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            <title>Landeskonferenz der Jusos Thüringen 2020: Anträge</title>
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                <title>Landeskonferenz der Jusos Thüringen 2020: Anträge</title>
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            </image><item>
                        <title>B11NEU2: B11 Bundeseinheitliches Bildungssystem/Schluss mit dem Flickenteppich - her mit bundesweit einheitlicher Bildung</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Bundeseinheitliches_Bildungssystem-Schluss_mit_dem_Flickenteppich_-_he-62411</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern bundeseinheitliche Standards bei den Bildungssystemen und vor allem bundeseinheitliche Abschlüsse.<br>
Das aktuelle Bildungssystem ist ein föderales System mit sehr wenigen<br>
bundespolitischen Elementen. Wir wollen aber bundesweit einheitliche<br>
Bildungsabschlüsse. Das jetzige System der Bildungspolitik mit ihren schwer<br>
vergleichbaren Bildungsabschlüssen ist ungerecht. Deshalb fordern wir die SPD<br>
Landtags- und Bundestagsfraktion auf eine Initiative im Bundesrat einzubringen,<br>
die die Einheit der Bildungsabschlüsse herbeiführen soll. Es darf kein<br>
Kräftemessen zwischen den Bundesländern mehr geben, wo das eine angeblich die<br>
besseren Abschlüsse hat als das andere.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundeseinheitliche Maßstäbe, Gleiche Chancen für Lehramtsanwärter und länderübergreifende Regelungen - Diese drei Ziele können mit einer Veränderung erreicht werden. Mit der Vereinheitlichung unserer Bildungspolitik, woraus ein deutsches Bildungssystem entstehen würde. Immer wieder gibt es Unterschiede durch den Föderalismus in der Bildungspolitik. Ein Abitur in Thüringen ist weniger wert, als ein Abitur aus Bayern. Die Unterschiede bei den Numerus Clausus Grenzen sind erschreckend und werten die Leistungen vieler Abiturientinnen und Abiturienten enttäuschend ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch die Schulschließungen und das Homeschooling durch Corona haben die Probleme wieder aufgezeigt. Jedes Bundesland entwickelte andere Lösungen für die Abiturienten 2020, aber auch für die nachfolgenden Jahrgänge. Bereits jetzt fühlen sich Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Bundesländern benachteiligt, da jedes Bundesland abweichende Lösungen präsentiert hat und die Schülerinnen und Schüler im Gegensatz zu Nachbarbundesländern bevorzugt oder benachteiligt werden. Zum Beispiel in Sachsen wurde das Matheabitur 2020 um einen Notenpunkt bei allen Schülerinnen und Schülern angehoben - Coronabonus - diesen gab es in anderen Bundesländern jedoch nicht. Ungerecht!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auf dem Arbeitsmarkt formieren sich wieder neue Gruppen. Mathe-Abiturientinnen und Abiturienten aus Sachsen klagen jetzt über eine große Benachteiligung, denn die Ansicht, dass denen ein Punkt geschenkt wurde, wird unter Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben vertreten. Wieder zeigen sich die Vorteile durch ein einheitliches System. Mehr Gerechtigkeit!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch vor Corona gab es bereits große Ungerechtigkeiten bei den Numerus Clausus Grenzen. So muss eine Abiturientin oder ein Abiturient aus Thüringen für ein Tiermedizin Studium einen NC von 1,0 erreichen. Eine Abiturientin bzw. ein Abiturient aus Bayern benötigt stattdessen nur einen NC von 1,6.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wo liegt der Unterschied? Schülerinnen und Schüler finden sich ungerecht behandelt und wünschen endlich einheitliche Maßstäbe, Anforderungen und bundeseinheitliche Entscheidungen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nicht nur für Schülerinnen und Schüler ist ein System ein großer Vorteil. Auch für die Lehrerinnen und Lehrer wäre es eine enorme Erleichterung. So wären eine einheitliche Bezahlung, einheitliche Konditionen und gleiche Einstellungstermine nur ein geringer Ausschnitt aus den Vorteilen. Der Lehrerberuf wäre in jedem Bundesland gleichermaßen attraktiv und der Lehrermangel könne gezielt bekämpft werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In einer Ifo-Umfrage unterstützten 89 Prozent der Teilnehmer ein bundesweit einheitliches Abitur. 60 Prozent fordern außerdem, dass die wichtigsten Entscheidungen in der Bildung vom Bund und nicht mehr durch die Länder getroffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese Umfrage zeigt auch, wie groß der Wunsch nach einem bundeseinheitlichen Bildungssystem ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein bundeseinheitliches System hat zahlreiche Vorteile, sowohl für die Schülerinnen und Schüler, als auch für die Lehrerinnen und Lehrer und für die Bildungsbehörden der Bundesländer.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 17:02:20 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B11NEU: Bundeseinheitliches Bildungssystem/Schluss mit dem Flickenteppich - her mit bundesweit einheitlicher Bildung</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/172</link>
                        <author></author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern bundeseinheitliche Standards bei den Bildungssystemen und vor allem bundeseinheitliche Abschlüsse.<br>
Das aktuelle Bildungssystem ist ein föderales System mit sehr wenigen<br>
bundespolitischen Elementen. Wir wollen aber bundesweit einheitliche<br>
Bildungsabschlüsse. Das jetzige System der Bildungspolitik mit ihren schwer<br>
vergleichbaren Bildungsabschlüssen ist ungerecht. Deshalb fordern wir die SPD<br>
Landtags- und Bundestagsfraktion auf eine Initiative im Bundesrat einzubringen,<br>
die die Einheit der Bildungsabschlüsse herbeiführen soll. Es darf kein<br>
Kräftemessen zwischen den Bundesländern mehr geben, wo das eine angeblich die<br>
besseren Abschlüsse hat als das andere.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bundeseinheitliche Maßstäbe, Gleiche Chancen für Lehramtsanwärter und länderübergreifende Regelungen - Diese drei Ziele können mit einer Veränderung erreicht werden. Mit der Vereinheitlichung unserer Bildungspolitik, woraus ein deutsches Bildungssystem entstehen würde. Immer wieder gibt es Unterschiede durch den Föderalismus in der Bildungspolitik. Ein Abitur in Thüringen ist weniger wert, als ein Abitur aus Bayern. Die Unterschiede bei den Numerus Clausus Grenzen sind erschreckend und werten die Leistungen vieler Abiturientinnen und Abiturienten enttäuschend ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch die Schulschließungen und das Homeschooling durch Corona haben die Probleme wieder aufgezeigt. Jedes Bundesland entwickelte andere Lösungen für die Abiturienten 2020, aber auch für die nachfolgenden Jahrgänge. Bereits jetzt fühlen sich Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Bundesländern benachteiligt, da jedes Bundesland abweichende Lösungen präsentiert hat und die Schülerinnen und Schüler im Gegensatz zu Nachbarbundesländern bevorzugt oder benachteiligt werden. Zum Beispiel in Sachsen wurde das Matheabitur 2020 um einen Notenpunkt bei allen Schülerinnen und Schülern angehoben - Coronabonus - diesen gab es in anderen Bundesländern jedoch nicht. Ungerecht!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auf dem Arbeitsmarkt formieren sich wieder neue Gruppen. Mathe-Abiturientinnen und Abiturienten aus Sachsen klagen jetzt über eine große Benachteiligung, denn die Ansicht, dass denen ein Punkt geschenkt wurde, wird unter Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben vertreten. Wieder zeigen sich die Vorteile durch ein einheitliches System. Mehr Gerechtigkeit!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch vor Corona gab es bereits große Ungerechtigkeiten bei den Numerus Clausus Grenzen. So muss eine Abiturientin oder ein Abiturient aus Thüringen für ein Tiermedizin Studium einen NC von 1,0 erreichen. Eine Abiturientin bzw. ein Abiturient aus Bayern benötigt stattdessen nur einen NC von 1,6.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wo liegt der Unterschied? Schülerinnen und Schüler finden sich ungerecht behandelt und wünschen endlich einheitliche Maßstäbe, Anforderungen und bundeseinheitliche Entscheidungen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Nicht nur für Schülerinnen und Schüler ist ein System ein großer Vorteil. Auch für die Lehrerinnen und Lehrer wäre es eine enorme Erleichterung. So wären eine einheitliche Bezahlung, einheitliche Konditionen und gleiche Einstellungstermine nur ein geringer Ausschnitt aus den Vorteilen. Der Lehrerberuf wäre in jedem Bundesland gleichermaßen attraktiv und der Lehrermangel könne gezielt bekämpft werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In einer Ifo-Umfrage unterstützten 89 Prozent der Teilnehmer ein bundesweit einheitliches Abitur. 60 Prozent fordern außerdem, dass die wichtigsten Entscheidungen in der Bildung vom Bund und nicht mehr durch die Länder getroffen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese Umfrage zeigt auch, wie groß der Wunsch nach einem bundeseinheitlichen Bildungssystem ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein bundeseinheitliches System hat zahlreiche Vorteile, sowohl für die Schülerinnen und Schüler, als auch für die Lehrerinnen und Lehrer und für die Bildungsbehörden der Bundesländer.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 17:01:57 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>R1NEU2: R1 Neuausrichtung der Straßenbenennung</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Zerstoerung_rechter_Raeume_-_Jusos_bleiben_standhaft_gegen_die_Raumergr-64022</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Zerstoerung_rechter_Raeume_-_Jusos_bleiben_standhaft_gegen_die_Raumergr-64022</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Erstarken der Neuen Rechten mit ihrer Fundamentalkritik an zentralen Verfassungsnormen, der Ablehnung tragender Prinzipien des Grundgesetzes und den Versuchen der Erneuerung eines völkischen Nationalismus haben auch eine architektonische Dimension. Die Auseinandersetzung vom Mensch mit dem gebautem Raum ist immer eine politische. Der Kampf für progressive Politik darf deswegen nicht in der zeitweisen Gewinnung des öffentlichen Raums verharren, er muss stattdessen auch auf die bauliche Manifestation demokratischer und sozialistischer Ideale zielen und damit die Raumgreifung von Rechten und Rechtsextremen eindämmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Jusos fordern deshalb:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Benennung von neuen oder umzubenennenden Straßen und Plätzen in Thüringer Städten, die nach Personen benannt werden, ausschließlich nach Frauen, bis eine paritätische Benennung erreicht ist und anschließend eine weitere paritätische Benennung, um die männliche Hegemonie im öffentlichen Raum zu beenden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einen progressiven Umgang mit Thüringens kolonialem Erbe durch;
<ul><li>Die Umbenennung von Straßen und Plätzen, die im öffentlichen Raum Menschen würdigen, die durch Verbrechen, Ausbeutung und Gewalt gewirkt haben oder direkt rassistische Motive bedienen</li><li>Die Unterstützung der Sichtbarmachung kolonialer Geschichte, ihren historischen Kontinuitäten und bis heute wirkenden Mechanismen</li><li>Die Würdigung und Erinnerung an antikoloniale und antirassistische Denker*innen und Kämpfer*innen</li></ul></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es gibt keine per se rechte oder linke Architektur. Aber es gibt rechte Räume. Das Verhältnis von Raum und Ideologie ist sehr komplex. Es gibt dabei keine einfachen Verknüpfungen von Ursache und Wirkung, aber einen Zusammenhang gibt es ganz offenkundig. Und dieser äußert sich unter anderem darin, wie wir die Vergangenheit rezipieren, uns mit ihr auseinandersetzen und wo wir – ohne sie zu tilgen – voranschreiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Genauso wie wir die Reklamierung von öffentlichen Räumen durch Neonazis, wie beispielsweise im Erfurter Herrenberg, nicht widerstandslos hinnehmen, müssen wir die schleichende Schaffung rechter Räume oder das bequeme Verharren in Stadtbildern vergangener Zeiten verhindern. Die im Antrag genannten Maßnahmen geben dafür 3 prägnante Mittel:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Paritätische Benennung von Straßen und Plätzen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine Untersuchung des Frauenzentrums Towanda e.V. in Jena ergab 2016, dass von 1016 Jenaer Straßen etwa 16,3% nach Männern benannt sind, aber nur 1,7% nach Frauen. In anderen Thüringer Städten ist die Quote vergleichbar, sie entspricht allerdings nicht der historischen Wahrheit. Frauen waren und sind an der Geschichte und der Gesellschaft von Thüringer Städten und Dörfern beteiligt. An Frauen, die bedeutendes geleistet haben, mangelt es nicht, sie müssen nur sichtbar gemacht werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Historische Rekonstruktionen von Neubauten</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Thüringen hat eine historische Bausubstanz die ihresgleichen sucht. Über Jahrhunderte wurde das Leben und die Kultur in den verschiedensten Baukulturen abgebildet. Ihr kulturhistorischer Wert und die Möglichkeit sie für die Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar zu machen, machen sie gleichermaßen erhaltenswert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anders liegt der Fall bei Neubauten. Die moderne Architektur bietet zahlreiche Stile, als Ausdruck der Architekt*innen und ihrer Interpretation der demokratischen Moderne. Sie bieten offene, ressourcenschonende und integrierende Modelle einer Raumgestaltung und zahlreiche Gelegenheiten regionale Besonderheiten aufzugreifen. Doch an vielen Stellen in Deutschland weicht die Möglichkeit des modernen Bauens einer reaktionären, scheinbar bruchlosen Wiederholungsarchitektur, die Geschichte auf ein eindimensionales Wunschkonzert reduziert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses (590 Millionen Euro Steuergeld), der Rekonstruktionsbau der „Neuen Frankfurter Altstadt“ (210 Millionen Euro Steuergeld) oder der Neubau der Bundesbank-Außenstelle in Meiningen (20 Millionen Euro Steuergeld, für 3,5 Millionen an privaten Abnehmer verkauft) sind nur einige, prominente Beispiele für teures, aber unterkomplexes Heile-Welt-Gebaue. Vergangenheit soll für das Publikum und die Besucher*innen der Gebäude wie geschmiert laufen, und zwar in Richtung einer alternativen Historie für Deutschland: Einer Historie, in der der Nationalsozialismus, die deutschen Angriffskriege und der Holocaust allenfalls noch als Anekdoten einer ansonsten bruchlosen Nationalgeschichte überleben. Das mag Ewiggestrigen gefallen, ist jedoch kein Maßsstab für die Verwendung öffentlicher Gelder, die im Letztzweck der Erhaltung und Weiterentwicklung der demokratischen Gesellschaft dienen müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Architektur-Ideologisierung der Neuen Rechten, die mit Camouflage-Slogans wie „Schönheit“, „Heimat“, „Tradition“, „Identität“ oder „Seele“ hantiert, ist nur mit einer emanzipatorischen Gegen-Ideologisierung beizukommen, mit der entweder diese Begriffe zurückerkämpft oder verlockende Alternativen angeboten werden. Ansonsten: Birne rein!