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            <title>Landesausschuss 2025: Anträge</title>
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                <title>Landesausschuss 2025: Anträge</title>
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                        <title>B7: Tim Model</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/Tim-Model-30409</link>
                        <author>Tim Model (KV Weimar/ Weimarer Land)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/la25/Tim-Model-30409/embeddedpdf?file=%2Fla25%2FTim-Model-30409%2Fviewpdf%3FsectionId%3D118"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 22:00:19 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K4: Nachrichtenwüsten verhindern – Lokaljournalismus retten!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/nachrichtenwusten-verhindern-lokaljournalismus-retten-31966</link>
                        <author>Jusos Nordhausen (dort beschlossen am: 18.09.2025)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Thüringen ist besonders bedroht von „Nachrichtenwüsten“</strong>:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die mediale Landschaft ist stark ausgedünnt – in vielen Landkreisen existiert nur noch eine Tageszeitung.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Redaktionen wurden geschlossen, Lokalteile zusammengestrichen, Ressourcen für echte Recherche fehlen mittlerweile.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>In manchen Regionen sind journalistisch aufbereitete Tageszeitungen durch kostenfreie Anzeigenblätter ersetzt worden – ein Einfallstor für rechte Propaganda im pseudojournalistischen Gewand, das ungehindert Tausende Briefkästen erreicht.</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass Journalismus bislang v.a. nach marktwirtschaftlichen Prinzipien funktioniert – mit zunehmender Monopolisierung und Konzentration auf wenige Verlage. Für ein kleingliedriges, schrumpfendes Bundesland wie Thüringen ist das fatal. Wenn vor Ort nicht mehr berichtet wird, sinkt nachgewiesen das Vertrauen in demokratische Institutionen und die Polarisierung nimmt zu.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Unser Ziel muss eine informierte Öffentlichkeit in allen Regionen Thüringens sein.</strong> Wir wollen aber <strong>keinen Staatsjournalismus</strong>, sondern eine <strong>freie, unabhängige Presse</strong>, die auch von den Zwängen des reinen Marktes entkoppelt wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Daher fordern wir:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>einen Thüringer Fonds für Lokaljournalismus:</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Fonds, gespeist aus Landesmitteln und ggf. privatem Stiftungskapital, der nach klaren, transparenten Kriterien fördert und unabhängig von staatlicher Einflussnahme lokale Berichterstattung unterstützt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Stärkere regionale Präsenz des MDR: </strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ausbau der Aktivitäten des Mitteldeutschen Rundfunks auf lokaler Ebene, um insbesondere ländliche Regionen besser abzudecken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Förderung von Stiftungen, Genossenschaften und Bürger:innenredaktionen:</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Rechtliche und finanzielle Unterstützung, damit neue, unabhängige Redaktionsmodelle entstehen und/oder bestehende Redaktionen gesichert werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Gemeinnützigkeit und Steuererleichterungen:</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vereinfachte Anerkennung der Gemeinnützigkeit für journalistische Projekte und Befreiung von der Mehrwertsteuer für lokalen Journalismus, um finanzielle Spielräume zu schaffen.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Lokaler und regionaler Journalismus ist weit mehr als ein reines Informationsangebot über das tägliche Leben vor Ort. In seinem Idealbild ist er ein <strong>Grundpfeiler unserer Demokratie und Gesellschaft</strong>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Transparenz und Teilhabe:</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Er ermöglicht eine nachvollziehbare Berichterstattung über politische Entscheidungen in Kreistagen, Stadträten und Gemeinderäten. Erst durch diese Informationen können Menschen ihre Rechte wahrnehmen, sich einbringen und politisch mitgestalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Relevanz und Nähe:</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Er bricht große Metathemen und überregionale Debatten auf die lokale Ebene herunter und holt Menschen in ihrem Alltag ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Schutz vor Desinformation:</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Lokale Redaktionen wirken Falschmeldungen und gezielter Desinformation entgegen. Sie ordnen Ereignisse ein, liefern verlässliche Informationen und sind damit ein demokratisches Gegengewicht zu Hetze und Verschwörungserzählungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><ul><li><strong>Stärkung von Gemeinschaft und Kultur:</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Er macht Ehrenamt, Vereine, Zivilgesellschaft und Kultur sichtbar. Damit bringt er Menschen zusammen, fördert den sozialen Zusammenhalt und verhindert Vereinsamung.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 21:38:21 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>K2: Kultur, die bleibt</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/kultur-die-bleibt-4334</link>
                        <author>Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 18.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/kultur-die-bleibt-4334</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Langfristige Sicherung gemeinnütziger Kulturräume in Thüringen</strong><br>
Kulturorte sind öffentliche Infrastruktur – sie geben Kindern und Jugendlichen<br>
Raum, verbinden Generationen, holen Menschen aus der Einsamkeit und halten<br>
Dörfer wie Städte lebendig. Gerade in Thüringen mit viel ländlichem Raum und<br>
älter werdender Bevölkerung brauchen diese Orte Planbarkeit und bezahlbare<br>
Räume, sonst verschwinden sie. Mit drei einfachen, klaren Schritten sichern wir<br>
Kultur für Jahrzehnte: laufende Kosten deckeln, leerstehende öffentliche Gebäude<br>
nutzen und kleine, schlanke Investitionen fördern, die Kosten dauerhaft senken.<br>
Die Jusos Thüringen fordern die SPD Thüringen und die SPD-Landtagsfraktion<br>
Thüringen auf,<br>
● ein Landesprogramm „KulturRaum Thüringen“ einzurichten, das Warmmiete,<br>
Nebenkosten und Energie für gemeinnützige Kulturräume bis zu einem sozial<br>
verträglichen Kostendeckel bezuschusst und diese Unterstützung dauerhaft über<br>
den kommunalen Finanzausgleich absichert – damit Vereine und Träger verlässlich<br>
planen können.<br>
● leerstehende Gebäude von Land und Kommunen (z. B. frühere Schulen, Büros,<br>
Ladenflächen) vorrangig und langfristig an gemeinnützige Kulturträger zu<br>
gedeckelten Konditionen zu vergeben – mit einfachen Standardverträgen und kurzen<br>
Wegen, damit Räume nicht leer stehen, sondern Ort für Chorprobe, Jugendtreff,<br>
Theater, Senior*innen-Café werden.<br>
● einen Investitionsfonds aufzulegen, der kurz und verständlich<br>
beantragbar ist und dauerhaft Kosten senkt (z. B. Schallschutz, Dämmung,<br>
effiziente Heizung/Lüftung): Das schont den Geldbeutel, die Umwelt und die<br>
Nachbarschaft – besonders wichtig in gemischten Wohnlagen und kleinen Orten.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[Dieser Antrag wurde mit der Unterstützung von ChatGPT formuliert]</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Warum Kultur Räume braucht.</strong> Kultur ist nicht „nice to have“. Ein Proberaum hält eine Band zusammen, ein Atelier öffnet Türen für junge Talente, ein soziokulturelles Zentrum wird Treffpunkt für Vereine, Geflüchtete, Senior*innen und Familien. In vielen Thüringer Orten ist der Kulturraum der Platz, an dem man Menschen trifft, Ideen entstehen, Ehrenamt wächst und Demokratie gelebt wird. Ohne bezahlbare Räume bricht das weg – zuerst im ländlichen Raum, weil dort Alternativen fehlen.<br><strong>Das Problem heute.</strong> Mieten, Energie und Nebenkosten sind gestiegen; Projektgelder bezahlen oft das Programm, nicht die Fixkosten. Viele Träger sind gemeinnützig und ehrenamtlich; sie haben keine Reserven und keine Planbarkeit. Leerstand gibt es zwar – aber der Weg dorthin ist oft bürokratisch und teuer. So gehen Räume verloren, Jahre an Aufbauarbeit verschwinden, und ganze Orte werden ärmer an Begegnung.<br><strong>Warum diese drei Schritte wirken.</strong><br>
1. Kostendeckel + Zuschuss: Eine klare Obergrenze für Grundkosten macht Budgets stabil. Vereine und Träger wissen: „So viel ist bezahlbar, den Rest gleicht das Land aus.“ Das verhindert Notrettungen und schafft Planungssicherheit über Jahre.<br>
2. Öffentlicher Leerstand zuerst: Gebäude, die ohnehin leer stehen, werden sinnvoll genutzt – zu Konditionen, die Kultur tragen kann. Ein einfacher Standardvertrag spart Nerven auf beiden Seiten.<br>
3. Investitionen, die dauerhaft sparen: Einmal Geld in Schallschutz oder Effizienz gesteckt, sinken die laufenden Kosten. Das hilft Klima und Kasse – und beruhigt Nachbarschaften.<br><strong>Fair und verantwortungsvoll. </strong>Gefördert werden gemeinnützige Träger mit öffentlich zugänglichem Programm. Ein angemessener Eigenanteil bleibt nötig, aber so, dass Ehrenamt nicht daran zerbricht. Der Antrag verlangt keine Bürokratieberge: kurze Anträge, einfache Nachweise, regelmäßige, aber schlanke Überprüfung. Für den ländlichen Raum gilt: flexible Nutzung (Mehrzweckräume, geteilte Flächen, mobile Formate) und, wo nötig, Unterstützung für Weg- und Transportkosten.<br><strong>Langfristige Perspektive.</strong> Die Deckel werden jährlich indexiert, der Ansatz wird regelmäßig (z. B. alle fünf Jahre) überprüft und nachgeschärft. So bleibt Kultur in Thüringen bezahlbar, verlässlich und nah – heute und in zwanzig Jahren.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 18:45:00 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>S6: Gleichstellung von BOS-ähnlichen Bereitschaftsdiensten im Einsatzfall</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/gleichstellung-von-bos-ahnlichen-bereitschaftsdiensten-im-einsatzfall-47384</link>
                        <author>Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 18.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/gleichstellung-von-bos-ahnlichen-bereitschaftsdiensten-im-einsatzfall-47384</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landeskonferenz der Jusos Thüringen möge beschließen:<br>
Wir fordern, dass Fahrten von BOS-ähnlichen Bereitschaftsdiensten im Einsatzfall rechtlich den Fahrten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im Falle der Abwendung unmittelbarer Gefahr bzw. zur Verminderung der Auswirkungen von Ereignissen mit katastrophalem Ausmaß gleichgestellt werden, einschließlich der Berechtigung zur Nutzung von Sondersignal und Wegerecht.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) – darunter Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, das Technische Hilfswerk sowie Katastrophenschutzorganisationen – sind ein zentraler Bestandteil der Gefahrenabwehr und öffentlichen Sicherheit. Sie sichern im Notfall Menschenleben, schützen Sachwerte und sorgen für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. Um diese Aufgaben effektiv zu erfüllen, gewährt ihnen die Straßenverkehrsordnung Sonderrechte, einschließlich der Nutzung von Sondersignal und Wegerecht, um schnell und sicher zum Einsatzort zu gelangen.<br>
