelikte gegen Polizist:innen in Thüringen um 36.6%, faktisch sank die Zahl jedoch deutlich. Lediglich eine Änderung der Definition von Gewalttaten gegen Polizist:innen führte zu diesen erschreckenden Zahlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiteres Beispiel hierfür sind die Zahlen des LKA Sachsen 2020. Wie sich später herausstellte schrumpfte die ursprüngliche Angabe von rund 2800 Beamt:innen, die Opfer von Gewalt wurden, letztlich auf 76. Zuvor mitgezählt wurden unter anderem Beamt:innen, die gegen Glastüren liefen, stolperten oder sich die Faust am Gesicht von Tatverdächtigen verletzten. Dieses Verhalten der Polizei schadet nicht nur dem politischen Diskurs, sondern auch der Glaubwürdigkeit der Polizei. Nicht zuletzt zeigt diese Kategorisierung mangelnden Respekt gegenüber den Beamt:innen die tatsächlich im Dienst Gewalt erfahren oder Beamt:innen, die an einer Aufklärung von Straftaten innerhalb der Polizei interessiert sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zahlreiche Nachrichtenplattformen übernahmen die ursprünglichen Zahlen jedoch ohne kritische Prüfung, womit sich Teile der Medien zum willigen Sprachrohr der Polizei im laufenden politischen Diskurs machten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Angaben der Polizei und dessen Pressemeldungen sollten nicht neutrale Informationsquelle verwendet werden, sondern eindeutig als Meinung einer (Konflikt)partei gekennzeichnet werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Weiterhin fordern wir, das Statistiken zu Polizeigewalt und Gewalt gegen Polizist:innen künftig unabhängig und nach einheitlichen Kriterien erhoben werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li> Unter anderem sollte statistisch erfasst werden:
<ul><li> Tötungen durch alle Polizeibehörden</li><li> die schwere der Gewaltdelikt (gegen die Polizei)</li><li>rassistische und diskriminierende Straftaten durch die Polizei</li><li>lokale Verteilung von Fällen von Polizeigewalt</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rechenschaftspflicht der Polizei zu erhöhen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen hierarchische Strukturen innerhalb der Polizei thematisieren und durch Kontrollmechanismen und Prozesse in der Verwaltung auch Führungskräfte für Diskriminierungen zur Rechenschaft ziehen, die durch ihre Mitarbeiter:innen verschuldet wurden. Bisher darf die Thüringer Polizei potenzielle Straftaten in der eigenen Behörde verfolgen, die Jusos Thüringen halten dieses System für dysfunktional.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern deshalb, eine eigene, unabhängige Behörde:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>bestehend aus Personen, die zu 90% nie in der Polizei tätig waren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eigenständig Untersuchungen einleiten kann</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die mit allen Kompetenzen ausgestattet ist, um Hinweisen unabhängig nachgehen können</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>dazu gehört:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Einsicht in Akten laufender und abgeschlossener Verfahren,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einsicht in Polizeiinterner,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Betretungsrecht von Polizeidienststellen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>keine Informationspflicht gegenüber der staatlichen Exekutive.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Behörde sollte tätig werden, wenn:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>persönliches Fehlverhalten eines Polizisten/einer Polizistin vorliegen könnte</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine polizeiliche Maßnahme eventuell rechtswidrig war</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich sollte die Behörde die alle Verfahren an sich ziehen bei denen Personen durch Polizist:innen getötet oder schwer verletzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der Behörde sind die entsprechenden Ressourcen zu Ermittlung bereitzustellen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn Polizist:innen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Missstände oder Fehler aufzeigen wollen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>In Konfliktsituationen geraten oder Probleme mit ihrem Dienstherrn vorliegen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kurzfristige psychologische Hilfe benötigen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Stelle des Thüringer Polizeibeauftragten kann wahlweise in die Behörde integriert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Prävention und Ausrüstung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um Straftaten innerhalb der Polizei vorzubeugen fordern wir weiterhin einen Fokus auf die Ausbildung, der Beamt:innen, anstatt immer teurere und unnötige Ausrüstung anzuschaffen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bodycams haben sich in ihrer gegenwärtigen Anwendung als ungeeignet zur besseren Aufklärung von Straftaten herausgestellt. Sie erhöhen lediglich das Machtgefälle zwischen Beamt:innen und Bürger:innen und sind zur Strafaufklärung innerhalb der Polizei ungeeignet, weil potentielle Täter:innen die Kamera selbst ausschalten können. So geschehen in Frankfurt oder Dortmund. Die anhaltenden Proteste in Frankreich zeigen, dass eine Militarisierung der Polizei mit Kriegswaffen, wie Gummigeschosswerfer etc. lediglich zu heftigen Gegenreaktionen führt. Tränengaswerfer, Panzerfahrzeuge oder ähnliches Material erschweren die sichere Wahrnehmung des Demonstrationsrechts, vor allem weil es in der Praxis von ungeübten Kräften eingesetzt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Derartigen Aufrüstungsfantasien erteilen wir deshalb eine klare Absage</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern die Abschaffung von Bodycams</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern weiterhin verpflichtende Schulungen in den Bereichen:
<ul><li> Umgang mit Personen in psychischen Ausnahmesituationen,</li><li>intersektionale Rassismus(prävention),</li><li>intersektionalem Feminismus</li><li> Menschenrechte,</li><li>Racial Profiling(-Vermeidung),</li><li>interkulturelle Kommunikation.</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hierin sollten auch ältere Beamt:innen verpflichtend geschult werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Für Beamt:innen sollten regelmäßige Fortbildungs- und Wiederholungskurse die Regel sein um Eskalation durch unsicheres Verhalten der Polizei zu vermeiden. Insbesondere Polizist:innen die selten Streifendienst machen, sollten regelmäßig in Sicherung unterwiesen werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Weiterhin sollte das Bewerbungsverfahren in Bezug auf Eignung und (politischen) Hintergrund von Bewerber:innen fokussiert werden</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um potentielle Täter:innen innerhalb der Polizei identifizieren zu können, fordern wir eine Kennzeichnungspflicht für alle Polizist:innen, die in Thüringen eingesetzt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur weil die Polizei physischen zwang anwendet, handelt es sich nicht automatisch um Polizeigewalt, jedoch sollte immer die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Das Interventionsminimum ist dabei zu achten. Wann dies jedoch erreicht ist liegt meist im Ermessen der Beamt:innen. Die Jusos Thüringen wollen hier Rechtssicherheit für Beamt:innen und Betroffene schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um willkürliche oder uneinheitliche Anwendung bestehender Gesetze zu verhindern, fordern wir zusätzlich eine möglichst präzise Ausgestaltung des Polizeigesetzes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Begriffe wie „Handeln nach Treu und Glauben“ bzw. „einen Ermessenspielraum nach guten Sitten“ sollte möglichst im Polizeigesetz konkretisiert werden</li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 09:58:05 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>I3: Die Polizei dein Freund und/oder Täter</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/556</link>