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Progressiver Umgang mit kolonialem Erbe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Am 25. November 2018 jährte sich das Ende des deutschen Kolonialreichs in Afrika, Ozeanien und Asien zum 100. Mal. Die brutale Durchsetzung deutscher Interessen während der 35-jährigen direkten Kolonialherrschaft kostete schätzungsweise einer Million Menschen das Leben. Es waren Verbrechen gegen die Menschlichkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Doch die Kolonialzeit hat nicht nur die ehemaligen Kolonien nachhaltig verändert. Zwar sind Kolonialismus und antikolonialer Widerstand aus dem kollektiven Gedächtnis der deutschen Mehrheitsgesellschaft verdrängt worden. Trotzdem ist auch diese Gesellschaft von 600 Jahren europäischem Kolonialismus entscheidend geprägt. Davon zeugt der anhaltende Rassismus. Das spiegelt sich in Hunderten von kolonialrassistischen Straßennamen und Denkmälern wider. Das belegt die Anwesenheit Tausender sterblicher Überreste, die für menschenverachtende Forschungen in deutsche Sammlungen verschleppt wurden. Daran erinnern zehntausende, im kolonialen Gewaltkontext angeeignete Kulturgüter in deutschen Museen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch auf regionaler und kommunaler Ebene dürfen wir das nicht hinnehmen. Mit Blick auf die Gestaltung unserer baulichen Umwelt bedeutet das die unbedingte Umbennenung von Straßen, Plätzen etc., die zur Würdigung von Personen dienen, die durch Ausbeutung und Gewalt einen besonderen Platz in der deutschen Geschichte errungen haben.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:49:13 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>R1NEU: Neuausrichtung der Straßenbenennung</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/169</link>
                        <author></author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Erstarken der Neuen Rechten mit ihrer Fundamentalkritik an zentralen Verfassungsnormen, der Ablehnung tragender Prinzipien des Grundgesetzes und den Versuchen der Erneuerung eines völkischen Nationalismus haben auch eine architektonische Dimension. Die Auseinandersetzung vom Mensch mit dem gebautem Raum ist immer eine politische. Der Kampf für progressive Politik darf deswegen nicht in der zeitweisen Gewinnung des öffentlichen Raums verharren, er muss stattdessen auch auf die bauliche Manifestation demokratischer und sozialistischer Ideale zielen und damit die Raumgreifung von Rechten und Rechtsextremen eindämmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Jusos fordern deshalb:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Benennung von neuen oder umzubenennenden Straßen und Plätzen in Thüringer Städten, die nach Personen benannt werden, ausschließlich nach Frauen, bis eine paritätische Benennung erreicht ist und anschließend eine weitere paritätische Benennung, um die männliche Hegemonie im öffentlichen Raum zu beenden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Einen progressiven Umgang mit Thüringens kolonialem Erbe durch;
<ul><li>Die Umbenennung von Straßen und Plätzen, die im öffentlichen Raum Menschen würdigen, die durch Verbrechen, Ausbeutung und Gewalt gewirkt haben oder direkt rassistische Motive bedienen</li><li>Die Unterstützung der Sichtbarmachung kolonialer Geschichte, ihren historischen Kontinuitäten und bis heute wirkenden Mechanismen</li><li>Die Würdigung und Erinnerung an antikoloniale und antirassistische Denker*innen und Kämpfer*innen</li></ul></li></ul></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es gibt keine per se rechte oder linke Architektur. Aber es gibt rechte Räume. Das Verhältnis von Raum und Ideologie ist sehr komplex. Es gibt dabei keine einfachen Verknüpfungen von Ursache und Wirkung, aber einen Zusammenhang gibt es ganz offenkundig. Und dieser äußert sich unter anderem darin, wie wir die Vergangenheit rezipieren, uns mit ihr auseinandersetzen und wo wir – ohne sie zu tilgen – voranschreiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Genauso wie wir die Reklamierung von öffentlichen Räumen durch Neonazis, wie beispielsweise im Erfurter Herrenberg, nicht widerstandslos hinnehmen, müssen wir die schleichende Schaffung rechter Räume oder das bequeme Verharren in Stadtbildern vergangener Zeiten verhindern. Die im Antrag genannten Maßnahmen geben dafür 3 prägnante Mittel:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Paritätische Benennung von Straßen und Plätzen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine Untersuchung des Frauenzentrums Towanda e.V. in Jena ergab 2016, dass von 1016 Jenaer Straßen etwa 16,3% nach Männern benannt sind, aber nur 1,7% nach Frauen. In anderen Thüringer Städten ist die Quote vergleichbar, sie entspricht allerdings nicht der historischen Wahrheit. Frauen waren und sind an der Geschichte und der Gesellschaft von Thüringer Städten und Dörfern beteiligt. An Frauen, die bedeutendes geleistet haben, mangelt es nicht, sie müssen nur sichtbar gemacht werden!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Historische Rekonstruktionen von Neubauten</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Thüringen hat eine historische Bausubstanz die ihresgleichen sucht. Über Jahrhunderte wurde das Leben und die Kultur in den verschiedensten Baukulturen abgebildet. Ihr kulturhistorischer Wert und die Möglichkeit sie für die Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar zu machen, machen sie gleichermaßen erhaltenswert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Anders liegt der Fall bei Neubauten. Die moderne Architektur bietet zahlreiche Stile, als Ausdruck der Architekt*innen und ihrer Interpretation der demokratischen Moderne. Sie bieten offene, ressourcenschonende und integrierende Modelle einer Raumgestaltung und zahlreiche Gelegenheiten regionale Besonderheiten aufzugreifen. Doch an vielen Stellen in Deutschland weicht die Möglichkeit des modernen Bauens einer reaktionären, scheinbar bruchlosen Wiederholungsarchitektur, die Geschichte auf ein eindimensionales Wunschkonzert reduziert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses (590 Millionen Euro Steuergeld), der Rekonstruktionsbau der „Neuen Frankfurter Altstadt“ (210 Millionen Euro Steuergeld) oder der Neubau der Bundesbank-Außenstelle in Meiningen (20 Millionen Euro Steuergeld, für 3,5 Millionen an privaten Abnehmer verkauft) sind nur einige, prominente Beispiele für teures, aber unterkomplexes Heile-Welt-Gebaue. Vergangenheit soll für das Publikum und die Besucher*innen der Gebäude wie geschmiert laufen, und zwar in Richtung einer alternativen Historie für Deutschland: Einer Historie, in der der Nationalsozialismus, die deutschen Angriffskriege und der Holocaust allenfalls noch als Anekdoten einer ansonsten bruchlosen Nationalgeschichte überleben. Das mag Ewiggestrigen gefallen, ist jedoch kein Maßsstab für die Verwendung öffentlicher Gelder, die im Letztzweck der Erhaltung und Weiterentwicklung der demokratischen Gesellschaft dienen müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Architektur-Ideologisierung der Neuen Rechten, die mit Camouflage-Slogans wie „Schönheit“, „Heimat“, „Tradition“, „Identität“ oder „Seele“ hantiert, ist nur mit einer emanzipatorischen Gegen-Ideologisierung beizukommen, mit der entweder diese Begriffe zurückerkämpft oder verlockende Alternativen angeboten werden. Ansonsten: Birne rein!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Progressiver Umgang mit kolonialem Erbe</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Am 25. November 2018 jährte sich das Ende des deutschen Kolonialreichs in Afrika, Ozeanien und Asien zum 100. Mal. Die brutale Durchsetzung deutscher Interessen während der 35-jährigen direkten Kolonialherrschaft kostete schätzungsweise einer Million Menschen das Leben. Es waren Verbrechen gegen die Menschlichkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Doch die Kolonialzeit hat nicht nur die ehemaligen Kolonien nachhaltig verändert. Zwar sind Kolonialismus und antikolonialer Widerstand aus dem kollektiven Gedächtnis der deutschen Mehrheitsgesellschaft verdrängt worden. Trotzdem ist auch diese Gesellschaft von 600 Jahren europäischem Kolonialismus entscheidend geprägt. Davon zeugt der anhaltende Rassismus. Das spiegelt sich in Hunderten von kolonialrassistischen Straßennamen und Denkmälern wider. Das belegt die Anwesenheit Tausender sterblicher Überreste, die für menschenverachtende Forschungen in deutsche Sammlungen verschleppt wurden. Daran erinnern zehntausende, im kolonialen Gewaltkontext angeeignete Kulturgüter in deutschen Museen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch auf regionaler und kommunaler Ebene dürfen wir das nicht hinnehmen. Mit Blick auf die Gestaltung unserer baulichen Umwelt bedeutet das die unbedingte Umbennenung von Straßen, Plätzen etc., die zur Würdigung von Personen dienen, die durch Ausbeutung und Gewalt einen besonderen Platz in der deutschen Geschichte errungen haben.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:48:38 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>U8NEU3: U8 Der Klimawandel ist real. Klimaschutz dagegen (noch) nicht</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Der_Klimawandel_ist_real__Klimaschutz_dagegen_noch_nicht-33944</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Klimaschutz weltweit</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Klimawandel stellt die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Punkt. Ohne gravierende Einschnitte, ohne einen umfangreichen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wandel kann – und jedes Pathos ist hier angemessen – die Menschheit in absehbarer Zeit nicht mehr entsprechend leben bzw. existieren. Es geht letztlich um nichts anderes, als um den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlage für künftige Generationen. Darüber hinaus werden zunächst und insgesamt am stärksten die betroffen sein, die bereits jetzt zu den wirtschaftlich Schwachen zählen bzw. die in Regionen der Erde leben, die schon heute wirtschaftlich abgehängt und ausgebeutet sind. Diese kurze Einschätzung ist deckungsgleich mit den Analysen der vergangenen Jahre – und dennoch brandaktuell.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zwar haben die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens dazu geführt, dass sich die Umweltbelastungen teils stark reduzierten. Allerdings kann das, auf den gesamten Zeitraum betrachtet, nur als Eintagsfliege gewertet werden. Trotz dieses Herunterfahrens werden laut Global Carbon Project dieses Jahr weltweit nur 4 bis 7,5 % CO²-Emissionen ausbleiben. Im Endeffekt bedeutet das, eine Gesamtersparnis von nur 14 Tagen des üblichen CO²-Ausstoßes. Ernüchternd – ja. Alarmsignal – ja. Aber auch Ansporn für einen gravierenden Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn verantwortlich für die Verschmutzungen, die Belastungen und die Veränderungen von Umwelt und Klima ist der Mensch, genauer: der Mensch und sein selbst geschaffenes kapitalistisches Korsett. Aus diesem – und das ist jungsozialistisches Leitmotiv – gilt es, sich zu befreien. Die soziale Frage steht folglich nicht im Gegensatz zur ökologischen Frage und Klima- bzw. Umweltpolitik ist als Verteilungspolitik auszugestalten. Hier wird die „Verteilung“ guter Arbeits-, Wohn-, Mobilitäts- oder Ernährungsbedingungen relevant. Zugleich ist die Problematik entscheidend, wer zu welchem Anteil die Transformationskosten tragen muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Jusos stehen für den notwendigen Klima- und Umweltschutz, der ebenso unabdingbar sozialverträglich ausgestaltet sein muss: Wir wollen nichts weniger als den sozial-ökologischen Wandel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Klima und Klimaschutz in Thüringen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Klimawandel ist aber kein fernes Phänomen, sondern kann auch in Thüringen bereits beobachtet werden. So stieg die Jahresmitteltemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 um fast 1,5 Grad. Zudem lagen die wärmsten jemals ermittelten Jahre fast allesamt im vergangenen Jahrzehnt. Die Verteilung der Niederschläge im Jahr ändert sich: Darunter leiden v.a. Flora und Fauna, aber beispielsweise auch das Wintersportgebiet im Thüringer Wald oder landwirtschaftlich geprägte Regionen im Thüringer Becken. So waren Jahr 2019 ganze acht Monate trockener als der Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese kurz angerissene klimatische Entwicklung Thüringens, da ist sich die Wissenschaft einig, wird sich in den kommenden Jahren verstetigen und wahrscheinlich verstärken. Die hohe Geschwindigkeit der Erderwärmung trifft in diesem Zusammenhang auf eine mangelnde, unzureichende Resilienz – mit verheerenden Folgen für das Ökosystem.