BOS-ähnliche Bereitschaftsdienste sind Organisationen oder Dienste, die im Einsatzfall Aufgaben mit vergleichbarer Dringlichkeit und Verantwortung wie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wahrnehmen und kurzfristig Gefahren abwenden oder kritische Infrastruktur sichern.<br>
BOS-ähnliche Bereitschaftsdienste übernehmen im Bereitschaftsfall Aufgaben, die in ihrer Dringlichkeit und Verantwortung den Tätigkeiten der BOS entsprechen. Dazu zählen beispielsweise technische Hilfsdienste, kritische Infrastrukturbetreiber oder bestimmte Notfalldienste, die bei Ausfällen oder Störungen kurzfristig reagieren müssen. Für die Wahrnehmung dieser Aufgaben ist eine rechtliche Gleichstellung mit BOS-Fahrten erforderlich, damit auch sie im Ernstfall ohne Zeitverlust und rechtssicher handeln können.<br>
Bisher ist es so, dass diese Fahrten, sofern sie der Abwendung von Gefahren bzw. zur Verminderung der Auswirkungen von Ereignissen mit katastrophalem Ausmaß dienen, kein Sonderrecht genießen, auch wenn das Fahrzeug mit einer entsprechenden Anlage zur Darstellung von Blaulicht und sogenanntem Martinshorn ausgestattet ist. Ferner gilt für diese Fahrten bzw. für den im Bereitschaftsfall alarmierte Person der rechtfertigende Notstand.<br>
Dies führt jedoch in der Praxis zu Unsicherheiten und Verzögerungen: Bereitschaftspersonal muss im Straßenverkehr auf das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen, obwohl ein schnelles Eingreifen entscheidend<br>
sein kann. Solche Verzögerungen können die Abwehr von Gefahren verzögern, Menschenleben gefährden und Schäden an kritischer Infrastruktur erhöhen.<br>
Darüber hinaus sorgt die fehlende rechtliche Gleichstellung dafür, dass Einsatzkräfte von BOS-ähnlichen Diensten sich im Ernstfall in einer Grauzone bewegen, in der sie zwar moralisch und faktisch verpflichtet sind, schnell zu handeln, rechtlich jedoch potenziellen Risiken ausgesetzt sind. Dies kann abschreckend wirken und den Einsatzwillen mindern.<br>
Die Gleichstellung mit BOS-Fahrten schafft klare rechtliche Rahmenbedingungen: Sie ermöglicht es den Einsatzkräften, im Ernstfall schnell und rechtssicher zu reagieren, erhöht die Effizienz der Gefahrenabwehr und trägt zur Sicherheit der Bevölkerung bei. Gleichzeitig werden Verantwortlichkeiten und Haftungsfragen transparent geregelt, was sowohl für die Einsatzkräfte als auch für die Aufsichtsbehörden von Bedeutung ist.<br>
Nicht zuletzt signalisiert eine solche Gleichstellung auch die gesellschaftliche Anerkennung der wichtigen Arbeit von BOS-ähnlichen Bereitschaftsdiensten. Sie würdigt den hohen Grad an Verantwortung, den diese Personen übernehmen, und stärkt die Motivation, sich auch unter schwierigen Bedingungen für die öffentliche Sicherheit einzusetzen.<br>
Aus diesen Gründen ist es erforderlich, BOS-ähnliche Bereitschaftsdienste im Einsatzfall rechtlich gleichzustellen und ihnen die Nutzung von Sondersignal und Wegerecht zu ermöglichen. Dies stellt sicher, dass sie ihrer Verantwortung effektiv, sicher und rechtlich abgesichert nachkommen können.<br><span class="underline">Motivation dieses Antrages:</span><br>
Der Initiator dieses Antrages nimmt unter Umständen im Rahmen seiner Erwerbstätigkeit an der Bereitschaft des Notfallmanagements der DB InfraGO AG teil. Gemäß § 4 Absatz 3 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) ist die DB InfraGO AG als Infrastrukturunternehmen verpflichtet, die Sicherheit des Bahnbetriebs und der kritischen Infrastruktur zu gewährleisten. Dies schließt insbesondere die kurzfristige Abwehr von Gefahren, die Sicherstellung der Betriebsabläufe und die Minimierung von Schäden bei Störungen oder Ausfällen ein.<br>
Neben der DB InfraGO AG gibt es zahlreiche weitere Organisationen und Tätigkeiten, die Aufgaben von vergleichbarer Dringlichkeit und Verantwortung wahrnehmen. Dazu zählen beispielsweise Betriebsaufsichten von Verkehrsunternehmen, Werksaufsichten, Betreiber kritischer Infrastruktur sowie andere Notfalldienste, die bei Ausfällen oder Störungen schnell reagieren müssen. Auch diese Personen übernehmen im Einsatzfall Verantwortung für die Sicherheit von Menschen, Sachwerten oder der Infrastruktur und müssen kurzfristig handeln können.<br>
Für alle diese BOS-ähnlichen Bereitschaftsdienste ist eine rechtliche Gleichstellung mit den Fahrten von BOS von entscheidender Bedeutung. Sie schafft Klarheit über Rechte und Pflichten, minimiert Haftungsrisiken und ermöglicht ein schnelles, sicheres und rechtlich abgesichertes Handeln im Ernstfall. Gleichzeitig würdigt sie die<br>
gesellschaftlich relevante Arbeit dieser Dienste und stärkt deren Motivation, im Sinne der öffentlichen Sicherheit zu handeln.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 18:43:36 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>C3: Jede:r fängt klein an</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/jede-r-fangt-klein-an-59429</link>
                        <author>Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 18.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/jede-r-fangt-klein-an-59429</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Thüringen soll Land, Kommunen und kommunale Betriebe verpflichten, geeignete Leistungen handlich zu zuschneiden und regelmäßig als Einstiegsaufträge anzubieten. Gemeint sind Arbeiten, die sich gut abgrenzen und bei Bedarf zügig ersetzen lassen: zum Beispiel die Pflege eines Teilbereichs einer Grünfläche für einige Wochen, das Ausbessern kleiner Schäden im Schulflur, das Aufsetzen einer begrenzten Zahl von Endgeräten, ein kleines Catering für eine städtische Veranstaltung oder das Aktualisieren einzelner Seiten einer Vereins- oder Amtswebsite. Vor der Vergabe wird kurz und klar geprüft, ob der neue Betrieb die Aufgabe leisten kann; dafür reichen eine Basis-Haftpflicht und eine kleine Probeleistung oder Referenz. Für jeden Einstiegsauftrag gelten eindeutige Abnahmeregeln, und es wird vorsorglich ein zweiter Anbieter hinterlegt, der im Notfall kurzfristig übernehmen kann. Die Teilnahme wird so niedrigschwellig wie möglich gestaltet: eine knappe Online-Registrierung, ein Mustervertrag mit wenigen Seiten und eine regelmäßige Sprechstunde zur Teilnahme an diesen Vergaben. Die Rechnung wird zügig beglichen, damit junge Betriebe nicht an Liquidität scheitern. Das Land wertet die Erfahrungen jährlich aus (Anzahl neuer Betriebe, Erfüllungsquote, nötige Nachsteuerungen) und passt den Rahmen an.<br>
Die Jusos Thüringen fordern die SPD Thüringen und die SPD-Landtagsfraktion Thüringen auf, die öffentliche Auftragsvergabe so auszugestalten, dass „Einstiegsaufträge“ für neue, kleine Betriebe in Thüringen möglich werden: kleine, klar beschreibbare und risikoarme Arbeiten, die jungen Unternehmen ihren ersten verlässlichen Auftrag verschaffen, ohne die Qualität öffentlicher Leistungen zu gefährden. Dazu gehören ein einfacher Zugang, kurze Prüfung der Grundvoraussetzungen, klare Abnahme und schnelle Zahlung. Sicherheits-, fristen- oder versorgungskritische Aufgaben bleiben weiterhin bei erfahrenen Firmen.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[Dieser Antrag wurde mit der Unterstützung von ChatGPT formuliert]</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In vielen Städten, Gemeinden und Ortsteilen fallen regelmäßig kleinere, aber wichtige Alltagsarbeiten an: ein Beetstreifen muss hergerichtet werden, ein Teilabschnitt eines Radwegs braucht Markierungen, zehn Laptops an einer Schule müssen aufgesetzt werden, die Bühne fürs Dorffest muss geliefert und aufgebaut werden, ein Flyer für das Stadtteilfest soll gesetzt und gedruckt werden. Solche Aufgaben sind häufig zu klein für große Anbieter und für neue Betriebe genau das Richtige, um Praxis, Referenz und Umsatz zu sammeln. Gleichzeitig erleben viele Gründer:innen den Einstieg als Hürde: Die Verfahren wirken kompliziert, der erste Kunde fehlt, das Risiko, sich zu übernehmen, schreckt ab. Hier kann die öffentliche Hand ohne zusätzliche Subventionen helfen – indem sie Arbeiten, die ohnehin anfallen, kleiner und zugänglicher macht.<br><strong>Wie das konkret ablaufen könnte:</strong> Eine Kommune plant am Jahresanfang, welche wiederkehrenden Kleinarbeiten sich eignen, und schneidet größere Vorhaben in überschaubare Teile. Diese Einstiegsaufträge werden auf der kommunalen Website und in einem landesweiten Portal sichtbar gemacht. Interessierte Neugewerbe füllen eine Ein-Seiten-Registrierung aus, laden die Versicherungsbestätigung hoch und erledigen – falls noch keine Referenz vorhanden ist – eine kleine Probeleistung (zum Beispiel ein kurzer Testauftrag oder ein Musterstück). Bekommt ein neuer Betrieb den Zuschlag, erhält er einen klaren Auftrag mit präziser Leistungsbeschreibung, einem Abnahmetermin und einem Zahlungsziel, das tatsächlich eingehalten wird. Falls etwas hakt, ist im selben Vertrag bereits ein Ersatzbetrieb als Sicherheitsnetz vorgesehen. Wer zuverlässig liefert, kann beim nächsten Mal ein Stück größer einsteigen; wer noch Erfahrung braucht, bleibt zunächst bei kleineren Paketen. So entsteht ein sicherer Lern- und Wachstumspfad.<br><strong>Beispiele:</strong><br>
● In einem Ortsteil übernimmt ein frisch gegründeter Garten- und Landschaftsbaubetrieb für acht Wochen die Pflege eines Spielplatz-Teilbereichs. Die Aufgaben sind klar: wöchentliche Pflege, Randnachschnitt, Müllaufnahme. Der Bauhof kontrolliert die Leistung am Freitag; die Abnahme erfolgt schriftlich, die Zahlung geht innerhalb von zwei Wochen raus. Parallel ist ein zweiter kleiner Betrieb im Vertrag hinterlegt, der bei Ausfall einspringt.<br>
● Eine junge IT-Einzelunternehmerin richtet zwanzig Geräte an einer Schule ein. Die Kommune stellt eine Checkliste bereit (Nutzerkonto, Standard-Software, Funktionstest). Am Ende der Woche prüft die Schulleitung mit der IT-Koordination die Funktionsliste; danach wird sofort gezahlt.<br>
● Ein Grafik-Duo gestaltet nur das Stadtteil-Plakat und die Startseite des Fest-Webauftritts. Das ist abgrenzbar, leicht prüfbar und notfalls kurzfristig ersetzbar, ohne das Fest zu gefährden.<br>
Diese Beispiele zeigen: Der Umfang bleibt klein, die Qualität ist messbar, das Risiko ist beherrschbar. Kritische Leistungen – Winterdienst, große Straßensanierungen, sicherheitsrelevante Reparaturen, fristgebundene Pflichtaufgaben – bleiben wie bisher bei erfahrenen Firmen.<br>
Etablierte Unternehmen behalten die anspruchsvollen, kritischen Projekte und profitieren weiterhin vom Großteil der Vergaben. Neue Betriebe bekommen dort eine Chance, wo der öffentliche Auftraggeber kaum Risiko trägt. Für die Verwaltung ist das kein Bürokratiemonster: Es werden vorhandene Instrumente genutzt (klare Leistungsbeschreibung, einfache Verträge, feste Abnahme), ergänzt um Transparenz und schnelle Zahlung. Im Ergebnis steigt die Anbieterzahl bei einfachen Leistungen, die lokale Wertschöpfung wächst, und es entsteht Mut zum Einstieg – gerade im ländlichen Raum, wo jeder neue Betrieb sichtbar ist und die Region stärkt.<br><strong>Zusammenfassung.</strong> Einstiegsaufträge schaffen Routine und Verlässlichkeit. Wer einmal korrekt geliefert und pünktlich Geld gesehen hat, bleibt dabei, investiert, stellt aus, bildet aus. So wachsen Schritt für Schritt solide, regionale Betriebe, die Tradition und Neues verbinden. Genau das braucht Thüringen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 18:42:15 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P5: Partei braucht Unabhängigkeit – Trennung von Regierungsamt und Parteiamt auf Landesebene</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/motion/867</link>