                        <author>Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 20.05.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/556</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>The situation is in fact bad!</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer wieder decken engagierte Journalist:innen investigativ rechte Netzwerke und Pannen in Ermittlungsbehörden auf. Nichtsdestotrotz wird der Polizei weiter das Recht zugestanden, eigene Regelverstöße selbst zu verfolgen und zu ahnden. Von den jährlich ca. 2.200 Verfahren aufgrund von Polizeigewalt wurden 98% von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Verurteilt wurde in den letzten beiden Jahren ein Beamter. Das Dunkelfeld scheint mindestens 5x-6x größer zu sein, sodass selbst Nils Mesla, Sonderberichterstatter für Folter bei der UN, deutschen Behörden eine verzerrte Wahrnehmung attestiert. Die Strafverfolgung innerhalb der Polizei benennt er wörtlich als „Systemversagen“, weil Behörden nicht in der Lage sind ihre eigene Blindheit zu erkennen. Während Demonstrant:innen im Schnellverfahren abgeurteilt werden, werden Verfahren gegen Polizist:innen verschleppt und eingestellt. Das Problem der Polizeigewalt wird systematisch in statistischen Erhebungen und im öffentlichen Diskurs ausgeblendet. Leider sind die entsprechenden Polizeibehörden keine verlässliche Informationsquelle. Diese Blindheit für die eigenen Verfehlungen, zerstört nachhaltig das Vertrauen der Bürger:innen in die Polizei und schadet letztendlich auch den Beamt:innen selbst. Die Polizei spielt als Exekutive und Judikative in Personalunion eine zentrale Bedeutung in unserer Gesellschaft, jedoch sind wir der Meinung, dass jede Gewaltausübung rechenschaftspflichtig sein sollte. Für ein uneingeschränktes Vertrauen in die Polizei muss jede Beschwerde gegen die Polizei umgehend aufgenommen werden und unparteiisch, umfassend und unabhängig ermittelt werden. Systematischer Täterschutz bewirkt hingegen das Gegenteil.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen positionieren sich einer Stärkung von Polizei und Sicherheitsapparat gegenüber grundsätzlich kritisch und unterstützen keinen Wahlkampf mit diesem Themenschwerpunkt für die kommende Landtagswahl! Auch wenn bisher vorwiegend andere Bundesländer die Schlagzeilen bestimmten, gibt es keine Anhaltspunkte dafür zu glauben, die Lage in Thüringen gestaltete sich davon signifikant verschieden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen sind der Meinung das sich ein System nicht selbst kontrollieren kann. Um den bestmöglichen Schutz von Beamt:innen und Bürger:innen zu gewährleisten fordern wir deshalb, eine umfassende Reformierung der Statistikerhebung, Ausbildung und zahlreichen anderen Bereichen innerhalb und außerhalb der Polizei.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Polizist:innen sollten nicht wie Soldat:innen auftreten, die zusätzliche Militarisierung der Polizei lehnen wir ebenfalls auf schärfste ab. Demonstrationen und unbequemer Protest sind essentieller Teil demokratischer Kultur und sollten auch von staatlichen Institutionen erkannt werden. Einschüchterung von Demonstrierenden oder das Verlegen an „günstigere“ Orte durch Versammlungsbehörden verbietet sich deshalb.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Strafverfolgung der Polizei auf Demonstrationen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verletzte Demonstrierende geben aus Angst vor Repression in der Regel im Krankenhaus nicht an, wie die Verletzungen zustande gekommen sind. Andere Aktivisti nehmen keine medizinische Hilfe in Anspruch aus Angst. Nicht zuletzt, deshalb ist die tatsächliche Zahl der verletzten Demonstrierenden in der Regel unklar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Krankenhauspersonal sollte deshalb nach Demonstrationen nur mit der Polizei kooperieren, wenn ausgeschlossen ist, dass Patent:innen strafrechtlich belangt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Missbrauchsräume minimieren</strong><br>
In verschiedenen deutschen Städten, u.a. Erfurt und Leipzig, versucht die Polizei mit der Ermächtigung zu uneingeschränkten Personenkontrollen von Straftaten abzuschrecken. Dabei schreckt sie zusätzlich vor großflächigen Stadtgebieten ab und schafft ein kriminalisierendes Stigma.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern die Abschaffung von zeitlich unbegrenzten verdachtsunabhängigen Polizeikontrollen an sogenannten „gefährlichen Orten“.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Möglichkeit der Polizei unbegrenzt Identitäts- und Taschenkontrollen in gewissen Gebieten durchzuführen, führt zu kollektiven Verdächtigungen anhand äußerlicher diskriminierender Stereotype. Davon betroffen sind vor allem migrantisch-gelesene, links-gelesene und junge Menschen. „Gefährliche Orte“ begünstigen systematisch Verstöße gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und ‚Racial Profiling‘, auch weil i.d.R. die Dokumentationspflicht der Polizei entfällt. Die zur Begründung genutzten „polizeilichen Erfahrungswerte“ und Kriminalstatistiken sind unzuverlässig und selbstbestätigend. Es gibt keine Perspektive zur Beendigung des Sonderstatus „gefährlicher Ort“. Die alltägliche Straftat-Unterstellung der Polizei gegenüber signifikanten Teilen der Bevölkerung bestärkt Misstrauen und drängt beträchtliche Gesellschaftsgruppen zunehmend in einen Exklusions-Teufelskreis aus dem staatlichen Schutz.<br><br>
Darüber hinaus gibt es in Thüringen aktuell keine öffentliche Möglichkeit, um das genaue Ausmaß der festgelegten Gebiete einzusehen und eine potenzielle Polizeikontrolle zu beachten bzw. zu vermeiden. Verschwimmende und unbekannte Grenzen begünstigen den Missbrauch der Polizei unter anderem als Vorwand für verdachtsunabhängige Personenkontrollen in nicht-zutreffenden Gebieten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern konsequente Transparenz über polizeiliche Mittel und deren eindeutige Grenzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Diskursverschiebungen durch die Polizei</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diskurse über die zusätzliche Finanzierung der Polizei, bzw. eine weitergehende Versicherheitlichung der Gesellschaft werden immer wieder von verschiedensten Statistiken wie die Bundeskriminalstatistik begleitet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese gezielten Diskursverschiebung werden insbesondere in der Debatte um Gewalt gegen Polizist:innen deutlich:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das BKA behauptet beispielweise 2020 stieg die Zahl der Gewaltdelikte gegen Polizist:innen in Thüringen um 36.6%, faktisch sank die Zahl jedoch deutlich. Lediglich eine Änderung der Definition von Gewalttaten gegen Polizist:innen führte zu diesen erschreckenden Zahlen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein weiteres Beispiel hierfür sind die Zahlen des LKA Sachsen 2020. Wie sich später herausstellte schrumpfte die ursprüngliche Angabe von rund 2800 Beamt:innen, die Opfer von Gewalt wurden, letztlich auf 76. Zuvor mitgezählt wurden unter anderem Beamt:innen, die gegen Glastüren liefen, stolperten oder sich die Faust am Gesicht von Tatverdächtigen verletzten. Dieses Verhalten der Polizei schadet nicht nur dem politischen Diskurs, sondern auch der Glaubwürdigkeit der Polizei. Nicht zuletzt zeigt diese Kategorisierung mangelnden Respekt gegenüber den Beamt:innen die tatsächlich im Dienst Gewalt erfahren oder Beamt:innen, die an einer Aufklärung von Straftaten innerhalb der Polizei interessiert sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zahlreiche Nachrichtenplattformen übernahmen die ursprünglichen Zahlen jedoch ohne kritische Prüfung, womit sich Teile der Medien zum willigen Sprachrohr der Polizei im laufenden politischen Diskurs machten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Angaben der Polizei und dessen Pressemeldungen sollten nicht neutrale Informationsquelle verwendet werden, sondern eindeutig als Meinung einer (Konflikt)partei gekennzeichnet werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Weiterhin fordern wir, das Statistiken zu Polizeigewalt und Gewalt gegen Polizist:innen künftig unabhängig und nach einheitlichen Kriterien erhoben werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li> Unter anderem sollte statistisch erfasst werden:
<ul><li> Tötungen durch alle Polizeibehörden</li><li> die schwere der Gewaltdelikt (gegen die Polizei)</li><li>rassistische und diskriminierende Straftaten durch die Polizei</li><li>lokale Verteilung von Fällen von Polizeigewalt</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Rechenschaftspflicht der Polizei zu erhöhen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir wollen hierarchische Strukturen innerhalb der Polizei thematisieren und durch Kontrollmechanismen und Prozesse in der Verwaltung auch Führungskräfte für Diskriminierungen zur Rechenschaft ziehen, die durch ihre Mitarbeiter:innen verschuldet wurden. Bisher darf die Thüringer Polizei potenzielle Straftaten in der eigenen Behörde verfolgen, die Jusos Thüringen halten dieses System für dysfunktional.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern deshalb, eine eigene, unabhängige Behörde:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>bestehend aus Personen, die zu 90% nie in der Polizei tätig waren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eigenständig Untersuchungen einleiten kann</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die mit allen Kompetenzen ausgestattet ist, um Hinweisen unabhängig nachgehen können</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>dazu gehört:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Einsicht in Akten laufender und abgeschlossener Verfahren,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einsicht in Polizeiinterner,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Betretungsrecht von Polizeidienststellen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>keine Informationspflicht gegenüber der staatlichen Exekutive.