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Da der Klimawandel zwar eine weltweite Herausforderung darstellt, aber auch hier die Devise gelten muss „global denken, regional handeln“, war die rot-rot-grüne Landesregierung in den vergangenen Jahren nicht untätig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zentrales Element der Klimaschutzpolitik war 2018 die Verabschiedung des Thüringer Klimaschutzgesetzes (ThüKliG). Hier konnte erstmals ein konkreter Rahmen für klimafreundliches Handeln und verbindliche Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (TGE) für Thüringen verankert werden. Konkret sieht das ThüKliG vor, dass die TGE gestaffelt bis 2050 um 95 % reduziert werden. Des Weiteren soll der Energiebedarf Thüringens bis 2040 komplett aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Als Jusos haben wir ein solches Gesetz, das nicht zuletzt das Thüringer Staatsziel des Klimaschutzes aus Art. 31 Thüringer Verfassung umsetzt, gefordert. In seiner Verabschiedung soll der erste Schritt zur Realisierung einer neuen Klimaschutzpolitik gesetzt worden. Allerdings sind die dort aufgestellten Ziele keineswegs ausreichend oder abschließend für eine wirksame Bekämpfung des Klimawandels. Deshalb müssen wir konstatieren: Die rot-rot-grüne Klimapolitik stellt momentan nicht die Weichen für eine sozial-ökologische Transformation.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Thüringen zum Klimavorbild machen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Oberstes Ziel der Klimaschutzbemühungen muss die Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels sein. Dabei muss klar sein, dass dieser Richtwert bedeutet, dass sich bereits vollziehende klimatische Änderungen verstetigt werden – mit schon jetzt dramatischen Auswirkungen auf Natur und Mensch. So beschreibt der Weltklimarat im „Sonderbericht 1,5 °C globale Erwärmung“, dass ein solches Szenario deutliche Vorteile gegenüber dem weniger ambitionierten 2-Grad-Ziel habe, wenngleich wir momentan eher auf ein Szenario hinsteuern, welches mehr als 4 Grad Erderwärmung bedeuten würde. Wir Jusos stehen zum 1,5-Grad-Ziel und der dafür notwendigen schnellen Reduktion der Treibhausgasemissionen bzw. der Notwendigkeit, Treibhausgase wieder aus der Atmosphäre zu entfernen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dementsprechend muss auch die Klima- und Energiepolitik aufgestellt werden: Ein rein symbolischer Ansatz, der wenige plakative Einzelheiten anpasst, aber kein transformatorisches Anliegen verfolgt, muss scheitern – so etwas hilft weder dem politischen noch dem natürlichen Klima.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenngleich Thüringen aber als Bundesland allein nicht die notwendigen Kompetenzen besitzt, alle Schritte in die Wege zu leiten und alle Maßnahmen umzusetzen, so gibt es doch einige Punkte, mit denen das Ziel der Klimaneutralität forciert werden kann. Nachfolgend haben wir für einige wichtige Sektoren Forderungen zusammengestellt, die Inhalt eines neuen Klimaschutzgesetzes bzw. der generellen Landespolitik sein müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Energiewende jetzt</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Energiewende ist ein essentieller Schritt zur Klimagerechtigkeit. Derzeitig entfallen bereits etwa zwei Drittel des Gesamtstroms in Thüringen auf erneuerbare Energien – das ist ein guter Wert, aber hier geht noch mehr. Gerade vor dem Hintergrund der Stagnation bei Photovoltaik und Windkraft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei steht das übergeordnete Ziel von 100 % Erneuerbaren Energien im Vordergrund dieser Bestrebungen. Denn für nahezu alle Sektoren liefert der Energie-Sektor die notwendige Grundlage. Leider verharrt die Energiewende nach wie vor zu sehr auf Veränderungen allein im Stromsektor. Aus der Stromwende muss schnell eine tatsächliche Energiewende in allen Bereichen werden. Daher müssen in allen Sektoren deutlich mehr Anstrengungen unternommen und größere Investitionen getätigt werden. Unsere Energiepolitik folgt der Logik, dass möglichst viel Energie dort erzeugt wird, wo sie auch benötigt und verbraucht wird: regional, dezentral und erneuerbar. In diesem Unterfangen sind neben den entsprechenden Unternehmen sowohl die kommunalen Stadtwerke als auch die Energiegenossenschaften und die Verbraucher:innen gemeinsam zu beteiligen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Deckung des Thüringer Energiebedarfs mit einem Mix aus 100 % erneuerbaren Energien bis 2035</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die landesplanungsrechtlichen Erleichterungen für Wind-, Wasser- und Solarenergieanlagen, etwa durch geringere Abstandsregelungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Ausbau von Windenergie auf 2 % der Landesfläche. In diesem Zuge muss auch die Modernisierung bestehender Anlage aus Gründen der Leistungsfähigkeit, des Licht- und Lärmschutzes und der Effizienz gefördert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Förderung und den Ausbau von Energiegenossenschaften und die Unterstützung lokaler und regionaler Initiativen zur nachhaltigen Stromerzeugung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Aufstockung des Förderprogramms „Solar Invest“ und eine vorläufige Verstetigung der Initiative</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Unterstützung zur energieeffizienten Ertüchtigung des Thüringer Gebäudebestands</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>intelligente Stromnetze zur Sicherstellung der Energieversorgung bei komplexer werdenden Strukturen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Förderung von kommunalen Wärmekonzepten inkl. der Unterstützung kommunaler Stadtwerke als Partner der Energiewende.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einen Thüringer Aktionsplan Energieeffizienz mit dem Ziel, den Gesamtenergieverbrauch massiv zu reduzieren. Schließlich ist die Erzeugung von Energie aus Erneuerbaren immer auch ein Eingriff in Natur und Umwelt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Mobilität von morgen</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verkehr und Mobilität sind unverzichtbarer Teil des täglichen Lebens. Allerdings zählt dieser Bereich auch zu den größter Verursacher:innen von Treibhausgasen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Verkehrssektor steht vor einem notwendigen Umbruch. Dabei müssen wir zwingend auf die Prinzipien „Schiene vor Straße“ und „ÖPNV vor MIV“ setzen. Hier sind öffentliche Angebote zu schaffen oder Initiativen zu unterstützen, die besonders den ländlichen Raum anbinden und eine solche Entwicklung überhaupt erst ermöglichen. Auch hier gilt allerdings, ähnlich wie bereits im Energiesektor, jeder nicht gefahrene Kilometer unterstützt die Klimaziele.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Voraussetzungen für eine „Mobilität von morgen“ schon heute zu schaffen, benötigen wir in Thüringen ein Mobilitätsgesetz, dass sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr sozial- und klimagerecht gestaltet. Auch alternative Antriebssysteme auf Basis von Brennstoffzelle und Elektromobilität müssen entsprechend Förderung erfahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Vormachtstellung und Bevorzugung des Autos zu brechen. Radverkehr, öffentliche Verkehrsmittel und Fußverkehr müssen eine Aufwertung erfahren und mindestens Gleichstellung erfahren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den flächendeckenden Ausbau von Fahrradwegen, inkl. Radschnellwegen und Ladestruktur für E-Bikes und perspektivisch autofreie Innenstädte.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Förderung alternativer Antriebssystem im gesamten Mobilitätssektor, insbesondere für Lastkraftwagen und Personenkraftwagen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Ausbau der Ladeinfrastruktur und der Wasserstofftankstellen in Thüringen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einen einheitlichen Nahverkehrsverbund für ganz Thüringen, der für die nahtlose Verzahnung der unterschiedlichen Mobilitätsformen sorgt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den grundlegenden Ausbau des ÖPNV. Dabei muss das Credo „lieber eine Fahrt mehr, als gar keine Fahrt“ übernommen werden. Wenn insbesondere der Ländliche Raum nicht angebunden ist, kann auch keine Nachfrage entstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Einführung eines kostenlosen ÖPNVs für Kinder unter 18 Jahre, Schüler:innen, Auszubildende, Studierende und Freiwilligendienstleistende</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Ausbau der Zugverbindungen auch in den Randzeiten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Förderung von Güterverkehr über die Schiene, sowie die Anbindung von Industriegebieten an das Schienennetz.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Streichung der Zuschüsse für den Flughafen Erfurt-Weimar</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Investitionen in Nachhaltigkeit</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Jahren ist im Wirtschaftssektor bereits viel geschehen: Die Energieproduktivität stieg deutlich und auch ein merklicher Rückgang der Treibhausgasemissionen ist zu verzeichnen. Dennoch bleiben insb. Industrie und Gewerbe für rund 15 % der Thüringer Emissionen verantwortlich. Die konsequente Minderung dieser klimaschädlichen Gase muss daher forciert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vielfach liegen Handlungsoptionen gerade in diesem Bereich auf europäischer oder nationaler Ebene.Durch Förderprogramme und zusätzlich aufgestellte Kriterien wirtschaftlicher Aktivitäten und gezielte Unterstützung kann jedoch auch das Land Thüringen aktiv werden. In diesem Rahmen sind neue Maßstäbe in den Bereichen Ressourceneffizienz, Regionalisierung und Nachhaltigkeit für ein klimagerechtes Wirtschaften zu setzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>das Förderprogramm Green Invest über bis 2025 zu verlängern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zentrale Angebote zur Energieberatung für Unternehmen bei der ThEGA und den Aufbau von Netzwerkstrukturen zum Erfahrungsaustausch in Sachen Energieeffizienz und -produktivität, insb. für KMUs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die finanzielle Unterstützung von Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogrammen für Mitarbeiter:innen im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die stärkere Einbindung der Thüringer Hochschullandschaft in die Forschung und Entwicklung ressourcenschonenderer und energieeffizienterer Technologien.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Klimaschutz und die Klimaanpassung als Querschnittsthema stärker in die Lehrpläne der Ausbildungen zu integrieren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die stärkere Unterstützung von Gründungen und Start-Ups in den Bereichen Recycling und Klimaschutz Gründung fördern aus Bereich Recycling, Klimaschutz etc.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>gezielte Förderungen von Investitionen in die Kreislaufwirtschaft, inbs. in die Entwicklung, den Transfer neuer Verfahren und Prozesse, um Naturschätze und natürliche Lebensgrundlagen zu schonen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>das Vorantreiben von Modellen der Sharing Economy für Unternehmen und Konsument:innen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine Thüringer Strategie zur Bioökonomie</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Digitalisierungstrends für Klimaschutzmaßnahmen zu nutzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Ökolandwirtschaft statt Pestiziden und Massentierhaltung</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landwirtschaft muss aufgrund ihrer Relevanz gesondert betrachtet werden: In Thüringen werden hier „nur“ rund 20.000 Personen in 3.500 Betrieben beschäftigt, aber dafür ganze 54 % der Fläche Thüringens genutzt, ergänzt um weitere 32 % Waldfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Bezug auf den Klimaschutz kann die Landwirtschaft gleichzeitig als Betroffene, aber auch als Mitverursacherin gesehen werden. Durch den Klimawandel trocknen die Böden aus, sodass gute Ernten ausfallen. Auf der anderen Seite erzeugen insbesondere Tierhaltung und die Bearbeitung landwirtschaftlicher Böden (bspw. durch Düngen) große Emissionsaufkommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aus diesem Grund muss auch dieser Sektor seinen Beitrag zum Klimaschutz liefern. Jedoch sind alle Anpassungen und Maßnahmen vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Landwirtschaft nicht irgendein Wirtschaftszweig ist, sondern derjenige der uns ernährt und uns Lebensmittel im wahrsten Wortsinne liefert. Dabei hat auch jede:r Einzelne die Möglichkeit, durch eigene Konsumentscheidungen Änderungen hervorzurufen. Insgesamt sollte jedoch ein Landesprogramm „Klima schützt Landwirtschaft“ aufgestellt werden, indem die nachfolgenden Forderungen zu integrieren sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>rechtliche und finanzielle Förderung von Ökolandbau und anderer besonders nachhaltiger Landwirtschaft</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Reduzierung des Einsatzes von Düngemitteln. Ein geregelter Mineraldüngereinsatz mit jährlich kontrollierten, bodenabhängigen Stickstoffmengen soll die Überdüngung verhindern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine standort- und betriebsgerechte Mindestfruchtfolge auf den Äckern zum Humusaufbau.