                        <author>Jusos Ilm-Kreis (dort beschlossen am: 18.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/motion/867</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Weiterleitung an: Landesparteitag der SPD Thüringen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landeskonferenz der Jusos Thüringen fordert den Landesparteitag der SPD Thüringen auf zu beschließen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zukünftig sollen Parteiämter auf Landesebene – insbesondere das Amt im Landesvorstand der SPD Thüringen – nicht mehr mit Regierungsämtern auf Landesebene (z. B. Minister:innen, Staatssekretär:innen, Mitglieder der Staatskanzlei) vereinbar sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Trennung soll sicherstellen, dass die Partei als eigenständiger politischer Akteur agieren kann, unabhängig von der tagespolitischen Logik der Landesregierung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine starke Regierung braucht eine starke Partei – aber diese Stärke entsteht nicht durch Verschmelzung, sondern durch gegenseitige Kontrolle, kritische Begleitung und eigenständige Ideen. Wer nur regiert, ohne sich politisch weiterzuentwickeln, verliert die Zukunft.<br>
Deshalb: Trennung von Amt und Mandat – für eine lebendige, handlungsfähige SPD!</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die SPD als Partei braucht eine eigenständige strategische Handlungsfähigkeit – insbesondere in Zeiten politischer Umbrüche, wachsender gesellschaftlicher Polarisierung und dem zunehmenden Druck durch rechte Kräfte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In der aktuellen Struktur vermischen sich Regierungs- und Parteiamt jedoch regelmäßig. Das führt dazu, dass parteipolitische Positionierungen häufig hinter der Rücksichtnahme auf Regierungsabläufe, Koalitionslogik und „Staatsräson“ zurückbleiben. Strategische Debatten, klare programmatische Ausrichtungen und die Entwicklung einer langfristigen politischen Vision kommen dadurch zu kurz.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Statt Impulsgeberin zu sein, läuft die Partei in solchen Konstellationen oft lediglich der Regierungsarbeit hinterher – und verliert damit an Profil, Glaubwürdigkeit und innerer Dynamik.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Gerade in einem Land wie Thüringen, in dem es keine stabile progressive Mehrheit gibt und Koalitionen oft auf wackeligen Kompromissen beruhen, braucht die SPD eine Partei, die unabhängig von Regierungsinteressen diskutiert, Positionen entwickelt und auch unbequeme Wahrheiten aussprechen kann – notfalls auch gegen die eigene Regierung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Trennung von Regierungsamt und Parteiamt ist deshalb nicht Ausdruck innerparteilicher Abgrenzung, sondern notwendige Voraussetzung für eine lern- und entwicklungsfähige Partei. Nur so kann die SPD langfristig glaubwürdig und wirksam sein – im Parlament, auf der Straße und in der Gesellschaft.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 18:29:17 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B6: Demokratie braucht Demokrat:innen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/demokratie-braucht-demokrat-innen-52732</link>
                        <author>Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 18.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/demokratie-braucht-demokrat-innen-52732</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Lebensnahe Alltags- und Beteiligungsbildung für Thüringens Schulen</strong><br>
Demokratie gelingt, wenn Menschen Alltag können und mitgestalten: Anträge stellen, Rechte und Pflichten verstehen, einfache Steuern und Verträge einordnen, Vertreter:innen adressieren, Petitionen und Anträge formulieren. Das kommt im Unterricht oft zu kurz und bleibt theoretisch. Wir wollen eine verbindliche, praxisnahe Alltags- &amp; Beteiligungsbildung in Thüringen – mit geschützter Zeit im Lehrplan, echten Übungsaufgaben und verlässlichen Partner:innen aus Verwaltung und Zivilgesellschaft.<br>
Die Jusos Thüringen fordern die SPD Thüringen und die SPD-Landtagsfraktion auf,<br>
● einen verbindlichen Zeitkorridor „Alltagsbildung &amp; Demokratiepraxis“ in den Lehrplänen festzuschreiben, damit grundlegende Alltags- und Beteiligungskompetenzen regelmäßig und praktisch geübt werden;<br>
● die Praxisorientierung verbindlich zu verankern (echte Übungsaufgaben statt reiner Theorie) und dafür landesweit Materialien, eine sichere Testumgebung („Schulmodus“) und Fortbildungsangebote bereitzustellen;<br>
● die Umsetzung schlank zu evaluieren und fortzuschreiben, damit das Format dauerhaft wirkt, ohne Mehrbürokratie zu erzeugen.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[Dieser Antrag wurde mit der Unterstützung von ChatGPT formuliert]</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Demokratische Mündigkeit braucht Alltagskönnen.</strong> Friedrich Eberts Satz „Demokratie braucht Demokraten“ richtet den Blick auf Handlungsfähigkeit: Wer Anträge stellen, Fristen einhalten, Bescheide lesen, einfache Steuer- und Sozialversicherungsfragen einordnen und Abgeordnete adressieren kann, nimmt Rechte wahr und trägt Pflichten verlässlich. Genau dieses praktische Können ist die Brücke zwischen demokratischem<br><strong>Ideal und dem Alltag junger Menschen.</strong> Schule ist der einzige Ort, der alle erreicht – unabhängig von Elternhaus, Wohnort oder Geldbeutel. Wenn Schule diese Brücke nicht baut, bleibt sie vielerorts unüberwindbar.<br>
“Nichtwissen“ ist ein Armutstreiber. In vielen Familien fehlt das bürokratische, rechtliche und finanzielle Erfahrungswissen, das nötig ist, um Ansprüche zu erkennen, Fristen zu sichern und Formulare richtig auszufüllen. Das hat Folgen:<br>
● Nichtinanspruchnahme: Anspruchsberechtigte Leistungen werden häufig nicht beantragt – nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil Informationen fehlen, Hürden hoch sind oder Formulare abschrecken. Wer es nicht weiß, verzichtet – und verfestigt so Armut.<br>
● Zeit- und Stresskosten treffen ärmere Haushalte stärker: Wer Schicht arbeitet, Kinder betreut oder mehrere Jobs hat, kann komplexe Verfahren kaum bewältigen. Jeder Fehler kostet Zeit, Geld und Chancen (verpasste Fristen, Mahnkosten, Verlust von Ansprüchen).<br>
● Soziale Reproduktion: Kinder, deren Eltern Alltags- und Amtswissen mitgeben, starten mit Vorsprung. Andere fallen zurück – nicht wegen geringerer Fähigkeit, sondern wegen fehlender Anleitung.<br>
Eine verbindliche Alltags- &amp; Beteiligungsbildung wirkt ausgleichend: Sie demokratisiert Zugang zu Leistungen, senkt Fehlzeiten und verhindert vermeidbare Verschuldung. Das ist Sozialpolitik im besten Sinn – präventiv, wirksam, günstig.<br><strong>Prävention spart Kosten.</strong> Praktische Grundbildung reduziert Verwaltungsaufwand (weniger fehlerhafte Anträge, weniger Widersprüche), Sozialausgaben (weil berechtigte Leistungen früh und korrekt fließen statt später „repariert“ zu werden) und Folgekosten von Überschuldung oder Rechtsstreitigkeiten. Unternehmen profitieren von jungen Beschäftigten, die Lohnabrechnungen verstehen, Rechte kennen und informierte Entscheidungen treffen. Das steigert Produktivität, verringert Ausfallzeiten durch Konflikte und stärkt Vertrauen in Institutionen.<br><strong>Demokratie lebendig halten.</strong> Demokratie ist mehr als Wahlen. Wer in der Schule Anliegen formuliert, eine Abgeordneten-Anfrage stellt, eine Petition schreibt oder einen Antrag im Verein/Initiative einbringt, erfährt: Mitmachen wirkt. Diese Erfahrung senkt die Schwelle, später kommunal, betrieblich oder zivilgesellschaftlich aktiv zu werden. Gerade im ländlichen Raum, wo Schule oft der zentrale öffentliche Ort ist, schafft das<br>
Verbindungen: Jugendparlamente, Gemeinderäte, Vereine, Initiativen – und damit bindet es junge Menschen an ihre Region.<br><strong>Üben statt Überladen.</strong> Der Vorwurf „Der Lehrplan ist voll“ ist ernst zu nehmen – deshalb braucht es einen geschützten Zeitkorridor, der keine „Extrawelt“ schafft, sondern vorhandene Fächer (Sozialkunde, Wirtschaft/Recht, Ethik, Deutsch) konkretisiert. Mit fertigen Bausteinen (Musterbescheide, einfache Formulare, Schritt-für-Schritt-Aufgaben, Bewertungsraster) und kurzen Micro-Fortbildungen werden Lehrkräfte entlastet. Eine sichere Testumgebung („Schulmodus“) ermöglicht Übung ohne Echtdaten. Die Evaluation bleibt schlank: Fokus auf Wirksamkeit (können Schüler:innen einen Widerspruch formulieren? eine Frist erkennen? eine einfache Steuer-/Sozialfrage einordnen? eine adressierte Anfrage verschicken?).<br><strong>Nachhaltige Wirkung über Jahrzehnte.</strong> Alltags- &amp; Beteiligungskompetenzen veralten langsam: Fristen, Rechtsbehelfszeilen, Grundbegriffe von Steuer/Sozialversicherung, die Logik eines Antrags, der Ton eines Abgeordnetenbriefs – das bleibt dauerhaft relevant. Durch eine regelmäßige, leichte Fortschreibung der Materialien (z. B. alle drei Jahre) bleibt der Ansatz aktuell, ohne das System zu belasten. So entsteht eine robuste, langfristige Infrastruktur demokratischer Bildung.<br><strong>Fazit.</strong> Wer will, dass Menschen ihre Rechte nutzen, Pflichten einhalten und mitgestalten, muss ihnen früh die Mittel in die Hand geben. Eine verbindliche, praxisnahe Alltags- &amp; Beteiligungsbildung in Thüringen ist soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Vernunft und Demokratiepflege zugleich – und damit eine Investition, die über Jahrzehnte trägt.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 18:24:47 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>R3: Erinnern &amp; Nachreichen</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/erinnern-nachreichen-38212</link>
                        <author>Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 18.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/erinnern-nachreichen-38212</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Faire Fristen und Korrekturen im Verwaltungsverfahren</strong><br>
Dieser Antrag setzt eine klare, landesweit einheitliche Mindestlinie für faire Verwaltungsverfahren: Wer rechtzeitig abgibt, soll seine Frist sicher wahren, fehlende Unterlagen nachreichen können und verständliche Erinnerungen erhalten, bevor Nachteile entstehen. Behebbare Formfehler dürfen nicht zur Ablehnung führen. Das reduziert Abbrüche und Widersprüche spürbar, beschleunigt Entscheidungen und hilft besonders Menschen mit hoher Alltagslast—ohne zusätzlichen Personalbedarf, weil Erinnerungen standardisiert und digital aus den Fachverfahren erfolgen können.<br>
Die Jusos Thüringen fordern die SPD Thüringen sowie die SPD-Bundestagsfraktion auf,<br>
● gesetzlich festzuschreiben, dass Anträge auch dann fristwahrend sind, wenn sie zunächst unvollständig eingehen, sofern fehlende Unterlagen innerhalb einer angemessenen Nachfrist nachgereicht werden;<br>
● die Behörden zu verpflichten, klar und verständlich mitzuteilen, was genau fehlt, und vor nachteiligen Folgen verbindlich zu erinnern, wobei eine einfache Fristverlängerung (z. B. digital oder am Schalter) möglich sein muss;<br>