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Behörde sollte tätig werden, wenn:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>persönliches Fehlverhalten eines Polizisten/einer Polizistin vorliegen könnte</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine polizeiliche Maßnahme eventuell rechtswidrig war</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich sollte die Behörde die alle Verfahren an sich ziehen bei denen Personen durch Polizist:innen getötet oder schwer verletzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der Behörde sind die entsprechenden Ressourcen zu Ermittlung bereitzustellen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenn Polizist:innen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Missstände oder Fehler aufzeigen wollen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>In Konfliktsituationen geraten oder Probleme mit ihrem Dienstherrn vorliegen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>kurzfristige psychologische Hilfe benötigen</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Stelle des Thüringer Polizeibeauftragten kann wahlweise in die Behörde integriert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Prävention und Ausrüstung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um Straftaten innerhalb der Polizei vorzubeugen fordern wir weiterhin einen Fokus auf die Ausbildung, der Beamt:innen, anstatt immer teurere und unnötige Ausrüstung anzuschaffen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bodycams haben sich in ihrer gegenwärtigen Anwendung als ungeeignet zur besseren Aufklärung von Straftaten herausgestellt. Sie erhöhen lediglich das Machtgefälle zwischen Beamt:innen und Bürger:innen und sind zur Strafaufklärung innerhalb der Polizei ungeeignet, weil potentielle Täter:innen die Kamera selbst ausschalten können. So geschehen in Frankfurt oder Dortmund. Die anhaltenden Proteste in Frankreich zeigen, dass eine Militarisierung der Polizei mit Kriegswaffen, wie Gummigeschosswerfer etc. lediglich zu heftigen Gegenreaktionen führt. Tränengaswerfer, Panzerfahrzeuge oder ähnliches Material erschweren die sichere Wahrnehmung des Demonstrationsrechts, vor allem weil es in der Praxis von ungeübten Kräften eingesetzt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Derartigen Aufrüstungsfantasien erteilen wir deshalb eine klare Absage</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern die Abschaffung von Bodycams</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern weiterhin verpflichtende Schulungen in den Bereichen:
<ul><li> Umgang mit Personen in psychischen Ausnahmesituationen,</li><li>intersektionale Rassismus(prävention),</li><li>intersektionalem Feminismus</li><li> Menschenrechte,</li><li>Racial Profiling(-Vermeidung),</li><li>interkulturelle Kommunikation.</li></ul></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hierin sollten auch ältere Beamt:innen verpflichtend geschult werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Für Beamt:innen sollten regelmäßige Fortbildungs- und Wiederholungskurse die Regel sein um Eskalation durch unsicheres Verhalten der Polizei zu vermeiden. Insbesondere Polizist:innen die selten Streifendienst machen, sollten regelmäßig in Sicherung unterwiesen werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Weiterhin sollte das Bewerbungsverfahren in Bezug auf Eignung und (politischen) Hintergrund von Bewerber:innen fokussiert werden</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Um potentielle Täter:innen innerhalb der Polizei identifizieren zu können, fordern wir eine Kennzeichnungspflicht für alle Polizist:innen, die in Thüringen eingesetzt werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nur weil die Polizei physischen zwang anwendet, handelt es sich nicht automatisch um Polizeigewalt, jedoch sollte immer die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Das Interventionsminimum ist dabei zu achten. Wann dies jedoch erreicht ist liegt meist im Ermessen der Beamt:innen. Die Jusos Thüringen wollen hier Rechtssicherheit für Beamt:innen und Betroffene schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um willkürliche oder uneinheitliche Anwendung bestehender Gesetze zu verhindern, fordern wir zusätzlich eine möglichst präzise Ausgestaltung des Polizeigesetzes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Begriffe wie „Handeln nach Treu und Glauben“ bzw. „einen Ermessenspielraum nach guten Sitten“ sollte möglichst im Polizeigesetz konkretisiert werden</li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 10 Jul 2023 09:55:26 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>E2: Festung Europa schleifen.</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/festung-europa-schleifen-41569</link>
                        <author>Juso-Landeskonferenz (dort beschlossen am: 10.06.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/festung-europa-schleifen-41569</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die EU-Grenzschutzagentur Frontex steht seit ihrer Gründung in Kritik. Immer wieder werden Misshandlungen und illegale Push-Backs dokumentiert. Im Koalitionsvertrag zwischen SPD, den Grünen und der FDP steht das Ziel, dass Frontex künftig im Einklang mit den Menschenrechten arbeitet. Das ist uns nicht genug. Menschenrechte müssen die bedingungslose Grundlage der Arbeit aller EU Behörden sein. Sie dürfen nicht verhandelbar sein! Wir verlangen die mittelfristige Abschaffung von Frontex. In der Zwischenzeit sollen die personellen und infrastrukturellen Ressourcen von Frontex ausschließlich zur Seenotrettung und zur Unterstützung von Geflüchteten an den Grenzen der Europäischen Union verwendet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Flüchtlingsgipfel am zwischen Bund und Ländern am 10.05.2023 steht nicht nur mit diesen Zielen, sondern auch mit den Grundwerten der SPD im krassen Widerspruch. Wir verurteilen aufs Schärfste, dass sich eine SPD-geführte Bundesregierung für Asylverfahren an den EU-Außengrenzen, erleichterte Abschiebungen, einer verstärkten Nutzung von Abschiebegewahrsam und der Stärkung von Frontex einsetzt. Zu Recht kritisiert der Bundesverband der Jusos die getroffenen Beschlüsse als unmenschlich und überwiegend verfassungswidrig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als Jusos Thüringen schließen uns dieser Kritik an und fordern die Rücknahme der Beschlüsse des sog. „Flüchtlingsgipfels“. Wir verlangen neben der mittelfristigen Abschaffung von Frontex eine intensive parlamentarische Kontrolle der vergangenen und zukünftigen Tätigkeit der Agentur, eine strafrechtliche Verfolgung deutscher Beamt:innen die an Push-Backs und anderen Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren und die schnelle und unkomplizierte Verbesserung der Situation von Geflüchteten an den europäischen Grenzen durch eine bessere Versorgung und vereinfachte Asylverfahren. Darüber hinaus fordern wir eine deutlich größere finanzielle Unterstützung des Bundes sowie die Rückkehr zum &quot;Vier-Säulen-Modell&quot;. Sicherer Familiennachzug soll gewährleistet werden. Wir verlangen eine entsprechende Änderung des Familiennachzugsneuregelungsgesetz.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 29 Jun 2023 11:54:20 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>E2: Festung Europa schleifen.</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/553</link>
                        <author>Jusos Jena (dort beschlossen am: 16.05.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/553</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die EU-Grenzschutzagentur Frontex steht seit ihrer Gründung in Kritik. Immer wieder werden Misshandlungen und illegale Push-Backs dokumentiert. Im Koalitionsvertrag zwischen SPD, den Grünen und der FDP steht das Ziel, dass Frontex künftig im Einklang mit den Menschenrechten arbeitet. Das ist uns nicht genug. Menschenrechte müssen die bedingungslose Grundlage der Arbeit aller EU Behörden sein. Sie dürfen nicht verhandelbar sein! Wir verlangen die mittelfristige Abschaffung von Frontex. In der Zwischenzeit sollen die personellen und infrastrukturellen Ressourcen von Frontex ausschließlich zur Seenotrettung und zur Unterstützung von Geflüchteten an den Grenzen der Europäischen Union verwendet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Flüchtlingsgipfel am zwischen Bund und Ländern am 10.05.2023 steht nicht nur mit diesen Zielen, sondern auch mit den Grundwerten der SPD im krassen Widerspruch. Wir verurteilen aufs Schärfste, dass sich eine SPD-geführte Bundesregierung für Asylverfahren an den EU-Außengrenzen, erleichterte Abschiebungen, einer verstärkten Nutzung von Abschiebegewahrsam und der Stärkung von Frontex einsetzt. Zu Recht kritisiert der Bundesverband der Jusos die getroffenen Beschlüsse als unmenschlich und überwiegend verfassungswidrig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als Jusos Thüringen schließen uns dieser Kritik an und fordern die Rücknahme der Beschlüsse des sog. „Flüchtlingsgipfels“. Wir verlangen neben der mittelfristigen Abschaffung von Frontex eine intensive parlamentarische Kontrolle der vergangenen und zukünftigen Tätigkeit der Agentur, eine strafrechtliche Verfolgung deutscher Beamt:innen die an Push-Backs und anderen Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren und die schnelle und unkomplizierte Verbesserung der Situation von Geflüchteten an den europäischen Grenzen durch eine bessere Versorgung und vereinfachte Asylverfahren. Darüber hinaus fordern wir eine deutlich größere finanzielle Unterstützung des Bundes sowie die Rückkehr zum &quot;Vier-Säulen-Modell&quot;. Sicherer Familiennachzug soll gewährleistet werden. Wir verlangen eine entsprechende Änderung des Familiennachzugsneuregelungsgesetz.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 29 Jun 2023 11:31:51 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>E2: Festung Europa schleifen.</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/552</link>