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die emissionsmindernde und energieeffizientere Modernisierung von Lagerung, Haltung und Technik</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Halbierung des Pestizideinsatzes bis 2025. Zudem muss in die Forschung zu nicht-chemischen Alternativen investiert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einen nachhaltigen Waldumbau, der den bereits existierenden Klimaveränderungen gewachsen ist. Insgesamt muss die Aufforstung forciert werden, wobei Monokulturen abzulehnen sind.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Förderung von Agroforstkulturen. Mittelfristig sollte eine Baumquote pro landwirtschaftliche Nutzfläche etabliert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine artgerechte Haltung und ein Ende der konventionellen Massentierhaltung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Moore als natürliche Klimaschützer durch Renaturierung und Wiedernässung zu retten. Dazu sind den Landwirt:innen Entschädigungen zur Aufgabe der wirtschaftlichen Nutzung zukommen zulassen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine Förderung der Einkommensdiversifikation für Landwirte als Energiewirte</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Klimaschutz als Querschnittsthema stärker in die Ausbildung der Landwirt:innen zu integrieren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Kommunen als Motor für nachhaltige Entwicklung </strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Klimaschutz als Querschnittsaufgabe betrifft besonders auch die Kommunen. Denn Kommunen sind entscheidende Akteur:innen der Klimapolitik. Klimaschutz beginnt in der Verwaltung und reicht über die Planungshoheit bei Bauvorhaben oder Verkehrsprojekten bis hin zu kommunalen Unternehmen wie den Stadtwerken. Zusätzlich zu den bereits angeführten Punkten, die natürlich auch konkret vor Ort und damit in den Kommunen stattfinden, fordern wir daher die Landkreise, Städte und Gemeinden auf, sich selbst höchsteigene ambitionierte Ziele zu setzen und sich für den Klimaschutz zu engagieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In diesem Zusammenhang muss das Land Thüringen die Erstellung von integrierten Klimaschutzkonzeptionen und deren Fortschreibungen zu 100 Prozent fördern. Wenngleich festgehalten werden muss, dass es keinen Planungsmangel gibt, sondern die vorhandenen Konzepte aus finanziellen Belangen nicht umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer wichtiger werden zudem Klimaschutznetzwerke und Kooperationen. Aber das Agieren in diesen Bündnissen wird allerdings häufig durch die zu geringen personellen Kapazitäten auf kommunaler Ebene gehemmt. Daher fordern wir auch die finanzielle Unterstützung des Landes für kommunale Klimaschutzmanager:innen und -beauftragte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Letztlich müssen die Kommunen bei den Klimaschutz-Investitionen unterstützt werden, damit gerade finanzschwache Städte und Gemeinden nicht weiter abgehängt werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:42:45 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>U8NEU2: Der Klimawandel ist real. Klimaschutz dagegen (noch) nicht</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/166</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/166</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Klimaschutz weltweit</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Klimawandel stellt die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Punkt. Ohne gravierende Einschnitte, ohne einen umfangreichen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wandel kann – und jedes Pathos ist hier angemessen – die Menschheit in absehbarer Zeit nicht mehr entsprechend leben bzw. existieren. Es geht letztlich um nichts anderes, als um den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlage für künftige Generationen. Darüber hinaus werden zunächst und insgesamt am stärksten die betroffen sein, die bereits jetzt zu den wirtschaftlich Schwachen zählen bzw. die in Regionen der Erde leben, die schon heute wirtschaftlich abgehängt und ausgebeutet sind. Diese kurze Einschätzung ist deckungsgleich mit den Analysen der vergangenen Jahre – und dennoch brandaktuell.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zwar haben die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens dazu geführt, dass sich die Umweltbelastungen teils stark reduzierten. Allerdings kann das, auf den gesamten Zeitraum betrachtet, nur als Eintagsfliege gewertet werden. Trotz dieses Herunterfahrens werden laut Global Carbon Project dieses Jahr weltweit nur 4 bis 7,5 % CO²-Emissionen ausbleiben. Im Endeffekt bedeutet das, eine Gesamtersparnis von nur 14 Tagen des üblichen CO²-Ausstoßes. Ernüchternd – ja. Alarmsignal – ja. Aber auch Ansporn für einen gravierenden Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Denn verantwortlich für die Verschmutzungen, die Belastungen und die Veränderungen von Umwelt und Klima ist der Mensch, genauer: der Mensch und sein selbst geschaffenes kapitalistisches Korsett. Aus diesem – und das ist jungsozialistisches Leitmotiv – gilt es, sich zu befreien. Die soziale Frage steht folglich nicht im Gegensatz zur ökologischen Frage und Klima- bzw. Umweltpolitik ist als Verteilungspolitik auszugestalten. Hier wird die „Verteilung“ guter Arbeits-, Wohn-, Mobilitäts- oder Ernährungsbedingungen relevant. Zugleich ist die Problematik entscheidend, wer zu welchem Anteil die Transformationskosten tragen muss.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir Jusos stehen für den notwendigen Klima- und Umweltschutz, der ebenso unabdingbar sozialverträglich ausgestaltet sein muss: Wir wollen nichts weniger als den sozial-ökologischen Wandel.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Klima und Klimaschutz in Thüringen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Klimawandel ist aber kein fernes Phänomen, sondern kann auch in Thüringen bereits beobachtet werden. So stieg die Jahresmitteltemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 um fast 1,5 Grad. Zudem lagen die wärmsten jemals ermittelten Jahre fast allesamt im vergangenen Jahrzehnt. Die Verteilung der Niederschläge im Jahr ändert sich: Darunter leiden v.a. Flora und Fauna, aber beispielsweise auch das Wintersportgebiet im Thüringer Wald oder landwirtschaftlich geprägte Regionen im Thüringer Becken. So waren Jahr 2019 ganze acht Monate trockener als der Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese kurz angerissene klimatische Entwicklung Thüringens, da ist sich die Wissenschaft einig, wird sich in den kommenden Jahren verstetigen und wahrscheinlich verstärken. Die hohe Geschwindigkeit der Erderwärmung trifft in diesem Zusammenhang auf eine mangelnde, unzureichende Resilienz – mit verheerenden Folgen für das Ökosystem.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Da der Klimawandel zwar eine weltweite Herausforderung darstellt, aber auch hier die Devise gelten muss „global denken, regional handeln“, war die rot-rot-grüne Landesregierung in den vergangenen Jahren nicht untätig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zentrales Element der Klimaschutzpolitik war 2018 die Verabschiedung des Thüringer Klimaschutzgesetzes (ThüKliG). Hier konnte erstmals ein konkreter Rahmen für klimafreundliches Handeln und verbindliche Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (TGE) für Thüringen verankert werden. Konkret sieht das ThüKliG vor, dass die TGE gestaffelt bis 2050 um 95 % reduziert werden. Des Weiteren soll der Energiebedarf Thüringens bis 2040 komplett aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Als Jusos haben wir ein solches Gesetz, das nicht zuletzt das Thüringer Staatsziel des Klimaschutzes aus Art. 31 Thüringer Verfassung umsetzt, gefordert. In seiner Verabschiedung soll der erste Schritt zur Realisierung einer neuen Klimaschutzpolitik gesetzt worden. Allerdings sind die dort aufgestellten Ziele keineswegs ausreichend oder abschließend für eine wirksame Bekämpfung des Klimawandels. Deshalb müssen wir konstatieren: Die rot-rot-grüne Klimapolitik stellt momentan nicht die Weichen für eine sozial-ökologische Transformation.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><span class="underline">Thüringen zum Klimavorbild machen</span></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Oberstes Ziel der Klimaschutzbemühungen muss die Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels sein. Dabei muss klar sein, dass dieser Richtwert bedeutet, dass sich bereits vollziehende klimatische Änderungen verstetigt werden – mit schon jetzt dramatischen Auswirkungen auf Natur und Mensch. So beschreibt der Weltklimarat im „Sonderbericht 1,5 °C globale Erwärmung“, dass ein solches Szenario deutliche Vorteile gegenüber dem weniger ambitionierten 2-Grad-Ziel habe, wenngleich wir momentan eher auf ein Szenario hinsteuern, welches mehr als 4 Grad Erderwärmung bedeuten würde. Wir Jusos stehen zum 1,5-Grad-Ziel und der dafür notwendigen schnellen Reduktion der Treibhausgasemissionen bzw. der Notwendigkeit, Treibhausgase wieder aus der Atmosphäre zu entfernen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dementsprechend muss auch die Klima- und Energiepolitik aufgestellt werden: Ein rein symbolischer Ansatz, der wenige plakative Einzelheiten anpasst, aber kein transformatorisches Anliegen verfolgt, muss scheitern – so etwas hilft weder dem politischen noch dem natürlichen Klima.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wenngleich Thüringen aber als Bundesland allein nicht die notwendigen Kompetenzen besitzt, alle Schritte in die Wege zu leiten und alle Maßnahmen umzusetzen, so gibt es doch einige Punkte, mit denen das Ziel der Klimaneutralität forciert werden kann. Nachfolgend haben wir für einige wichtige Sektoren Forderungen zusammengestellt, die Inhalt eines neuen Klimaschutzgesetzes bzw. der generellen Landespolitik sein müssen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Energiewende jetzt</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Energiewende ist ein essentieller Schritt zur Klimagerechtigkeit. Derzeitig entfallen bereits etwa zwei Drittel des Gesamtstroms in Thüringen auf erneuerbare Energien – das ist ein guter Wert, aber hier geht noch mehr. Gerade vor dem Hintergrund der Stagnation bei Photovoltaik und Windkraft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dabei steht das übergeordnete Ziel von 100 % Erneuerbaren Energien im Vordergrund dieser Bestrebungen. Denn für nahezu alle Sektoren liefert der Energie-Sektor die notwendige Grundlage. Leider verharrt die Energiewende nach wie vor zu sehr auf Veränderungen allein im Stromsektor. Aus der Stromwende muss schnell eine tatsächliche Energiewende in allen Bereichen werden. Daher müssen in allen Sektoren deutlich mehr Anstrengungen unternommen und größere Investitionen getätigt werden. Unsere Energiepolitik folgt der Logik, dass möglichst viel Energie dort erzeugt wird, wo sie auch benötigt und verbraucht wird: regional, dezentral und erneuerbar. In diesem Unterfangen sind neben den entsprechenden Unternehmen sowohl die kommunalen Stadtwerke als auch die Energiegenossenschaften und die Verbraucher:innen gemeinsam zu beteiligen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Deckung des Thüringer Energiebedarfs mit einem Mix aus 100 % erneuerbaren Energien bis 2035</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die landesplanungsrechtlichen Erleichterungen für Wind-, Wasser- und Solarenergieanlagen, etwa durch geringere Abstandsregelungen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Ausbau von Windenergie auf 2 % der Landesfläche. In diesem Zuge muss auch die Modernisierung bestehender Anlage aus Gründen der Leistungsfähigkeit, des Licht- und Lärmschutzes und der Effizienz gefördert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Förderung und den Ausbau von Energiegenossenschaften und die Unterstützung lokaler und regionaler Initiativen zur nachhaltigen Stromerzeugung</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Aufstockung des Förderprogramms „Solar Invest“ und eine vorläufige Verstetigung der Initiative</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Unterstützung zur energieeffizienten Ertüchtigung des Thüringer Gebäudebestands</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>intelligente Stromnetze zur Sicherstellung der Energieversorgung bei komplexer werdenden Strukturen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Förderung von kommunalen Wärmekonzepten inkl. der Unterstützung kommunaler Stadtwerke als Partner der Energiewende.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einen Thüringer Aktionsplan Energieeffizienz mit dem Ziel, den Gesamtenergieverbrauch massiv zu reduzieren. Schließlich ist die Erzeugung von Energie aus Erneuerbaren immer auch ein Eingriff in Natur und Umwelt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Mobilität von morgen</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verkehr und Mobilität sind unverzichtbarer Teil des täglichen Lebens. Allerdings zählt dieser Bereich auch zu den größter Verursacher:innen von Treibhausgasen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der Verkehrssektor steht vor einem notwendigen Umbruch. Dabei müssen wir zwingend auf die Prinzipien „Schiene vor Straße“ und „ÖPNV vor MIV“ setzen. Hier sind öffentliche Angebote zu schaffen oder Initiativen zu unterstützen, die besonders den ländlichen Raum anbinden und eine solche Entwicklung überhaupt erst ermöglichen. Auch hier gilt allerdings, ähnlich wie bereits im Energiesektor, jeder nicht gefahrene Kilometer unterstützt die Klimaziele.