● festzulegen, dass behebbare Formfehler bei Nutzung behördlicher Formulare nicht entscheidungserheblich sind, sondern die Korrektur vor Ablehnung steht;<br>
● zu gewährleisten, dass Nachreichungen auf allen üblichen Wegen (digital, postalisch, vor Ort) möglich sind und der Antrag bei fristgerechter Ergänzung als vollständig und fristgerecht gilt.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[Dieser Antrag wurde mit der Unterstützung von ChatGPT formuliert]</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Warum ist das wichtig?</strong> In der Praxis scheitern viele Verfahren nicht am materiellen Anspruch, sondern an Formalia, Fristen und Unsicherheit: Eine Bescheinigung fehlt, ein<br>
Feld wurde missverstanden, ein Schreiben geht im Alltag unter. Die Folgen — Ablehnungen, Warten auf Neubearbeitung, Widersprüche — belasten Bürger:innen und Verwaltung. Besonders betroffen sind Menschen mit wenig Zeit, höherer Care-Belastung, geringerer Sprach- oder Amtserfahrung. Eine einheitliche Regel „Erstabgabe wahrt Frist, Erinnerung vor Nachteil, Nachreichen statt Ablehnen“ macht das Verfahren planbar und gerecht.<br><strong>Was wird konkret besser?</strong><br>
● Weniger Abbrüche und Widersprüche, weil klar ist, was fehlt, und Zeit bleibt, es nachzureichen.<br>
● Schnellere Entscheidungen, weil standardisierte Erinnerungen und verständliche Mängelmitteilungen Rückfragen reduzieren.<br>
● Mehr Teilhabe, weil formale Hürden nicht länger faktisch ausschließen, sondern heilbar sind.<br><strong>Warum verändert das spürbar etwas? </strong>Heute existiert eine solche Nachfrist-/Erinnerungslogik nicht durchgängig. Mit einer landesweit verbindlichen Mindestlinie werden alle Verfahren in Thüringen fehlertoleranter—unabhängig davon, welche Behörde zuständig ist. Die Wirkung entsteht systemisch: Eine klare Rechtslage verändert Standardtexte, Fachverfahrens-Workflows und das Erwartungsmanagement auf beiden Seiten.<br><strong>Braucht es dafür mehr Personal? </strong>Nein. Die Erinnerungs- und Nachfristlogik lässt sich in Fachverfahren als Standardprozess abbilden (Serienbriefe/Mails, Textbausteine); wo Digitalisierung noch fehlt, helfen einheitliche Muster. Die Behörde investiert vorne etwas Sorgfalt (klare Mängelmitteilung), spart dafür hinten Zeit (weniger Neuanträge, weniger Widersprüche).<br><strong>Rechtlicher Ansatz.</strong> Das Thüringer Verwaltungsverfahrensrecht wird punktuell ergänzt: Fristwahrung ab Erstabgabe, verpflichtende, verständliche Mängelmitteilung mit Nachfrist, Erinnerung vor Nachteil mit einfacher Verlängerungsoption, Fehlerfreundlichkeit bei behebbarem Formverstoß sowie kanaloffene Nachreichung. Damit entsteht Verbindlichkeit ohne Bürokratieaufwuchs.<br><strong>Zusammenspiel mit „Klartext statt Amtsdeutsch“.</strong> Klartext verhindert Fehler am Start, Erinnern &amp; Nachreichen fängt Restfehler am Ende ab. Zusammen schaffen beide Anträge eine verlässliche, gerechte und demografiefeste Verwaltung in Thüringen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 18:20:56 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>R2: Klartext statt Amtsdeutsch</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/klartext-statt-amtsdeutsch-45187</link>
                        <author>Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 18.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/klartext-statt-amtsdeutsch-45187</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Barrierefreie, verständliche Verwaltung für Thüringen</strong><br>
Dieser Antrag zielt auf eine rechtlich verankerte Verständlichkeitspflicht in allen Kernverfahren von Land und Kommunen. Verwaltungsdokumente und Online-Formulare sollen so gestaltet sein, dass Bürger:innen ohne Vorwissen verstehen, worum es geht, was sie brauchen und wie sie den Antrag korrekt einreichen – digital barrierefrei, sprachlich klar und ohne zusätzlichen Personalbedarf in den Behörden. Das Land stellt dafür zentrale Text-Bausteine und Werkzeuge bereit; die Behörden übernehmen sie mit minimalem Aufwand.<br>
Die Jusos Thüringen fordern die SPD Thüringen sowie die SPD-Bundestagsfraktion auf,<br>
● eine rechtliche Verständlichkeitspflicht einzuführen, die verlangt, dass jedes zentrale Verfahren – online wie auf Papier – am Dokumentanfang eine kurze, leicht verständliche Übersicht enthält („Worum geht’s? Was brauche ich? Wie reiche ich es ein?“), dass Eingabefelder mit kurzen Hilfetexten und Beispielen erklärt werden und dass besonders häufig genutzte Verfahren zusätzlich in Leichter Sprache angeboten werden.<br>
● die digitale Barrierefreiheit verbindlich sicherzustellen, sodass Online-Formulare standardmäßig vorlesbar sind, ausreichende Kontraste bieten und vollständig per Tastatur bedient werden können; dabei sollen anerkannte Standards (z. B. WCAG) zugrunde liegen.<br>
● den Verwaltungen zentrale Hilfen bereitzustellen, damit kein Mehraufwand entsteht; dazu gehören ein landesweiter Styleguide in klarer Sprache, wiederverwendbare Mustertexte sowie ein integrierter Lesbarkeits-Check, der Texte automatisch prüft.<br>
● beim Start neuer oder überarbeiteter Formulare lediglich eine kurze Selbsterklärung der Behörden zu verlangen, dass diese Bausteine verwendet wurden, und die Qualität anschließend stichprobenartig durch die Landes-IT prüfen zu lassen – ohne zusätzliche Vorab-Genehmigungsverfahren einzuführen.<br>
Klartext senkt Fehler, Rückfragen und Abbrüche, beschleunigt Entscheidungen und stärkt soziale Teilhabe—ohne zusätzliche Stellen, weil einmal zentral erstellte Bausteine vielfach wiederverwendet werden.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>[Dieser Antrag wurde mit der Unterstützung von ChatGPT formuliert]</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Ausgangslage.</strong> Viele Verwaltungsverfahren scheitern nicht am materiellen Recht, sondern an Amtsdeutsch, unklarem Aufbau und der Angst, etwas falsch zu machen. Besonders betroffen sind Menschen mit hoher Alltagsbelastung (Care-Arbeit, Schichtarbeit), geringe Lese- oder Deutschkompetenz, Neuzugewanderte sowie Personen, die formal korrekt handeln möchten, aber an unklaren Formularanweisungen scheitern. Die Folge sind Abbrüche, Fristversäumnisse, Widersprüche und ein hoher Aufwand in der Sachbearbeitung durch Rückfragen—ein klassisches Lose-Lose.<br><strong>Zielbild. </strong>Eine menschenzentrierte Verwaltungssprache macht Verfahren vorhersagbar und angstfrei: Zu Beginn jedes Dokuments steht eine kurze, standardisierte Erklärung („Verständlichkeitsbox“), die Zweck, Zuständigkeit, erforderliche Unterlagen und Einreichungsweg nennt. Online werden Hilfetexte und Beispiele direkt an den Feldern eingeblendet; auf Papier befinden sie sich gut sichtbar im Dokument bzw. auf der Rückseite. Für stark nachgefragte Leistungen werden Fassungen in Leichter Sprache stufenweise eingeführt. Digital gilt Barrierefreiheit als Grundregel: Vorlese-Option, klare Kontraste, Tastaturbedienung und sinnvolle Reihenfolge der Eingabefelder senken die kognitive Last.<br><strong>Wirkmechanismus.</strong> Verständlichkeit entfaltet ihre Wirkung über drei Kanäle: (1) Kognitive Entlastung (geringere Fehlangaben und Nachfragen), (2) Verfahrenssicherheit (weniger Abbrüche, schnellere Bewilligungen), (3) Vertrauen (erlebte Fairness und Transparenz). Soziale Teilhabe wird real, wenn Menschen wissen, was zu tun ist, und sehen, dass die Verwaltung ihnen das Mitmachen leicht macht.<br><strong>Warum ohne Mehrpersonal machbar?</strong> Der entscheidende Hebel ist Standardisierung: Das Land erstellt und pflegt einen Styleguide mit Mustertexten, Glossar und einem automatischen Lesbarkeits-Check (im Redaktionssystem). Behörden übernehmen diese Bausteine statt neu zu schreiben. Beim Livegang genügt eine kurze Selbsterklärung, dass die Bausteine genutzt wurden; die Landes-IT führt Stichproben durch. Dadurch<br>
entstehen keine zusätzlichen Prüfschleifen und minimaler Anpassungsaufwand vor Ort, während sich der Rückfrage- und Korrekturaufwand in der Fläche spürbar reduziert.<br><strong>Rechtlicher Ansatz.</strong> Die Verständlichkeitspflicht und Barrierefreiheit werden im Landes-Digital-/E-Government-Recht klar normiert; flankierend kann eine Verwaltungsvorschrift die Umsetzung mit dem Styleguide regeln. Wichtig ist, die Pflicht output-orientiert zu formulieren (Verständlichkeit, Barrierefreiheit, Hilfetexte) und den Weg dorthin schlank zu halten (Selbsterklärung + Stichprobe statt Genehmigungsvorbehalt). So entsteht Verbindlichkeit ohne Bürokratieaufwuchs.<br><strong>Finanzielle Wirkung.</strong> Ein einmaliger Aufwand für Styleguide, Mustertexte und Lesbarkeits-Check steht dauerhaft sinkenden Prozesskosten gegenüber: weniger Rückfragen, weniger fehlerhafte Anträge, kürzere Bearbeitungszeiten. Für die Kommunen bedeutet das Entlastung statt Mehrarbeit.<br><strong>Abgrenzung.</strong> Der Antrag fordert keine individuelle Antrags-Assistenz und keine neuen Stellen. Es geht um bessere Tools und Texte, damit Menschen eigenständig zurechtkommen und die Verwaltung frühzeitig saubere Informationen erhält. Der Ansatz ist komplementär zu „Erinnern &amp; Nachreichen“ (separater Antrag): Klartext verhindert Fehler am Anfang, Erinnerungs- und Heilungsmöglichkeiten fangen Restfehler am Ende auf.<br><strong>Sozialpolitische Logik.</strong> Verständliche Verwaltung ist gelebte Gerechtigkeit: Wer weniger Ressourcen hat, profitiert überproportional. Gleichzeitig professionalisiert Klartext die Interaktion mit allen Bürger:innen—auch gut informierte Antragstellende arbeiten effizienter, und Sachbearbeitungen gewinnen Zeit für echte Einzelfälle.<br><strong>Fazit. </strong>Mit einer schlanken gesetzlichen Pflicht zu Klartext, Hilfetexten und Barrierefreiheit—unterstützt durch zentrale Bausteine und stichprobenartige Qualitätssicherung—macht Thüringen seine Verwaltung einfacher, gerechter und schneller, ohne zusätzlichen Personalbedarf zu erzeugen. Das ist pragmatisch, demografiefest und im besten Sinne sozial.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 18:19:35 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>U4: Müll-Lawinen stoppen!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/mull-lawinen-stoppen-14987</link>
                        <author>Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 18.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/mull-lawinen-stoppen-14987</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag auf, ein<strong>Thüringer Einwegverpackungssteuergesetz</strong>vorzulegen, das den Thüringer Kommunen die Einführung einer Einwegverpackungssteuer nach einheitlichen landesrechtlichen Rahmenbedingungen ermöglicht, klare sozial gerechte Flankierungsmaßnahmen vorsieht, die die Mehrkosten abfedern und den Umstieg auf Mehrweg für alle Bevölkerungsschichten erleichtern sowie die Verwendung der Einnahmen für ökologische und soziale Maßnahmen zweckbindet.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Einwegverpackungen und To-Go-Geschirr belasten Umwelt, Klima und kommunale Stadtsauberkeit erheblich. Trotz bundesrechtlicher Vorgaben (Pflicht zum Mehrwegangebot) bleibt der Verbrauch hoch, vor allem in urbanen Zentren. Das Bundesverwaltungsgericht hat 2023 die Zulässigkeit kommunaler Verpackungssteuern bestätigt, und das Bundesverfassungsgericht hat Verfassungsbeschwerden nicht zur Entscheidung angenommen. Damit ist der Weg frei für eine landesgesetzliche Regelung, die Kommunen in Thüringen ein einheitliches und rechtssicheres Instrument an die Hand gibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Als SPD und Jusos verbinden wir ökologische Verantwortung stets mit sozialer Gerechtigkeit. Eine Verpackungssteuer darf nicht dazu führen, dass einkommensschwächere Haushalte überproportional belastet werden. Deshalb braucht es eine sozial ausgewogene Ausgestaltung und klare Flankierungsmaßnahmen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 18:17:20 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>S4: Für eine realitätsgerechte Kriminalitätsdarstellung: Reform der Polizeilichen Kriminalstatistik</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/fur-eine-realitatsgerechte-kriminalitatsdarstellung-reform-der-polize-6087</link>