                        <author>Jusos Jena (dort beschlossen am: 16.05.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/552</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die EU-Grenzschutzagentur Frontex steht seit ihrer Gründung in Kritik. Immer wieder werden Misshandlungen und illegale Push-Backs dokumentiert. Im Koalitionsvertrag zwischen SPD, den Grünen und der FDP steht das Ziel, dass Frontex künftig im Einklang mit den Menschenrechten arbeitet. Das ist uns nicht genug. Menschenrechte müssen die bedingungslose Grundlage der Arbeit aller EU Behörden sein. Sie dürfen nicht verhandelbar sein! Wir verlangen die mittelfristige Abschaffung von Frontex. In der Zwischenzeit sollen die personellen und infrastrukturellen Ressourcen von Frontex ausschließlich zur Seenotrettung und zur Unterstützung von Geflüchteten an den Grenzen der Europäischen Union verwendet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Flüchtlingsgipfel am zwischen Bund und Ländern am 10.05.2023 steht nicht nur mit diesen Zielen, sondern auch mit den Grundwerten der SPD im krassen Widerspruch. Wir verurteilen aufs Schärfste, dass sich eine SPD-geführte Bundesregierung für Asylverfahren an den EU-Außengrenzen, erleichterte Abschiebungen, einer verstärkten Nutzung von Abschiebegewahrsam und der Stärkung von Frontex einsetzt. Zu Recht kritisiert der Bundesverband der Jusos die getroffenen Beschlüsse als unmenschlich und überwiegend verfassungswidrig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir als Jusos Thüringen schließen uns dieser Kritik an und fordern die Rücknahme der Beschlüsse des sog. „Flüchtlingsgipfels“. Wir verlangen neben der mittelfristigen Abschaffung von Frontex eine intensive parlamentarische Kontrolle der vergangenen und zukünftigen Tätigkeit der Agentur, eine strafrechtliche Verfolgung deutscher Beamt:innen die an Push-Backs und anderen Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren und die schnelle und unkomplizierte Verbesserung der Situation von Geflüchteten an den europäischen Grenzen durch eine bessere Versorgung und vereinfachte Asylverfahren. Sicherer Familiennachzug soll gewährleistet werden. Wir verlangen eine entsprechende Änderung des Familiennachzugsneuregelungsgesetz.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 29 Jun 2023 11:31:23 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>E1: Internationalistisch integriert in die Europawahl</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/internationalistisch-integriert-in-die-europawahl-55532</link>
                        <author>Landesvorstand Jusos Thüringen (dort beschlossen am: 24.05.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/internationalistisch-integriert-in-die-europawahl-55532</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Amtszeit des nächsten Landesvorstandes der Jusos Thüringen finden neben den Kommunal- und Landtagswahlen ebenfalls die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Das Ziel der Jusos Thüringen ist es auch hier autoritären, queerfeindlichen und nationalistischen Tönen entgegenzutreten und für ein geeintes Europa einzustehen. Nur wenn wir uns zur europäischen Idee bekennen und die Potenziale von geeintem europäischen Handeln herausstellen, kann es uns gelingen Nationalist:innen und ihren Verbündeten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wir werden themenbezogene Veranstaltungen anbieten, sodass wir gezielt unsere Thüringer Perspektive zu den kommenden Richtungsentscheidungen der europäischen Integration aufstellen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unsere Überzeugungen zu Europa</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Vereinigte Staaten von Europa</em><br>
Wir bekennen uns zu einem föderalistischen Europa, in dem paneuropäische Solidarität, Demokratie, Nachhaltigkeit und Rechtsstaatlichkeit die Grundwerte des Integrationsprojekt darstellen. Auf Basis dieser europäischen Grundwerte stellen wir uns den Herausforderungen, die insbesondere unsere Generation betreffen. Diese können wir nur in einem vereinten Europa angehen, deshalb bekennen wir uns zu einer vertieften Integration Europas, welche die Vereinigten Staaten von Europa zum Ziel haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Europäische Demokratie</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Im Sinne unserer Vorstellung eines demokratischen Europas setzen wir uns für transnationale Listen zur Europawahl ein und fordern einen neuen verfassungsgebenden Prozess, der neben der Einführung von Mehrheitsentscheidungen in allen Bereichen die Vereinigten Staaten von Europa institutionalisiert. Dies beinhaltet insbesondere auch die Ausstattung des Europäischen Parlaments mit umfassenden legislativen Rechten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Europäische Nachhaltigkeit</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Klimakrise ist ein globales Problem, das insbesondere unsere Generation trifft. Wir sind die letzte Generation, die noch etwas gegen den Klimawandel unternehmen kann. Wir setzen unsere ganze Kraft dafür ein, dass Europa Klimaneutralität erreicht. Das schaffen wir nur, wenn Europa an einem Strang zieht. Gleichzeitig muss Europa sich seiner Verantwortung bewusst werden und darf als einer der größten Klimazerstörer die vulnerabelsten Gruppen, in Europa und der Welt, im Kampf gegen die Klimakrise nicht vergessen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Europäische Solidarität</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Soziale Ungleichheiten machen an der deutschen oder Thüringer Grenze nicht halt. Jugendarbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Spaltung Europas schwächt uns und unsere Ziele für Europa. Als Jusos Thüringen bekennen wir uns daher zu einer sozialen Integration Europas, wie etwa einem europäischen Mindestlohn, Eurobonds und weiteren Kompetenzübertragung in der Sozialpolitik auf die europäische Ebene.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Europäische Sicherheit</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der russische Angriffskrieg hat gezeigt, dass wir in Europa weiterhin sehr verletzlich gegenüber externen sicherheitspolitischen Risiken sind. Europa steht hinsichtlich seiner eigenen Außenpolitik noch nicht auf eigenen Füßen, zu oft und in zu großem Umfang ist die Sicherheit Europas in Händen der USA. Wir wollen das ändern und wollen in Anbetracht der sicherheitspolitischen Herausforderungen einen Prozess anstoßen, in dem wir uns in Thüringen, im Bundesverband und mit unseren europäischen und internationalen Schwesterorganisationen im Rahmen der YES und IUSY zu einer neuen europäischen Sicherheitsordnung in Europa beraten. Die neue europäische Sicherheitsarchitektur muss Europa resilient gegenüber Krisen und Bedrohungen machen. Darüber hinaus trägt unser Europa im Rahmen des Völkerrechts eine Verantwortung für die Wahrung des Weltfriedens.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Europäische Einwanderung </em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kein Mensch ist illegal. Menschen, die nach Europa migrieren wollen, sollen auch nach Europa migrieren dürfen. Wir lehnen Push-backs und eine restriktive Asylpolitik, etwa durch Frontex, konsequent ab. Wir brauchen eine europäische Migrationspolitik, die Migration ermöglicht und nicht verhindert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Was wir bis 2024 tun wollen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><em>Hinsichtlich der Zeitgleichheit von Kommunal- und Europawahlen planen wir Organisatorisches in der Wahlkampfvorbereitung zu bündeln.</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Wahlkampfbustour:</strong> Wie in vorherigen Landtags- und Bundestagswahlkämpfen wird es parallel zu den Kommunalwahlen eine Wahlkampf-Bustour der Jusos durch Thüringen geben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Social Media Kampagne:</strong> Daneben wird es im digitalen Raum eine thüringenweite Social-Media-Kampagne der Jusos geben, die sich nicht nur mit landesspezifischen EU-Förderthemen beschäftigt, sondern auch die weiter fassende politische Juso Forderungen in den Fokus rücken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Europawahlkonferenz: </strong>In Ergänzung zur Kommunalwahlvorbereiteung wollen wir auch separate Veranstaltungen im Rahmen der inhaltlichen Aufstellung der Jusos Thüringen zur Europawahl 2024 durchführen. Ziel ist es junge Thüringer Perspektiven für Europa zu bündeln und sie für die Europawahl auszurichten.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 29 Jun 2023 11:29:53 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D3: Reichsbürgerbewegung bekämpfen: Staatsverleugnung mit Volksverhetzung gleichstellen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/reichsburgerbewegung-bekampfen-staatsverleugnung-mit-volksverhetzung-35265</link>