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Voraussetzungen für eine „Mobilität von morgen“ schon heute zu schaffen, benötigen wir in Thüringen ein Mobilitätsgesetz, dass sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr sozial- und klimagerecht gestaltet. Auch alternative Antriebssysteme auf Basis von Brennstoffzelle und Elektromobilität müssen entsprechend Förderung erfahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Vormachtstellung und Bevorzugung des Autos zu brechen. Radverkehr, öffentliche Verkehrsmittel und Fußverkehr müssen eine Aufwertung erfahren und mindestens Gleichstellung erfahren.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den flächendeckenden Ausbau von Fahrradwegen, inkl. Radschnellwegen und Ladestruktur für E-Bikes und perspektivisch autofreie Innenstädte.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Förderung alternativer Antriebssystem im gesamten Mobilitätssektor, insbesondere für Lastkraftwagen und Personenkraftwagen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Ausbau der Ladeinfrastruktur und der Wasserstofftankstellen in Thüringen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einen einheitlichen Nahverkehrsverbund für ganz Thüringen, der für die nahtlose Verzahnung der unterschiedlichen Mobilitätsformen sorgt.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den grundlegenden Ausbau des ÖPNV. Dabei muss das Credo „lieber eine Fahrt mehr, als gar keine Fahrt“ übernommen werden. Wenn insbesondere der Ländliche Raum nicht angebunden ist, kann auch keine Nachfrage entstehen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Einführung eines kostenlosen ÖPNVs für Kinder unter 18 Jahre, Schüler:innen, Auszubildende, Studierende und Freiwilligendienstleistende</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Ausbau der Zugverbindungen auch in den Randzeiten.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Förderung von Güterverkehr über die Schiene, sowie die Anbindung von Industriegebieten an das Schienennetz.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Streichung der Zuschüsse für den Flughafen Erfurt-Weimar</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Investitionen in Nachhaltigkeit</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den vergangenen Jahren ist im Wirtschaftssektor bereits viel geschehen: Die Energieproduktivität stieg deutlich und auch ein merklicher Rückgang der Treibhausgasemissionen ist zu verzeichnen. Dennoch bleiben insb. Industrie und Gewerbe für rund 15 % der Thüringer Emissionen verantwortlich. Die konsequente Minderung dieser klimaschädlichen Gase muss daher forciert werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vielfach liegen Handlungsoptionen gerade in diesem Bereich auf europäischer oder nationaler Ebene.Durch Förderprogramme und zusätzlich aufgestellte Kriterien wirtschaftlicher Aktivitäten und gezielte Unterstützung kann jedoch auch das Land Thüringen aktiv werden. In diesem Rahmen sind neue Maßstäbe in den Bereichen Ressourceneffizienz, Regionalisierung und Nachhaltigkeit für ein klimagerechtes Wirtschaften zu setzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>das Förderprogramm Green Invest über bis 2025 zu verlängern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>zentrale Angebote zur Energieberatung für Unternehmen bei der ThEGA und den Aufbau von Netzwerkstrukturen zum Erfahrungsaustausch in Sachen Energieeffizienz und -produktivität, insb. für KMUs.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die finanzielle Unterstützung von Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogrammen für Mitarbeiter:innen im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die stärkere Einbindung der Thüringer Hochschullandschaft in die Forschung und Entwicklung ressourcenschonenderer und energieeffizienterer Technologien.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Klimaschutz und die Klimaanpassung als Querschnittsthema stärker in die Lehrpläne der Ausbildungen zu integrieren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die stärkere Unterstützung von Gründungen und Start-Ups in den Bereichen Recycling und Klimaschutz Gründung fördern aus Bereich Recycling, Klimaschutz etc.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>gezielte Förderungen von Investitionen in die Kreislaufwirtschaft, inbs. in die Entwicklung, den Transfer neuer Verfahren und Prozesse, um Naturschätze und natürliche Lebensgrundlagen zu schonen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>das Vorantreiben von Modellen der Sharing Economy für Unternehmen und Konsument:innen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine Thüringer Strategie zur Bioökonomie</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Digitalisierungstrends für Klimaschutzmaßnahmen zu nutzen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Ökolandwirtschaft statt Pestiziden und Massentierhaltung</strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landwirtschaft muss aufgrund ihrer Relevanz gesondert betrachtet werden: In Thüringen werden hier „nur“ rund 20.000 Personen in 3.500 Betrieben beschäftigt, aber dafür ganze 54 % der Fläche Thüringens genutzt, ergänzt um weitere 32 % Waldfläche.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Bezug auf den Klimaschutz kann die Landwirtschaft gleichzeitig als Betroffene, aber auch als Mitverursacherin gesehen werden. Durch den Klimawandel trocknen die Böden aus, sodass gute Ernten ausfallen. Auf der anderen Seite erzeugen insbesondere Tierhaltung und die Bearbeitung landwirtschaftlicher Böden (bspw. durch Düngen) große Emissionsaufkommen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Aus diesem Grund muss auch dieser Sektor seinen Beitrag zum Klimaschutz liefern. Jedoch sind alle Anpassungen und Maßnahmen vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Landwirtschaft nicht irgendein Wirtschaftszweig ist, sondern derjenige der uns ernährt und uns Lebensmittel im wahrsten Wortsinne liefert. Dabei hat auch jede:r Einzelne die Möglichkeit, durch eigene Konsumentscheidungen Änderungen hervorzurufen. Insgesamt sollte jedoch ein Landesprogramm „Klima schützt Landwirtschaft“ aufgestellt werden, indem die nachfolgenden Forderungen zu integrieren sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher fordern wir:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>rechtliche und finanzielle Förderung von Ökolandbau und anderer besonders nachhaltiger Landwirtschaft</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Reduzierung des Einsatzes von Düngemitteln. Ein geregelter Mineraldüngereinsatz mit jährlich kontrollierten, bodenabhängigen Stickstoffmengen soll die Überdüngung verhindern.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine standort- und betriebsgerechte Mindestfruchtfolge auf den Äckern zum Humusaufbau.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die emissionsmindernde und energieeffizientere Modernisierung von Lagerung, Haltung und Technik</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Halbierung des Pestizideinsatzes bis 2025. Zudem muss in die Forschung zu nicht-chemischen Alternativen investiert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>einen nachhaltigen Waldumbau, der den bereits existierenden Klimaveränderungen gewachsen ist. Insgesamt muss die Aufforstung forciert werden, wobei Monokulturen abzulehnen sind.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Förderung von Agroforstkulturen. Mittelfristig sollte eine Baumquote pro landwirtschaftliche Nutzfläche etabliert werden.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Eine artgerechte Haltung und ein Ende der konventionellen Massentierhaltung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>die Moore als natürliche Klimaschützer durch Renaturierung und Wiedernässung zu retten. Dazu sind den Landwirt:innen Entschädigungen zur Aufgabe der wirtschaftlichen Nutzung zukommen zulassen.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>eine Förderung der Einkommensdiversifikation für Landwirte als Energiewirte</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>den Klimaschutz als Querschnittsthema stärker in die Ausbildung der Landwirt:innen zu integrieren</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><strong>Kommunen als Motor für nachhaltige Entwicklung </strong></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Klimaschutz als Querschnittsaufgabe betrifft besonders auch die Kommunen. Denn Kommunen sind entscheidende Akteur:innen der Klimapolitik. Klimaschutz beginnt in der Verwaltung und reicht über die Planungshoheit bei Bauvorhaben oder Verkehrsprojekten bis hin zu kommunalen Unternehmen wie den Stadtwerken. Zusätzlich zu den bereits angeführten Punkten, die natürlich auch konkret vor Ort und damit in den Kommunen stattfinden, fordern wir daher die Landkreise, Städte und Gemeinden auf, sich selbst höchsteigene ambitionierte Ziele zu setzen und sich für den Klimaschutz zu engagieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In diesem Zusammenhang muss das Land Thüringen die Erstellung von integrierten Klimaschutzkonzeptionen und deren Fortschreibungen zu 100 Prozent fördern. Wenngleich festgehalten werden muss, dass es keinen Planungsmangel gibt, sondern die vorhandenen Konzepte aus finanziellen Belangen nicht umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer wichtiger werden zudem Klimaschutznetzwerke und Kooperationen. Aber das Agieren in diesen Bündnissen wird allerdings häufig durch die zu geringen personellen Kapazitäten auf kommunaler Ebene gehemmt. Daher fordern wir auch die finanzielle Unterstützung des Landes für kommunale Klimaschutzmanager:innen und -beauftragte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Letztlich müssen die Kommunen bei den Klimaschutz-Investitionen unterstützt werden, damit gerade finanzschwache Städte und Gemeinden nicht weiter abgehängt werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:42:07 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>U4NEU: U4 Klimaschutz bedenken, Kreuzfahrtschiff versenken!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Klimaschutz_bedenken_Kreuzfahrtschiff_versenken-47319</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Klimaschutz_bedenken_Kreuzfahrtschiff_versenken-47319</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern, dass der SPD-Reiseservice keine Kreuzfahrten mit Schiffen mehr anbietet, die mit klimaschädlichen Kraftstoffen betrieben werden, und – falls noch vorhanden – eigene Kreuzfahrtschiffe sofort zum Verkauf freigibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ebenso soll der SPD-Reiseservice bei den angebotenen Reisen die jeweilige CO2-Bilanz ermitteln und das Angebot für klimafreundlichere Reisen ausbauen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als sozialdemokratische Partei, die sich Klimaschutz ebenfalls auf die Fahne schreibt, ist es nicht tragbar, umweltschädigende Kreuzfahrtreisen anzubieten oder gar ein Kreuzfahrtschiff selbst zu besitzen. Im Durchschnitt kommt ein Kreuzfahrtschiff pro Tag auf einen CO2-Ausstoß von über 84.000 Autos (<a href="">Quelle:https://utopia.de/ratgeber/kreuzfahrten-kreuzfahrtschiffe/</a>).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir als SPD sollten mit gutem Beispiel vorangehen und nicht nur über Klima- und Umweltschutz reden, sondern selbst anwenden!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:39:00 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>U2NEU3: U2 PariserKlimaziele einhalten – Thüringer Klimagesetz nachbessern!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/PariserKlimaziele_einhalten__Thueringer_Klimagesetz_nachbessern-31039</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/PariserKlimaziele_einhalten__Thueringer_Klimagesetz_nachbessern-31039</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern, im Thüringer Klimagesetz (ThüKliG) die vollständige Klimaneutralität des Freistaates bis spätestens 2030 festzuschreiben.<br>
Die bestehenden Zwischenziele sollen durch linear-sinkende, verbindliche Jahresbudgets für Treibhausgase ersetzt werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:38:04 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>U2NEU2: PariserKlimaziele einhalten – Thüringer Klimagesetz nachbessern!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/160</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/160</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern, im Thüringer Klimagesetz (ThüKliG) die vollständige Klimaneutralität des Freistaates bis spätestens 2030 festzuschreiben.<br>
Die bestehenden Zwischenziele sollen durch linear-sinkende, verbindliche Jahresbudgets für Treibhausgase ersetzt werden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung erfolgt mündlich.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:37:02 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>U1NEU2: U1 Weniger Plakate - mehr Inhalte</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/158</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/158</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Überall spricht man von Nachhaltigkeit. Ein jeder von uns soll nachhaltig denken und handeln, so auch unsere Partei, deren zentralen öffentlichen Auftritte den Wahlkampf umfassen. Jährlich werden bundesweit Tonnen Material für den Wahlkampf verbraucht (insbesondere Plakate) und aktualitätsbedingt zeitnah wieder entsorgt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen setzen sich dafür ein, die Plakatierungen weitestgehend auf Großaufsteller zu reduzieren oder, wenn nicht anders möglich, auf wenige Plakate zu beschränken.<br>