                        <author>Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 18.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/fur-eine-realitatsgerechte-kriminalitatsdarstellung-reform-der-polize-6087</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Die Umbenennung der Thüringer “Polizeiliche Kriminalstatistik” in “Polizeiliche Anzeigenstatistik”</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Die ersatzlose Streichung der Unterteilung in “deutsche Tatverdächtige” und “nichtdeutsche Tatverdächtige” in der neuen “Polizeiliche Anzeigenstatistik”</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Einführung von flächendeckenden Schulungen bei polizeilichen Behörden zur Verbesserung der Datenqualität</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p>Die Erstellung einer Thüringer Kriminalitätsstudie</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p>In der neuen Thüringer Kriminalitätsstudie sollen unter anderem folgende Punkte berücksichtigt werden:</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Daten der neuen “Polizeiliche Anzeigenstatistik”</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Einbeziehung von Dunkelfeldstudien</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Einbeziehung von Analysen anderer Behörden, wie zum Beispiel der REITOX-Jahresbericht für Deutschland, der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht zum Konsum illegaler Drogen</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Polizeiliche Kontrollintensität der verschiedenen Deliktsfelder</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Gesetzliche Änderungen, welche die Anzahl bestimmter Straftaten oder die Schaffung neuer Straftatbestände beeinflussen</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Demografische Entwicklungen</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Einbeziehung kriminologischer Ursachenforschung zu den erfassten Daten</p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p>Erfassung und Berücksichtigung des sozioökonomischen Status der Tatverdächtigen</p></li></ul></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Jedes Jahr startet wieder, nach der Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik eine Debatte um die sogenannte “Ausländerkriminalität”. Dabei stellt diese Statistik nicht die Kriminalität, sondern nur einen Teil der eingegangenen Strafanzeigen dar. Die PKS erzeugt keine realweltliche Abbildung der Kriminalität, sondern beruht darauf, wie aufmerksam die Bevölkerung und die Polizei/Justiz für Delikte sind. Mehr Aufmerksamkeit führt in der Regel zu einem Anstieg der objektiven Kriminalität, ohne dass dies notwendigerweise eine tatsächliche Zunahme der Kriminalität abbildet. Finden mehr polizeiliche Kontrollen (u.a. auch durch politische Entscheidungen stärker gegen ein bestimmtes Delikt vorzugehen, z.B. Alkohol am Steuer, zu schnelles Fahren, „Ausländerkriminalität“) statt, so manipuliert sich die PKS in diesem Sinne selbst, da Delikte, die stärker kontrolliert werden entsprechend mehr registriert werden und letztendlich stärker in der PKS auftauchen. Durch diese Verzerrungen können insbesondere Stereotype, Vorurteile und Diskriminierung gegenüber bestimmten Personen und Gruppen entstehen, wenn zum Beispiel verstärkt „Ausländerkriminalität“ kontrolliert, registriert und anschließend medial thematisiert wird. Des Weiteren fallen unter die sogenannten “nichtdeutschen Tatverdächtigen” alle Personen, die keinen deutschen Pass besitzen. Das umfasst zum Beispiel auch Touristen, ausländische Arbeitskräfte und Menschen, welche ein Großteil ihres Lebens in Deutschland wohnen, jedoch keinen deutschen Pass haben. In der öffentlichen Debatte geht es jedoch nur um die Begrenzung der Flüchtlingszahlen, während Rechtsextreme die Statistik zur Verbreitung von Hass und Hetze nutzen. Eine wissenschaftliche Betrachtung zur Entstehung und Entwicklung von Kriminalität findet nicht statt.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 18:16:27 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>B5: Kinder stärken, Familien begleiten</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/kinder-starken-familien-begleiten-41916</link>
                        <author>Jusos Erfurt (dort beschlossen am: 18.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/kinder-starken-familien-begleiten-41916</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos fordern:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li>Die SPD-Fraktion im Thüringer Landtag soll sich dafür einsetzen, eine dauerhafte landesseitige Finanzierung der Kita-Sozialarbeit im Rahmen der Haushaltsaufstellung sicherzustellen.</li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li>Bis das der Fall ist, fordern wir die SPD auf, sich dafür einzusetzen, dass auch bei rückläufigen Kinder- und Geburtenzahlen Kindergärten nicht vorschnell geschlossen werden, sondern kleinere Gruppen eingerichtet werden. So kann der gesetzlich beschlossenen Personalschlüssel von allen Kindergärten eingehalten oder sogar unterschritten werden und die pädagogische Qualität ausgebaut und die soziale Infrastruktur gesichert werden.</li></ol></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Thüringer Kommunen stehen aktuell vor einer doppelten Herausforderung: Zum einen sinken die Geburtenzahlen deutlich, was dazu führt, dass viele Kindergärten ihre Gruppen nicht voll belegen können und Einrichtungen – besonders im ländlichen Raum – sogar von Schließung bedroht oder bereits betroffen sind. Zum anderen steigen die Anforderungen an die pädagogische Arbeit stetig, da immer mehr Familien vielfältige Unterstützungsbedarfe haben, beispielsweise durch multiple familiäre Belastungen oder durch Flucht und Migration.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese Situation bietet die Chance, die pädagogische Arbeit gezielt zu stärken: Durch kleinere Gruppen und eine bessere Fachkraft-Kind-Relation kann individuellere Förderung stattfinden, die allen Kindern zugutekommt. Aktuell wird der seit 1. Januar 2025 geltende verbesserte Personalschlüssel nur von rund 45 % der Kindergärten erfüllt – eine Übergangsfrist gilt bis Ende 2027 (Sänger, MDR, Juni 2025).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Einen zentralen Beitrag leistet hierbei die Kita-Sozialarbeit. Sozialarbeiter:innen in Kindergärten sind feste Ansprechpersonen für die Sorgeberechtigten der Kinder, aber auch für die eigenen Kolleg:innen in den Kindergärten. Sie unterstützen bei Fragen zur Erziehung, begleiten Familien bei Behördengängen und helfen bei der Beantragung von Leistungen sowie bei der Vernetzung mit Frühförderung, medizinischer und psychologischer Hilfe. Sie kennen den Sozialraum und können schnell vermitteln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Thüringen nehmen aktuell 79 Kindergärten am Landesmodellprojekt <em>„Vielfalt vor Ort begegnen“</em> teil. In diesem Projekt ist die Kita-Sozialarbeit ein maßgeblicher Schwerpunkt. Die Zukunft des Projekts über 2025 hinaus ist jedoch unklar. Ziel muss es sein, die Kita-Sozialarbeit zu verstetigen und thüringenweit auszubauen, so dass alle Einrichtungen und Familien davon profitieren. Bis das der Fall ist, muss auf kommunaler Ebene sichergestellt werden, dass kein Kindergarten vorschnell geschlossen wird und sehr gut ausgebildete Sozialarbeiter:innen dieses Feld nicht verlassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Weichen für eine qualitativ hochwertige und sozial gut vernetzte frühkindliche Bildung in Erfurt zu stellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Sänger, Lars (11. Juni 2025): Schließen oder erhalten – wie weiter mit Thüringens Kindergärten? URL: <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/schliessen-oder-erhalten-kindegarten-thueringen-100.html#sprung0">https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/schliessen-oder-erhalten-kindegarten-thueringen-100.html#sprung0</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Projekt „Vielfalt vor Ort begegnen“ (2021-2025). URL: <a href="https://bildung.thueringen.de/bildung/kindergarten/projekte/vielfalt-vor-ort-begegnen">https://bildung.thueringen.de/bildung/kindergarten/projekte/vielfalt-vor-ort-begegnen</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 18:13:57 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>G3: Elternschaft gerecht gestalten – gleiche Rechte von Anfang an!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/elternschaft-gerecht-gestalten-gleiche-rechte-von-anfang-an-41271</link>
                        <author>Jusos Jena (dort beschlossen am: 04.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/elternschaft-gerecht-gestalten-gleiche-rechte-von-anfang-an-41271</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Geburt und Elternschaft zeigen,<br>
welchen Stellenwert Gleichberechtigung in einer Gesellschaft tatsächlich hat.<br>
Noch immer orientieren sich viele Regelungen am Bild der alleinverantwortlichen<br>
Mutter und des außenstehenden Vaters. Das entspricht weder der Lebensrealität<br>
noch dem Anspruch auf gleichberechtigte partnerschaftliche Elternschaft.</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Deswegen fordern die Jusos Thüringen:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Kostenfreie Geburtsvorbereitung für alle Eltern:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Geburtsvorbereitung ist nicht nur medizinische Information, sondern auch<br>
ein wichtiger Schritt zu geteilter Verantwortung. Aktuell übernehmen<br>
Krankenkassen die Kosten in der Regel nur für die schwangere Person.<br>
Partner:innen müssen die Teilnahme selbst zahlen oder verzichten: Ein<br>
Signal, dass ihre Teilnahme nicht entscheidend sei. Das schwächt von<br>
Anfang an die gleichberechtigte Rolle beider Eltern und ignoriert<br>
vielfältige Familienmodelle. Kostenfreie Kurse für alle Elternteile<br>
stärken die gemeinsame Vorbereitung, fördern Sicherheit in der<br>
Geburtssituation und legen die Grundlage für eine faire Aufteilung der<br>
Sorgearbeit nach der Geburt.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Geburtsvorbereitung darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Wir fordern<br>
deswegen die vollständige Kostenübernahme für die Teilnahme von<br>
Partner:innen an Geburtsvorbereitungskursen im Rahmen der<br>
Mutterschaftsrichtlinien. So wird partnerschaftliche Verantwortung von<br>
Anfang an gestärkt und gleiche Teilhabe ermöglicht.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Reform des Abstammungsrechts</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>In Thüringen sind über die Hälfte aller Geburten nichtehelich. Trotzdem<br>
gilt: Unverheiratete Mütter erhalten automatisch das alleinige Sorgerecht,<br>
während Väter eine Sorgerechtserklärungen abgeben müssen und zweite Mütter<br>