                        <author>LaKo (dort beschlossen am: 10.06.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/reichsburgerbewegung-bekampfen-staatsverleugnung-mit-volksverhetzung-35265</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als Folge der zunehmenden Radikalisierung der Reichsbürgerszene, die klar rechtsextremistische Tendenzen aufweist, sowie durch das Aufkommen von terroristischen Organisationen wie den &quot;Vereinten Patrioten&quot; und der &quot;Patriotischen Union&quot;, ist eine wehrhafte Demokratie von großer Bedeutung. Diese extremistischen Gruppierungen zeigen personelle Verstrickungen zu neonazistischen Organisationen wie den &quot;Freien Sachsen&quot; und &quot;Freies Thüringen&quot;. In Thüringen hat sich die Reichsbürgerszene zudem zum erweiterten Vorfeld der AfD entwickelt und dadurch eine Verbindung in die Parlamente und die politische Landschaft geschaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die bisherigen Ereignisse und Zwischenfälle im Bezug auf die oben genannten Gruppierungen nachhaltig aufzuarbeiten und die sich daraus ergebenen Muster in bestehende und zukünftige Ermittlungen einfließen zu lassen,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine stärkere Überwachung von Gruppierungen und Personen, welche eben diese Muster aufweisen und staatsgefährdende Verschwörungsideologien verbreiten,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine deutlich erhöhte Polizeipräsenz bei Veranstaltungen und Zusammenkünften der rechten Szene,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Aufklärung an Schulen und vergleichbaren Einrichtungen um Kinder und Jugendliche, welche besonders durch Manipulationen aus der Reichsbürgerszene gefährdet sind für sämtliche Propaganda zu sensibilisieren, sowie</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine offizielle behördliche Meldestelle zur Registrierung und Verfolgung aller staatsfeindlichen Gruppen und Personen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Leugnug der Existenz der Bundesrepubkik soll als eigener Straftatbestand behandeln werden</li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Staatsverleugnung der BRD geht über eine bloße Ablehnung hinaus und stellt eine ernsthafte Gefahr für unsere Demokratie dar. Indem der Staat als Besatzungszone, Firma oder als nicht demokratisch legitimes Konstrukt diffamiert wird, wird nicht nur die Legitimität unserer Institutionen in Frage gestellt, sondern auch die grundlegende Einigkeit über den demokratischen Konsens untergraben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die Radikalisierung verunsicherter Personen, die gegen Beamte, Einsatzkräfte und politische Vertreter aufgestachelt werden, kommt es etwa zu einer Delegitimation von Steuern und behördlichen Vorlagen. Dies führt zur Bedrohung, Terrorisierung und sogar zu schweren Verletzungen und Tötungen von Einsatzkräften. Es ist unerlässlich, diese Gewaltspirale zu durchbrechen, um Beamte und Einsatzkräfte zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der bisherige Straftatbestand der Volksverhetzung greift nicht weit genug, um das Leugnen eines offensichtlich existierenden Staates angemessen zu erfassen, da er weitgehend nur aktive Aufrufe zur Gewalt gegen die im §130 StGB beschriebenen Gruppen und Personen verfolgt. Ebenso ist es jedoch hochproblematisch gegenüber unserer Verfassung den Staat zu leugnen oder ihn als Firma etc. zu verunglimpfen. Es ist daher erforderlich, eine klare rechtliche Grundlage zu schaffen, die das <strong>öffentliche</strong> Leugnen des Staates, sei es durch Bezeichnungen wie Besatzungszone oder Firma, als Straftatbestand behandelt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch die Einführung spezifischer Straftatbestände für die Staatsverleugnung können Verschwörungsideologen besser und einfacher davon abgehalten werden, zu hetzen. Bisherige rechtliche Instrumente reichen oft nicht aus, und die Verwendung von Codesprache erschwert die strafrechtliche Verfolgung. Eine klare und eindeutige gesetzliche Regelung ist notwendig, um hier präventiv tätig werden zu können.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 10 Jun 2023 19:37:06 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>M5: Alkohol aus dem Verkehr ziehen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/alkohol-aus-dem-verkehr-ziehen-32280</link>
                        <author>LaKo (dort beschlossen am: 10.06.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/alkohol-aus-dem-verkehr-ziehen-32280</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Circa jeden zweiten Tag stirbt ein Mensch an den Folgen von Verkehrsunfällen, bei denen Alkohol im Spiel war. Deshalb folgen wir den Aufrufen und fordern die generelle Null-Promille-Grenze für Kraftfahrzeugfahrer:innen sowie die verstärkte Kontrolle von Drogen- und Alkoholkonsum.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern weiterhin, dass das Konsumieren alkoholischer Getränke in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten wird,. Dies muss in allen Fortbewegungsmitteln des Öffentlichen Personennahverkehrs, sowie Taxen und ähnlichen Dienstleistungen, Fernreisebussen, Flugzeugen und dem Fernverkehr der Bahn gelten.<br>
Darüber hinaus fordern wir eine Sicherheits- und Aufklärungskampagne in Form von:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Plakaten an Autobahnen, Bundesstraßen, Landstraßen und in Ortschaften,<br>
insbesondere an Unfallschwerpunkten,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einer Social Media Offensive: #dontdrinkanddrive (Facebook, Instagram, Twitter),<br>
Erstellung von TikTok und Youtube Videos sowie</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Informationsveranstaltungen an Schulen für Abschlussklassen und im öffentlichen<br>
Raum.</li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>16.426 Menschen verunglückten bei Unfällen unter Alkoholeinfluss, 165 von ihnen starben. Das sind die traurigen Zahlen im Jahr 2022. (Stand: Dezember 2022). Diese zeigen, dass circa jeden zweiten Tag ein Mensch stirbt, weil Alkohol in und auf allen Fortbewegungsmitteln immer noch erlaubt ist! Dies muss dringend geändert werden! Weshalb gibt es die Null-Promille-Grenze für Fahranfänger:innen aber nicht für alle anderen Verkehrsteilnehmer:innen? Weil Fahranfänger:innen jung und unerfahren sind? Weil sie unter Alkoholeinfluss schlechter fahren als ein:e Nicht-Fahranfänger:in? Weil es ihnen an Umsichtigkeit und Erfahrung fehlt? Wie bitte?! Allgemein betrachtet ist bereits nach einer Promillezahl von 0,2 (entspricht zwischen einem 0,2 l bis 0,5 l Bier, je nach Kilogramm / Körpergewicht) die Leistungsfähigkeit, in Bereichen wie der Reaktionszeit, aber auch des Sehvermögens, eingeschränkt. So könnte beispielsweise die Entfernung zu anderen Verkehrsteilnehmer:innen falsch eingeschätzt werden. Dies gilt bei weitem nicht nur für Fahranfänger:innen, sondern für ausschließlich alle Menschen. Warum haben wir also keine Null-Promille-Grenze für alle?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Fahren mit Bus und Bahn stellt für viele Menschen eine Notwendigkeit dar. Außerdem leben wir in Zeiten, in denen gerade diese Art der Fortbewegung in unserem Land ausgebaut und gefördert werden soll. Alkohol enthemmt und macht uns somit auch nachweislich aggressiver. Nicht selten kommt es im ÖPNV neben allgemeinen Lärmbelästigungen, zu sexuellen Übergriffen und Gewalttaten durch alkoholisierte Menschen. Das stellt ein großes Sicherheitsproblem dar. Somit muss gerade dieser öffentliche Raum für alle Gäste vor allem sicher und so angenehm wie möglich gestaltet werden. Dies gilt darüber hinaus auch im Flugzeug. Hier ist besonders zu beachten, dass Gäste, während des Fluges, keine Möglichkeit zur Flucht haben oder zumindest der Situation aus dem Weg zu gehen. In zahlreichen viral gegangenen Videos und Zeitungsartikeln, ist zu sehen, welche Auswirkungen übermäßiger Alkoholkonsum an Bord von Flugzeugen haben kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei all diesen Punkten ist natürlich auch zu sagen, dass jegliche Art der Gewalt und Belästigung unter Alkoholkonsum einen großen Einfluss auf die Mitarbeitenden in verschiedensten Bereichen hat. So besagt § 4 in den Allgemeinen Grundsätzen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG):</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Der Arbeitgeber hat bei Maßnahmen des Arbeitsschutzes von folgenden allgemeinen Grundsätzen auszugehen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(1) Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für das Leben sowie die physische und die psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird;</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(2) Gefahren sind an ihrer Quelle zu bekämpfen; […]</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(5) individuelle Schutzmaßnahmen sind nachrangig zu anderen Maßnahmen;</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(6) spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen sind zu berücksichtigen […]“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Doch dies lässt sich mit dem aktuellen Umgang mit Alkohol im öffentlichem Raum kaum bewerkstelligen. Gerade Absatz 6 muss hier eine große Bedeutung beigemessen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Straftaten können auch in Zukunft nicht gänzlich verhindert werden, aber indem Alkohol aus dem Verkehr gezogen wird, können wir unserer Umgebung zumindest ein paar Gefahrenquellen entziehen. Dies kann zu einer beträchtlichen Verbesserung der Sicherheit im öffentlichem Raum führen, dessen sind wir uns sicher.