Kurzfristig wird gefordert, nur noch ökologisch abbaubare Plakatwerbung zu nutzen und insbesondere auf Kunststoffplakate zu verzichten. Langfristig muss das Ziel sein, dass alle Parteien einen ökologisch-nachhaltigen Wahlkampf bestreiten und etwa derartige Plakatwerbung aufgeben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:35:00 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>U1NEU: Weniger Plakate - mehr Inhalte</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/156</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/156</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Überall spricht man von Nachhaltigkeit. Ein jeder von uns soll nachhaltig denken und handeln, so auch unsere Partei, deren zentralen öffentlichen Auftritte den Wahlkampf umfassen. Jährlich werden bundesweit Tonnen Material für den Wahlkampf verbraucht (insbesondere Plakate) und aktualitätsbedingt zeitnah wieder entsorgt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen setzen sich dafür ein, die Plakatierungen weitestgehend auf Großaufsteller zu reduzieren oder, wenn nicht anders möglich, auf wenige Plakate zu beschränken.<br>
Kurzfristig wird gefordert, nur noch ökologisch abbaubare Plakatwerbung zu nutzen und insbesondere auf Kunststoffplakate zu verzichten. Langfristig muss das Ziel sein, dass alle Parteien einen ökologisch-nachhaltigen Wahlkampf bestreiten und etwa derartige Plakatwerbung aufgeben.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Begründung erfolgt mündlich</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:34:41 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>S4NEU: S4 Heranziehung des Einkommens von jungen Menschen in stationären Jugendhilfen beenden! </title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Heranziehung_des_Einkommens_von_jungen_Menschen_in_stationaeren_Jugendh-49590</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Heranziehung_des_Einkommens_von_jungen_Menschen_in_stationaeren_Jugendh-49590</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern, die Heranziehung des Einkommens junger Menschen in stationären Jugendhilfen nach §94 Abs. 6 SGB VIII von 75% auf 0% zu reduzieren, um so eine dauerhafte Entlastung zu schaffen und den Start in ein eigenständiges Leben junger Menschen zu erleichtern.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das erste eigene Einkommen ist für viele junge Menschen der erste Schritt in Richtung Selbstständigkeit und finanzielle Unabhängigkeit. Allerdings ist dies nicht in allen Fällen so möglich. Das Sozialgesetzbuch sieht im §94 Abs. 6 SGB VIII vor, dass das Einkommen von jungen Menschen in vollstationärer Leistung z.B.: Betreuten Wohnen, Kinderheimen oder Pflegefamilien o.ä. 75% ihres Nettolohnes als Kostenbeitrag einzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine Ausnahme wird nur in §94 Abs. 6 Satz 2 vorgesehen, nach dieser wird von der Erhebung teilweise oder ganz abgesehen, wenn diese im sozialen oder kulturellen Bereich liegt und vor allem ein soziales oder kulturelles Engagement und weniger die Erwerbstätigkeit im Vordergrund steht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieses sehen viele junge Menschen aus solchen Einrichtungen allerdings als eine grobe Ungerechtigkeit, in ihrer so schon erschwerten Situation. Denn wo junge Menschen in ihren ursprünglichen Familien nichts oder nur einen geringen Teil ihres Einkommens abgeben müssen, sieht es der Gesetzgeber anders und verlangt eine enorme Abgabe als Beteiligung an den Kosten. Dadurch werden junge Menschen nicht nur aus öffentlichen Aktivitäten mit ihren Freund*innen verdrängt, indem sie aus Kostengründen nicht teilnehmen können, sondern bekommen es verwehrt einen richtigen Umgang mit Geld und die damit verbundene Eigenständigkeit zu lernen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Allgemein ist in vielen Fällen auch eine geringere Motivation überhaupt im Rahmen von Ferienjobs oder Nebentätigkeiten zu arbeiten, sowie eine verringerte Motivation bei der Ausbildung aufgrund eines Gefühls des „Arbeiten für nichts“ merkbar. Es sollte nicht der Anspruch einer Gesellschaft sein, junge Menschen ohne eine ausreichende Vergütung arbeiten zu lassen. Aus denselben Gründen ist auch eine berufliche Orientierung schwerer, da keine Motivation besteht praktisch ohne Entgelt neue Tätigkeiten in verschiedene berufliche Richtung auszuprobieren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:33:21 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P1NEU2: P1 Juso-Quote zu Kommunalwahlen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Juso-Quote_zu_Kommunalwahlen-49386</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Juso-Quote_zu_Kommunalwahlen-49386</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen setzen sich für einen verbindlichen Juso Platz unter den ersten 3 Kandidierenden jeder SPD Liste zu Kommunalwahlen ein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kreisverbände der Jusos nominieren ihre:n Spitzenkandidat:in, welche:r auf einem entsprechenden Listenplatz positioniert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dadurch erreichen wir mittelfristig einen Generationswechsel in Lokalen Parlamenten und erhalten die Möglichkeit Juso-Ideen auf kommunaler Ebene umzusetzen.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Vieler Orts können verkrustete Strukturen und eingesessene Platzhirsche nur durch eine Quote abgelöst werden, die Wahlen im Mai 2019 haben das gezeigt. Gerade in diesen schwierigen Zeiten für unsere SPD ist eine inhaltliche und personelle Neuaufstellung unverzichtbar, leider sind viele Genoss*innen hinsichtlich der Platzierung von Jusos auf forderen Listenplätzen, anderer Meinung. Die SPD wird langfristig wesentlich schlechtere Kommunalwahlen erleben, wenn „Stimmfänger*innen“ nicht mehr antreten und jüngere Kandidierende nicht bekannt genug sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In den letzten Jahren hat sich auch gezeigt, dass die Jusos der inhaltliche und personelle Motor, insbesondere in Wahlkämpfen sind. Wir sollten uns den verdienten Lohn einfordern und endlich für eine Juso-Quote kämpfen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:25:00 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>O1NEU: O1 Ostquote im öffentlichen Dienst  Sozialer Aufstieg für Alle – erstmal in Thüringen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Ostquote_im_oeffentlichen_Dienst__Sozialer_Aufstieg_fuer_Alle__erstmal_-27738</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Ostquote_im_oeffentlichen_Dienst__Sozialer_Aufstieg_fuer_Alle__erstmal_-27738</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die SPD Thüringen setzt sich für die Einführung einer Ostquote im öffentlichen Dienst in Thüringen ein. Die Ostquote muss der Voraussetzung genügen, dass mindestens 50 % aller zu besetzenden Stellen auf allen Ebenen mit Menschen ostdeutscher Sozialisation zu besetzen sind.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine repräsentative Umfrage des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM)ermittelte 2019, dass sich fast jede:r zweite Ostdeutsche eine Ostquote im wirtschaftlichen und öffentlichen Sektor.<a href="#_ftn1">[1]</a>30 Jahre nach der Wiedervereinigung stagniert der Soziale Aufstieg in vielen Bereichen. In vielen Bereichen nimmt die Repräsentation von Ostdeutschen sogar ab. In der gesamtdeutschen Elite spielt die ostdeutsche Perspektive, ihre Lebensrealität und ihre ganz eigenen Herausforderungen nahezu keine Rolle. Während Ostdeutsche 17 % der Bevölkerung ausmachen, kommen auf die gesamtdeutsche Elite nur 1,7 %.<a href="#_ftn2">[2]</a>Während nur 13 % Westdeutsche in Ostdeutschland wohnen, besetzen sie dabei 77 % aller Führungspositionen in ostdeutscher Verwaltung, Wirtschaft und in den Medienhäusern. Es ist Zeit für einen sozialen Aufstieg für Alle, unabhängig ob man in Ost oder West geboren ist. Es ist Zeit für eine Ostquote.<a href="#_ftn3">[3]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ostdeutschland hat sich gemausert. Wo Anfang der 90er Jahre die neue Freiheit der Vermarktlichung als „gesellschaftlicher Tsunami“ mit einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit begann und fast jede:r Zweite nach 40 Jahren zum ersten Mal vor der Erwerbslosigkeit stand, sind die Zahlen heute, trotz Krisen, wesentlich besser. Es bleibt jedoch viel von dem, was den Ostdeutschen den Begriff „Pioniere des Prekariats“ einbrachte. Die Mehrheit der Ostdeutschen musste sich an die neuen Spielregeln in der Gesellschaft und dem Arbeitsmarkt anpassen, arbeitet heute nicht mehr im erlernten Beruf und weiterhin liegt Ostdeutschland in allen Kennziffern der Industriepolitik hinter den westdeutschen Bundesländern. Dass, es 30 Jahre nach der Wiedervereinigung überhaupt partielle Wohlstandsverbesserung, punktuelle und kurzfristige positive Bewegungen der sozialen Mobilität zu verzeichnen und äußerst vorsichtige Anfänge der privaten Kapitalbildung gibt, verdankt Ostdeutschland der ostdeutschen Sozialdemokratie. Ohne ihren Einsatz und trotz der Arbeitsmarktreformen unter der rot-grünen Bundesregierung, ständen die Menschen in Ostdeutschland heute schlechter da.<a href="#_ftn4">[4]</a>Aber es bleibt viel zu tun. Das Ziel muss es weiterhin sein die gleichen Lebensverhältnisse in Ost und West und in Stadt und Land herzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Einführung der Marktwirtschaft „zerstörte bestehende Strukturen, weil tradierte Ansprüche, Schutzinteressen, Bindungen und Reproduktionsweisen unter Druck massiven Druck gerieten“.<a href="#_ftn5">[5]</a>Mit der Treuhandanstalt setzte die Bundesrepublik vor allem auf die Zerschlagung und den Verkauf, aber nicht den Erhalt der volkeigenen Betriebe. So fielen der Treuhandanstalt insgesamt 14.000 Betriebe zum Opfer und nur noch 140 Unternehmen schafften den Weg in die Marktwirtschaft der Bundesrepublik. Freilich war die Bundesrepublik mit der Situation der Wiedervereinigung und der Vermarktlichung organisatorisch und personell überfordert. Viele Unternehmen nutzten das aus. Diese Vermarktlichung bedeutete aber für die Beschäftigten Ostdeutschlands, die eben noch in einer sogenannten Erwerbstätigengesellschaft lebten, vor allem erstmal Entsicherung, Statusturbulenzen und Verlust, interessanterweise mittelfristig für Männer mehr, denn für Frauen. Stefan Mau schreibt dazu, dass die „eben noch durchorganisierte Arbeitsgesellschaft mit Beschäftigungsgarantie wurde innerhalb kurzer Zeit zur Sammelstelle der Massenarbeitslosigkeit.“ und „Der Betrieb als Hort der sozialen Integration und Versorgung hatte über Nacht seine Funktion verloren.“<a href="#_ftn6">[6]</a>Die Menschen konnten nur in einem Sozialsystem aufgefangen werden, was auch in Westdeutschland nicht umstritten war und durch Helmut Kohl mit der Proklamation der Einheit als Nationale Frage flankiert werden musste („Wir sind ein Volk.“). Währenddessen wurde Arbeitslosigkeit binnen kürzester Zeit zum ostdeutschen Kollektivschicksal, wobei die Folgen weit über den Kreis der unmittelbar Betroffenen hinausgingen. In praktisch jeder Familie musste(n) ein oft aber mehrere Mitglieder zu Hause bleiben, die urplötzlich nichts mehr mit sich anzufangen wussten und darauf warteten, dass die Gesellschaft ihnen ein Angebot machen würde.“<a href="#_ftn7">[7]</a>Die Anpassung machte keineswegs an der technischen Dimension Halt, sondern erforderte auch Anpassung in kultureller Hinsicht: „Die im Staatssozialismus erlernten Mentalitäten, Sozialtechniken, Hierarchiebegriffe und Loyalitäten sollten zugunsten adäquaterer Verhaltensweisen aufgegeben werden.“<a href="#_ftn8">[8]</a>Für Mau wurden die Ostdeutschen im Schnelldurchlauf ‚zoniert‘, also an den gesellschaftlichen Rand gedrängt.<a href="#_ftn9">[9]</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>All dies wirkt heute noch in den sozio-ökonomischen Kennzahlen nach, egal ob Löhne, Erbe, Vermögen, Privateigentum oder bei der Repräsentation und der damit verbundenen Sozialen Mobilität.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In den 70er Jahren krempelte die Sozialdemokratie unter Willy Brandt die gesamte Sozialstruktur der Bundesrepublik ordentlich um. Mit dem Berufsausbildungsförderung öffneten sich die Wege des Sozialen Aufstiegs für die breite Bevölkerung. Erstmals veränderte sich die Zusammensetzungen an den Hochschulen. Arbeiter:innenkinder stiegen auf, erst in der öffentlichen Verwaltung, dann immer mehr im privaten Sektor. Der Aufschwung tat sein Übriges. Bis in die 80er Jahre hinein konnte man in Westdeutschland von einer Aufstiegsgesellschaft sprechen, in der das sozialdemokratische Ideal des sozialen Aufstiegs verwirklicht wurde. Dies änderte sich in den 80er Jahren. Volker Beck beschrieb die Soziale Mobilität damals als Fahrstuhl, der ins Stocken geriet. In diesen stockenden Fahrstuhl stiegen in den 90er Jahren die Ostdeutschen ein. Den Aufstiegsblockaden der alten Bundesrepublik begegnete eine schätzungsweise 5-stellige Anzahl von Westdeutschen mit geografischen Abseitsbewegungen nach Ostdeutschland. Westdeutsche Eliten, vor allem Männer, konnten damit Statusgewinne erzielen, die in Westdeutschland nicht mehr möglich waren. Natürlich gab es vor allem in der ersten Phase nach der Wiedervereinigung funktionale Gründe für einen Elitentransfer nach Ostdeutschland. „Die ‚importierten‘ Führungskräfte brachten den Sachverstand mit, der vor Ort nicht existierte, waren als Infusion von Kompetenz und Wissen für das ermattete und marode Beitrittsgebiet gedacht.