ein aufwändiges Adoptionsverfahren durchlaufen müssen. Dieses System<br>
benachteiligt queere Familien und nichteheliche Paare. Wir fordern deshalb<br>
das Abstammungsrecht grundlegend zu reformieren, um alle Familienformen<br>
rechtlich gleichzustellen.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Deswegen muss die bisherige „Vaterschaftsanerkennung“ zu einer<br>
„Elternschaftsanerkennung“ weiterentwickelt werden, die für alle<br>
Elternteile unabhängig vom Geschlecht gilt. Diese Erklärung begründet die<br>
rechtliche Elternschaft des zweiten Elternteils und ersetzt das aufwändige<br>
und diskriminierende Adoptionsverfahren für Co-Mütter und nicht-<br>
biologische Väter. Mit der wirksamen Abgabe der gemeinsamen<br>
Elternschaftsanerkennung wird standardmäßig das gemeinsame Sorgerecht für<br>
beide Elternteile begründet werden. Eine separate „Sorgerechtserklärung“<br>
entfällt. Damit wird das gemeinsame Sorgerecht zum Regelfall.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Nur so werden verheiratete und nicht-verheiratete Paare sowie<br>
heterosexuelle und queere Eltern endlich rechtlich gleichgestellt.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Stärkung von Unterstützungsstrukturen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><strong>Trennungssituationen belasten Kinder besonders stark. Überlastete<br>
Jugendämter und lange Gerichtsverfahren führen zu monatelangen<br>
Schwebezuständen. Staatlich finanzierte Mediationen können Konflikte<br>
frühzeitig abmildern und gerichtliche Auseinandersetzungen reduzieren. In<br>
verpflichtenden Elternplänen, wie in Belgien und den Niederlanden, werden<br>
alle relevanten Themen des Zusammenlebens nach der Trennung schriftlich<br>
fixiert, wie die Wohnsituation, Besuchsregelungen und Aspekte der<br>
Kindererziehung. Die definierten Verantwortlichkeiten beider Eltern sollen<br>
Missverständnisse und Konflikte vermeiden und den Kindern eine stabile und<br>
vorhersehbare Umgebung bieten. Notwendig sind zudem kurze<br>
Bearbeitungszeiten und eine personelle Stärkung von Jugendämtern und<br>
Familiengerichten. Das schafft Planbarkeit, entlastet die Institutionen<br>
und stellt das Kindeswohl konsequent in den Mittelpunkt.</strong></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Deswegen ist für uns klar: Eltern, die sich trennen, brauchen faire Lösungen für<br>
das weitere gemeinsame Familienleben. Wir fordern daher:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Bei Trennung oder Scheidung von Eltern wird die Erstellung eines<br>
Elternplans verpflichtend. Dieser Plan muss verbindliche Regelungen zu<br>
allen Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung und der Kostenaufteilung<br>
des familiären Lebens enthalten. Die frühzeitige Auseinandersetzung mit<br>
den Folgen einer Trennung für ein Kind führt zu bewussteren und<br>
nachhaltigeren Lösungen im weiteren Zusammenleben, um Streitigkeiten vor<br>
Gericht zu vermeiden.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Der Zugang zu professioneller Mediation vor Einreichung einer<br>
gerichtlichen Sorgerechtsklage muss allen Eltern zur Verfügung stehen, um<br>
eine kindzentrierte Lösung gemeinsam erarbeiten zu können.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Um diese Maßnahmen zu überprüfen, sollte die Auswirkung auf die Anzahl von<br>
Gerichtsverfahren, Dauer von Sorgerechtsstreitigkeiten und Entwicklung des<br>
Kindeswohls statistisch begleitet werden.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li><p><strong>Jugendämter und Familiengerichte müssen personell und finanziell so<br>
ausgestattet werden, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden können.<br>
Nur durch ausreichend schnelle und qualitative Bearbeitung können Kinder<br>
vor rechtlich unsicheren Zuständen durch lange Verfahrensdauern geschützt<br>
werden.</strong></p></li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gleichberechtigung beginnt nicht erst im Alltag der Sorgearbeit, sondern bereits<br>
im rechtlichen Rahmen, in den unterstützenden Strukturen und bei der<br>
finanziellen Förderung partnerschaftlicher Verantwortung. Elternschaft muss für<br>
alle gerecht sein!</strong></p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Geburt und Elternschaft zeigen, welchen Stellenwert Gleichberechtigung in einer Gesellschaft tatsächlich hat. Noch immer orientieren sich viele Regelungen am Bild der alleinverantwortlichen Mutter und des außenstehenden Vaters. Das entspricht weder der Lebensrealität noch dem Anspruch auf gleichberechtigte partnerschaftliche Elternschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Kostenfreie Geburtsvorbereitung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Geburtsvorbereitung ist nicht nur medizinische Information, sondern auch ein wichtiger Schritt zu geteilter Verantwortung. Aktuell übernehmen Krankenkassen die Kosten in der Regel nur für die schwangere Person. Partner:innen müssen die Teilnahme selbst zahlen oder verzichten: Ein Signal, dass ihre Teilnahme nicht entscheidend sei. Das schwächt von Anfang an die gleichberechtigte Rolle beider Eltern und ignoriert vielfältige Familienmodelle. Kostenfreie Kurse für alle Elternteile stärken die gemeinsame Vorbereitung, fördern Sicherheit in der Geburtssituation und legen die Grundlage für eine faire Aufteilung der Sorgearbeit nach der Geburt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Reform des Abstammungsrechts:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das geltende Recht benachteiligt nichteheliche und queere Familien. Während verheiratete heterosexuelle Paare automatisch beide als Eltern anerkannt werden, müssen auch verheiratete Co-Mütter oder nicht-biologische Väter einen langwierigen, kostspieligen und demütigenden Prüfprozess durchlaufen. Das ist bürokratisch, belastend und diskriminierend. Eine Elternschaftsanerkennung als einfacher standesamtlicher Akt, wie es die Vaterschaftsanerkennung schon ist, schafft Rechtssicherheit, entlastet Gerichte und Jugendämter und schützt Kinder ab Geburt. Die Lebensrealitäten von Familien sind vielfältig. Das Recht muss endlich nachziehen und alle Familien gleichermaßen schützen und respektieren – ob verheiratet oder nicht, ob queer oder heterosexuell.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><strong>Unterstützungsstrukturen:</strong><br>
Trennungssituationen belasten Kinder besonders stark. Überlastete Jugendämter und lange Gerichtsverfahren führen zu monatelangen Schwebezuständen. Staatlich finanzierte Mediationen können Konflikte frühzeitig abmildern und gerichtliche Auseinandersetzungen reduzieren. In verpflichtenden Elternplänen, wie in Belgien und den Niederlanden, werden alle relevanten Themen des Zusammenlebens nach der Trennung schriftlich fixiert, wie die Wohnsituation, Besuchsregelungen und Aspekte der Kindererziehung. Die definierten Verantwortlichkeiten beider Eltern sollen Missverständnisse und Konflikte vermeiden und den Kindern eine stabile und vorhersehbare Umgebung bieten. Notwendig sind zudem kurze Bearbeitungszeiten und eine personelle Stärkung von Jugendämtern und Familiengerichten. Das schafft Planbarkeit, entlastet die Institutionen und stellt das Kindeswohl konsequent in den Mittelpunkt.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 15:18:21 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>D1: Barrierefreies Wohnen – eine Notwendigkeit!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/barrierefreies-wohnen-eine-notwendigkeit-47395</link>
                        <author>KV Eichsfeld (dort beschlossen am: 15.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/barrierefreies-wohnen-eine-notwendigkeit-47395</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern einen landesweiten Ausbau von barrierefreien und barrierearmen Wohnungen in den ländlichen und städtischen Räumen Thüringens und somit den Neubau und Umbau von mindestens 10.000 barrierefreien Wohneinheiten pro Jahr im Freistaat.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Barrierefreier und barrierearmer Wohnraum ist kaum vorhanden, weder auf dem Land noch in der Stadt. Wenn es ihn dennoch gibt, handelt es sich meist um Alten- und Pflegeheime. Diese Einrichtungen sind aber vor allem sehr teuer, spärlich gesät und für junge Menschen, Menschen unter 50 und beeinträchtigte Menschen, die nicht permanent versorgt werden müssen, ungeeignet.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch den Neubau und besonders den priorisierten barrierefreien Umbau und/oder Sanierungen, würden nicht nur behinderte und schwerbehinderte Personen profitieren, sondern langfristig auch Senior:innen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Thüringen leben ca. 209.000 schwerbehinderte Menschen. Das heißt sie besitzen einen Grad der Behinderung von mindestens 50. Von 100 Menschen, die eine barrierefreie Wohnung bräuchten, haben aber nur 16 eine Chance darauf. Deutschlandweit sind es immerhin 33.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieser Antrag kann nur der allererste Schritt zu einer Verbesserung der Lebensumstände und der Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungensein, aber lasst uns diesen Weg gemeinsam gehen!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 18 Sep 2025 10:58:16 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>U2: Rasen ist ein Fehler - essbare Städte voranbringen!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/rasen-ist-ein-fehler-essbare-stadte-voranbringen-41646</link>
                        <author>Jusos Unstrut-Hainich-Kreis (dort beschlossen am: 17.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/rasen-ist-ein-fehler-essbare-stadte-voranbringen-41646</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern, dass mindestens 30% der kommunalen Rasenflächen in Beete, Streuobstwiesen und essbare Kulturen umgewandelt werden. Dabei legen wir Wert auf Essbarkeit und Vielfalt - für mehr nachhaltige Ernährung, Artenvielfalt und lebenswerte Städte.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Rückgang der Biodiversität betrifft längst nicht mehr nur ländliche Räume, sondern auch Städte und Gemeinden. Kommunale Rasenflächen leisten dabei keinen positiven Beitrag: Sie bieten weder Lebensraum noch Nahrung für Insekten und sind zudem nicht an die Herausforderungen des Klimawandels angepasst, da sie weder hitze- noch trockenheitsresistent sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Stattdessen wollen wir Rasenflächen in essbare und vielfältige Stadträume verwandeln. Permakulturen, Obstbäume und Beerensträucher schaffen nicht nur ökologische Vielfalt, sondern tragen auch zu einer gesunden und kostengünstigen Ernährung bei. Gleichzeitig entsteht ein Lebensraum für Insekten und andere Tiere, was den Schutz der Artenvielfalt unmittelbar stärkt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Bewirtschaftung dieser Flächen kann von Vereinen, Initiativen oder in Kooperation mit Schulen übernommen werden. So können essbare Städte zugleich als Bildungs- und Integrationsprojekte wirken und den sozialen Zusammenhalt fördern. Auf diese Weise schaffen wir mehr Lebensqualität, betreiben aktiven Klimaschutz und machen unsere Kommunen zukunftsfähig.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 18:16:05 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>G1: Wir wollen die Ampel zurück! Einführung einer &quot;Hygieneampel&quot; in der Gastronomie</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/wir-wollen-die-ampel-zuruck-einfuhrung-einer-hygieneampel-in-der-ga-42743</link>