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 10 Jun 2023 18:15:43 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>M5: Alkohol aus dem Verkehr ziehen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/546</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/motion/546</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Circa jeden zweiten Tag stirbt ein Mensch an den Folgen von Verkehrsunfällen, bei denen Alkohol im Spiel war. Deshalb folgen wir den Aufrufen und fordern die generelle Null-Promille-Grenze für Kraftfahrzeugfahrer:innen sowie die verstärkte Kontrolle von Drogen- und Alkoholkonsum.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern weiterhin, dass das Konsumieren alkoholischer Getränke in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten wird,. Dies muss in allen Fortbewegungsmitteln des Öffentlichen Personennahverkehrs, sowie Taxen und ähnlichen Dienstleistungen, Fernreisebussen, Flugzeugen und dem Fernverkehr der Bahn gelten.<br>
Darüber hinaus fordern wir eine Sicherheits- und Aufklärungskampagne in Form von:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Plakaten an Autobahnen, Bundesstraßen, Landstraßen und in Ortschaften,<br>
insbesondere an Unfallschwerpunkten,</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einer Social Media Offensive: #dontdrinkanddrive (Facebook, Instagram, Twitter),<br>
Erstellung von TikTok und Youtube Videos sowie</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Informationsveranstaltungen an Schulen für Abschlussklassen und im öffentlichen<br>
Raum.</li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>16.426 Menschen verunglückten bei Unfällen unter Alkoholeinfluss, 165 von ihnen starben. Das sind die traurigen Zahlen im Jahr 2022. (Stand: Dezember 2022). Diese zeigen, dass circa jeden zweiten Tag ein Mensch stirbt, weil Alkohol in und auf allen Fortbewegungsmitteln immer noch erlaubt ist! Dies muss dringend geändert werden! Weshalb gibt es die Null-Promille-Grenze für Fahranfänger:innen aber nicht für alle anderen Verkehrsteilnehmer:innen? Weil Fahranfänger:innen jung und unerfahren sind? Weil sie unter Alkoholeinfluss schlechter fahren als ein:e Nicht-Fahranfänger:in? Weil es ihnen an Umsichtigkeit und Erfahrung fehlt? Wie bitte?! Allgemein betrachtet ist bereits nach einer Promillezahl von 0,2 (entspricht zwischen einem 0,2 l bis 0,5 l Bier, je nach Kilogramm / Körpergewicht) die Leistungsfähigkeit, in Bereichen wie der Reaktionszeit, aber auch des Sehvermögens, eingeschränkt. So könnte beispielsweise die Entfernung zu anderen Verkehrsteilnehmer:innen falsch eingeschätzt werden. Dies gilt bei weitem nicht nur für Fahranfänger:innen, sondern für ausschließlich alle Menschen. Warum haben wir also keine Null-Promille-Grenze für alle?</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Fahren mit Bus und Bahn stellt für viele Menschen eine Notwendigkeit dar. Außerdem leben wir in Zeiten, in denen gerade diese Art der Fortbewegung in unserem Land ausgebaut und gefördert werden soll. Alkohol enthemmt und macht uns somit auch nachweislich aggressiver. Nicht selten kommt es im ÖPNV neben allgemeinen Lärmbelästigungen, zu sexuellen Übergriffen und Gewalttaten durch alkoholisierte Menschen. Das stellt ein großes Sicherheitsproblem dar. Somit muss gerade dieser öffentliche Raum für alle Gäste vor allem sicher und so angenehm wie möglich gestaltet werden. Dies gilt darüber hinaus auch im Flugzeug. Hier ist besonders zu beachten, dass Gäste, während des Fluges, keine Möglichkeit zur Flucht haben oder zumindest der Situation aus dem Weg zu gehen. In zahlreichen viral gegangenen Videos und Zeitungsartikeln, ist zu sehen, welche Auswirkungen übermäßiger Alkoholkonsum an Bord von Flugzeugen haben kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei all diesen Punkten ist natürlich auch zu sagen, dass jegliche Art der Gewalt und Belästigung unter Alkoholkonsum einen großen Einfluss auf die Mitarbeitenden in verschiedensten Bereichen hat. So besagt § 4 in den Allgemeinen Grundsätzen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG):</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>„Der Arbeitgeber hat bei Maßnahmen des Arbeitsschutzes von folgenden allgemeinen Grundsätzen auszugehen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(1) Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für das Leben sowie die physische und die psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird;</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(2) Gefahren sind an ihrer Quelle zu bekämpfen; […]</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(5) individuelle Schutzmaßnahmen sind nachrangig zu anderen Maßnahmen;</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>(6) spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen sind zu berücksichtigen […]“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Doch dies lässt sich mit dem aktuellen Umgang mit Alkohol im öffentlichem Raum kaum bewerkstelligen. Gerade Absatz 6 muss hier eine große Bedeutung beigemessen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Straftaten können auch in Zukunft nicht gänzlich verhindert werden, aber indem Alkohol aus dem Verkehr gezogen wird, können wir unserer Umgebung zumindest ein paar Gefahrenquellen entziehen. Dies kann zu einer beträchtlichen Verbesserung der Sicherheit im öffentlichem Raum führen, dessen sind wir uns sicher.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 10 Jun 2023 18:14:24 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K3: Stärkung der kommunalen Finanzen – Beibehaltung der bisherigen Hebesätze für die Grundsteuer im Rahmen der Grundsteuerreform</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/starkung-der-kommunalen-finanzen-beibehaltung-der-bisherigen-hebesat-17900</link>
                        <author>LaKo (dort beschlossen am: 10.06.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/starkung-der-kommunalen-finanzen-beibehaltung-der-bisherigen-hebesat-17900</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos-Thüringen fordern, dass bei der erforderlichen Neufestsetzung der kommunalen Hebesätze der Kommunen für die Grundsteuer das bisherige Niveau beibehalten wird. Uns ist dabei bewusst, dass es dadurch zur Erhöhung der Grundsteuerlast für die Bürger:innen kommen kann, diese Erhöhung im Wesentlichen jedoch wohlhabendere Bürger:innen und Betriebe treffen wird und somit nach unseren sozialistischen Grundsätzen gewünschte Umverteilungseffekte erzielt werden könnten.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit dem Grundsteuer-Reformgesetz (GrStRefG, BGBl. I, 2019, S. 1794) wurde auf das Urteil des BVerfG vom 10.04.2018 reagiert, welches die bisherige Bewertung der Immobilien für verfassungswidrig erklärt hatte und eine Neuregelung forderte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Freistaat Thüringen hat sich für eine Bewertungsform der Immobilien entschieden, welche die Größe und den Wert des Grund und Bodens, sowie den Wert und die Nutzungsarten aufstehender Gebäude in die Bewertung der Objekte mit einbeziehen. Hierbei wird u.a. grundlegend zwischen Wohnobjekten, betrieblichen Grundstücken und landwirtschaftlichen Flächen unterschieden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Zuge der Grundsteuerreform wird in der Öffentlichkeit von staatlicher Seite immer wieder kommuniziert, dass die Reform keinen Einfluss auf die Höhe der zukünftigen Grundsteuer haben soll. Problematisch bei dieser Aussage ist, dass die Werte für Altbauten seit 1935 in Thüringen nicht mehr erneuert wurden, es ergo inzwischen enorme Wertentwicklungen gerade in den Städten gegeben hat. Um die gewünschte Steuerneutralität zu erreichen müssten die bisherigen variablen kommunalen Hebesätze von ca. 300-500% für Grundvermögen und ca. 150% für landwirtschaftliche Flächen wahrscheinlich halbiert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch eine Beibehaltung des bisherigen Niveaus der Hebesätze könnte die Wertentwicklung der letzten Jahrzehnte im Immobiliensektor zu einer spürbaren Verbesserung der kommunalen Finanzen führen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Da das Nutzen von größeren Flächen und Gebäuden durch wenige Personen (z.B. Einfamilienhäuser, Villen, große Gärten) somit künftig eine stärkere Grundsteuerbelastung durch den Einzelnen bedeuten könnte, die effiziente Nutzung von Grundfläche und Wohnraum somit begünstigt wird, könnten Lenkungseffekte erzielt werden. Gleichzeitig würden wohlhabendere Personen stärker zur