“ Heute ist es aber an der Zeit die Kanäle des Sozialen Aufstiegs in Ostdeutschland wieder für Ostdeutsche zu öffnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Heute führt dieser Umstand, der freilich nur als vorübergehende Unterstützungsleistung anvisiert war aber zu neuen Mobilitätsblockaden. Diese Mobilitätsblockaden müssen wir abbauen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[1]vgl.: <a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/f-a-z-exklusiv-jeder-zweite-im-osten-fuer-ostquote-16094115.html">https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/f-a-z-exklusiv-jeder-zweite-im-osten-fuer-ostquote-16094115.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[2]vgl.: ebd.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[3]vgl: <a href="https://www.zeit.de/2019/13/ostquote-chancengleichheit-akademiker-fuehrungspositionen">https://www.zeit.de/2019/13/ostquote-chancengleichheit-akademiker-fuehrungspositionen</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[4]vgl.: Steffen Mau: Lütten Klein, S. 150-156.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[5]ebd.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[6]ebd. S. 151.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[7]ebd. S. 152.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[8] ebd. S. 156</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[9]vgl.: S. 156.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:23:11 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>M1NEU3: M1 Deutsche BundesBahn – Verstaatlichung der DB AG </title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Deutsche_BundesBahn__Verstaatlichung_der_DB_AG_-34484</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Deutsche_BundesBahn__Verstaatlichung_der_DB_AG_-34484</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen setzen sich für eine Vergesellschaftung der Deutsche Bahn AG bis 2030 ein. Mobilität muss nicht profitorientiert sein, sie darf es auch nicht. Millionen Bürger*innen in Deutschland sind täglich auf die Bahn angewiesen, um für sie eine effiziente, kostengünstige, ökologisch vertretbare Beförderung zu gewährleisten, muss die DB wieder zu 100% in den Staat integriert werden. Gerade in Zeiten, in denen es um Anschluss des ländlichen Raums, Ausbau der Schiene und geringe Transportwege auf der Straße geht, muss der Bund absolute Kontrolle über die Bahn haben.<br><br>
Weiterhin fordern wir ein jährliches Mindestinvestitionsvolumen für Erhalt und Ausbau der Infrsastruktur.<br><br>
Ziel ist u.a. eine Preisgestaltung nach sozial-ökologischen Faktoren durch die Vergesellschaftung zu gewährleisten</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Waren fahren in LKW‘s quer durch die Republik, viele Kommunen haben eine schlechte bzw. keine Anbindung an die Schiene, die Preise sind undurchsichtig und steigen stetig, all das haben wir unter anderem der Privatisierung der Eisenbahn in Deutschland Mitte der 90er zu verdanken. Lasst uns vergangene Fehler ausbügeln und Schluss machen mit neoliberalen Ideen von damals.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:22:20 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>I4NEU: I4 Thüringer Freiwilligendienstleistende entlasten, jetzt!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Thueringer_Freiwilligendienstleistende_entlasten_jetzt-12119</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Thueringer_Freiwilligendienstleistende_entlasten_jetzt-12119</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern die Thüringer Landesregierung dazu auf, das in der Richtlinie Thüringen Jahr festgelegte Taschengeld für Freiwilligendienstleistende von 300 Euro auf monatlich 414 Euro, welches sich an der BBG orientiert und den höchst zugelassenen Betrag darstellt, zu erhöhen. Der auf jeweils 150 Euro festgesetzte Betrag für Taschengeld und Verpflegung wird dabei auf jeweils 207 Euro erhöht. Zur weiteren Entlastung setzen sich die Jusos Thüringen für die Ausweitung des Azubitickets auf Freiwilligendienstleistende ein.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als Freiwillige:r in Thüringen einen Dienst zu absolvieren, ist für viele vor allem finanziell eine Qual. Gerade einmal 300 Euro Taschengeld bekommt ein:e Freiwillige:r im Monat – sich damit Wohnung, Lebensmittel und Kleidung zu leisten, ist nahezu unmöglich. Thüringen liegt damit deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt, ist unter allen Bundesländern sogar auf dem allerletzten Platz. Aufgrund dieser Tatsache kommt ein FSJ für viele nur bedingt in Frage. Nicht jede:r hat die Möglichkeit, weiter bei der Familie unterzukommen, geschweige denn finanzielle Unterstützung von ihr zu erhalten. Grund für die Situation ist die Richtlinie zum Thüringen Jahr, die ein exaktes Taschengeld von 300 Euro vorschreibt, eine Erhöhung wäre allerdings vorstellbar, möglich und würde endlich die Arbeit Freiwilliger wertschätzen. Des Weiteren setzen sich seit langem diverse Freiwilligenvertretungen sowie Träger der Freiwilligendienste für ein Freiwilligenticket ein. Für eine Monatskarte Weimar-Erfurt beispielsweise bezahlt mensch allein schon 106,50 Euro und damit ein Drittel des gesamten Taschengeldes: um zu arbeiten! Die immens hohen ÖPNV Kosten sind gerade für Freiwillige unzumutbar. Das wohlgemerkt bereits im Haushalt 2020 eingeplant Freiwilligenticket muss hier endlich für Entlastung sorgen!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:21:36 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>I1NEU: I1 Polizeikritik is not a crime</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Polizeikritik_is_not_a_crime-28772</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Polizeikritik_is_not_a_crime-28772</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landeskonferenz der Jusos möge beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen positionieren sich einer Stärkung von Polizei und Sicherheitsapparat gegenüber grundsätzlich kritisch. Wir erkennen an, dass die Kehrseite eines subjektiven Sicherheitsgefühls, das Teilen der Bevölkerung z.B. durch verstärkte Polizeipräsenz an öffentlichen Orten vermittelt wird, die Überwachung und erhöhte Gefahr von Repressionen gegen andere Bevölkerungsteile ist.<a href="#_ftn1">[1]</a>Wir sehen im Recht auf individuelle Freiheit ein wichtiges Gut in der demokratischen Gesellschaft, welches nicht stärker als bisher von Polizei und Sicherheitsbehörden eingeschränkt werden soll.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir widersprechen deshalb einer weiteren Stärkung von Polizei und Sicherheitsapparat in Thüringen vehement. Wir unterstützen keinen Wahlkampf mit diesem Themenschwerpunkt für die kommende Landtagswahl!</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern einen kritischen Umgang mit Polizeigewalt und thematisieren diese öffentlich und innerparteilich.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir erachten es angesichts einer Häufung von rassistischen und rechtsextremistischen Vorfällen innerhalb der Polizei und Sicherheitsbehörden im gesamten Bundesgebiet als dringend notwendig, eine unabhängige wissenschaftliche Überprüfung derartiger Einstellungen innerhalb der genannten Institutionen in Thüringen durchzuführen. Auch wenn bisher vorwiegend andere Bundesländer die Schlagzeilen bestimmten, gibt es keine Anhaltspunkte dafür zu glauben, die Lage in Thüringen gestaltete sich davon signifikant verschieden. Wir betonen, dass vor der Veröffentlichung einer unabhängigen Studie zu diesem Thema keine generalisierenden Aussagen über das Ausmaß rassistischer Einstellungen in den genannten Institutionen getroffen werden können. Wir kritisieren deshalb bereits vor einer umfassenden Untersuchung getätigte vorschnelle Äußerungen wie diejenige, in der Polizei existiere kein strukturelles Rassismusproblem (vgl. Georg Maier im deutschlandfunk am 7. Oktober 2020).<a href="#_ftn2">[2]</a></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir unterstützen das Vorhaben von Georg Maier, unabhängig von der Entscheidung des Bundesinnenministers in den SPD-regierten Bundesländern Studien über Rassismus innerhalb der Polizei und den Sicherheitsbehörden durchzuführen.<a href="#_ftn3">[3]</a>Wir begleiten den Prozess rund um die Studie, die in diesem Rahmen in Thüringen entsteht, kritisch und fordern mit Nachdruck die politische Unabhängigkeit der untersuchenden Institution sowie deren Eignung in Hinblick auf wissenschaftliche Kriterien ein.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Wir fordern die SPD darüber hinaus dazu auf, den Forderungen verschiedener zivilgesellschaftlicher und politischer Akteur*innen nach einer Studie über Rassismus und andere menschenverachtende Einstellungen innerhalb der Polizei und Sicherheitsbehörden für das gesamte Bundesgebiet innerhalb der Regierungskoalition Nachdruck zu verleihen. Sowohl die Zahlen als auch die lokale Verteilung der Fälle zeigen deutlich die weitreichenden Dimensionen des Problems.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[1]Betroffen sind von polizeilicher Repression häufig Menschen nicht-weißer Hautfarbe sowie wenig privilegierte gesellschaftliche Gruppen. Den Zusammenhang zwischen beiden Faktoren halten wir für relevant.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[2]<a href="https://www.deutschlandfunk.de/rechtsextremismus-bei-der-polizei-maier-spd-in-thueringen.694.de.html?dram:article_id=485358">https://www.deutschlandfunk.de/rechtsextremismus-bei-der-polizei-maier-spd-in-thueringen.694.de.html?dram:article_id=485358</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[3]<a href="https://www.vorwaerts.de/artikel/studie-polizei-rassismus-spd-innenminister-planen-alleingang">https://www.vorwaerts.de/artikel/studie-polizei-rassismus-spd-innenminister-planen-alleingang</a></p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Noch nicht einmal zehn Jahre ist es nun her, dass mit der schrittweisen und bis heute unvollständigen Aufklärung des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) ein umfassendes Versagen deutscher Sicherheitsbehörden (nicht zuletzt in Thüringen) in Bezug auf den Umgang mit rechten Gewalttaten deutlich wurde. Unser Vertrauen in Behörden, die anstatt in Richtung rechtsextremer Tatmotive zu ermitteln, jahrelang nicht zuletzt aufgrund kultureller Vorurteile das familiäre Umfeld der Mordopfer in den Blick nahmen, ist bis heute nachhaltig erschüttert. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass der Rassismus, der damals das Handeln der Behörden implizit bestimmte, heute nicht mehr existiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Im Gegenteil: In den vergangenen Tagen offenbarte sich überall im Bundesgebiet, dass die Mär der „Einzelfälle“ rassistischer und rechtsextremer Einstellungen innerhalb der Polizei nicht zu halten ist. Bundesinnenminister Horst Seehofer weigert sich zwar bisher noch immer, eine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung zu dem Thema zuzulassen und speist die Öffentlichkeit mit einem sogenannten „Lagebericht“ ab, der jedoch selbst Kind des Geistes des Verfassungsschutzes ist. Links der CDU/CSU leugnet niemand mehr, dass es hinsichtlich einer Untersuchung der Situation doch „Handlungsbedarf“ (Georg Maier) gibt. Die Kritik der politischen Vertreter*innen mit Regierungsbeteiligung an den Sicherheitsbehörden und der Polizei hält sich jedoch weiterhin in engen Grenzen, deren Plausibilität dringend angezweifelt werden muss. So behauptet auch der Thüringer Innenminister Georg Maier pauschal, es gäbe kein strukturelles Rassismusproblem in den Behörden. Das Ergebnis einer Untersuchung bereits zu antizipieren, bevor auch nur ein*e Soziolog*in mit einem Fragebogen ein Polizeirevier betreten hat, ist jedoch schlichtweg zu voreilig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch in Bezug auf andere Formen von Diskriminierung scheint uns Kritik an Polizei und Sicherheitsbehörden berechtigt. Dass im Juli diesen Jahres zwei Polizisten der Polizei Gotha vom Erfurter Landgericht wegen schwerem sexuellen Missbrauch einer Frau im Dienst zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt wurden<a href="#_ftn1">[1]</a>, stärkt nicht gerade unser Vertrauen in eine Institution, die noch immer überwiegend patriarchal geprägt ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Immer wieder machen Polizit*innen auch durch Corpsgeist und Gewalt von sich Reden! Im Grunde erscheint es angesichts dessen bereits als eine Sensation, dass strafrechtlich relevantes Verhalten von Beamten im Dienst in diesem Fall überhaupt zur Anzeige und sogar zur Verurteilung kam. Zivilgesellschaftliche Gruppen und Initiativen, die solche Fälle öffentlich thematisieren, leisten einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Opfer.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als Sozialist*innen ist es für uns zudem ein elementares Recht innerhalb der demokratischen Gesellschaft unsere Kritik und unseren Unmut auf die Straße und damit in den öffentlichen Raum zu tragen. Eine Stärkung der Polizei, die auf Demonstrationen linker Aktivist*innen immer wieder durch unverhältnismäßige Gewalt auffällt, kann deshalb für uns kein Ziel sein! Auch lassen Vorfälle wie der Fund einer rechten Zeitschrift in einem Polizeiwagen in Jena 2016<a href="#_ftn2">[2]</a>den Verdacht gerechtfertigt erscheinen, dass Teile der Polizei eher Rechtsextremist*innen nahestehen. Zu glauben, politische Einstellungen der Beamt*innen verblieben dabei allein im Privatbereich, wäre naiv! Von einer politischen Neutralität der Polizei im Umgang mit linken Demonstrant*innen kann keine Rede sein!