                        <author>Jusos Unstrut-Hainich-Kreis (dort beschlossen am: 17.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/wir-wollen-die-ampel-zuruck-einfuhrung-einer-hygieneampel-in-der-ga-42743</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern die verpflichtende Einführung einer „Hygieneampel“ in Gastronomiebetrieben, mit der die Ergebnisse der letzten behördlichen Hygienekontrolle für Verbraucher:innen in leicht verständlicher Form dargestellt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Ergebnisse kontrollierter Betriebe in wesentlichen Kategorien werden mit einem farblichen oder Smiley-basierten System dargestellt und im Eingangsbereich ausgehangen. Für das Nicht-Aushängen ist ein entsprechender Ordnungswidrigkeitstatbestand einzuführen.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Einführung der „Hygieneampel“ leistet einen Beitrag zu Transparenz und Verbraucherschutz. Sollten bei einer Hygienekontrolle wesentliche Mängel festgestellt werden, bietet ein suboptimales Ergebnis den Gastronomiebetrieben einen wesentlichen Anreiz, rasch Nachbesserungen vorzunehmen. Damit ein Betrieb nicht unverhältnismäßig lange von einem schlechten Ergebnis beeinträchtigt ist, sollte die Möglichkeit auf eine zeitnahe Nachbegehung (spätestens binnen 3 Monaten) bestehen, die bei Verbesserungen zu einem neuen, besseren Ergebnis führen würde.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Deutschland gab es mehrere Versuche progressiver Regierungen (bspw. Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen, Rot-Rot-Grün in Berlin), derartige Systeme einzuführen, die jedoch jeweils nach kurzer Zeit von CDU-geführten Regierungen wieder abgeschafft wurden, ehe sie sich etablieren konnten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wie es besser geht, zeigen andere europäische Staaten wie Dänemark oder Finnland, in denen „Hygieneampeln“ erfolgreich eingeführt wurden. Ein Bericht der Verbraucherzentrale Bundesverband zeigt, dass es seit der Einführung in Dänemark und Finnland zu Verbesserungen in der Hygiene gekommen ist und die „Hygieneampeln“ von Verbraucher:innen geschätzt werden (<a href="https://www.vzbv.de/sites/default/files/2021-08/21-09-01%20Bericht%20Transparenzsysteme.pdf">https://www.vzbv.de/sites/default/files/2021-08/21-09-01%20Bericht%20Transparenzsysteme.pdf</a>).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.umwelt.nrw.de/landeskabinett-bringt-abschaffung-der-hygieneampel-auf-den-weg">https://www.umwelt.nrw.de/landeskabinett-bringt-abschaffung-der-hygieneampel-auf-den-weg</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://www.foodwatch.org/de/startschuss-fuer-hygiene-ampel-in-nrw">https://www.foodwatch.org/de/startschuss-fuer-hygiene-ampel-in-nrw</a></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><a href="https://lebensmittelpraxis.de/handel-aktuell/44691-verbraucherschutz-rueckschritt-berliner-senat-plant-abschaffung-des-hygiene-barometers-fuer-gastronomiebetriebe.html">https://lebensmittelpraxis.de/handel-aktuell/44691-verbraucherschutz-rueckschritt-berliner-senat-plant-abschaffung-des-hygiene-barometers-fuer-gastronomiebetriebe.html</a></p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 18:09:52 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>S2: Vision Integration – Mit einer positiven Migrationsbotschaft in die Zukunft</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/vision-integration-mit-einer-positiven-migrationsbotschaft-in-die-zu-18994</link>
                        <author>Jusos Altenburger Land, Jusos Gera, Jusos Greiz (dort beschlossen am: 11.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/vision-integration-mit-einer-positiven-migrationsbotschaft-in-die-zu-18994</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern ein Projektwochenende auf Bundesebene zur<br>
Erarbeitung eines progressiven Migrationskonzeptes auf Basis der bisherigen<br>
Beschlusslage und einer entsprechenden Kommunikationsstrategie. Die Ergebnisse<br>
sollten sich nicht nur in der öffentlichen Kommunikation der Jusos wiederfinden,<br>
sondern allen Interessierten zugänglich gemacht werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit einer positiven Zukunftsvision im Bereich Migration soll der öffentliche<br>
Diskurs aktiv langfristig verschoben werden, statt rein defensiv auf rechte<br>
Propaganda zu reagieren. Mit Fakten untermauert sollen in der breiten<br>
demokratischen Gesellschaft sowohl anschlussfähige als auch provokative<br>
Botschaften verbreitet werden. Diese sollte sich einem vielfältigen Deutschland<br>
verschreiben und sich rassistischen Tendenzen entgegenstellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es reicht nicht, dass wir mehr sind. Wir müssen auch lauter werden. Und hierfür<br>
braucht es eine starke jungsozialistische Stimme, um Aufbruchstimmung zu<br>
verbreiten.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Jusos und die SPD haben Konzepte für gelungene Integration. Aber sie schaffen es nicht, diese offensiv genug zu vermitteln. Die sich wiederholende negative Bespielung des Themas durch Rechtspopulist:innen verschiebt den öffentlichen Diskurs. Das können wir nicht weiter zulassen!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Daher bedarf es einer niederschwelligen Kommunikationsstrategie, die selbst den Ton für die Debatte setzt und sich nicht vor einem rechten Aufschrei fürchtet, sondern ihm mutig entgegentritt. Langfristig kann nur mit einem Mix aus Provokation und anschlussfähigen Botschaften ein neues Narrativ geschaffen werden. Hierfür ist es sinnvoll Menschen mit Ideen, Expert:innen und kreative Köpfe zu versammeln, um bisherige Bemühungen zu bündeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die aktuelle „Debattenkultur“ im Bereich Migration verroht in rasender Geschwindigkeit und entmenschlicht dabei unsere Mitbürger:innen. Progressive Stimmen geraten ins Abseits und es geht immer nur noch darum, das „Problem“ Migration zu lösen. Dabei könnte mit einigen gezielten Investitionen zum Beispiel die Ausstattung der Kommunen verbessert werden. Deutschland kann wieder für Menschlichkeit und Toleranz stehen, davon sind wir überzeugt. Und die Jusos können hier die Initiative ergreifen!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 09:24:40 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>S1: Polizeistaat? Nein, Danke!</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/polizeistaat-nein-danke-60163</link>
                        <author>Jusos Altenburger Land, Jusos Gera, Jusos Greiz (dort beschlossen am: 11.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/polizeistaat-nein-danke-60163</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern die SPD-Landtagsfraktion auf, den aktuellen Entwurf<br>
für das Polizeiaufgabengesetz anzupassen, um unverhältnismäßige<br>
Grundrechtseinschränkungen zu verhindern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit einer SPD in der Landesregierung dürfen aus Sicht der Jusos folgende Punkte<br>
nicht beschlossen werden:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die <strong>Einführung von Tasern</strong> als neue Standardwaffe der Polizei, die <strong>Nutzung von KI<br>
zur Musterüberwachung</strong> zur Prävention von möglichen Gefahren, die <strong>Automatisierte<br>
Kennzeichenerkennung</strong>, der <strong>Einsatz von biometrischen Daten</strong> zur Online-Fahndung.<br>
Der <strong>Einsatz von automatisierter Datenverarbeitung</strong> mittels Palantir-Software und<br>
Ablegern ist ebenso abzulehnen, wie die <strong>Meldeauflagen</strong> auf Verdacht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Nachbesserungsbedarf besteht unter anderem im Bereich der geplanten Fußfessel.<br>
Die hier vorgesehene elektronische Aufenthaltsüberwachung von Täter:innen –<br>
welche mehrfach gegen Schutzauflagen verstoßen haben oder mit schweren<br>
Straftaten drohen – bedarf, um Missbrauch vorzubeugen, mindestens richterlicher<br>
Anordnung. Der Anwendungsbereich ist außerdem zu konkretisieren und auf die<br>
Fälle von häuslicher Gewalt für besseren Opferschutz zu beschränken.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Taser als neue Waffe für die Polizei in Thüringen sind in vielerlei Hinsicht umstritten. Zum einen können Polizist:innen die Vorerkrankungen deren Gegenübers in den meisten Fällen nicht kennen. Das Ausmaß der durch den Taser ausgeübten Gewalt kann somit in vielen Fällen nicht richtig eingeschätzt werden. In den USA gibt es nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters über 1000 Tote im Zusammenhang mit Tasereinsätzen. Eine versehentliche Tötung bei niedrigerer Hemmschwelle wird somit durch die allgemeine Verbreitung des Tasers billigend in Kauf genommen. Außerdem erhöht das sichtbare Tragen eines Tasers nach einer Studie der Cambridge University die Eskalationsgefahr und zusätzlich sinkt die Hemmschwelle der Polizei, Gewalt auszuüben. Daneben sind Taser nur eingeschränkt zuverlässig, insbesondere wenn das Gegenüber dickere Kleidung trägt, wie es in Deutschland über weite Teile des Jahres der Fall ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>KI-Musterüberwachung ist eine verdachtslose Videoüberwachung, die aus unserer Sicht der Umsetzung von Gesichtserkennung im öffentlichen Raum Vorschub leistet. Die Installation von Kameras zur Überwachung von Menschen, die sich frei und unbedarft im öffentlichen Raum bewegen, stellt diese unter Generalverdacht. Die Festlegung, an welchen Orten diese Kameras etabliert werden sollen, unterliegt zudem einer politischen Willkür. Die Erkennung von Mustern, die über Festnahme, Großeinsatz oder ungerechtfertigte Gewaltanwendung entscheiden, darf einer KI in einem Rechtsstaat nicht überlassen werden. Zudem zeigen Auswertungen aus Großbritannien, dass sich Straftaten durch Videoüberwachung lediglich in geschütztere Räume verschieben. Eine Reduktion fand dort insbesondere bei Eigentumsdelikten in den überwachten Arealen statt, während sich weder die Sexual- noch Gewaltdelikte reduzierten. Eine KI, die Muster erkennt, ist zudem anfällig für einfach zu registrierende rassistische Stereotype. Daneben beschreibt der Chilling-Effekt, dass sich Menschen mit legitimen Anliegen wie einem friedlichen Protest, potentiell durch Überwachung einschüchtern lassen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die automatisierte Kennzeichenerkennung bietet ebenso Raum für Missbrauch, da für das Erkennen einzelner Kennzeichen alle gescannt werden müssen. Diese Daten sind geeignet, Bewegungsprofile von Menschen zu erstellen, die sich nichts zu schulden kommen lassen haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Biometrische Daten werden dem Staat durch Bürger:innenanvertraut, um sich ihm gegenüber auszuweisen. Diese Daten für eine Fahndung online zu Missbrauchen, ist eine Zweckentfremdung für die der bloße Verdacht der Begehung einer Straftat nicht ausreichend ist. Die Hürde für die Fahndung online nach Menschen mit Bildern ihrer Gesichter oder Aufnahmen ihrer Stimme muss besonders hoch sein. Ohne einen Haftbefehl darf die Privatsphäre von Menschen auch online nicht mutwillig durch den Staat durchleuchtet werden. Zudem werden die Opfer solcher digitaler Übergriffe auf ihr informationelles Selbstbestimmungsrecht oftmals nicht über diese in Kenntnis gesetzt. Somit handelt es sich um