Finanzierung der Gesellschaft herangezogen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Argument, dass eine erhöhte Grundsteuer zu entsprechenden Preissteigerungen auf dem Mietmarkt führen könnte, ist nur sehr eingeschränkt einschlägig. Zwar werden wahrscheinlich Vermieter:innen versuchen die Grundsteuer an ihre Mieter:innen weiterzugeben, jedoch ist der auf die einzelne Mietpartei entfallende Anteil an der Grundsteuererhöhung in klassischen Mietobjekten (Gebäude mit mehr als 2 Wohnungen), in absoluten Beträgen gesehen gering. In Großmietobjekten (z.B. Plattenbauten) ist der Anteil sogar noch geringer. Da vorrangig einkommensschwächere Personen in solchen Großwohnanlagen leben, ist eine soziale Komponente gegeben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Übrigen mindern Grundsteuern bei Objekten mit den Einkommen erzielt wird, z.B. bei Betrieben oder Vermietungsobjekten, die Ertragssteuern. Einkommensloses Vermögen wird somit einer stärkeren Belastung unterworfen. Auch hier ergeben sich gewünschte Lenkungs- und Umverteilungseffekte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch wird bei alleinstehenden Immobilienbesitzer:innen (z.B. Witwer:innen im Ruhestand) die Wohn- und Lebensgrundlage finanziell nicht beeinträchtigt. Die zu zahlenden Grundsteuern sind nach § 10 Abs. 1 WoGG in Verbindung mit § 13 Abs. 2 S. 1 WoGV in voller Höhe in die Lastenzuschussberechnung im Rahmen des Wohngeldes einzubeziehen. Die Abmilderung bzw. Vermeidung sozialer Härten ist somit auch hierdurch gegeben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Abschließend lässt sich festhalten, dass die mit der Neubewertung einhergehende Erhöhung der Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer nicht durch eine Herabsetzung der Hebesätze neutralisiert werden sollte, sondern durch eine Beibehaltung der bisherigen Hebesätze zu mehr sozialer Gerechtigkeit und einer verbesserten finanziellen Situation der Kommunen beitragen kann.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 10 Jun 2023 17:51:14 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Richtlinie der Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialist:innen in der SPD Thüringen - Jusos Thüringen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/richtlinie-der-arbeitsgemeinschaft-der-jungsozialist-innen-in-der-spd-40335</link>
                        <author>LaKo (dort beschlossen am: 10.06.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/richtlinie-der-arbeitsgemeinschaft-der-jungsozialist-innen-in-der-spd-40335</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Richtlinie der Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialist:innen in der SPD Thüringen - Jusos Thüringen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 1 Name und Sitz<br>
Der Landesverband führt den Namen Jungsozialist:innen in der SPD Thüringen (Jusos Thüringen). Die Jusos Thüringen sind eine Arbeitsgemeinschaft im Sinne des Organisationsstatutes der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Das Tätigkeitsgebiet des Verbandes ist der Freistaat Thüringen. Sein Sitz ist Erfurt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 2 Mitgliedschaft</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(1) Den Jusos Thüringen gehören alle Mitglieder der SPD Thüringen bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres an.<br>
(2) Bei den Jusos Thüringen können Menschen bis zum vollendeten 35. Lebensjahr ohne Mitgliedschaft in der SPD die vollen Mitgliedsrechte auf allen Ebenen wahrnehmen, wenn sie den Jusos gegenüber ihre Mitarbeit textlich erklären und keine Unvereinbarkeit gemäß § 6 Organisationsstatut der SPD besteht. Über die Aufnahme der „Mitarbeitenden“ entscheidet der Vorstand der untersten vorhandenen Gliederungsebene.<br>
(3) Werden Personen vor ihrem 35. Geburtstag in Funktionen der Jusos Thüringen gewählt, so können sie diese Funktionen bis zum Ende ihrer Amtsperiode ausüben.<br>
(4) Die Tätigkeit aller Juso-Mitglieder unterliegt der Schiedsgerichtsbarkeit der Partei.<br>
(5) Vertreter:innen der Jusos Thüringen in Gremien der Partei müssen in jedem Fall Mitglied der SPD sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 3 Aufbau und Gliederung<br>
(1) Der Organisationsaufbau der Jusos Thüringen entspricht dem der Thüringer SPD.<br>
(2) Das Tätigkeitsgebiet der Kreisverbände entspricht dem der SPD-Kreisverbände. In Kreisen ohne Kreisverband nimmt der Landesverband die Aufgaben des Kreisverbandes wahr.<br>
(3) Mit Zustimmung des Landesvorstandes können sich benachbarte Kreisverbände zusammenschließen.<br>
(4) Alle Gliederungsebenen können Arbeitskreise und Projektgruppen für besondere Aufgaben bilden. Diese wählen sich eine/n Sprecher/in für höchstens zwei Jahre.<br>
(5) Juso-Hochschulgruppen sind Projektgruppen des Landesverbandes. Sie müssen aus mindestens drei aktiven Mitgliedern bestehen. Im Bereich einer Hochschule darf es nur eine Juso-Hochschulgruppe geben.<br>
(6) Projektgruppen des Landesverbandes bedürfen der Anerkennung durch den Landesvorstand.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 4 Organe des Landesverbandes</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Organe der Jusos Thüringen auf Landesebene sind<br>
(1) die Landeskonferenz,<br>
(2) der Landesausschuss,<br>
(3) der Landesvorstand.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 5 Landeskonferenz<br>
(1) Die Landeskonferenz ist das oberste beschlussfassende Gremium der Jusos Thüringen. Sie hat insbesondere folgende Aufgaben:<br>
◦ Kontrolle der Arbeit des Landesvorstandes und Landesausschusses, insbesondere die Entgegennahme der Berichte sowie die Beschlussfassung über die Entlastung des Landesvorstands,<br>
◦ Beschlussfassung über die gestellten Anträge,<br>
◦ Wahl des Landesvorstandes, des ordentlichen und stellvertretenden Bundesausschussmitgliedes und der Delegierten zum Bundeskongress aller zwei Jahre.<br>
(2) Die Landeskonferenz findet als Delegiertenkonferenz statt und setzt sich zusammen aus höchstens 70 von den Kreisverbänden gewählten stimmberechtigten Delegierten. Hierbei entfällt auf jeden Kreisverband ein Grundmandat. Die übrigen Mandate werden nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren, gemäß der Mitgliederstärke verteilt. Hierbei bleiben die Kreisverbände unberücksichtigt, auf deren Delegiertenzahl bei der Anwendung von Hare-Niemeyer auf die Gesamtdelegiertenzahl lediglich ein Mandat oder weniger entfallen würde. Die Regelungen des § 5 Abs. 3 gelten entsprechend.“<br>
(3) Die Delegierten sind mindestens aller zwei Jahre auf einer Mitgliedervollversammlung der Kreisverbände in geheimer Wahl zu wählen. Die Meldung der Delegierten durch die Kreisverbände muss spätestens vier Wochen vor Beginn der Konferenz erfolgen, und mit einem Wahlprotokoll belegt werden. Wenn Kreisverbände keine Delegierten melden bzw. die Dauer von zwei Jahren überschritten wurde, verringert sich die Zahl der stimmberechtigten Delegierten der Landeskonferenz in entsprechender Höhe.<br>
(4) Mit beratender Stimme nehmen teil, die Mitglieder des Landesvorstandes, die Mitglieder des<br>
Landesausschusses, die im Landesverbandsbereich gemeldeten Vorstandsmitglieder höherer Juso-Gliederungen, alle anwesenden Jusos. Auf Einladung des Landesvorstandes können weitere Personen an der Landeskonferenz beratend teilnehmen.<br>
(5) Die Landeskonferenz findet mindestens einmal jährlich statt. Sie wird vom Landesvorstand unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung und der auf die Kreisverbände entfallenden Mandate mindestens acht Wochen vorher einberufen.<br>
(6) Der Antragsschluss spätestens liegt zwei Wochen vor der Landeskonferenz. Der Landesvorstand, die Kreisverbände, die anerkannten landesweiten Arbeitskreise und Projektgruppen sind antragsberechtigt. Initiativanträge bedürfen mindestens der Unterschrift von zehn Delegierten. Über ihre Behandlung entscheidet die Landeskonferenz.<br>
(7) Die Landeskonferenz wählt sich ein Präsidium und beschließt eine Geschäfts- und Tagesordnung. Sie ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Delegierten anwesend ist.<br>
(8) Auf Beschluss von zwei Dritteln des Landesvorstands, zwei Fünftel der Kreisverbände, der Mehrheit des Landesausschusses oder auf Wunsch von zehn Prozent der Mitgliedschaft ist vom Landesvorstand eine außerordentliche Landeskonferenz einzuberufen. In diesem Falle beträgt die Einberufungsfrist fünf Wochen, der Antragsschluss liegt drei Wochen vor der Konferenz.<br>
(9) Anträge, die zur Landeskonferenz nicht mehr beraten werden können, werden zur weiteren Beratung und Beschlussfassung an den Landesausschuss überwiesen.<br>
§ 6 Landesausschuss<br>
(1) Der Landesausschuss ist das höchste Beschlussgremium zwischen den Landeskonferenzen.<br>
(2) Der Landesausschuss setzt sich aus 30 von den Kreisverbänden gewählten stimmberechtigten Mitgliedern zusammen. Hierbei entfällt auf jeden Kreisverband ein Grundmandat. Die übrigen Mandate werden nach dem Hare-Niemeyer-Verfahren, gemäß der Mitgliederstärke verteilt. Hierbei bleiben die Kreisverbände unberücksichtigt, auf deren Delegiertenzahl bei der Anwendung von Hare-Niemeyer auf die Gesamtdelegiertenzahl lediglich ein Mandat oder weniger entfallen würde. Die Regelungen des § 5 Abs. 3 gelten entsprechend.“<br>