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch unter sozialdemokratischer Führung stellt eine Stärkung der Polizeibehörden ein großes Risiko dar: Ändern sich die politischen Kräfteverhältnisse im Land, profitieren unter Umständen weiter rechtsstehende politische Akteur*innen von einer Stärkung des Sicherheitsapparates, der dann zur Verfolgung linker Opposition dienen kann.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[1]<a href="https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt/urteil-polizisten-prozess-100.html">https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt/urteil-polizisten-prozess-100.html</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[2]<a href="https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-03/jena-polizei-compact-polizeiauto-afd-demo-fehlende-politische-neutralitaet">https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-03/jena-polizei-compact-polizeiauto-afd-demo-fehlende-politische-neutralitaet</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:21:03 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>G1NEU: G1 Memorandum: Das Krankenkassensystem endlich solidarisch gestalten – Wann kommt die Bürger*innenversicherung?!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Memorandum_Das_Krankenkassensystem_endlich_solidarisch_gestalten__Wa-549</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Memorandum_Das_Krankenkassensystem_endlich_solidarisch_gestalten__Wa-549</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur Weiterleitung an den SPD-Landesparteitag und den SPD-Bundesparteitag</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Noch immer ist das Krankenkassensystem durch seine Dualität von gesetzlicher- (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) geprägt von großen Gerechtigkeitsdefiziten und Fehlanreizen, zu deren Behebung wir endlich eine erneute Debatte um die inhaltliche Ausgestaltung einer Bürger*innenversicherung und deren Einführung fordern. Die drei Stärksten Kritikpunkte sind nach wie vor:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1. der Wettbewerbsnachteil der GKV hinsichtlich der Versichertenstruktur und die Verletzung des allgemeinen Gerechtigkeitsgrundsatzes, indem sich gerade gut Verdienende aus der GKV ausklinken dürfen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2. die systematische Verweigerung der PKV, sich an der Finanzierung wesentlicher Elemente des Gesundheitssystems angemessen zu beteiligen, sodass diese Last (entgegen aller gegenteiligen Querfinanzierungsmythen) wesentlich von den Versicherten der GKV getragen wird</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3. die nicht hinnehmbare Verfehlung der Mindestanforderung an eine Krankenversicherung seitens der PKV, der Verantwortung für eine angemessene Gesundheitsversorgung für ihre Mitglieder nachzukommen, was eine steigende Anzahl von Menschen ohne Krankenversicherungsschutz belegt.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wahlkampfschlager 2017, danach in Vergessenheit geraten bzw. galant verschoben, weil es vielleicht doch ein zu heißes Eisen war? Nur so ist die stille Beerdigung des Projekts Bürger*innenversicherung zu erklären, die sicher einer der Punkte war, durch die es der SPD beim letzten Bundestagswahlkampf zumindest zeitweise gelungen ist, wieder Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit in Sachen Gerechtigkeit zu symbolisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir Jusos sollten am ursprünglichen Ziel festhalten und dürfen uns nicht damit vertrösten lassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Momentan wird zum Beispiel behauptet, dass die Bürger*innenversicherung ja schleichend käme, weil Beamt*innen sich in immer mehr Bundesländern (angefangen 2018 in Hamburg, seit 2020 auch Thüringen) auch in der GKV versichern lassen könnten. Dies löst aber das grundlegende Problem nicht, sogar eher im Gegenteil, wie folgende (notwendigerweise pauschalisierte) Überlegung verdeutlichen soll:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Eine*r Beamte*r steht vor der Entscheidung, welche Versicherung zu wählen ist. Für viele wird der gesetzliche Tarif teurer sein, auch wenn nun das Äquivalent des Arbeitgeber*innenanteils übernommen wird, da das Einkommen hoch ist. Diese Gruppe profitiert also weiterhin von den Tarifen der PKV und wird vermutlich weiterhin eher dort eine Versicherung anstreben. Die andere Gruppe sind diejenigen, bei denen der PKV-Beitrag höher wäre als der Höchstbeitrag der GKV. Das ist der Fall, wenn Vorerkrankungen oder Risiken bekannt sind, die hohe Behandlungskosten erwarten lassen. Für diese Gruppe ist es günstiger, sich in der GKV versichern zu lassen, zumal sie nun auch da die Hälfte von der Arbeitgeber*in bezahlt bekommen. Für diese Gruppe verbessert sich also wirklich etwas und das ist positiv. Aber diese Versicherten werden aber in der GKV vermutlich auch höhere Leistungen in Anspruch nehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es wird also nur einer der Wettbewerbsnachteile ausgeglichen, den die GKV momentan gegenüber der PKV hat, nämlich dass Beamt*innen sich prinzipiell aussuchen dürfen, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern. Was die Versichertenstruktur und damit Kostenerwartung angeht (gut Verdienende sind tendenziell gesünder), ändert sich also nichts für die GKV, eher ist das Gegenteil der Fall.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Immer öfter kommt es zudem dazu, dass Betroffene in der PKV ihre Beiträge nicht mehr zahlen können und im sogenannten Notlagentarif landen. Dort werden nur noch lebensbedrohliche Erkrankungen oder akute Schmerzzustände behandelt. Diese werden für die Leistungserbringenden aber so schlecht vergütet, dass eine Behandlung eigentlich nur aus good will erfolgen kann, weil sie damit nicht mal ihre Betriebskosten finanzieren können. Das heißt de facto, dass die Betroffenen keine Krankenversicherung mehr haben und selbst Termine bei akuten Beschwerden schwer zu bekommen sind. Vorsorgemaßnahmen werden gar nicht mehr erstattet, was potenziell höhere Langzeitkosten verursacht und die Lebensqualität oder sogar Lebensdauer der Betroffenen damit negativ beeinflusst. Diese Problem wird immer immenser: Während es 2015 ca. 80.000 Menschen ohne Krankenversicherung gab, sind es 2020 schon 143.000 (und damit sind diejenigen, die sich im schlechten Basistarif befinden noch gar nicht mitgerechnet).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das darf nicht sein und wir fordern dringend, dass das Problem behandelt wird!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Hierbei besteht aus unserer Sicht übrigens die langfristige Lösung auch nicht darin, einen Notfonds für die Betroffenen einzurichten. Dies wird kurz- bis mittelfristig von der SPD zu Recht gefordert, darf aber auf keinen Fall dafür sorgen, dass das Problem nicht strukturell angegangen wird. So ein Fonds heißt nämlich nichts anderes, dass wieder die Solidargemeinschaft die Kosten abfangen muss und damit, die über Jahre hinweg solidarisch Beiträge gezahlt haben. Natürlich muss den Betroffenen jetzt geholfen werden (auch wenn sie gegenüber den Versicherten der GKV oft jahrelang von niedrigen Beiträgen profitiert haben) aber vor allem müssen wir das Anreizsystem ändern. Den Menschen darf nicht länger von der PKV versprochen werden, dass das deren Finanzierungssystem aufgehen würde (auch wenn sicherlich irgendwo im Kleingdruckten steht, dass das nicht garantiert ist). Das Anreizsystem für die Menschen ist falsch und dieses endlich zu beschränken hat nichts mit Freiheitsbeschränkungen zu tun, wie oft behauptet wird, sondern schützt sie davor, perspektivisch in finanzielle oder gesundheitliche Notlagen zu geraten und unser Solidarsystem davor, entweder steigende Kosten nicht tragen zu können bzw. der GKV-Gemeinschaft in unfairer Weise aufzubürden oder Betroffene ins offene Messer laufen zu lassen. Dies ist eine Wahl zwischen Pest und Cholera und muss sich endlich ändern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir fordern, endlich das System der Bürgerversicherung komplett einzuführen und keine Lückenstopferei zu betreiben, die das Kernprinzipien von Gerechtigkeit verstanden als Solidarität unangetastet lässt und Menschen zunehmend in Notlagen treibt!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein Gutes hat die Sache vielleicht: Bei einem neuen Anlauf kann die Bürger*innenversicherung gleich in gegenderter Form gefordert werden. 😉</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:20:12 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>F7NEU2: F7 Doppelt auf den Punkt gebracht - genderneutrale Sprache barrierefrei machen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Doppelt_auf_den_Punkt_gebracht_-_genderneutrale_Sprache_barrierefrei_m-62217</link>
                        <author>Landeskonferenz Jusos Thüringen</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/Doppelt_auf_den_Punkt_gebracht_-_genderneutrale_Sprache_barrierefrei_m-62217</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer nur von „Frauen“ und „Männern“ spricht, übergeht die Tatsache, dass es auch Menschen außerhalb der Geschlechterbinarität gibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die bisher gewählte Form mit einem Gendersternchen ist nicht barrierefrei, da sie durch Sprachprogramme nicht erkannt wird. Stattdessen wird das Gendersternchen laut mit „Sternchen“ vorgelesen und unterbricht so den Lesefluss für Menschen mit Sehbehinderung, die auf diese Programme angewiesen sind. Dieses Problem kann ohne weitere Umstände umgangen werden, indem der Doppelpunkt angewendet wird. An diesen Stellen pausieren die Sprachprogramme kurz und der gleiche Höreindruck wie beim mündlichen non-binären Gendern wird geweckt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir haben das Selbstverständnis, eine inklusive und barrierefreie Sprache zu verwenden. Um das Ziel einer Gleichbehandlung aller in der geschriebenen Sprache zu erzielen, wird in Zukunft eine non-binäre Genderweise mit dem Doppelpunkt gewählt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Außerdem wird auf eine binäre Zuordnung (binär: eine rein auf das weibliche und männliche Geschlecht bezogene Einteilung), wie bei „Frauen“ oder „Männer“ wann immer möglich verzichtet, egal ob mit angehangenem Sternchen oder nicht. Eine klar formulierte Ansprache der adressierten Personen, wie z.B. menstruierende Menschen, ist vorzuziehen. Notfalls sind mögliche Alternativen, wie der reine Verzicht auf den Bezug des Geschlechts oder Zusätze wie „weiblich gelesen“ oder „männlich gelesen“ anzuwenden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist es wichtig, dass wir alle Menschen – unabhängig ihrer geschlechtlichen Identität, sexueller Orientierung, sozialer und ethnischer Herkunft, Alter sowie körperlicher und geistiger Einschränkung – gleichermaßen ansprechen und entsprechend nach außen vertreten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Beispiel: Schüler*in wird zu Schüler:in</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:19:29 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>F7NEU: Doppelt auf den Punkt gebracht - genderneutrale Sprache barrierefrei machen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/137</link>
                        <author></author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/lako20/motion/137</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wer nur von „Frauen“ und „Männern“ spricht, übergeht die Tatsache, dass es auch Menschen außerhalb der Geschlechterbinarität gibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die bisher gewählte Form mit einem Gendersternchen ist nicht barrierefrei, da sie durch Sprachprogramme nicht erkannt wird. Stattdessen wird das Gendersternchen laut mit „Sternchen“ vorgelesen und unterbricht so den Lesefluss für Menschen mit Sehbehinderung, die auf diese Programme angewiesen sind. Dieses Problem kann ohne weitere Umstände umgangen werden, indem der Doppelpunkt angewendet wird. An diesen Stellen pausieren die Sprachprogramme kurz und der gleiche Höreindruck wie beim mündlichen non-binären Gendern wird geweckt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir haben das Selbstverständnis, eine inklusive und barrierefreie Sprache zu verwenden. Um das Ziel einer Gleichbehandlung aller in der geschriebenen Sprache zu erzielen, wird in Zukunft eine non-binäre Genderweise mit dem Doppelpunkt gewählt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Außerdem wird auf eine binäre Zuordnung (binär: eine rein auf das weibliche und männliche Geschlecht bezogene Einteilung), wie bei „Frauen“ oder „Männer“ wann immer möglich verzichtet, egal ob mit angehangenem Sternchen oder nicht. Eine klar formulierte Ansprache der adressierten Personen, wie z.B. menstruierende Menschen, ist vorzuziehen. Notfalls sind mögliche Alternativen, wie der reine Verzicht auf den Bezug des Geschlechts oder Zusätze wie „weiblich gelesen“ oder „männlich gelesen“ anzuwenden.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Uns ist es wichtig, dass wir alle Menschen – unabhängig ihrer geschlechtlichen Identität, sexueller Orientierung, sozialer und ethnischer Herkunft, Alter sowie körperlicher und geistiger Einschränkung – gleichermaßen ansprechen und entsprechend nach außen vertreten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Beispiel: Schüler*in wird zu Schüler:in</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 16:18:36 +0000</pubDate>
                    </item></channel></rss>