eingriffsintensive, heimliche Überwachungsmaßnahmen die nach dem Bundesverfassungsgericht nur zum Schutz besonders gewichtiger Rechtsgüter möglich sind, wenn für diese eine zumindest hinreichend konkrete Gefahr besteht. Daneben lassen sich über die Rückwärtssuche online für die Ermittlung völlig irrelevante Informationen, wie politische Gesinnung, Religionszugehörigkeit oder Sexualität ausspähen. Als Bilder für diese Suche sind potentiell auch bei öffentlichen Versammlungen gemachte Aufnahmen möglich. Auch dies kann Menschen davon Abhalten, Positionen zu beziehen und Vorabgehorsam fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Durch den Einsatz von automatisierter Datenverarbeitung mittels Palantir-Software werden Daten unbedarfter Bürger:innen selbst wenn diese auf EU-Boden verarbeitet werden sollten, in die Arme eines US-Unternehmens gegeben, welches durchaus ein anderes Verständnis von Persönlichkeitsrechten und Datenschutz haben kann. Voraussagen eines Systems, welches sich der menschlichen Nachvollziehbarkeit entzieht, können nicht Grundlage von Entscheidungen der Exekutive werden. Zudem urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass die staatlich erhobenen Daten nicht ohne ausgiebige Abwägung der Verhältnismäßigkeit im Rahmen einer konkreten und vorab definierten Gefährdung zweckentfremdet werden dürfen. Wie bereits oben beschrieben sind solche heimlichen Überwachungsmaßnahmen zurecht an äußert hohe Hürden geknüpft. Wie man bereits in der jüngeren Vergangenheit sieht, verwässern öffentliche Debatten jedoch immer wieder die Auffassung, die politische Entscheidungsträger:innen von „gewichtigen“ Rechtsgütern haben, wenn man zum Beispiel an die Präventivhaft für Klimaaktivist:innen in Bayern denkt. Insofern ist es aus unserer Sicht nicht sinnvoll, einem Staat Werkzeuge in die Hand zu geben, die eine Überwachung einer breiten Bevölkerung ermöglichen, selbst wenn diese zunächst nicht das Ziel der Einführung ist. Die Polizei hat bereits die Möglichkeit, einzelne heimliche Überwachungsmaßnahmen durchzuführen und daher fehlt es an einer ausreichenden Rechtfertigung für die Einführung eines Massenüberwachungsinstrumentes wie Palantir.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Meldeauflagen für Menschen, die der Polizei nur verdächtig vorkommen, schränken die, die nicht rechtskräftig verurteilt sind, in ihren Grundrechten ein. Die im Grundgesetz garantierte Freizügigkeit ist hier in Gefahr. Eine soziale Ausgrenzung und Stigmatisierung droht. Während diese Maßnahme mit Prävention gerechtfertigt werden soll, fehlt es ihr an dem Mehrwert für schikanierte Bürger:innen. Besonders Menschen, die in mehreren Jobs arbeiten oder pendeln, um sich ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, können durch tägliche, wöchentliche oder monatliche Meldepflichten in finanzielle Schieflage geraten, wenn die Arbeit mit den Terminen kollidiert. Daneben bietet die Polizei in dem Moment keine Sozialarbeit oder psychologische Betreuung an, welche die aus ihrer Sicht gefährlichen Personen in deren Welt abholen und ihnen Perspektiven eröffnen. Ein Termin um 11 Uhr bei der Polizei verhindert weder den Drogenkonsum am Abend noch ändern sich hierdurch die Freundeskreise. Echte Hilfe geht anders! Dazu kommt die Frage, wie und von wem festgelegt wird, wer verdächtig genug für eine Meldepflicht ist. Reicht es da, auf einer Demo gewesen zu sein? Reicht es, einen Diebstahl begangen zu haben? Reichen die falschen Freund:innen, mit denen man gesehen wurde? Und dann war es das, mit dem geplanten Urlaub, dem geliebten Hobby oder der Zeit, in der man sich tatsächlich hätte Hilfe suchen können. Neben die bereits existierenden Möglichkeiten der gerichtlich auferlegten Sozialstunden, Bewährungshilfe, Jugendamt und Sozialarbeit gestellt, enttarnt sich die Meldepflicht als absehbare Schikane von noch nicht verurteilten und damit der Unschuldsvermutung unterliegenden Bürgern:innen. Eine Förderung der oben genannten Strukturen und insbesondere von Schulsozialarbeit und Streetworker:innen sollte stattdessen die Antwort sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die SPD strebt mit der Initiative für den verbesserten Opferschutz bei häuslicher Gewalt ein Modell an, welches sich in Spanien bewährt hat. Haben Täter:innen Fußfesseln, die die Opfer informieren, wenn diese sich nähern, können Konfrontationen und Übergriffe und am Ende auch Femizide verhindert werden. Dieses Anliegen ist verständlich und relevant. Uns ist hierbei wichtig, dass sich das auch so konkret im neuen PAG wiederfindet. Verallgemeinerungen, die die Ausstattung von potentiellen Gewalttäter:innen insgesamt, von Ladendieb:innen, Lebensmittelretter:innen , Jugendlichen mit Fluchttendenzen oder Demonstrant:innen ermöglichen, sind strikt abzulehnen und öffnen Tür und Tor für Missbrauch.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dem staatlichen Gewaltmonopol sind Grenzen zu setzen, die auch im Blick auf zukünftige Regierungen eine stabile, freiheitliche Gesellschaft garantieren statt einzuschränken und zu überwachen. Der Schutz der Privatsphäre vor Übergriffen eines autoritären Staates sollte hier Priorität über die Illusion von Sicherheit haben.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 09:23:56 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P2: Kuschelkurs ohne Safeword? Wo sind die roten Linien in der Brombeerkoalition?</title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/kuschelkurs-ohne-safeword-wo-sind-die-roten-linien-in-der-brombeerkoa-21126</link>
                        <author>Jusos Altenburger Land, Jusos Gera, Jusos Greiz (dort beschlossen am: 11.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/kuschelkurs-ohne-safeword-wo-sind-die-roten-linien-in-der-brombeerkoa-21126</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern den Landesvorstand der SPD sowie die<br>
Landtagsfraktion dazu auf, klare rote Linien in der Zusammenarbeit mit CDU und<br>
BSW zu formulieren und glaubwürdige Konsequenzen aus dem Überschreiten solcher<br>
zu ziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Grenzen sollten bei Anträgen und Abstimmungen außerhalb der Koalition oder<br>
Unterstützung von AfD-Kandidaturen gezogen werden. Als Maßnahme, bei<br>
Überschreitung dieser Grenzen, soll der Übergang zu einer konstruktiven<br>
Oppositionsarbeit angestrebt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daneben darf auch die medienwirksame Normalisierung rechtsextremer,<br>
faschistischer, rassistischer oder menschenverachtender Positionen durch<br>
Landtagsabgeordnete und Minister:innen von CDU und BSW von uns nicht<br>
unkommentiert stehen gelassen werden. Es muss eine öffentliche Benennung,<br>
Aufklärung sowie Einordnung vonseiten der SPD – neben der koalitionsinternen<br>
Auswertung – stattfinden.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Brombeerkoalition besteht aus drei Parteien: dem BSW, welches sich durch AfD-Podcasts kuschelt, der CDU welche gerne rechtsextreme Richter:innen wählen würde und der SPD-Fraktion, von der nichts zu hören ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Rote Linien, die vorab behauptet wurden, scheinen vergessen. Irgendwo zwischen Regierungsverantwortung und der Angst, ohne sie in der Regierung würde die Zusammenarbeit der anderen mit der AfD in einer Minderheitsregierung eskalieren und es würden sich wechselnde Mehrheiten gesucht, findet man die Rechtfertigung gelähmt daneben zu stehen. Nichts zu tun, nichts zu sagen und das Unrecht schweigend zu ertragen. Doch die SPD ist mehr als eine Vermittlerin von Positionen zwischen Konservativen und Linken und darf ihre eigene Identität nicht aufgeben, um sich letztendlich in die Bedeutungslosigkeit zu verabschieden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir können keine Positionen aufgeben, die ureigen zu unserer Partei-DNA gehören. Denn ohne eigene Identität, die auch nach außen sichtbar sein muss, schaffen wir uns selbst ab. Wir sind und waren immer Antifaschist:innen und laut als solche! Wir haben den Anspruch eine Arbeiter:innenpartei zu sein, die es ernst meint mit dem Klassenkampf. Aber unser Sinn für Verantwortung und unsere zunehmende Duldung für die sich allmählich zuspitzenden antidemokratischen Bestrebungen rütteln an unserer Glaubwürdigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ein Kompromiss darf nie durch Selbstaufgabe besiegelt werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 09:22:42 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>U1: Klimaschutz in Thüringen ernsthaft finanzieren. </title>
                        <link>https://antrag.jusos.rocks/la25/klimaschutz-in-thuringen-ernsthaft-finanzieren-45548</link>
                        <author>Jusos Altenburger Land, Jusos Gera, Jusos Greiz (dort beschlossen am: 11.09.2025)</author>
                        <guid>https://antrag.jusos.rocks/la25/klimaschutz-in-thuringen-ernsthaft-finanzieren-45548</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Jusos Thüringen fordern die SPD-Landtagsfraktion auf, sich für eine<br>
Fortführung des Thüringer Windbeteiligungsgesetzes einzusetzen sowie die<br>
Beteiligung der Gemeinden vor Ort und von Bürger:innen auszubauen. Außerdem<br>
fordern wir, die Fortführung und stabile Finanzierung des Klimapaktes zum<br>
effizienteren Ausbau kommunaler Klimaschutzmaßnahmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern insbesondere die direkte Beteiligung von Anwohner:innen – wie im<br>
ursprünglichen Entwurf vorgesehen – in das <strong>Windbeteiligungsgesetz</strong> aufzunehmen,<br>
um so einen direkten Ausgleich zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Weitere Kürzungen bei der Finanzierung vom <strong>Klimapakt</strong> sind zu unterlassen und das<br>
Budget wieder auf eine ernst gemeinte Finanzierung auszubauen. Die<br>
Originalforderung von 50 Millionen Euro können hier als Untergrenze zur<br>
Orientierung dienen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Thüringens Zukunft muss klimagerecht sein.</p></div></div><h2>Antragsbegründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir alle wissen: Der Klimawandel kommt nicht, er ist längst da. Die Energiewende hin zu Grünen Energien muss geschafft werden, doch das geht nicht ohne Akzeptanz vor Ort. Hier hat das Thüringer Windbeteiligungsgesetz einen wichtigen Grundstein gelegt, um die monetäre Beteiligung von Gemeinden mit dem Ziel einer Verbesserung der Lebensbedingungen betroffener Anwohner:innen zu stärken. Auf diesen Grundstein muss nun aufgebaut werden, wofür zunächst sein Schutz vor Attacken der Koalitionspartner:innen wichtig ist. Wir wollen jedoch noch weiter gehen. Für den Gewinn der mit den Windkraftanlagen erwirtschafteten Stromerzeugnisse sollte die Abgabe von 0,1 ct an die Anwohner:innen von den Betreiber:innen gezahlt werden, zusätzlich zu den 0,2 ct pro Kilowattstunde, die bereits die Gemeinde erhält.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Jeden Sommer sterben insbesondere vulnerable Menschen durch Hitze. Diese Krise nimmt seit Jahren zu. Das Programm KlimaInvest / Klimapakt war hier ein starkes Zeichen der Landesregierung zur Unterstützung der Kommunen beim generationengerechten Gestalten der Innenstädte. Eine Aussetzung der bisherigen Finanzierung darf daher aus unserer Sicht nicht durch die SPD-Landtagsfraktion toleriert werden.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 09:21:42 +0000</pubDate>
                    </item></channel></rss>