(3) Die ordentlichen Mitglieder des Landesvorstandes haben im Landesausschuss beratende Stimme. Ordentliche Mitglieder des Landesausschusses können nicht zugleich ordentliche Mitglieder des Landesvorstandes sein. Der Landesausschuss beschließt mit einfacher Mehrheit seiner stimmberechtigten Mitglieder.<br>
(4) Der Landesausschuss hat folgende Aufgaben:<br>
◦ Information und Koordination unter den Kreisverbänden und zwischen den Kreisverbänden und dem Landesverband,<br>
◦ Kontrolle der Arbeit des Landesvorstandes,<br>
◦ Beratung und Unterstützung des Landesvorstandes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(5) Auf Antrag von sieben stimmberechtigten Mitgliedern des Landesausschusses aus mindestens drei Kreisverbänden oder auf Antrag des Landesvorstandes ist der Landesausschuss mit einer Frist von sieben Tagen zu einer außerordentlichen Sitzung einzuberufen.<br>
(6) Der Landesausschuss wählt sich eine:n Vorsitzende:n und eine:n stellvertretende:n Vorsitzende:n für die Dauer von höchstens zwei Jahren. Dem:Der Vorsitzenden obliegt die Einberufung des Landesausschusses und dessen Koordinierung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 7 Landesvorstand</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(1) Der Landesvorstand besteht aus: zwei gleichberechtigten Vorsitzenden, davon mindestens eine Frau, und sieben gleichberechtigten stellvertretenden Landesvorsitzenden oder dem:der Vorsitzenden und acht gleichberechtigten stellvertretenden Landesvorsitzenden. Die Entscheidung darüber, nach welchem Vorstandsprinzip gewählt wird trifft die Landeskonferenz, durch einen einfachen Beschluss vor der Vorstandwahl. Dies kann in einer offenen Abstimmung erfolgen.<br>
(2) Die Vorsitzenden der landesweiten Arbeitskreise und Projektgruppen, der:die Vorsitzende des Landesausschusses, der:die Bundesausschussvertreter:in und die Landesgeschäftsführung nehmen an den Sitzungen mit beratender Stimme teil.<br>
(3) Der Landesvorstand führt die Beschlüsse der Landeskonferenz aus. Er vertritt die Jusos Thüringen in der Öffentlichkeit, koordiniert die politische und organisatorische Arbeit des Landesverbandes und fasst dazu Beschlüsse.<br>
(4) Die Amtszeit des Landesvorstandes beträgt zwei Jahre.<br>
(5) Die Mitglieder des Landesvorstandes haben das Recht an allen Sitzungen nachgeordneter Gliederungen teilzunehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 8 Arbeitskreise und Projektgruppen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(1) Auf Beschluss der Landeskonferenz oder des Landesvorstandes können Landesarbeitskreise oder Projektgruppen einberufen werden.<br>
(2) Sie erarbeiten inhaltliche Positionen für den Landesverband und führen politische Bildungsmaßnahmen durch.<br>
(3) Sie erstatten dem Landesvorstand regelmäßig Bericht über ihre Arbeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 9 Wahlen und Beschlussfassung<br>
(1) Wahlen erfolgen nach den Vorschriften der Wahlordnung der SPD.<br>
(2) Beschlüsse werden mit der Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 10 Schlussbestimmungen und Inkrafttreten</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>(1) Änderungen dieser Richtlinie bedürfen der Zustimmung von zwei Dritteln der stimmberechtigten Delegierten einer Landeskonferenz der Jusos Thüringen.<br>
(2) Alle nicht in dieser Richtlinie angesprochenen Fragen regeln sich durch das Statut der Partei.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 10 Jun 2023 17:10:20 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>INI1: EUER REICHTUM KOTZT UNS AN. UMVERTEILUNG JETZT!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako23/euer-reichtum-kotzt-uns-an-umverteilung-jetzt-56235</link>
                        <author>LaKo (dort beschlossen am: 10.06.2023)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako23/euer-reichtum-kotzt-uns-an-umverteilung-jetzt-56235</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Armut führt in unserem System zum Ausschluss aus gesellschaftlichen Räumen und schränkt Millionen Menschen in ihrer sozialen Teilhabe ein. Zusätzlich verschlimmert die Inflation diese Situation ungemein. Die Preise auf Lebensmittel sind in diesem Jahr um 17 Prozent angestiegen. Und im Vorjahr, dem Vergleichsjahr, herrschte auch schon die Inflation. Diese Veränderung merken alle, nicht nur die Ärmsten, jeden Tag im Portemonnaie und auf dem Konto. Allerdings sind die daraus resultierenden Auswirkungen nicht für alle gleich. Für immer mehr Menschen sind die Folgen dieser Inflation nicht mehr durch die Verschiebung einer privaten Anschaffung oder den Verzicht auf einen Urlaub abzufedern: Sie müssen zur Tafel gehen, befinden sich noch früher im Monat im Dispo und können sich ein “normales” Leben nicht mehr leisten. Aber es gibt auch die andere Seite: Reiche, Wohlhabende und Millionäre machen in dieser Zeit sogar noch mehr Profit. Dem reichsten Prozent gehören schon jetzt 35 Prozent des gesamten Nettovermögens in der Bundesrepublik (Zum Vergleich: der unteren Hälfte der Bevölkerung werden gerade einmal zwei Prozent zugerechnet).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusammengefasst ist das, was wir seit über einem Jahr erleben, eine deutliche und anhaltende finanzielle Schlechterstellung von Millionen Menschen in der Bundesrepublik. Diese schlägt besonders in den unteren Einkommensgruppen zu Buche und bei Personen, die auf staatliche Unterstützung wie BAföG, Bürgergeld etc. angewiesen sind und nicht auf private Netzwerke zurückgreifen können, die ihnen Geld geben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Thüringen trifft diese Entwicklung besonders: Von der Erhöhung des Mindestlohnes auf 12 Euro haben hier fast ein Drittel der Arbeitnehmer:innen, mancherorts sogar über 40 Prozent profitiert. Das liegt an dem vergleichsweise großen Niedriglohnsektor, der nach der Wiedervereinigung unter freundlicher Mithilfe der CDU-Regierungen aufgebaut wurde. Die geringe Tarifbindung von 44 Prozent, mit der Thüringen auf dem vorletzten Platz der Bundesländer liegt, verschlimmert die aktuelle Situation der Arbeitnehmer:innen noch einmal deutlich. Von erfolgreichen Tarifabschlüssen, die einen Teil der Kostensteigerungen abfedern könnten, wird demnach nicht einmal die Hälfte der Beschäftigten profitieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Statt das Problem der steigenden Armut aktiv zu bekämpfen, sehen die bisherigen politischen Antworten lediglich Einmalzahlungen und kurzfristige Hilfen vor. Jedoch kommen diese nicht zielgerichtet bei denen an, die sie am nötigsten haben. Nachhaltige Unterstützung für Arbeitnehmer:innen sucht man vergebens. Stattdessen werden bereits jetzt die sprachlichen Grundlagen dafür gelegt, was in den kommenden Monaten und Jahren die Agenda bestimmen soll: Bereits jetzt werden stockende Steuereinnahmen herbeigeredet - ganz vorn dabei wie immer CDU und FDP. Wieder soll es den sozialen Bereich treffen: Verhinderung der Kindergrundsicherung, Heraufsetzen des Rentenalters und Kürzungen jeglicher Demokratie- und Gegen-Rechts-Projekte. Als vornehmlicher Selbstzweck dient die Schuldenbremse und die Verringerung bzw. Verhinderung von Neuverschuldungen. Reaktionäre und Neoliberale wittern ihre Chance und meinen selbstgefällig: Die fetten Jahre sind vorbei. Aber eben diese fetten Jahre gab es in diesem Land für Millionen Menschen nie. Das zeigt, wir befinden uns bereits mitten in einem gesellschaftlichen Verteilungskampf, getreu dem neoliberalen Mantra: Kürzen wir den Sozialstaat zur Rettung der Wirtschaft. Dieser Erzählung erteilen wir eine Absage. Wir sagen: Die fetten Jahre kommen erst noch. Für die Vielen und nicht mehr nur für das Kapital!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir stellen uns gegen jeden Sozialabbau! Es braucht mehr Sozialstaat und nicht weniger, damit er leisten kann, was er eigentlich jetzt schon tun müsste: Ein Leben für alle ohne Existenzängste und Armut. Wir haben die neoliberale Politik schon immer kritisiert und haben uns in den 2000ern auch gegen unsere eigene Partei gestemmt und sollte die SPD noch einmal kippen - kämpfen wir dagegen an! Wir sagen: “Nicht noch einmal, nicht mit uns!” Das Problem heißt Kapitalismus. Es müssen endlich diejenigen maßgeblich an den Kosten beteiligt werden, die nur durch die Ausbeutung anderer ihr Vermögen aufbauen konnten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir sind bereit für diesen Verteilungskampf und wir werden die Stimme der “Generation Krise” sein! Wir werden Verantwortung übernehmen und die Interessen von Auszubildenden, Schüler:innen, Studierenden und allen jungen Menschen in die Politik bringen - auch in den Thüringer Landtag! Deshalb fordern wir von der SPD Thüringen einen Listenplatz unter den ersten fünf für unsere Spitzenkandidatur!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Notwendigkeit gesellschaftlicher Umverteilung und die Verteilungsfrage werden wir zu einem Hauptthema im Landtagswahlkampf machen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn euer Reichtum kotzt uns an.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 10 Jun 2023 17:04:29 +0000</pubDate>
                    </item></channel></rss>